Es sollen Briefkästen (Stahl, verzinkt, pulverbeschichtet) (mit
Elektronik) an Außenwände gedübelt werden. Damit die Briefkästen im
Reparaturfall leicht abnehmbar sind, soll die Befestigung auf verzinkten
M4 Stehbolzen erfolgen.
Innen im Briefkasten sind die Stehbolzen nur durch Löcher in einer
Montageplatte zugänglich, liegen also 15mm tief. Jetzt wollte ich
Abstandsbolzen M4, innen mit durchgehendem Gewinde, außen mit Sechskant
als "lange Muttern" verwenden. Leider finde ich diese nur in der
Ausführung Messing, vernickelt.
Meint ihr, dass bei dieser Materialpaarung Zink/Nickel im Laufe der
Jahre Korrosion auftreten könnte? Evtll. mit Fett montieren?
Oder doch besser Abstandsröllchen und selbstsichernde verzinkte Muttern
verwenden? Sind halt nicht so bequem zu montieren.
(Ich darf leider nicht erzählen, was es mit der Elektronik auf sich hat.
Spielt aber auch keine Rolle.)
Stehen die Kästen im Innenraum, unter Dach oder vordeichs?
bei letzterem ist der ganze Kasten in 0,nix weggerottet und die deine
nun grünen Abstanzbolzen sind immer noch da.
Hans W. schrieb:> soll die Befestigung auf verzinkten M4 Stehbolzen erfolgen.
Bei M4 hätte ich wenig Vertrauen, wenn sich eine Taube auf den
Briefkasten setzt oder ein paar Kataloge kommen...
Nimm übliche Stockschrauben M8 und beachte die Wand-Isolationsdicke. Es
gibt auch bis 30cm lange Stockschrauben. Die rosten nicht in 20 Jahren
durch. Löcher schön abdichten an der Wand!
Hans W. schrieb:> Meint ihr, dass bei dieser Materialpaarung Zink/Nickel im Laufe der> Jahre Korrosion auftreten könnte? Evtll. mit Fett montieren?
Schraub das zusammen und schau aller zehn Jahre danach.
Es wird dich überleben und die Elektronik sowieso.
Bei falschen Fett hast du mehr Probleme.
mach ein kleines Dach darüber!
oszi40 schrieb:> Bei M4 hätte ich wenig Vertrauen, wenn sich eine Taube auf den> Briefkasten setzt oder ein paar Kataloge kommen...
Die Originalbefestigung ist mit Holzschrauben 4 x 45mm und 6er Dübel.
Meinst Du, eine Taube schert eine 4mm Schraube ab? Da würden die
Briefkästen ja reihenweise von der Wand purzeln...
Ach ja, und Kataloge kommen da keine rein, der Einwurfschlitz ist
dauerhaft verschlossen. Der Zweck ist ein anderer.
Hans W. schrieb:> Innen im Briefkasten sind die Stehbolzen nur durch Löcher in einer> Montageplatte zugänglich, liegen also 15mm tief. Jetzt wollte ich> Abstandsbolzen M4, innen mit durchgehendem Gewinde, außen mit Sechskant> als "lange Muttern" verwenden.
Warum nicht aus Delrin oder ähnlichen Kunststoffen?
Bei solchen Längen ergibt das eine große Zug- und Druckkraft...
Problem dürften die 4mm Stockschrauben sein, falls da zwischen Wand und
Briefkasten Regenwasser rein kann.
Die Feuchtigkeit hält sich in dem Zwischenraum, die Stockschrauben haben
meist eine zu dünne Zinkschicht und fangen nach einiger Zeit zu rosten
an.
In ein paar Jahren ist M4 dann durchgerostet.
Joachim B. schrieb:> Edelstahl Stockschraube
Edelstahl will ich nicht nehmen, da der Briefkasten verzinkt ist. Da
reicht eine kleine Beschädigung der Pulverbeschichtung und schon gehts
los mit dem Rost.
Hans W. schrieb:> Edelstahl will ich nicht nehmen, da der Briefkasten verzinkt ist. Da> reicht eine kleine Beschädigung der Pulverbeschichtung und schon gehts> los mit dem Rost.
dafür gibt es Kunstoffscheiben die Briefkastenloch und Schraube trennen.
Aber Gott erhalte mir die Ausreden!
Walter T. schrieb:> Die Gewindehülsen gibt es übrigens auch in verzinkt. Heißen dann nur> "Langmutter".
Guter Tipp! Danke!
Schon irre, welche Vielfalt an Bezeichnungen da benutzt wird:
Distanzmuffen Gewindemuffen Verbindungsmuttern Gewindehülsen Langmuttern
Verlängerungsmuttern Abstandsbolzen Distanzbolzen Verbindungsmuffen
Hans W. schrieb:> Schon irre, welche Vielfalt an Bezeichnungen da benutzt wird:> Distanzmuffen Gewindemuffen Verbindungsmuttern Gewindehülsen Langmuttern> Verlängerungsmuttern Abstandsbolzen Distanzbolzen Verbindungsmuffen
Da kann man schon mal Muffensausen kriegen...
;)
Hans W. schrieb:> Es sollen Briefkästen (Stahl, verzinkt, pulverbeschichtet) (mit> Elektronik) an Außenwände gedübelt werden.
Wie groß ist denn der D der Löcher?
Hans W. schrieb:> Edelstahl will ich nicht nehmen, da der Briefkasten verzinkt ist. Da> reicht eine kleine Beschädigung der Pulverbeschichtung und schon gehts> los mit dem Rost.
Glaube nicht, daß dies ein stichhaltiges Gegenargument ist.
Besorg Dir notfalls im Baumarkt VA-Spax-Schrauben, welche von ihrem
Schraubgewinde her problemlos, also ohne "Ankratzen", durch den D der
Briefkastenlöcher laufen können.
Bohr dann per Schablone die Dübellöcher.
Danach kannst Du die Spaxschrauben insgesamt mit Teflonband umwickeln.
Auch an ihrem Gewinde und am (immer) dünneren Schaft etwas dicker
auftragen.
Wenn Du dann am Schraubenkopf noch eine Kunststoffscheibe zwischenlegst,
sollte das als "Abschottung" genügen.
Alternativ kannst Du auch mal nachsehen, welcher Schaft-Dübel-D durch
die Briefkasten-Löcher paßt.
Das wäre eine noch einfachere "Abschottungs"-Lösung. ;)
Danke für deine Überlegungen. Aber es geht ja gerade darum, die
Briefkästen NICHT mit Holzschrauben zu befestigen. Die Kombination
Holzschraube / Kunststoffdübel sehe ich als eine Einmalbefestigung. Man
sollte die Schraube nicht mehrfach herausdrehen und wieder eindrehen,
das hält bei jedem Mal schlechter. Die Briefkästen sollen deshalb von
Metallgewinden gehalten werden, die Holzschrauben bleiben in den Dübeln.
Deshalb die Stockschrauben.
Die Löcher in der Briefkasten-Rückwand haben einen Durchmesser von
4,8mm. Eine Metallgewindeschraube M5 passt so gerade eben durch, mit
sehr wenig Spiel. Also M5 ginge zur Not auch, aber dann muss man in die
Wand verdammt genau bohren.
Edelstahlschrauben sind ja im Prinzip das Haltbarste. Aber sie dürfen
nicht in Kontakt kommen mit verzinkten Oberflächen, sonst ist bei
Feuchtigkeit das Zink bald aufgebraucht. Ich würde gerne bei einem
Material bleiben - alles verzinkt, dann kann nichts passieren. Zink
reicht auch locker aus für diese Anwendung.
Also ich nehme die M4 Stockschrauben verzinkt, 50mm lang, und als
Muttern Sechskant-Abstandsbolzen. Entweder aus Kunststoff, wie Mani W.
vorgeschlagen hat oder auch verzinkt (dann heißen sie Langmuttern), wie
von Walter T. (nicolas) empfohlen.
Also Problem gelöst, danke nochmal an alle.
Gruß Hans