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Forum: Markt [v] riesigen Selengleichrichter


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Autor: Edgar S. (Firma: keine) (heinbloed1)
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Verkaufe einen riesigen Selengleichrichter.

Preis 3€ + 5€ Versand.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Edgar S. schrieb:

> Verkaufe einen riesigen Selengleichrichter.

Wieviel A hat der? Steht meist draufgedruckt.

Autor: Thorsten S. (thosch)
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Die hießen bei uns immer Gleich-riecht-er weil Selengleichrichter 
gerne mal unter Absonderung höchst giftigen Rauches mit
charakteristisch fauligem Gestank den Dienst quittierten...

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Autor: Edgar S. (Firma: keine) (heinbloed1)
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AEG B50/40-16
Abmessungen 15 x 8 x 9 cm

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Thorsten S. schrieb:

> unter Absonderung höchst giftigen Rauches

So giftig war der wohl nicht, denn sonst hätte es in der
Vorsiliziumzeit wohl ein Massensterben gegeben. Der Grund
für die recht schnelle Ablösung von Selengleichrichtern
durch Ge oder Si war wohl eher deren hoher Spannungsverlust.

Autor: Edgar S. (Firma: keine) (heinbloed1)
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Das Teil ist noch zu haben

Autor: Joggel E. (jetztnicht)
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Das Teil hat nur noch einen historischen Wert. Den setzt niemand mehr 
funktional ein. Allenfalls antiquarisch verkloppen. Oder als nettes 
Gadget fuer die Enkel behalten.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Ich muss auch mal mein Exemplar fotografieren. Wo stand neulich etwas zu 
Selengleichrichtern? Könnte Elektor gewesen sein:
https://www.elektormagazine.de/magazine/elektor-99/50885
da hieß es, die Daten können direkt aus den Abmessungen und der Anzahl 
Platten berechnet werden.

In der Faller Autorennbahn AMS waren auch noch Selenplättchen als 
Gleichrichter, um 1970 schon etwas antiquiert
https://de.wikipedia.org/wiki/Gebr%C3%BCder_Faller#AMS

: Bearbeitet durch User
Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Manche Ladegeräte setzen sowas noch ein, weil die weiche Kennlinie von 
den Dingern den Ladestrom bei tiefer Akkuspannung reduziert und dadurch 
der Trafo nicht überlastet wird.

Hat sich durch die zunehmende Verwendung von Schaltnetzteilen in 
Ladegeräten aber auch bald erledigt. Aber so schön robust wie diese 
alten Ladegeräte sind wirds nie wieder.

Autor: T. K. (Firma: keine) (t-k)
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Joggel E. schrieb:
> Das Teil hat nur noch einen historischen Wert. Den setzt niemand mehr
> funktional ein.

Unfug hoch drei!

https://herrmann-gleichrichter.de/selen/gleichrichtersaeulen.html

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Christoph db1uq K. schrieb:
> die Daten können direkt aus den Abmessungen und der Anzahl Platten
> berechnet werden

Im Prinzip ja, wenngleich sich die zugelassene Stromdichte mit der Zeit 
ein wenig erhöht hatte. Du musst also noch das Baujahr mit einrechnen. 
;-)

Auch war man ursprüglich eher bei 15 V dauerhaft / 20 V Spitze pro 
Platte, während dieser hier offenbar mit 20 / 25 V pro Platte angegeben 
ist, also 40 / 50 V insgesamt.

Die "-16" stehe m. M. nach für 1,6 A.

Das "B" steht für "Brückengleichrichter", aber das sollte anhand der 
Bauform offensichtlich sein. Die äußeren beiden Kontaktfahren müssen 
dann im Betrieb verbunden sein.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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In Wollmanns "Werkbuch für Jungen" (50er bis 60er Jahre) wurde noch ein 
Nassgleichrichter gebastelt, Einweckglas und irgendein Elektrolyt. Daher 
hießen Halbleitergleichrichter auch "Trockengleichrichter".
https://www.amazon.de/werkbuch-jungen/s?k=werkbuch+f%C3%BCr+jungen

: Bearbeitet durch User
Autor: Harald W. (wilhelms)
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Christoph db1uq K. schrieb:

> In der Faller Autorennbahn AMS waren auch noch Selenplättchen als
> Gleichrichter, um 1970 schon etwas antiquiert

Ja, damals hatten die Autos noch Se(e)len. :-)

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Bei einem Koaxkabel habe ich schon mal Seelenwanderung beobachtet. Die 
Kabelseele war durch Aufwickeln aus dem N-Stecker herausgewandert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichrichter#Elektrolytischer_Gleichrichter
aber ich bin sicher, dass Wollmann kein Platin verwendet hat.

Autor: Philipp K. (philipp_k59)
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Und riesig? Siehe Bild.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Christoph db1uq K. schrieb:

> https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichrichter#Elektrolytischer_Gleichrichter
> aber ich bin sicher, dass Wollmann kein Platin verwendet hat.

https://en.wikipedia.org/wiki/Rectifier#Electrolytic

“Electrolytic rectifiers most commonly used an aluminum anode and a lead 
or steel cathode, suspended in a solution of tri-ammonium 
ortho-phosphate.”

Vielleicht kann man ja den Elektrolyten noch durch was einfacher 
beschaffbares ersetzen (möglicherweise sogar Kochsalz?), es scheint auf 
die Aluminiumhydroxidschicht anzukommen.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Schade, ich habe das Buch zuhause nicht mehr gefunden, das haben meine 
Eltern irgendwann entsorgt. Philipps Selengleichrichter ist wirklich 
riesig, wofür war der mal gedacht?

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Edgar S. schrieb:
> Verkaufe einen riesigen Selengleichrichter.

Der stammt vermutlich aus einem alten KFZ Ladegerät,
denjenigen die noch keine Dauerladung durften weil
ohne Ladespannungsbegrenzung.

Wurde noch lange so gebaut, weil robust und billig,
ist heute aber obsolet. Vielleicht hat jedoch jemand
ein solches Ladegerät mit heilem Trafo und defektem
Gleichrichter, dann passt der ganz gut.

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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> wofür war der mal gedacht?
Das ist ein Brückengleichrichter für eine ziemlich hohe Spannung, evtl. 
für Netzgleichrichtung.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ben B. schrieb:
> ziemlich hohe Spannung

„ziemlich hoch“ ist relativ, ich würde 40 V noch nicht so bezeichnen, 
ist ja noch Kleinspannung. :)

Selen„säulen“ für Netzgleichrichtung hatten üblicherweise 15 … 20 
Gleichrichterplättchen in Reihe, das waren dann in aller Regel auch nur 
Einweggleichrichter (bpsw. in einfachen Allstromradios).

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Ich meinte den von Philipp. Da liegen deutlich mehr Platten in Serie.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ben B. schrieb:
> Ich meinte den von Philipp. Da liegen deutlich mehr Platten in Serie.

Ah OK. Gut, 12 Platten pro Strecke, könnte für 220 V gerade so genügen.

Autor: Philipp K. (philipp_k59)
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Das ist der Test/Ersatz-Gleichrichter für 180V Hubmagnete. Davon haben 
wir noch 2 in Betrieb.

EDIT: Davon werden schon einige angesteuert: 180V/0,5A und ich glaube ca 
30 Newton.

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Autor: Edgar S. (Firma: keine) (heinbloed1)
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Michael B. schrieb:
> Der stammt vermutlich aus einem alten KFZ Ladegerät,

Stimmt, gerät konnte 10A.

Wenn sich keiner für das Teil interessiert, werde ich es entsorgen.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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T. K. schrieb:
> Joggel E. schrieb:
>> Das Teil hat nur noch einen historischen Wert. Den setzt niemand mehr
>> funktional ein.
>
> Unfug hoch drei!
>
> https://herrmann-gleichrichter.de/selen/gleichrichtersaeulen.html

Es wäre mal interessant, ob diese Teile ausser für Ersatzbestückung in 
uralten Anlagen noch irgendwo eingesetzt werden.

Die Tage der Se-Gleichrichter dürften wegen RoHS aber so oder so gezählt 
sein.
Nicht nur weil Se giftig ist, sondern insbesondere, weil die Teile auch 
das giftige Cadmium enthalten.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ein Selengleichrichter brachte mich als angehenden Elektroniker im Alter 
von 14 Jahren in Teufels Küche.

Das kam so: Als jugendlicher "Fachmann" wurde ich von Bekannten manchmal 
gefragt ob ich dies und jenes reparieren könnte. Naja, wie das so ist, 
sagte ich zu. Ich hätte aber in diesem Fall lieber nicht zusagen sollen 
wie sich bald leider erwies. Es ging nämlich um einen einen alten SW 
Röhrenfernseher der seinen Dienst vor kurzem mit einer offenen Sicherung 
quittierte. Hatte den Fehler natürlich gleich gefunden, ein hoher 
Einweg-Selen-Gl. war der einzige Übeltäter. In meinem jugendlichen Eifer 
ersetzte ich den Gl. mit einer hochmodernen grünen BY127 Si-Diode mit 
über 1250V Sperrspannung und bis zu 1A; es war ja 1968.

Danach lief das Ding super mit schönem hellen Bild und das hätte mich 
eigentlich warnen sollen.  Wegen dem deutlich geringeren Innenwiderstand 
hielten das nämlich einige Elkos und Cs wegen der deutlich höheren 
Betriebsspannung nicht mehr aus und er fiel dann nach ein paar Tagen 
gleich wieder total aus. Aber wie hätte ich das damals auch wissen 
sollen? Gleichrichter war Gleichrichter - Oder nicht? :-) Es gab ja noch 
nicht das Internet. Und im Heinz Richter Buch "Radiotechnik für Alle" 
stand auch nichts davon.

Der Fernseher wurde dann bald von einem "richtigen" R&FS Techniker 
wieder instand gesetzt und ich wurde dann von den Bekannten gemein 
ausgeschimpft. Undank ist halt der Welt Lohn, dachte ich und fand das 
ganz und gar nicht nett. Da konnte man sich nur wie ein nasser Hund 
schütteln:-)

Also paßt auf wenn einer mal fragt, ob man denn...

: Bearbeitet durch User
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