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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kapazitiver Spannungsteiler parallel zu R-Spannungsteiler, wie die Cs bestimmen.


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Autor: Gert P. (gertp)
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Hi,
wie gehe ich vor, die parallelen Kondensatoren zu bestimmen?
Das R-Netzwerk ist ein Caddock 1776-C68.
Im Bild sind beispielhafte Werte.
z.Bsp:
C8 mit 100p festlegen und den unteren Anschluss mit GND verbinden. 
Anschliessend C7 abgleichen. Dann den unteren Anschluss von C1 auf GND 
und C8 abgleichen. etc ...
Das paarmal wiederholen, ich denke, wirklich relevant sind im Endeffekt 
eh nur C7, C8 und C1.
Messpunkt ist jedesmal MP mit einem Oszi und 10:1 Probe.

Ich dachte an die Prozedur, wie man jede 10:1 Probe an fast jedes 
lausige Oszi anpassen kann.

Nur, wie lege ich die Startwerte fest? C8 so, dass C7 mit einem Trimm-C 
~10p im unteren Bereich (2-4p) funktioniert?

Die ganze Schaltung befindet sich spaeter in einem Blechkaestel.
Es geht nicht um Raketentechnik und auch nicht um 0,5%. 500kHz waere 
schoen.

Wie geht man dazu praktisch vor?

Gruesse Gert

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Gert P. schrieb:
> wie gehe ich vor, die parallelen Kondensatoren zu bestimmen?

Die Zeitkonstante (R·C) muß für jeden Widerstand des Teilers und den ihm 
parallel liegenden Widerstand gleich sein. Für gewöhnlich geht man vom 
hochohmigsten Widerstand aus. Dem liegt parallel eine parasitäre 
Kapazität von einigen pF (abhängig von der Bauform des Widerstands und 
der Montage [Platine]). Die schätzt man ab und ergänzt sie mit einem 
Trimmer. Aus dem mittleren Wert des Trimmers und der parasitären 
Kapazität rechnet man die Zeitkonstante aus.

Allen weiteren Widerständen schaltet man eine entsprechende 
Festkapazität parallel. Am Ende muß man nur noch den Trimmer einstellen. 
Dazu legt man eine Rechteckspannung an den obersten Widerstand und 
oszillographiert die Spannung an den Teilerpunkten weiter unten. Der 
Trimmer ist ideal eingestellt, wenn das Rechteck da auch rechteckig 
aussieht. Wenn also die Flanken weder verschliffen sind noch 
Überschwinger auftreten. Ein 10:1 Tastkopf ist hierfür empfehlenswert.

Je weniger Zutrauen man zur Abschätzung der parasitären Kapazität hat 
oder je mehr Fluktuation man der zugesteht, desto größer muß man den 
Wert des Trimmers machen. Im Extremfall kann man auch gleich eine 
Festkapazität mit dem ~100-fachen der parasitären Kapazität nehmen. Dann 
entfällt der Abgleich.

Autor: Gert P. (gertp)
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Danke fuer Deine Antwort.

Prinzipiell hast Du das wiederholt, was ich schon geschrieben hatte.
Jedoch hast Du mich mit der Initialkapazitaet des ersten (C7) 
vorangebracht.
Idee:
Ich werde an der fertigen Platine C8 mit 100p bestuecken und den Knoten 
C8 C1 auf GND legen, C7 weglassen  und mit meinen C_Messgeraet(!) den 
fehlenden C7 bestimmen. Da 50% drauf und mit der Haelfte weiterrechnen. 
Scheint zu passen.
Danke nochmals.

Grusse Gert

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