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Forum: HF, Funk und Felder Resonanzfrequenz von Empfangsschwingkreis messen


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Autor: Markus P. (markus64)
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Ich wollte mal fragen, was es für Möglichkeiten gibt die 
Empfangsfrequenz von einem selbst gebastelten Empfänger zu ermitteln. 
Hab da bis jetzt nur zwei Methoden:

-Selbst gebasteltes DIP-Meter (ungenau da selbst gebastelt)
-Selbst gebauter Prüfsender

Mir geht es spezifisch um einen kleinen Amateurfunkempfänger, für den 
ich eine "frequenzscheibe" selber basteln muss, meine Idee und die des 
Physikleherers besteht darin, die Resf in kleinen Abständen zu messen 
und einzutragen.


Danke im Vorraus.

Autor: Ingo Less (Gast)
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Resonanz liegt dann an, wenn sich der Kreis nach außen hin rein ohmsch 
verhält, d.h. der Imaginärteil der Impedanz = 0 ist.

Autor: Erwin D. (Gast)
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Ingo Less schrieb:
> Resonanz liegt dann an, wenn sich der Kreis nach außen hin rein
> ohmsch
> verhält, d.h. der Imaginärteil der Impedanz = 0 ist.

Sag bloss!

Ich könnte jetzt auch sagen:
[Loriot]
Ach!
[/Loriot]

Und wie hilft das dem TO weiter?
Willst du ihm jetzt beibringen, wie er den Real- und Imaginärteil der 
Impedanz messen kann?

@TO:
Wenn der ungenaue Griddipper und der Prüfsender die einzigen Messmittel 
in deinem Besitz sind, würde ich dir empfehlen, mit dem Prüfsender 
erstmal den Griddipper zu kalibrieren. Das kannst du machen, indem du 
mit dem Sender eine bekannte Frequenz einstellst und diese auf dem 
Dipmeter suchst (hoffentlich kannst du dieses auch als 
Absorprtionsfrequenzmesser umschalten). Dann hast du einige 
Anhaltspunkte, mit denen du dann den Dipper auch deinen Schwingkreis 
loslassen kannst.
Ich hoffe, ich war einigermaßen verständlich...

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Markus,

Du hast doch schon fast alles.
Schaffe Dir nen Zähler, also einen
Zählfrequenzmesser an.
Die Dinger gibts als Bausatz oder
Fertiggerät.

Nun nimmst Du bei Deinen Geräten den
Zähler als Skale.
Beim Prüfgenerator baust Du vor dem
Ausgangsspannungsteiler ne Buchse ein,
an die der Zähler dann angeschlossen wird.

Beim Dipmeter wird der Zähler mit nem Stückel
Draht angekoppelt.

mfg

Autor: karadur (Gast)
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wenn die Schule keinen Frequenzgenerator hat mal einen Funkamateur vor 
Ort fragen.

Freq.-Zähler ist auf Dauer nicht verkehrt.

Autor: Egon D. (egon_d)
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Markus P. schrieb:

> -Selbst gebasteltes DIP-Meter (ungenau da selbst gebastelt)
> -Selbst gebauter Prüfsender

Da geht noch was:

- Den selbstgebauten Dipper kann man mit einem Frequenzzähler
  kombinieren.
- Der selbstgebaute Prüfsender könnte ein fertiger Quarz-
  oszillator mit nachgeschaltetem Frequenzteiler sein.
  (Tipp: Recheckschwingungen haben Oberwellen!)

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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So ein kleiner Frequenzzähler kostet <10€.
Ebay-Artikel Nr. 232880182177

Auf der Platine sitzt bereits ein Vorverstärker und er kann mit einer 9V 
Batterie betrieben werden.

Handelt es sich beim Empfänger um ein Audion? Dann kann die Frequenz 
direkt gemessen werden, wenn man die Rückkopplung ein wenig aufdreht. 
Als Koppelspule für den Zähler reicht 1 Drahtwindung am "kalten Ende" 
der Schwingkreisspule.

Autor: nachtmix (Gast)
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Markus P. schrieb:
> was es für Möglichkeiten gibt die
> Empfangsfrequenz von einem selbst gebastelten Empfänger zu ermitteln.

Du wirst eine Prüfoszillator benötigen, aber das geeignete Messverfahren 
hängt auch von der Frequenz ab.
U.U. reicht der Vergleich mit einem Rundfunkempfänger mit digitaler 
Frequenzanzeige.
Auch die meisten der digitalen Oszilloskope können die Frequenz 
anzeigen.
Bei sehr hohen Frequenzen kommt evtl. auch die Verwendung einer 
Lecherleitung o.ä. im Frage.

Autor: nachtmix (Gast)
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B e r n d W. schrieb:
> Handelt es sich beim Empfänger um ein Audion? Dann kann die Frequenz
> direkt gemessen werden, wenn man die Rückkopplung ein wenig aufdreht.

Auch indem man damit die Pfeifstellen eines z.B. 10kHz Rechtecks 
aufsucht.
(Aus 10MHz Quarzoszillator und einer Kette von 10er Teilern (z.B. 7490)
Man sollte dann allerdings auch eine genau bekannte Referenzfrequenz 
(WWV oder Rundfunksender) kennen, an die man sich anbinden kann.

Autor: Günter Lenz (Gast)
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Markus P. schrieb:
>-Selbst gebasteltes DIP-Meter (ungenau da selbst gebastelt)
>-Selbst gebauter Prüfsender

Dann baut man sich eben noch einen Frequenzzähler.

Einen Bausatz bekommt man hier:

https://www.qrp-shop.biz/epages/qrp-shop.sf/de_DE/?ObjectID=3413539&ViewAction=FacetedSearchProducts&SearchString=z%C3%A4hler

Habe ich auch aufgebaut, funktioniert prima.
Falls dein Empfänger ein Überlagerungsempfänger mit
einer ZF von 455kHz ist kannst du damit auch die
Oszillatorfrequenz messen und einen Versatz von
455kHz einstellen, somit zeigt der Zähler dann
direkt die Empfangsfrequenz an.

 nachtmix schrieb:
>Auch indem man damit die Pfeifstellen eines z.B. 10kHz Rechtecks
>aufsucht.
>(Aus 10MHz Quarzoszillator und einer Kette von 10er Teilern (z.B. 7490)

Auch eine gute Ide, sowas nennt sich Eichpunktgeber.

Markus P. schrieb:
>von einem selbst gebastelten Empfänger

Wie arbeitet der, Detektorempfänger, Geradeausempfänger,
Audion, Überlagerungsempfänger, Direktmischempfänger?

Autor: Markus P. (markus64)
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Ich hab das ganze jetzt folgender weise gemacht:

DIP-Meter von befreundeteḿ Afu geliehen.
DIP-Meter an Eingangskreis gehalten, auf 3,50 Mhz abgestimmt mit Drehko 
am linken Ausschlag, dann auf 3,55 Mhz und so weiter das ganze auf den 
vollen "Drehwinkel" des Drehkos skaliert und fertig.

Danke nochmal für die Tipps


PS: Wer will schon nen digitalen Frequenzzähler in nem Röhrenempfänger.

Autor: A. H. (pluto25)
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Markus P. schrieb:
> Wer will schon nen digitalen Frequenzzähler in nem Röhrenempfänger

klar Doch aber dann so:
http://www.stefankneller.de/elektronik/nixieuhr/fotos/smdvorngross.jpg

Autor: Tim (Gast)
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Markus P. schrieb:
> Ich wollte mal fragen, was es für Möglichkeiten gibt die
> Empfangsfrequenz von einem selbst gebastelten Empfänger zu ermitteln.

Ja, gibt es. Mit einer Impedanzmessbrücke, deren Spule man in die Nähe 
deines Schwingkreises hält. Die Impedanzmessbrücke ist dabei zwischen 
Aus- und Eingang eines Netzwerkanalysators geschaltet. Im 
Frequenzschrieb siehst du dann einen kleinen Höcker in der angezeigten 
Linie. Dieser Höcker markiert die Eigenresonanz-Frequenz des 
Schwingkreises.
Die Kopplung sollte dabei so klein wie irgend möglich sein.

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