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Forum: Markt [V] Jahre Glimmer Kondensatoren


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Autor: Michael H. (turmalin)
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Habe einige gebrauchte, ausgelötete Glimmerkondensatoren abzugeben. 
Hersteller Richard Jahre.
3000pF, Toleranz. +- 0,2%! Nennspannung 250V -. Herstellungsjahr 1959 - 
1961. Ob sie ihre Spec. noch einhalten kann ich leider mit meinem 
Schätzeisen nicht messen. Sie zeigen aber auf meinem Voltcraft 4090 alle 
einen Wert von 3.01 nF an.
Die Anschlüsse sind leider ziemlich kurz. Die Teile lassen sich aber 
sicher gut "SMD" verbauen und sind vermutlich auch HF geeignet.

8 Stück 2,00 Euro plus Versand (als Brief 0,95 Euro).

Gruß
Michael

Autor: Kutte R. (kutte)
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PN ist unterwegs, Kutte

Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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Hallo Michael,

wenn Kutte sie nicht nimmt, möchte ich sie haben.

73
Wilhelm

Autor: Jemin K. (jkam)
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Mal so aus Interesse: was macht man damit?

Autor: Kutte R. (kutte)
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Jemin K. schrieb:
> Mal so aus Interesse: was macht man damit?

Glimmer-(Mica-)-Kondensatoren sind bekannt für ihre sehr gute 
Stabilität.
Mit einer Toleranz von +- 0,2 % bekommt man eine schöne genaue/stabile 
Kapaziätsreferenz.
Kutte

Autor: Jemin K. (jkam)
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Ah, cool. Danke!

Autor: Kutte R. (kutte)
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Brief mit "GutBio" verpackten Kondensatoren ist heute heil angekommen.
Danke Kutte

Autor: Klaus R. (klaus2)
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Was sagt der Komponententester von Karl Heinz dazu? ;)

Klaus.

Autor: Michael H. (turmalin)
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Kutte R. schrieb:
> Brief mit "GutBio" verpackten Kondensatoren ist heute heil angekommen.
> Danke Kutte

Hallo Kutte,

noch eine Info: Leider ist es mir erst nach dem Versand aufgefallen. Je 
nach Herstellungsjahr haben die Teile einen anderen Werte. Die mit 
Datumscode 1959 haben 3000pF +- 0,2%, die von 1961 sind mit 2995pF +- 
0,2% beschriftet. Das war mir noch gar nicht aufgefallen. Bei Dir ist 
wohl einer von 1961 dabei. Hatte mich beim Ausmessen nämlich gewundert, 
dass nur bei einem die letzte Stelle der Anzeige zappelte. Falls jemand 
die Teile genau ausmessen kann, würde mich interessieren, ob die Teile 
ihre Spec. noch einhalten, wovon ich ausgehe.

Falls noch Interesse besteht - ich habe noch einige.

Gruß
Michael

Autor: Ludwig K. (hellas)
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Besten Dank, mein Brief ist ebenfalls angekommen.
Danke für die Zusatzbonbons ;-)

Einer der 3000er hatte sogar einen DateCode von 12-1958.

Mit einfachem Nachmessen wird hobbymässig schwierig bei der gegebenen, 
geringen Toleranz. Mein RLC-Messgerät ist mit 0,2% auch nicht genauer.

Oha, ich habe eben gesehen, die gelben sind sogar von 1955...!

: Bearbeitet durch User
Autor: Ludwig K. (hellas)
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Ich habe die C-Werte mit meinem bescheidenen Messmittel (DE-5000) 
nachgemessen. Die Bandbreite erstreckt sich von 2999 pF bis zu 3003 pF.
Gemessen bei 10kHz. Bei 100kHz wird die Bandbreite minimal größer.

Ich glaub, da muss man jetzt nicht weiter drüber nachdenken.
Passt. ;-)

Autor: Kutte R. (kutte)
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Klaus R. schrieb:
> Was sagt der Komponententester von Karl Heinz dazu? ;)
>
> Klaus.

ich habe 2 Tester, beide China-Import.
Einer mit 2 Zeilen s/w Display zeigt Werte von 3001 bis 3004 pF an ( 
f.d. 2995 Kondensator > 2996 ), also alles spot on.
Der zweite mit Frabdisplay zeigt 0,5 % niedrigere Werte an.
Ein besseres Meßgerät habe ich leider nicht, bin aber auch so zufrieden.
Gruß Kutte

Autor: Michael H. (turmalin)
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Hier für Interessierte noch ein paar Bilder und Infos. Alle Bauteile 
waren zur Entsorgung rausgestellt. Die Kondis waren größtenteils in 
Steckfassungen eingelötet und die 20nF Teile sind alle mit einem Kerko 
vermutlich auf exakt 20nF getrimmt. Zudem gab es noch kiloweise 
Topfspulen, die ebenfalls mit einer obskuren Mimik getrimmt wurden. 
Mittels eines mit einem Ferritgradienten beschichteten 
Kunststoffstreifen wurde im Luftspalt der Sollwert eingestellt. Ein 
abgewickelter Streifen zeigt einen deutlichen Graukeil des 
Ferritmaterials. Leider sind die Spulenschalen fast alle angegammelt. 
Vermutlich weil der PVC Streifen Chlor abgesondert hat.
Meine Vermutung ist, dass das alles mal ein Analogcomputer werden sollte 
oder war. Es gab auch ein paar Panelfragmente über die man numerische 
Werte eingeben konnte. Ich meine, es waren Drehkos mit denen Zahlenwerte 
eingestellt wurden. Dann kamen die Digitalcomputer und das ganze wurde 
gestoppt und für Jahrzehnte eingelagert. Aber alles nur Spekulation von 
mir.
Der Kram wurde jedenfalls in vielen Lochkartenkartons eingelagert. 
Eventuell war es auch eine kommerzielle Anlage und kein 60iger Jahre 
Uni-Forschungsprojekt. Falls jemand so etwas schon mal wo anders gesehen 
hat, freue mich über eventuelle Infos dazu...

Interessant finde ich übrigens, das der Hersteller diese Kondis heute 
noch im Programm hat, wenn auch nur mit +-0,5% Toleranz. Vielleicht 
wurde aufgrund der hohen Anforderungen damals nochmals selektierte Ware 
geordert.

Viele Grüße
Michael

Autor: No Y. (noy)
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Hast du die Spulen mal gemessen?

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