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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik SMD Bauteil identifizieren "*"


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Autor: Olli Z. (z80freak)
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So, ihr Bauteile-Cracks, jetzt habe ich mal ne richtige Aufgabe für 
Euch! :-)

Und zwar handelt es sich hier um ein Bluetooth-Modul aus einem KFZ. Das 
schadhafte Teil ist offenbar Bauteil (24) im Bild 
bt-module_parts_top.jpg
In area.jpg habe ich es nochmal in groß.

Ich habe insgesamt 3 Platinen und div. Fotos anderer Platinen 
gleichen/ähnlichen Typs welche an dieser stelle unterschiedliche 
Markings haben! Siehe hierzu die angefügten Bilder. Von der Funktion her 
sind sie aber gleich und keines davon finde ich so richtig...

Ich dachte zunächst an "59" und der Rest ist wieder irgendwas wie 
Herstellerland und Jahrescode, oder Serie. Aber ich finde nichts mit 
diesem Gehäuse (SOT-23-6 würde ich tippen).

Von der Funktion her ist es so das an Pin 1+2, sowie 5+6 (Pin 1 nehme 
ich an ist links unten, da wo der Punkt auf den Gehäusen aufgedruckt 
ist) ausgangsseitig bei einem funktionierenden Gerät Bordspannung (12v) 
anliegt, ebenso wie an Pin 3+4 eingangsseitig. Brücke ich z.b. 4+5 dann 
sprint das Modul an. Vermutlich ist es also ein Netzfilter oder 
Überspannungsschutz. Jedenfalls hängt dahinter der Spannungsregler.

Nun bräuchte ich halt ein Ersatzteil, aber finde mit der Bezeichnung 
nichts. Natürlich habe ich gegoogled und die üblichen verdächtigen 
SMD-Referenzen durch.

Autor: hinz (Gast)
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Sowas läuft unter "high side switch" oder "power switch".

Aber zu den Markings fällt mir im Moment nichts ein.

Autor: Olli Z. (z80freak)
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hinz schrieb:
> Sowas läuft unter "high side switch" oder "power switch".
Müsste bei einem "Switch" nicht irgendwo ein Gate/Enable geschaltet 
sein? Oder ist das wieder so ein merkwürdiges Konstrukt wo ein NPN oder 
Mosfet eigentlich dauerhaft leitend ist und bei zu hohem Stromfluß dann 
als erstes kaputt gehen soll?

> Aber zu den Markings fällt mir im Moment nichts ein.
JA! ICH HABS GESCHAFFT! Endlich ein Bauteil zu dem Du auch NICHTS weist! 
:-)))

: Bearbeitet durch User
Autor: Elektrofurz (Gast)
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Olli Z. schrieb:
>
> JA! ICH HABS GESCHAFFT! Endlich ein Bauteil zu dem Du auch NICHTS weist!
> :-)))

Freu dich nicht zu früh! Hinz kennt alle Bauteile mit Vor- und 
Nachnamen. Gleich kommt er mit den fehlenden Infos um die Ecke geflitzt 
😁

Autor: hinz (Gast)
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Olli Z. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Sowas läuft unter "high side switch" oder "power switch".
> Müsste bei einem "Switch" nicht irgendwo ein Gate/Enable geschaltet
> sein? Oder ist das wieder so ein merkwürdiges Konstrukt wo ein NPN oder
> Mosfet eigentlich dauerhaft leitend ist und bei zu hohem Stromfluß dann
> als erstes kaputt gehen soll?

Nein, das ist sowas wie ein PROFET von Infineon.



>> Aber zu den Markings fällt mir im Moment nichts ein.

> JA! ICH HABS GESCHAFFT! Endlich ein Bauteil zu dem Du auch NICHTS weist!
> :-)))

Ich lass gerne auch mal andere ran.

Autor: No Y. (noy)
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Ich würde mal bei TI diverse TPS Highside Lastschalter anschauen. Die 
haben Unmengen... Aber mit 12V wird es übersichtlicher. Ggf ist es einer 
von denen . .

Autor: hinz (Gast)
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No Y. schrieb:
> Ich würde mal bei TI diverse TPS Highside Lastschalter anschauen.

Das Marking sieht viel ehr nach Vishay/Siliconix aus.

Autor: Markus M. (adrock)
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Das ist echt eine harte Nuss :) Man findet in den Codetabellen nichts 
was auch nur annähernd passt, weder zu 5xxxx, 59xxx, ASYxx. Wobei ja bei 
59xxx das xxx ziemlich klar ein Date/Lot-Code ist.

Mich wundert, dass noch niemand eine richtige Datenbank gebaut hat, wo 
man paramterisch suchen kann (Anzahl Pins, Marking, Gehäuse, ggfs. 
Produktgruppe(n)). Immer wieder nur irgendwelche besseren Text-Tabellen.

Würde natürlich nur mit Community-Support funktionieren. Wenn jemand 
einen passenden Code und das zugehörige Datenblatt gefunden hat, könnte 
man dann die Teile in die DB aufnehmen.

: Bearbeitet durch User
Autor: No Y. (noy)
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Kann man bei siliconexpert nach marking suchen?

Onsemi hat ggf. auch was?

: Bearbeitet durch User
Autor: hinz (Gast)
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So allmählich denke ich, dass es ein einfacher p-MOSFET ist, so wie 
Si3429EDV.

Autor: Olli Z. (z80freak)
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> Mich wundert, dass noch niemand eine richtige Datenbank gebaut hat, wo
> man paramterisch suchen kann (Anzahl Pins, Marking, Gehäuse, ggfs.
> Produktgruppe(n)

Die Plattform dafür würde ich sofort bereitstellen, so oft wie ich 
danach suche! :-) Fragt sich nur wie lange es braucht sowas zu füllen 
das es auch Sinn macht und wer das Pflegt...

Aber noch mehr frage ich wer sich diese Codes immer ausdenkt. Es scheint 
ja keine zentrale Registrierungsstelle dafür zu geben, sodass man 
vielfachnennungen, mit viel Pech sogar im gleichen Gehäuse hat.

Autor: Olli Z. (z80freak)
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hinz schrieb:
> So allmählich denke ich, dass es ein einfacher p-MOSFET ist, so wie
> Si3429EDV.

Kommt der geglaubten Funktion schon nahe. Aber würde man das Gate ohne 
jeglichen Vorwiderstand mit Source zusammen an V+ legen?

Dabei würde man dann praktisch nur den integrierten ESD-Schutz nutzen?

: Bearbeitet durch User
Autor: hinz (Gast)
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Olli Z. schrieb:
> Aber würde man das Gate ohne
> jeglichen Vorwiderstand mit Source zusammen an V+ legen?

Sieht dem Layout nach nicht so aus.

Autor: Markus M. (adrock)
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Olli Z. schrieb:
>> Mich wundert, dass noch niemand eine richtige Datenbank gebaut hat, wo
>> man paramterisch suchen kann (Anzahl Pins, Marking, Gehäuse, ggfs.
>> Produktgruppe(n)
>
> Die Plattform dafür würde ich sofort bereitstellen, so oft wie ich
> danach suche! :-) Fragt sich nur wie lange es braucht sowas zu füllen
> das es auch Sinn macht und wer das Pflegt...

Genau das ist das "Problem". Die Technik ist ja nicht so aufwändig, ein 
paar Tabellen in einer Datenbank und eine relativ einfaches Webinterface 
für die Suchkriterien.

> Aber noch mehr frage ich wer sich diese Codes immer ausdenkt. Es scheint
> ja keine zentrale Registrierungsstelle dafür zu geben, sodass man
> vielfachnennungen, mit viel Pech sogar im gleichen Gehäuse hat.

Dann bleibt immer noch der Plausibilitätscheck der Anschlüsse gegen das 
Layout.

Das Problem ist, das viele Markings zwar in den Datenblättern stehen, 
aber der umgekehrte Weg Marking -> Datenblatt bzw. Bauteil offenbar 
höchst seltenst gepflegt wird.

Leider kann man die bestehenden "Sammlungen" nicht einfach importieren, 
da ja die Gehäuse etc. korrekt gematcht werden sollten. Ist also leider 
richtig viel Arbeit und eher nur in die andere Richtung, nämlich vom 
Datenblatt aus, in die Datenbank übertragbar. Und unkontrolliert kann 
man die Leute auch nicht eintragen lassen, dann hat man Chaos in der 
Datenbank.

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