Was tun mit dem NanoVNA

Gast #5996602
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Hallo, ich habe auf Amazon nach einem Grid Dipper gesucht. Da wurde mir 
ein NanoVNA angezeigt. So ein Klick auf jetzt kaufen ist schnell 
gemacht, heute schon fand ich das Gerät im Briefkasten liegen. Nun habe 
ich das Problem,was mache ich damit? Ich will es ja nicht zurück 
schicken oder weiterverkaufen, aber was genau macht man damit jetzt? Ich 
habe es noch nicht anschließen können, ich habe kein USB-C Ladekabel. 
Will mal morgen beim billigen Jacob sehen, ob's da so ein Kabel gibt. 
Kann das Gerät vielleicht einen Spektrumanalyser mit Frackinggenerator 
ersetzen so das man ZF Filter damit durchmessen kann? Ich habe diverse 
mechanische Filter in den Schubladen liegen.
Beitrag #5996650 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5996654 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5997093
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Christoph db1uq K. schrieb:
> Der Unterschied ist die Dynamik, ein einfacher VNA hat etwa 50 dB, ein
> Spektrumanalyzer mit Trackinggenerator kann um die 100 dB haben. Man
> sieht viel weiter in den Sperrbereich herunter.

Vielen Dank für die kompetente Beratung! Also lohnt es sich doch auf 
einen "Spekie" zu sparen. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ein 38€ 
China NanoVNA einen Spektrumanalyser für so 1800€ ersetzen könnte.
Gast #5997098
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Carlo Erba schrieb:
> Vielen Dank für die kompetente Beratung! Also lohnt es sich doch auf
> einen "Spekie" zu sparen. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ein 38€
> China NanoVNA einen Spektrumanalyser für so 1800€ ersetzen könnte.

Daraus lässt sich entnehmen dass du nicht einmal den Unterschied
zwischen Spektrumanalysator und Netzwerkanalysator kennst. Kein
Wunder, siehe Frackinggenerator ...

Das bedeuted unter anderem dass jedes Teil das man dir gibt
nichts anderes ist als Perlen vor die Säue zu werfen.
Gast #5997108
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OMG schrieb:
> Daraus lässt sich entnehmen dass du nicht einmal den Unterschied
> zwischen Spektrumanalysator und Netzwerkanalysator kennst.

Mir ist zumindest klar, das beim Netzwerkanalysator auch der 
Phasenwinkel ausgewertet wird, also Reflexion. Das ist wohl mit 
"vektoriell" gemeint.
Gast #5997147
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Carlo Erba schrieb:
> Ich will es ja nicht zurück
> schicken oder weiterverkaufen, aber was genau macht man damit jetzt? Ich
> habe es noch nicht anschließen können, ich habe kein USB-C Ladekabel.

Lustiges Teil! USB-Ladekabel gibts sicher auch günstig bei der Bucht. 
Manchmal wird man auch bei Ebay Kleinanzeigen fündig und kann das Kabel 
mit etwas Glück dann direkt im gleiche Viertel abholen.

Carlo Erba schrieb:
> aber was genau macht man damit jetzt?

NanoVNA-Anwendungen ohne Ende:
https://www.youtube.com/results?search_query=nanovna+deutsch
Gast #5997404
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Ist das das bis 900 Mhz Gerät?
Ist ja ein Einfacher Netzwerkanalysator.
Hätte ich mir auch gekauft wenn das Gerät einen VGA Ausgang für einen 
grösseren
Bildschirm hätte.Dann müsste du auch die 3 Normale zu dem Gerät haben
offen,Kurzschluss und 50 Ohm.
Offen und Kurzschluss und die 50 Ohm müsste man selbst herstellen 
können.
                          Gruß  Hans
#5997924
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Carlo Erba schrieb:
> Mir ist zumindest klar, das beim Netzwerkanalysator auch der
> Phasenwinkel ausgewertet wird, also Reflexion. Das ist wohl mit
> "vektoriell" gemeint.

Reflektionen kann man ( nur ) als Betrag, somit also die Länge des 
Vektors, auch mit Hilfe einer Messbrücke, mit einen skalaren 
Netzwerkanalyzer messen.

Der VNA bietet halt die Möglichkeit Imaginär und Realanteil des Vektors 
getrennt anzuzeigen. Dafür muss man es aber vorher mit Short , open und
50 Ohm Abschluss kalibrieren.

Carlo Erba schrieb:
> Vielen Dank für die kompetente Beratung! Also lohnt es sich doch auf
> einen "Spekie" zu sparen. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ein 38€
> China NanoVNA einen Spektrumanalyser für so 1800€ ersetzen könnte.

Ein üblicher Spektrumanalyzer arbeitet mit einer hochliegenden ersten ZF 
und nicht mit einer ersten ZF im NF Bereich. Es hat durchgehend einen 
spuriusfreien Dynamikbereich von in der Regel 80db.

Dafür zeigt es aber nur den Betrag der einzelnen Frequenzen an.

Ralph Berres
Gast #6009660
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Gunnar schrieb:
> Wie kann man eigentlich mit einem nanoVNA oder einem ähnlichen
> Gerät einen Mantelwellenfilter durchmessen?
Dazu wird üblicherweise eine S21-Messung gemacht: Port 1 ist der 
Generator und bei eingestelltem Pegel wird die Frequenz durchgesweept. 
Auf Port 2 wird der Betrag und ggf. die Phasenlage gemessen.

Die Art des Filters ist eigentlich egal. Der Pegel muss passen (ein VNA 
kann i.d.R. irgendwas zwischen -30 bis +13 dBm ausgeben. Und der 
Frequenzbereich muss passen. Da unterscheiden sich die Geräte sowohl 
"untenrum" (1 Hz, 9 kHz, 100 kHz, 10 MHz, ...) als auch "obenrum" (1,3 
GHz, 3 GHz, 8 GHz, ...)
Gast #6009753
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Bernd schrieb:
> Dazu wird üblicherweise eine S21-Messung gemacht: Port 1 ist der
> Generator und bei eingestelltem Pegel wird die Frequenz durchgesweept.
> Auf Port 2 wird der Betrag und ggf. die Phasenlage gemessen.

Das ist natürlich Quatsch. Denn dann misst man das Übertrgungsverhalten 
der Leitung (Gegentaktsignal) und nicht die Sperrwirkung als 
Gleichtaktdrossel (Gleichtaktsignal)

Bei einer Mantelwellensperre misst man die Gleichtakt-Drosselimpedanz. 
Im Grunde die Sperrwirkung der Induktivität einer Spule.

Wie es gemacht werden kann siehe hier ab Seite 45
https://www.dl4zao.de/_downloads/Balun_dl4zao.pdf
Gast #6010190
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Elektrolurch schrieb:
> Bei einer Mantelwellensperre misst man die Gleichtakt-Drosselimpedanz.
> Im Grunde die Sperrwirkung der Induktivität einer Spule.
>
> Wie es gemacht werden kann siehe hier ab Seite 45
> https://www.dl4zao.de/_downloads/Balun_dl4zao.pdf

Zu diesem Thema (balanced measurments mit einem VNA) wären mal 
praktische Ansätze interessant. Also wie messe ich mit "Hausmitteln" 
aka. Billig-VNA vernünftig balanced? Mit 2 Messbaluns (die sich dann 
selbst raus-) kalibrieren? Wie vermesse ich das CMRR eines Baluns 
praktisch?
#6010198
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Test schrieb:
> Zu diesem Thema (balanced measurments mit einem VNA) wären mal
> praktische Ansätze interessant. Also wie messe ich mit "Hausmitteln"
> aka. Billig-VNA vernünftig balanced? Mit 2 Messbaluns (die sich dann
> selbst raus-) kalibrieren? Wie vermesse ich das CMRR eines Baluns
> praktisch?

Frage mal den Eric Hecker der hier auch ab und zu mitliest. Der kann es 
dir mit Sicherheit sagen.

Ralph Berres
Gast #6010299
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> Zu diesem Thema (balanced measurments mit einem VNA) wären mal
>> praktische Ansätze interessant. Also wie messe ich mit "Hausmitteln"
>> aka. Billig-VNA vernünftig balanced? Mit 2 Messbaluns (die sich dann
>> selbst raus-) kalibrieren? Wie vermesse ich das CMRR eines Baluns
>> praktisch?

Wenn Ralph mich schon aufruft, schau mal hier hinein, dort ist ein 
bisschen zur Balunmessung und symmetrischen DUTs drin

http://www.dg8saq.darc.de/HamRadio/HamRadio_DG8SAQ_2018.pdf

Außerdem gibt es im Helpfile (was ja ein Tutorial ist) zum VNWA ein 
Kapitel zur Balunmessung.

Eric
Gast #6856291
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Auf Youtube gibt es einige sehr gute Videos zum Nanovna und seine 
Verwendung. Beispiel. Swr der Antenne bestimmen, die Länge eines 
Coaxialkabels ausmessen. Sperrfrequenzen von Tief-, Hochpass- oder 
Mantelwellensperren (Filter) ermitteln... und, und, und. Auch wenn hier 
einige meinen, sie müssten Dir die Fähigkeiten absprechen überhaupt mit 
solch einem Gerät umgehen zu können. Ob die wirklich die Nase so hoch 
nehmen sollten. KEINER KANN ALLES, aber möglicherweise alles lernen. Auf 
eine simple Frage solche Antworten? Tolle Hilfe...
#6856660
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Mark schrieb:
> Dabei ist ein nanoVNA billiger als ein altmodisches Dipmeter. Einfach
> krass was die Technik heute bietet.

Kommt drauf an welchen du kaufst.

https://www.wimo.com/de/minivna-pro-bt

Ich hab einen NanoVNA und den MiniVNA Pro BT,

Der NanoVNA hat halt ein eigenes Display, das macht ihn auf alle Fälle 
sehr attraktiv.
Im Vergleich kommt der NanoVNA auch nur wenig schlechter weg als der 
MiniVNA, der MiniVNA ist ein klein wenig genauer in der Messung.

Vom Komfort her bleibe ich aber so weit möglich beim MiniVNA, die app 
dazu ist echt nicht schlecht und nimmt einem viel ab was der Nano 
(noch?) Nicht kann. (TDR, Induktivität, Kapazität zb.)

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