Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Strommessgerät: Kann eine Leitung eingespart werden?


von Unwissender (Gast)


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Hallo,

kann bei der Beschaltung des Strommessgerätes (links an den 4 Buchsen) 
eine Leitung eingespart werden? Denn die beiden mittleren Leitungen 
liegen ja auf Minus-Potenzial.

Die 4 Leitungen sind ca. 2 Meter lang, Versorgungsstrom des 
Strommessgerätes über die beiden unteren der 4 Leitungen sind 1-4mA. Der 
Shunt hat 1,5mOhm, der Messbereich des Strommessgerätes ist 20A.

Klaus

von Dunno.. (Gast)


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In der Praxis ja, vermutlich bekommst du aber dadurch eine 
Messabweichung.

Lies Mal zum Thema 4-draht oder Kelvin Messung.

von Dunno.. (Gast)


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Nachtrag:

20A * 0.0015 sind immerhin nur 30 mV Ausschlag am shunt.

Deine 4mA Betriebsstrom machen also locker einen guten Teil des 
Messwerts aus. Deine leitung hat mehr als 1 Ohm, dann hast du schon 
knapp 10% Fehler.

Lass es.

von Wolfgang (Gast)


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Unwissender schrieb:
> kann bei der Beschaltung des Strommessgerätes (links an den 4 Buchsen)
> eine Leitung eingespart werden?

Das kommt drauf an, was das Strommessgerät mit den 4 Buchsen macht, i.e. 
wozu die da sind.

von Erwin D. (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Unwissender schrieb:
>> kann bei der Beschaltung des Strommessgerätes (links an den 4 Buchsen)
>> eine Leitung eingespart werden?
>
> Das kommt drauf an, was das Strommessgerät mit den 4 Buchsen macht, i.e.
> wozu die da sind.

Was gibt es bei dieser Schaltung noch für Möglichkeiten außer einer 
Vierleitermessung?

von Harald W. (wilhelms)


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Erwin D. schrieb:

> Was gibt es bei dieser Schaltung noch für Möglichkeiten außer einer
> Vierleitermessung?

Zwei dicke und eine dünne Leitung bis zum Shunt, der direkt neben dem
Meßgerät angebracht wird.

von Wolfgang (Gast)


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Erwin D. schrieb:
> Was gibt es bei dieser Schaltung noch für Möglichkeiten außer einer
> Vierleitermessung?

Die Leute kommen auf die merkwürdigsten Ideen ...

Je nach Machart des Strommessgerätes kann man auch mit drei Leutungen 
auskommen. Dazu muss allerdings Energieversorgung und Messung im 
Zeitmultiplex laufen, so dass während der Messung kein Versorgungsstrom 
fließt. Mit einem kleinen SuperCap und ein bisschen µC Steuerung ist das 
kein Hexenwerk.

von Erwin D. (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Je nach Machart des Strommessgerätes kann man auch mit drei Leutungen
> auskommen.

Meine Frage bezog sich ausschließlich auf die gezeigte Schaltung.

von Wolfgang (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Zwei dicke und eine dünne Leitung bis zum Shunt, der direkt neben dem
> Meßgerät angebracht wird.

Da ist es wohl einfacher, mit den vier dünnen Leitungen zum 
Strommessgerät zu leben ;-)

von Wolfgang (Gast)


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Erwin D. schrieb:
> Meine Frage bezog sich ausschließlich auf die gezeigte Schaltung.

Deswegen meine Frage zu der Leitungsnutzung durch das Messgerät.

Wenn über zwei der Leitungen den Spannungsabfall über dem Shunt zum 
Messgerät geführt wird und zwei für die Versorgung des Messgerätes 
verwendet werden, liegt wegen der unterschiedlichen Ströme auf den 
Leitungen an den mittleren Klemmen nicht das selbe Potential und man 
kann folglich auch nicht auf eine Leitung verzichten.

von Erwin D. (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> folglich auch nicht auf eine Leitung verzichten.

Der Kandidat bekommt 5 Punkte :-)

von Wolfgang (Gast)


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Erwin D. schrieb:
> Was gibt es bei dieser Schaltung noch für Möglichkeiten außer einer
> Vierleitermessung?

Die vier Leitungen auf den Klemmen haben nichts mit der 
Vierleitermessung zu tun. Du kannst das Messgerät ohne Probleme mit 
einer Batterie betreiben und kommst dann sogar mit zwei Leitungen aus, 
ohne am Messprinzip der in der Schaltung verwirklichten 
Vierleitermessung irgendetwas zu ändern.

5 Punkte Abzug

von Erwin D. (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Die vier Leitungen auf den Klemmen haben nichts mit der
> Vierleitermessung zu tun.

Die Gesamtschaltung aber schon. Ich sprach von der gezeigten Schaltung 
und nicht nur von den vier Klemmen des Meßgerätes.

von Wolfgang (Gast)


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Erwin D. schrieb:
> Wolfgang schrieb:
>> Je nach Machart des Strommessgerätes kann man auch mit drei Leutungen
>> auskommen.
>
> Meine Frage bezog sich ausschließlich auf die gezeigte Schaltung.

Die gezeigte Schaltung schließt nicht aus, dass die links an den vier 
Buchsen angeschlossene (nicht gezeigte) Black-Box auch mit drei 
Leitungen auskommen würde. Wenn die beiden Leitungen allerdings vom 
Konzept her für das unbekannte Messgerät als nötig erachtet wurden, 
werden sie wohl nötig sein.
Man kann also nur vermuten, dass der Anschluss für ein strohdoofes 
Messgerät konzipiert ist, dass dauernd Versorgungsstrom zieht - auch 
während der eigentlichen Strommessung.

;-)

von Unwissender (Gast)


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Dunno.. schrieb:
> Lass es.

Deine Argumente haben überzeugt. Es wäre zudem ungut, wenn der Messwert 
einen Offset bekommt, wenn man die Beleuchtung des LCDs einschaltet.

Ich hätte ein dünnes, rundes, flexibles, schwarzes und wertiges 
3-adriges  Kabel, das für diese Anwendung perfekt gepasst hätte. Nun 
muss ich schauen, wo ich 2 Meter 4-adriges Kabel her kriege.

Wolfgang schrieb:
> Man kann also nur vermuten, dass der Anschluss für ein strohdoofes
> Messgerät konzipiert ist, dass dauernd Versorgungsstrom zieht - auch
> während der eigentlichen Strommessung.

Genau so ist es. Messgerät alleine 1mA, mit Beleuchtung 4mA.

von Jörg R. (solar77)


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Unwissender schrieb:
> Der Shunt hat 1,5mOhm, der Messbereich des Strommessgerätes ist 20A.

Entweder misst Du die Spannung über einen Shunt...und berechnest daraus 
den Strom der über den Shunt fließt. Oder du misst den Strom direkt über 
das Messgerät, dann braucht es aber keinen Shunt. Das was du da 
schreibst passt nicht zusammen.

Und weshalb möchtest Du bei nur 2 Metern Abstand zum Messgerät eine 
Leitung einsparen?

Zeige mal ein Foto bzw. eine Beschreibung zu dem Messgerät/Messmodul.

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