CFK Fräsen ohne Rost

Gast #5988535
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Staubsauger ist mir nicht geheuer da die Partikel zu fein sind. Die 
Fräse ist auch eingehaust. An Öl hatte ich auch gedacht, aber ist das 
praktikabel? Beschädigt das das Carbon bzw. bekomme ich das wieder ab? 
Was für ein Öl würde denn ein machen? Vielleicht sogar ein reines Alkan 
wie Oktan?
Gast #5988544
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Staubsauger würde ich auf jeden Fall vermeiden da der dann für alle 
Zeiten kontaminiert ist. Irgendeine Art Ölbad wäre eher was. Die Frage 
ist nur, welches Öl? Oder vielleicht geht such sowas wie PEG etc...
Gast #5988601
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Emulsion verwenden.
Das ist Wasser mit 5 .. 15 % Öl. "Bohrwasser" genannt, KSM, oder 
Kühlschmierstoff.
Dazu einen Refraktometer um den Mindest-Ölanteil sicherzustellen. Sonst 
rostet es wieder.

Kann aber eine Sauerei geben, wenn der Fräser mit 30000 UpM den KSM 
hochzieht und anfängt zu verteilen. :-)))


Nick
Gast #5988617
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Kommt darauf an, was das Teil hinterher können soll - generell ist Öl 
(auch Kühlschmiermittel) von CFK kaum wieder zu entfernen, das zieht mit 
etwas Pech in die Fasern ein oder löst das Harz an. Dann hält kein Lack 
oder Klebstoff mehr richtig und die Festigkeit des Teils leidet: 
https://www.ipa.fraunhofer.de/content/dam/ipa/de/documents/Publikationen/Studien/Spanende_Bearbeitung_von_Leichtbauwerkstoffen.pdf

Wasser ist daher schon das Mittel der Wahl, nicht gerade als Wasserbad, 
eher als Nebel/Tröpfchen. Wir haben so ein Teil im Einsatz: 
https://www.sorotec.de/shop/MIKROMAX-Minimalmengenschmierung-MVM.html - 
gibts in sehr ähnlicher Form in vielen Shops und ist geeignet für 
Wasser, nicht nur für Kühlmittel. Fördert den Rost natürlich trotzdem.

Bei einer kleinen, sowieso eingehausten Maschine würde ich daher eher 
absaugen. Offiziell Staubklasse H, z.B. 
https://www.jh-profishop.de/Industriesauger-Toxic-trocken-1200-W-Staubklasse-H-32127-128324/ 
(und regelmäßig Filter wechseln!)

Vielleicht hilft aber auch schon ein P3-Filter vor dem Sauger und die 
Abluft des Standard-Staubsaugers nach draußen leiten und ihn hinterher 
feucht auswischen. Musst du beurteilen, wie oft das vorkommt, wieviel 
Staub entsteht, welches Sicherheitsniveau du wünschst...

MfG, Arno
Gast #5988626
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> Wir haben so ein Teil im Einsatz:

Minimalmengen-Schmierung (MMS) blöst hat die Späne weg (und damit auch 
den Staub). Und hinterlässt einen Schmierfilm, zumindest ist das die 
Ursprungsidee.

Bei Carbon-Elektroden-Fräsen passiert das Ganze unter einer Wasserglocke 
(sieht reichlich irre aus). Nur, da plätschert hat wieder Wasser rum.
Wenn man das Wasser basisch macht, rostet auch nichts mehr (Natron, 
Soda).


Nick
#5988637
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Ich habe mit normalen HSS Fingerfräsern oft CFK gefräst. Anfangs viel 
gekühlt. Der CFK Staub hat sich immer mit dem Kühlmittel vermischt und 
eine derart abrassive Mischung gebildet, dass die Fräser hinterher für 
die Tonne waren.

Gute Erfahrungen habe ich mit Diamant Fräsern gemacht: KEINENFALLS 
kühlen, nur absaugen mit Luft, wenig Drehzahl, auf die Temperaturen 
achten.
Gast #5988782
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Nick M. schrieb:
>> Wir haben so ein Teil im Einsatz:
>
> Minimalmengen-Schmierung (MMS) blöst hat die Späne weg (und damit auch
> den Staub).

Dann mehr Wasser dazugeben und die Luftmenge runter drehen - wir 
verblasen rund 1l/30Min. Damit haben wir quadratmeterweise den Staub 
gebunden, das funktioniert schon ganz gut.

Nur nicht über Nacht stehenlassen und am nächsten Morgen wieder 
anwerfen, dann bläst die MMS den inzwischen getrockneten Staub natürlich 
weg.

> Und hinterlässt einen Schmierfilm, zumindest ist das die
> Ursprungsidee.

Das fällt mit Wasser auf CFK natürlich flach :) Kühlen tut es noch ein 
wenig, das schadet definitiv auch nicht.

MfG, Arno

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