Martin schrieb:
> im Anhang ein Auszug eines Schaltplans für einen Trenntrafo. Auf der
> Sekundärseite wird U mit PE zusammengeführt. Allerdings werden beide auf
> eine Klemme gelegt und die dann gebrückt. Hat das einen Vorteil?
Es sieht für mich wie der Auszug aus dem Stromlaufplan eines
(Industrie-) Schaltschrankes aus. Richtig?
Es ist dort durchaus üblich, derart zu erden auf der Sekundärseite:
Es ist die (einfache) Lösung für die Aufgabenstellung, das ein Fehler im
Trafo (konkret: Schluß zw. Primär- und Sekundärseite) erkannt werden
soll (erkannt werden muß).
Diese Funktion kann man entweder mit eine Isolationswächter
(zusätzlicher Baustein, nicht billig) oder halt mit der Erdung sekundär
erreichen (Primärseitige Sicherung löst dann bei Fehler aus,
Primärsicherung ist sowieso verbaut).
Es macht in Industrieanlagen sogar Sinn, die Sekundärseite zu erden,
denn ein "floatendes" sekundäres Netz ist dort nicht gewünscht.
Und damit da nicht zu (obigen hitzigen) Diskussionen der Fachleute
führt, nennt man derartige Trafos auch Steuertrafos (sogar fast
ausschließlich so benannt), und nicht Trenntrafos (diese dürfen streng
genommen nicht geerdet werden auf der Sekundärseite).
Hoffe, die Erklärung hilft dem TE weiter .-)