Hallo, ich habe auf Amazon nach einem Grid Dipper gesucht. Da wurde mir
ein NanoVNA angezeigt. So ein Klick auf jetzt kaufen ist schnell
gemacht, heute schon fand ich das Gerät im Briefkasten liegen. Nun habe
ich das Problem,was mache ich damit? Ich will es ja nicht zurück
schicken oder weiterverkaufen, aber was genau macht man damit jetzt? Ich
habe es noch nicht anschließen können, ich habe kein USB-C Ladekabel.
Will mal morgen beim billigen Jacob sehen, ob's da so ein Kabel gibt.
Kann das Gerät vielleicht einen Spektrumanalyser mit Frackinggenerator
ersetzen so das man ZF Filter damit durchmessen kann? Ich habe diverse
mechanische Filter in den Schubladen liegen.
Der Unterschied ist die Dynamik, ein einfacher VNA hat etwa 50 dB, ein
Spektrumanalyzer mit Trackinggenerator kann um die 100 dB haben. Man
sieht viel weiter in den Sperrbereich herunter. Aber immer noch besser
als ein simpler Dipper, mit dem sieht man nur die Spitze des
Durchlassbereichs.
Christoph db1uq K. schrieb:> Der Unterschied ist die Dynamik, ein einfacher VNA hat etwa 50 dB, ein> Spektrumanalyzer mit Trackinggenerator kann um die 100 dB haben. Man> sieht viel weiter in den Sperrbereich herunter.
Vielen Dank für die kompetente Beratung! Also lohnt es sich doch auf
einen "Spekie" zu sparen. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ein 38€
China NanoVNA einen Spektrumanalyser für so 1800€ ersetzen könnte.
Carlo Erba schrieb:> Vielen Dank für die kompetente Beratung! Also lohnt es sich doch auf> einen "Spekie" zu sparen. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ein 38€> China NanoVNA einen Spektrumanalyser für so 1800€ ersetzen könnte.
Daraus lässt sich entnehmen dass du nicht einmal den Unterschied
zwischen Spektrumanalysator und Netzwerkanalysator kennst. Kein
Wunder, siehe Frackinggenerator ...
Das bedeuted unter anderem dass jedes Teil das man dir gibt
nichts anderes ist als Perlen vor die Säue zu werfen.
OMG schrieb:> Daraus lässt sich entnehmen dass du nicht einmal den Unterschied> zwischen Spektrumanalysator und Netzwerkanalysator kennst.
Mir ist zumindest klar, das beim Netzwerkanalysator auch der
Phasenwinkel ausgewertet wird, also Reflexion. Das ist wohl mit
"vektoriell" gemeint.
Carlo Erba schrieb:> Ich will es ja nicht zurück> schicken oder weiterverkaufen, aber was genau macht man damit jetzt? Ich> habe es noch nicht anschließen können, ich habe kein USB-C Ladekabel.
Lustiges Teil! USB-Ladekabel gibts sicher auch günstig bei der Bucht.
Manchmal wird man auch bei Ebay Kleinanzeigen fündig und kann das Kabel
mit etwas Glück dann direkt im gleiche Viertel abholen.
Carlo Erba schrieb:> aber was genau macht man damit jetzt?
NanoVNA-Anwendungen ohne Ende:
https://www.youtube.com/results?search_query=nanovna+deutsch
Ist das das bis 900 Mhz Gerät?
Ist ja ein Einfacher Netzwerkanalysator.
Hätte ich mir auch gekauft wenn das Gerät einen VGA Ausgang für einen
grösseren
Bildschirm hätte.Dann müsste du auch die 3 Normale zu dem Gerät haben
offen,Kurzschluss und 50 Ohm.
Offen und Kurzschluss und die 50 Ohm müsste man selbst herstellen
können.
Gruß Hans
sepp222 schrieb:> Hätte ich mir auch gekauft wenn das Gerät einen VGA Ausgang für einen> grösseren Bildschirm hätte.
Hans, man kann über USB einen PC oder irgendein Tablet anschließen.
Damit sind die Kurven "in groß" darstellbar, und der NanoVNA lässt sich
damit steuern.
Wolfgang
Carlo Erba schrieb:> Mir ist zumindest klar, das beim Netzwerkanalysator auch der> Phasenwinkel ausgewertet wird, also Reflexion. Das ist wohl mit> "vektoriell" gemeint.
Reflektionen kann man ( nur ) als Betrag, somit also die Länge des
Vektors, auch mit Hilfe einer Messbrücke, mit einen skalaren
Netzwerkanalyzer messen.
Der VNA bietet halt die Möglichkeit Imaginär und Realanteil des Vektors
getrennt anzuzeigen. Dafür muss man es aber vorher mit Short , open und
50 Ohm Abschluss kalibrieren.
Carlo Erba schrieb:> Vielen Dank für die kompetente Beratung! Also lohnt es sich doch auf> einen "Spekie" zu sparen. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ein 38€> China NanoVNA einen Spektrumanalyser für so 1800€ ersetzen könnte.
Ein üblicher Spektrumanalyzer arbeitet mit einer hochliegenden ersten ZF
und nicht mit einer ersten ZF im NF Bereich. Es hat durchgehend einen
spuriusfreien Dynamikbereich von in der Regel 80db.
Dafür zeigt es aber nur den Betrag der einzelnen Frequenzen an.
Ralph Berres
Gunnar schrieb:> Wie kann man eigentlich mit einem nanoVNA oder einem ähnlichen> Gerät> einen Mantelwellenfilter durchmessen?
Vorne rein, hinten raus. Umgedreht geht auch.
Gunnar schrieb:> Wie kann man eigentlich mit einem nanoVNA oder einem ähnlichen> Gerät einen Mantelwellenfilter durchmessen?
Dazu wird üblicherweise eine S21-Messung gemacht: Port 1 ist der
Generator und bei eingestelltem Pegel wird die Frequenz durchgesweept.
Auf Port 2 wird der Betrag und ggf. die Phasenlage gemessen.
Die Art des Filters ist eigentlich egal. Der Pegel muss passen (ein VNA
kann i.d.R. irgendwas zwischen -30 bis +13 dBm ausgeben. Und der
Frequenzbereich muss passen. Da unterscheiden sich die Geräte sowohl
"untenrum" (1 Hz, 9 kHz, 100 kHz, 10 MHz, ...) als auch "obenrum" (1,3
GHz, 3 GHz, 8 GHz, ...)
Bernd schrieb:> Dazu wird üblicherweise eine S21-Messung gemacht: Port 1 ist der> Generator und bei eingestelltem Pegel wird die Frequenz durchgesweept.> Auf Port 2 wird der Betrag und ggf. die Phasenlage gemessen.
Das ist natürlich Quatsch. Denn dann misst man das Übertrgungsverhalten
der Leitung (Gegentaktsignal) und nicht die Sperrwirkung als
Gleichtaktdrossel (Gleichtaktsignal)
Bei einer Mantelwellensperre misst man die Gleichtakt-Drosselimpedanz.
Im Grunde die Sperrwirkung der Induktivität einer Spule.
Wie es gemacht werden kann siehe hier ab Seite 45
https://www.dl4zao.de/_downloads/Balun_dl4zao.pdf
Elektrolurch schrieb:> Bei einer Mantelwellensperre misst man die Gleichtakt-Drosselimpedanz.> Im Grunde die Sperrwirkung der Induktivität einer Spule.>> Wie es gemacht werden kann siehe hier ab Seite 45> https://www.dl4zao.de/_downloads/Balun_dl4zao.pdf
Zu diesem Thema (balanced measurments mit einem VNA) wären mal
praktische Ansätze interessant. Also wie messe ich mit "Hausmitteln"
aka. Billig-VNA vernünftig balanced? Mit 2 Messbaluns (die sich dann
selbst raus-) kalibrieren? Wie vermesse ich das CMRR eines Baluns
praktisch?
Test schrieb:> Zu diesem Thema (balanced measurments mit einem VNA) wären mal> praktische Ansätze interessant. Also wie messe ich mit "Hausmitteln"> aka. Billig-VNA vernünftig balanced? Mit 2 Messbaluns (die sich dann> selbst raus-) kalibrieren? Wie vermesse ich das CMRR eines Baluns> praktisch?
Frage mal den Eric Hecker der hier auch ab und zu mitliest. Der kann es
dir mit Sicherheit sagen.
Ralph Berres
> Zu diesem Thema (balanced measurments mit einem VNA) wären mal>> praktische Ansätze interessant. Also wie messe ich mit "Hausmitteln">> aka. Billig-VNA vernünftig balanced? Mit 2 Messbaluns (die sich dann>> selbst raus-) kalibrieren? Wie vermesse ich das CMRR eines Baluns>> praktisch?
Wenn Ralph mich schon aufruft, schau mal hier hinein, dort ist ein
bisschen zur Balunmessung und symmetrischen DUTs drin
http://www.dg8saq.darc.de/HamRadio/HamRadio_DG8SAQ_2018.pdf
Außerdem gibt es im Helpfile (was ja ein Tutorial ist) zum VNWA ein
Kapitel zur Balunmessung.
Eric
Marek N. schrieb:> Was ist eignetlich der wesentliche Unterschied zwischen nanoVNA und> FA-VA 5 vom Funkamateur:
Die Anzahl der Löcher
FA-VA - 1
nanoVNA - 2
Auf Youtube gibt es einige sehr gute Videos zum Nanovna und seine
Verwendung. Beispiel. Swr der Antenne bestimmen, die Länge eines
Coaxialkabels ausmessen. Sperrfrequenzen von Tief-, Hochpass- oder
Mantelwellensperren (Filter) ermitteln... und, und, und. Auch wenn hier
einige meinen, sie müssten Dir die Fähigkeiten absprechen überhaupt mit
solch einem Gerät umgehen zu können. Ob die wirklich die Nase so hoch
nehmen sollten. KEINER KANN ALLES, aber möglicherweise alles lernen. Auf
eine simple Frage solche Antworten? Tolle Hilfe...
Mark schrieb:> Dabei ist ein nanoVNA billiger als ein altmodisches Dipmeter. Einfach> krass was die Technik heute bietet.
Kommt drauf an welchen du kaufst.
https://www.wimo.com/de/minivna-pro-bt
Ich hab einen NanoVNA und den MiniVNA Pro BT,
Der NanoVNA hat halt ein eigenes Display, das macht ihn auf alle Fälle
sehr attraktiv.
Im Vergleich kommt der NanoVNA auch nur wenig schlechter weg als der
MiniVNA, der MiniVNA ist ein klein wenig genauer in der Messung.
Vom Komfort her bleibe ich aber so weit möglich beim MiniVNA, die app
dazu ist echt nicht schlecht und nimmt einem viel ab was der Nano
(noch?) Nicht kann. (TDR, Induktivität, Kapazität zb.)