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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Datenblatt zum SF111A IR Controller IC


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Autor: Markus W. (dl8mby)
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Hallo Forum,

hat jemand zu dem o.g. Infrarot-Fernsteuerungs-Controller
IC oder zu einem Dubel ein Datenblatt parat?

Danke!

Markus

PS.: Der IC ist in einer Philips MCM275 IR FB verbaut.

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Autor: Markus W. (dl8mby)
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@All,

hat keiner Unterlagen zu dem o.g. IC oder kennt eine Quelle/Link?

Markus

Autor: test (Gast)
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Sieht so aus.


Wofür brauchst du das denn? Fernbedienung reparieren?

Autor: Dieter (Gast)
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Leider nicht. Es scheint eher, dass die Fernbedienung kompatibel zu 
SF111 von Finlux, Sharp oder anderen Herstellern sein müßte. 
Fotographiere den Chip, so dass die Zahl der Füßchen und viellicht noch 
mehr zu erkennen ist.

Philips MCM275 ist das HiFi-Microsystem, bzw. dessen Typbezeichnung. Die 
Typangabe ist nur auf dem Produkt, damit man weiß, welche Fernbedienung 
zu welchem Gerät gehört.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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Dieter, wassn dein konkretes Ziel?

Klaus.

Autor: Markus W. (dl8mby)
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Hall, danke für die Rückmeldungen.

Der SF111A ist ein 16 oder 14 SOP Pin IC, einer
Philips IR-FB. Die sehr Dünne und in die Jahre
gekommene FB ist beim Versuch eine neue Batterie
einzulegen leider zerbrochen.

Bilder kann ich nachreichen, bin jetzt aber nicht
zu Haus.

Da der Keramikschwinger und der IC noch unversehrt
sind und nur der Teil der Platine mit den Tasten
zerbröselt ist, wollte ich die FB testweise auf einer
Lochrasterplatte nachbauen um die Codes auslesen zu
können.

Die Fernbedienung ist auf Seite #9 des PDF's im Link
zu finden.
https://www.download.p4c.philips.com/files/m/mcm275_12/mcm275_12_dfu_eng.pdf


Markus

Autor: test (Gast)
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Da solltest du doch in der Lage sein den Schaltplan direkt von der 
Platine abzunehmen. So viel ist da ja nicht dran.

Oder du besorgst dir den ir Code anderweitig. Es gibt genug Code Archive 
(z.B. vom lirc Projekt). Da sollten sich Anhaltspunkte finden lassen.


Klar, Datenblatt wäre schöner, aber den Luxus hat man ja leider nicht 
immer.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...das muss man erstmal hinbekommen. Und wieso nimmst du den Schaltplan 
nicht von der originalen Platine auf? So im Ar*** KANN die ja wohl nicht 
sein?

Klaus.

Autor: test (Gast)
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Wobei du noch nichmal Lochraster brauchst. Du musst ja nur einen Code 
senden um zu wissen welches Protokoll (und welchen Gerätecode) der 
sendet. Das geht auch mit nem Stück Draht direkt an den Pins.

Autor: Markus W. (dl8mby)
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Noch was,

vielleicht kennt ja jemand von Euch die Trägerfrequenz,
die Impulslänge und den Frame-Aufbau der Controlsequenzen.
Dann könnte ich mir mit der IR-Diode und meinem Arb.-Wave-
Generator Testmuster generieren um die Funktionalität am
Gerät zu testen, und mir so den provisorischen Aufbau der
FB sparen.

Ich habe noch eine Betty Swisscom Universal-FB, die ich
dann für diesen Zweck hernehmen könnte.

Danke für Eure Infos zum o.g. Anliegen.

Markus

Autor: hinz (Gast)
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Das sind oft noch 4-Bit µC, und sogar maskenprogrammiert.

Die Anschlussbelegung ist simpel:

2 Pins für Vcc und GND
2 Pins für den Resonator
1 Pin als Ausgang

Der Rest ist für die Tastenmatrix.

Wenn man zum Test einen 1k Widerstand als Matrixkontakt nimmt kann 
nichts kaputt gehen.

Autor: Dieter (Gast)
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Markus W. schrieb:
> Die sehr Dünne und in die Jahre
> gekommene FB ist beim Versuch eine neue Batterie einzulegen leider
> zerbrochen.
Zu viel Gewalt aufgewendet?
Oder das Batteriefach zugeklebt, wie im Bekanntenkreis, und nicht mehr 
daran gedacht?

Bei manchen Lernbedienungen reichen drei Funktionen aus, so dass die 
meisten andrren auch stimmeb. Ein Versuch waere es vielleicht wert.

Autor: Markus W. (dl8mby)
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Danke schon mal für die Vorschläge.

Die Idee mit den LIRC Archiven ist gut ;-)
Hätte ja fast selber drauf kommen können,
da ich MythTV verwende und schon eine
Configurationsorgie einer FB hinter mir habe.

Die Platine ist an drei Stellen quer gebrochen,
so daß alle Leitungen quer zur Laufrichtung
unterbrochen sind. Es betrifft die Batterie-
versorgung und die Tasten-Leitungen.
Die Oberseite der Platine kann ich zwar einsehen,
auf der Unterseite ist jedoch das dünne Alu-Blech
mit integrierten Tasten draufgeklebt und nicht so
ohne Weiteres ablösbar. Die Platine ist aber Doppel-
seitig.

Ich werde versuchen den IC mit Heißluft abzulöten,
um unter ihn blicken zu können.
Da sehe ich die Versorgungs- und die Takterzeugungs-
Anschlüsse für den Resonator und die beiden C's.

Da noch einige Widerstände verbaut sind, kann es sein,
dass der IC nicht nur logische Pegel (Versorgung / Masse)
auswertet, sondern auch Spannungspegel, die mittels
R-Spannungsteilern bereitgestellt werden.

Die FB hat laut dem PDF 24 Tasten und für den IC
mit 14 oder 16 Anschlüssen bleiben zur Tastenabfrage
maximal 14/16 minus (+V, GND, Clock-In/Clock-Out, IR-Out)
d.h. 9 bis 11 Anschlüsse.

Da ich keine Dioden auf der Platine gesehen habe, ist eine
Tastenabfrage via Matrix nicht wahrscheinlich.

Somit könnten verschiedene Pegel zur Tastenerkennung
angewendet werden. Oder ist eine Matrix im Chip integriert.

Hier sind die FB Experten gefragt ;-)

Danke für Eure Mühe.

Markus

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Autor: hinz (Gast)
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Markus W. schrieb:
> Da ich keine Dioden auf der Platine gesehen habe, ist eine
> Tastenabfrage via Matrix nicht wahrscheinlich.

Dazu sind keine Dioden nötig.

Autor: Markus W. (dl8mby)
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@Dieter,

>Zu viel Gewalt aufgewendet?
>Oder das Batteriefach zugeklebt, wie im Bekanntenkreis, und nicht mehr
>daran gedacht?

Ersteres trifft zu!

Das Batteriefach ließ sich nicht öffnen und zerbröselte als ersten.
War eine Schiebefach als Batteriehalter.

Da der Gehäuse-Rand der FB umgestülpt aussah, habe ich versucht diesen
auszuhebeln. Bei dieser Aktion ist das Plastik regelrecht zersprungen.
Leider habe ich drei winzige (1,0mm) Senkkopfschrauben unter der Ver-
kleidung übersehen, die die Platine festhielten, was zum Bruch dieser
an drei Stellen führte.

War nicht ganz bei der Sache und zu ungeduldig. Könnte mich selber
am A. beißen.

Da helfen alle Messmittel nicht, wenn die Schaltung mechanisch zerstört
wird.

Bin ehe froh, dass der Mittlere Teil mit dem IC und dem Resonator
heil geblieben ist.

Die Ungeduld wird daher jetzt mit Mehrarbeit belohnt.

Markus

Autor: Markus W. (dl8mby)
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@hinz,

>Dazu sind keine Dioden nötig.

also Multiplex im IC - richtig?

Markus

Autor: Markus W. (dl8mby)
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Anbei die versprochenen Aufnahmen vom Innenleben der FB.

Übrigens hat der FB IC ein SOP20 Gehäuse. Da habe ich mich
wohl vertan, sorry.

Makus

PS.: Es gibt nur die Bauteile die im zweiten Bild zu sehen
sind. Auf der Unterseite ist nichts bestückt.

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Autor: test (Gast)
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Na geht doch noch, da sollte man mind. einen Tastendruck rausbekommen.

Dann hat man Frequenz und Protokoll, den Gerätecode und die Info über 
gewisse Eigenarten (inwiefern sich diese FB ans Protokoll hält (z.B. bei 
Taste gedrückt halten)).


Mit diesen Infos sollte sich dann leicht eine neue Fernbedienung bauen 
lassen (gibt ja libs für die gängigen Mikrocontroller).

Autor: Markus W. (dl8mby)
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Noch ein Bild zur Unterseite der Platine,
nachdem ich die Alu-Folie abgezogen habe.

Markus

Autor: Dieter (Gast)
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Das ist ja nur eine doppelseitige Platine.

Folgendes würde ich als erstes probieren:
Mit Sekundenkleber kannst Du diese wieder zusammenkleben. Aber da geht 
nicht jeder. Ich habe mal am erfolgreichsten mit einem aus dem 
Billigladen geklebt. Der teure Markenkleber war nicht geeignet. Und dann 
benötigst Du noch ein gutes Leitsilber. Damit machst Du die 
Leiterbahnen. Ich hatte von Conrad zum kontaktieren mal eines geholt auf 
dem man Löten konnte. Das Speziallot, weiss ich nicht mehr von welcher 
Quelle das stammte.
Vorsichtig das ganze in Betrieb nehmen und eine Fernbedienung anlernen. 
Dann das Teil wieder gut wegschließen.

Autor: hinz (Gast)
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test schrieb:
> Frequenz

Naja, bei einem 432kHz Resonator darf man von 36kHz Trägerfrequenz 
ausgehen, Faktor 12 halt.
Und bei Philips kommt RC5 in die enge Wahl.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...mit epoxy erstmal ORDENTLICH kleben und dann mit lackdraht oder 
einfach mit "lötklecksen" brücken bauen. Dremel nutzen um grünen 
schutzlack schnell zu entfernen. In 1h+1h bist du damit fertig!

Klaus.

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