Hallo,
habe hier eine Platine mit Schraubanschlüssen ähnlich Lüsterklemmen:
- Durchmesser der Bohrung: 3mm
- Tiefe der Bohrung: 5mm (Sackloch)
- Schraube zum Klemmen: M2.5
Es sollen Kabel mit 0.14qmm (Litze) angeschlossen werden. Die Platine
wird am Lenker eines E-Bikes montiert, die Kabel werden also mech. etwas
beansprucht. Ist das Gerät mal am Lenker montiert, komme ich nicht mehr
an die Schraubanschlüsse. Es ist also eine langlebige und zuverlässige
Klemmung gefordert. Meine Adernendhülsen (und die Zange) hören bei
0.75qmm auf.
Es fällt mir nichts besseres ein, als die Litzen zu verzinnen und dann
zu klemmen, obwohl nicht optimal.
Gibt es eine bessere Lösung, die Litzen zu klemmen?
Klaus
Hab ich schon oft gemacht.
Oft bei abgefallenen Kabeln.
(Anhänger, Autoradios und ähnliches)
Üblicherweise hälts.
Der Draht sollte gegenüber der
Schraube sein, sozusagen unten.
Viel Erfolg
Unwissender schrieb:> Es fällt mir nichts besseres ein, als die Litzen zu verzinnen und dann> zu klemmen, obwohl nicht optimal.
Verzinnen ist schlechter als klemmen ohne Zinn. Da Zinn unter Druck
nacgibt, werden nach einiger Zeit die Schrauben lose. Grundsätzlich
Würde ich zusätzlich zur Verklemmung der Litzen noch ein Zugentlas-
tung z.B. durch Kabelbinder machen.
Harald W. schrieb:> Grundsätzlich> Würde ich zusätzlich zur Verklemmung der Litzen noch ein Zugentlas-> tung z.B. durch Kabelbinder machen.
ja, den Punkt halte ich auch für wichtig.
Und beim Fahrrad sollte auch noch einen Schutz gegen Wasser her, sonst
gammelt die Litze irgendwann im Anschlussblock. Kannst Du das Kabel z.B.
durch einen dickeren Dichtungsring führen und den dann mit einer Schelle
oder so auf den Anschlussblock klemmen, so daß da kein Wasser mehr
reinkommt?
Joachim D. schrieb:> Passende Aderendhülsen nehmen.
OK, wusste nicht, dass es für 0.14qmm Aderendhülsen gibt.
Mal sehen, ob meine Zange das noch quetschen kann.
Harald W. schrieb:> Verzinnen ist schlechter als klemmen ohne Zinn. Da Zinn unter Druck> nacgibt, werden nach einiger Zeit die Schrauben lose.
So etwas hatte ich auch im Hinterkopf, obwohl sich bei mir noch nie ein
verzinntes Kabel gelöst hat.
Unwissender schrieb:> OK, wusste nicht, dass es für 0.14qmm Aderendhülsen gibt.> Mal sehen, ob meine Zange das noch quetschen kann.
Na dann falte das Ende doppelt oder dreifach, dann passt es auch in eine
größere Aderendhülse.
Wenn der Tisch wackelt und die Pappe einmal nicht reicht, dann faltest
du sie doch sicher auch.
Solange das für den Strom ausreichend ist, kann man das machen.
Wenn ich manchmal die 50² Kabel nicht ganz in den Kabelschuh bekomme
oder kein 35² Kabel habe, dann schneide ich auch "Haare".
Genauso andersrum. Habe ich nur noch einen passenden Kabelschuh mit
richtigem Lochdurchmesser und der ist für einen größeren Querschnitt,
dann falte ich das auch. Kommt eh Schrumpfschlauch drüber.
Hauptsache das ist gut verpresst.
Unwissender schrieb:> Es fällt mir nichts besseres ein, als die Litzen zu verzinnen und dann> zu klemmen, obwohl nicht optimal.
Damit legst du die beste Grundlage für eine Sollbruchstelle.
> Meine Adernendhülsen (und die Zange) hören bei 0.75qmm auf.
Ist doch prima, knicke die abisolierte Litze einmal zurück und verwende
eine 0.25mm² Aderendhülse.
Wolfgang schrieb:> Ist doch prima, knicke die abisolierte Litze einmal zurück und verwende> eine 0.25mm² Aderendhülse.
Das Umknicken hatte FischerTechnik damals schon vorgeschlagen, um die
(dünnen) Litzen in die Stecker zu schrauben.
Unwissender schrieb:> 0.14qmm (Litze)
Sowas schraubt man nirgends fliegend an, weder verzinnt, noch verkrimmt.
Das wird unter Schrumpschlauch oder wie auch immer auf >=0.5mm2 oder so
hochgeskillt und möglichst gleichmäßig (alle Adern, + Mantel)
zugentlastet.
Eine Ader mehrfach Umschlagen oder auffüllen erhöht doch nicht die
Festigkeit.
Unwissender schrieb:> OK, wusste nicht, dass es für 0.14qmm Aderendhülsen gibt.> Mal sehen, ob meine Zange das noch quetschen kann.
Da reichen auch die einfachen, dünnen, die man erst mit der
Befestigungsschraube quetscht.
>> Verzinnen ist schlechter als klemmen ohne Zinn. Da Zinn unter Druck>> nacgibt, werden nach einiger Zeit die Schrauben lose.>> So etwas hatte ich auch im Hinterkopf, obwohl sich bei mir noch nie ein> verzinntes Kabel gelöst hat.
Ich war mal als Laboringenieur auch für die Elektrik zuständig.
Dort hatten praktisch alle Mehrfachsteckdosen verzinnte Kabel-
enden und lose Schrauben. Weil die angeschlossenen Geräte einen
nur geringen Stromverbrauch hatten, fiel das oft nicht auf.
Bei Steckdosen, wo die Litzenenden nur verdrillt waren (ohne
Endhülsen) gab es dagegen keine Probleme.
Hatte mal ein ähnliches Problem und ebenfalls keine passenden
Aderendhülsen zur Hand. Dafür aber zum Querschnitt passende
Einzelkontakte für Buchsenleisten vom AMP zum Crimpen und die passende
Zange. Den Kontakt dann einfach abgekniffen. Gefällt mir heute besser
als eine Adernendhülse, weil die Isolierung des Kabels mit geklemmt
wird.
Pipifax schrieb:> Den Kontakt dann einfach abgekniffen. Gefällt mir heute besser> als eine Adernendhülse, weil die Isolierung des Kabels mit geklemmt> wird.
Das ist nett - aber auf Dauer teuer...
Karl K. schrieb:> Das ist nett - aber auf Dauer teuer.
Wieso? Teuer sind doch nur die Methoden, die keine 30 Jahre halten.
Fliegend verdrahtet ist das bei 0.14mm2 das einzige, was bei mir hält.
bingo schrieb:> Kupfer nach hinten umschlagen und dann die Aderendhülse auf Isolation> und Kupfer.
Das ist nicht Gasdicht. Und hat wegen dem wegfließenden Kunststoff
keinen eindeutigen Kontaktdruck. Kann man aber so machen, aber nicht
unbedingt am Fahrrad.
Projekt-Tante schrieb im Beitrag #5995359:
> Dann waren sie nie richtig angezogen. Punkt.
Ich würde eher sagen, nicht richtig verzinnt.