Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Fetch: Display auf Ferrofluid-Basis


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von Christoph B. (birki2k)


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Bei Fetch handelt es sich um ein Display, dass ein Ferrofluid zur Anzeige nutzt. Über den praktischen Nutzen lässt sich wohl streiten, als Hingucker machen die anmutig tänzelnden Kleckse jedoch einiges her. So wirken die Bewegungen der scheinbar frei schwebenden Anzeigeelemente nahezu lebendig.

Ganz neu ist die Idee, Ferrofluide als Anzeigeobjekte zu nutzen jedoch nicht. So wurde bereits 2015 eine auf dem Prinzip basierende Uhr als Designobjekt vorgestellt. Wer jedoch ein Nachbauprojekt sucht oder selber tüfteln möchte, dürfte mit dem Open-Source-Projekt eine solide aber noch nicht vollendete Basis vorfinden.

Angesteuert wird das Ganze mithilfe von Elektromagneten. Je Pixel einer, gesamt 252 an der Zahl. Hierzu existiert eine Treiberplatine basierend auf dem ULN2004. Da sich das Projekt noch in einem frühen Entwicklungsstatus befindet, raten die Entwickler jedoch noch von der Nutzung der aktuellen Fertigungsdaten ab.

Neben den Daten zu der Hardware im EAGLE-Format existiert ein Repository für die Firmware. Darüber hinaus informieren die Entwickler auf hackster.io und ihrem eigenen Youtube-Kanal regelmäßig über den Fortschritt des Projektes.


von Chris K. (deadeye5589)


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Spannend wäre zu wissen, welches Fluid sie verwenden. Das ist das größte 
Problem an der ganzen Geschichte. Es darf auch auf Dauer nicht schmieren 
oder verklumpen. Gleichzeitig soll die restliche Flüssigkeit klar 
bleiben.

von Vn N. (wefwef_s)


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> 1200W HP Server PSU

Für eine Wanduhr leider etwas viel...

von MaWin (Gast)


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Chris K. schrieb:
> Es darf auch auf Dauer nicht schmieren oder verklumpen

Tut es.

Diese ganzen Ferrofluid-Displays funktionieren nur zur Demo.

Im Dauerbetrieb werden sie schnell schlecht.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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So etwas würde ich gerne mal live sehen, in einer Ausstellung.

von Neider (Gast)


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Sieht schon Geil aus. Erinnert mich an so ein nettes game, goons doer 
so, da musste man auch mit schlappernden schwarzen Blasen ketten bauen.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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World of Goo, hat mir damals gefallen.

von Chris K. (deadeye5589)


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Ich habe mir inzwischen die YouTube Videos dazu angeschaut. Für das Glas 
und die Salzwasserlösung treiben die einen ganz schönen Aufwand. Um so 
erstaunlicher, dass das Ferrofluid, was ich vor 3 Jahren in eine alte 
Saftflasche gekippt habe immer noch funktioniert und nicht schmiert.

von Martin G. (martin_g697)


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saft ist Säure, also hast du das Glas schon richtig behandelt :D

von Martin G. (martin_g697)


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Echt jetzt, wo kriegt man denn die Brühe günstig aber verlässlich her?

von Chris K. (deadeye5589)


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Welche Brühe, das Fluid, die Salzwasserlösung, die Lauge?

von Klaus (Gast)


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Geht sowas auch mit feinen Eisenspänen?
So wie damals im Physikunterricht als der Magnetismus auf dem 
Overhead-Projektor damit demonstriert wurde.

Das gibt dann natürlich nicht diesen Blaseneffekt, sondern sieht eher 
stachelig aus.

von Shellfishgene (Gast)


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Hier gibts ein langes Video zur Herstellung vom Fluid, am Ende (~30:00) 
auch mit Demo in Wasser, mit und ohne Schmieren.
https://www.youtube.com/watch?v=6L8yUY-doNc

von Name: (Gast)


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Shellfishgene schrieb:
> Hier gibts ein langes Video zur Herstellung vom Fluid, am Ende (~30:00)
> auch mit Demo in Wasser, mit und ohne Schmieren.
> https://www.youtube.com/watch?v=6L8yUY-doNc

Ein Nile Red Video.

Der hat fundierte Chemie-Kenntnisse und ein voll ausgestattetes Labor.

Ich würde mal vermuten, wenn der einige Zeit benötigt um das 
hinzubekommen, dass ein Laie kläglich scheitern wird.

Der Kanal von Nile Red ein wirklich gutes Beispiel, dass es auf Youtube 
durchaus auch Qualität gibt.

@Topic:
Ansonsten ist das ein interessantes Demo. Wobei ich mir diesen 
bescheuerten ULN2004 verkniffen hätte. Es gibt pinkompatible 
NMOS-Arrays, die das viel besser können. Beispiel:
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tpl7407l.pdf
Darlington hat halt gewaltige Nachteile (z.B: Sättigungsspannung), die 
man heute nicht mehr akzeptieren muss.

Man muss ja nicht zwingend technisch in den 80ern steckebleiben.

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