Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Abgesetzte Spannungsmessung


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von Spannung (Gast)


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Hi

Ich gedenke eine abgesetzte Spannungsmessung zu bauen, welche aus 2 
Teilen besteht. Einem Gerät mit dem AD und eins mit dem DA, dazwischen 
sollte eine FO (downlink only) verbindung sein.

Bie tiefer performance ist die angelegenheit eigentlich relativ simpel: 
AVR mit uart über FO.

Leider sollte die Performance ca 50 MSPS bei 16 bit betragen. Was ist 
hier der richtige Lösungsansatz? Insbesondere bez FO. habe über ein FPGA 
mit integrierter CPU für netzwerkstack und FO netzwerk nachgedacht. Bin 
mir nicht sicher ob dies die Performance bringt oder nicht gar etwas 
overkill ist.
Wie würdet ihr dieses Problem angehen? Existieren evtl bereits fertige 
Lösungen?

von jemand (Gast)


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Spannung schrieb:
> Leider sollte die Performance ca 50 MSPS bei 16 bit betragen.

Also musst du deinen AVR mit mindestens 100MHz betreiben. Oh, wait ;-)

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Spannung schrieb:
>
> Ich gedenke eine abgesetzte Spannungsmessung zu bauen, welche aus 2
> Teilen besteht. Einem Gerät mit dem AD und eins mit dem DA, dazwischen
> sollte eine FO (downlink only) verbindung sein.

Bahnhof. Was ist "FO"? "fiber optic"? Also Signalübertragung mit Licht? 
Das ist ein weites Feld. Aber wenn es um eine Spannungs messung geht, 
wozu dann der DA?

> Leider sollte die Performance ca 50 MSPS bei 16 bit betragen. Was ist
> hier der richtige Lösungsansatz?

Du rechnest die Datenrate aus und suchst dir dann ein Übertragungssystem 
aus, das die schafft? Grob über den Daumen reicht die Technik für 
optisches Gigabit-Ethernet. Die Komponenten sind weit verbreitet und 
deswegen preiswert.

Dann suchst du noch den ADC aus und schaust dir an, welche Interfaces 
die jeweiligen Komponenten haben und wie du die am besten verknüpperst.

Aber wer weiß. Vielleicht hast du ja noch Vorgaben, von denen wir nichts 
wissen.

von Spannung (Gast)


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Ja eine LWL verbindung. Das Problem ist, dass ich ein Signal messen 
möchte, welches auf einigen kV Potiential liegt. Dieses Signal soll auf 
dem GND Potential rekonstruiert werden.

Der Ansatz ist der, dass das Signal auf der HV Seite AD gewandelt wird, 
anschliessend digital über LWL übertragen und dann DAC zur 
rekonstruktion.

Hotlink ist ein heisser kandidat da der Standart relativ einfach ist. 
Jedoch sind die Kosten der Transmitter/Empfänger von Cypress exorbitant 
teuer. Eine andere Idee die ich habe, ist FO Netzwerk.

Noch eine idee ist einfach Kunstoff LWL TX/RX welche lediglich über 
wenige MHZ bandbreite Verfügen, mit OFDM etc. dazu zu bringen, dass sie 
die benötigte Datenrate von 100MBaud+ schaffen.

von Gustl B. (-gb-)


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Und wie wäre es mit normalen Digitalisolatoren?

Ich verwende die Si86xx Serie. 
https://www.silabs.com/products/isolation/digital-isolators/si86xx-digital-isolators 
Die können maximal 150 MBit, ich übertrage 100 MBit je IO und das 
funktioniert prima.

Also ...auf einer Seite die Hochspannung und den ADC mit parallelem 
Ausgang, auf der anderen Seite den DAC mit parallelem Eingang. 
Vielleicht geht das sogar direkt ohne FPGA oder so. Als ADC kann ich den 
AD9650 empfehlen, aber der hat zwei Eingänge. Wenn du nur einen Eingang 
brauchst dann nimm einen anderen Stein.

von M.A. S. (mse2)


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Spannung schrieb:
> Der Ansatz ist der, dass das Signal auf der HV Seite AD gewandelt wird,
> anschliessend digital über LWL übertragen und dann DAC zur
> rekonstruktion.

Keine Frage, dass eine Digitalübertragung robuster ist, als es eine 
analoge wäre.
Trotzdem (aus reinem Interesse) folgende Frage:
Wird das Signal jemals in digitaler Form benötigt oder brauchst Du nur 
die analoge Rekonstruktion auf niederigem Potential?

PS: Wieviele Kilovolt sind eigentlich 'einige'?

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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50msps 16bit, dh 800mbit/s mindestens bei Echtzeit.

von Gustl B. (-gb-)


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M.A. S. schrieb:
> Wird das Signal jemals in digitaler Form benötigt oder brauchst Du nur
> die analoge Rekonstruktion auf niederigem Potential?

Gute Frage! Wenn dann auch noch nur AC genügt, dann reicht vielleicht 
ein Kondensator.

von Spannung (Gast)


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Gustl B. schrieb:
> Und wie wäre es mit normalen Digitalisolatoren?
Die Spannungen sind leider etwas zu hoch

M.A. S. schrieb:
> Wird das Signal jemals in digitaler Form benötigt oder brauchst Du nur
> die analoge Rekonstruktion auf niederigem Potential?

lediglich analoge Rekonstruktion ist von Bedarf, ein optionaler 
digitaler Datenzugriff ist nice to have als option aber kein muss und 
lediglich von begrenztem Nutzen.

Gustl B. schrieb:
> Also ...auf einer Seite die Hochspannung und den ADC mit parallelem
> Ausgang, auf der anderen Seite den DAC mit parallelem Eingang.
> Vielleicht geht das sogar direkt ohne FPGA oder so. Als ADC kann ich den
> AD9650 empfehlen, aber der hat zwei Eingänge. Wenn du nur einen Eingang
> brauchst dann nimm einen anderen Stein.

Hmm der ADC würde gut passen. Das es ohne FPGA/DSP etc. geht wäre super, 
sehe ich aber aktuell als etwas schwirig. Auch von grossem Vorteil ist 
eine begrenzte Anzahl von benötigten LWLs (am besten 1).

> PS: Wieviele Kilovolt sind eigentlich 'einige'?

aktuell ca. 12RMS 40 peak

von Dieter (Gast)


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Da gab es in der Vergangenheit eine Schaltung zur analogen Übertragung 
über LWL. LED & Phototransistor, sogar mit einem Trick zur 
Linearisierung. Würde sowas denn reichen?

von Antoni Stolenkov (Gast)


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Spannung schrieb:
> Ich gedenke eine abgesetzte Spannungsmessung zu bauen,

Gleichspannung?

1-Bit-Wandlung, 1 LWL.

von A. S. (achs)


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Darf ich fragen, was du mit einem gefakten 50MHz Signal machst?

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Spannung schrieb:
> Leider sollte die Performance ca 50 MSPS bei 16 bit betragen. Was ist
> hier der richtige Lösungsansatz?

Vor der Uebertragung die Datenrate reduzieren. Macht man bei 
Videouebertragungen auch mit grossem Erfolg.

> Insbesondere bez FO. habe über ein FPGA
> mit integrierter CPU für netzwerkstack und FO netzwerk nachgedacht.
Dann denk' mal weiter drueber nach...

> Bin
> mir nicht sicher ob dies die Performance bringt oder nicht gar etwas
> overkill ist.

Musst halt den Nachdenkprozess weiter in die richtige Richtung 
betreiben. Wenn man einen GBit Ethernetlink mit grossen UDP-Paketen 
vollstopft, koennte man grad' so mit Ach und Krach bei 800MBit/sec 
Nettodatenrate rauskommen. Aber viel Luft waer' da nicht. Also koennte 
man ggf. ueber 2 Links nachdenken und die aggregieren. Oder 3 - dann 
kann man einen Zopf aus LWL flechten...


Gruss
WK

von Spannung (Gast)


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Dieter schrieb:
> Da gab es in der Vergangenheit eine Schaltung zur analogen Übertragung
> über LWL. LED & Phototransistor, sogar mit einem Trick zur
> Linearisierung. Würde sowas denn reichen?

Gute Frage. Vom Bauchgefühl her eher nicht, da auch langzeitstablität, 
temperatursabilität etc von relevanz sind. Dennoch kann ich mir 
vorstellen, dass Analog diesbezüglich gute Resultate erreicht werden 
können. Sehr störend ist die initiale Kalibration weleche Analog 
vermutlich ausgeführt werden müsste. Ich denke der digitale Ansatz ist 
der way to go.

Antoni Stolenkov schrieb:
> Gleichspannung?
>
> 1-Bit-Wandlung, 1 LWL.

?
Ja dann lediglich ein Komperator, und der Ausgang direkt an den FO TX. 
Einfach, bietet jedoch probleme beim erfüllen der Anforderungen :P

Zu einer möglichen Idee: Ich kann mich daran erinnern, das Xilinx gross 
ihren Zynq angepriesen hat. Das der ARM die volle performance bringen 
soll bez Netzwerkstacks. Nun bin ich diesbezüglich auf expertise 
angewiesen. Hat jemand erfahrung mit FPGA zu Netzwerk Anbindung? Wie 
wird der LWL treiber mit dem Zync ARM verbunden (welcher PHY?)? Wie 
werden FPGA intern die daten an den ARM übergeben (DMA controller?)? 
Kriegt der ARM die 800mbit gebacken?

Nun die benötigte analoge Bandbreite ist ca 20MHz. Wenn ich ein AA 
Filter höherer Ordnung einsetze könnten auch etwas weniger als 
50MHz/800mbit genügen. Ich denke jedoch, dass wir vorerst mit dem Ziel 
der 800mbit bleiben sollten, und diese Sicherheitsmarge für später zu 
halten.

von Antoni Stolenkov (Gast)


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Spannung schrieb:
> :P

Analog via FM? 1 LWL.

von Spannung (Gast)


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Dergute W. schrieb:
> Musst halt den Nachdenkprozess weiter in die richtige Richtung
> betreiben.

Bedeutung? Welches ist der Richtige Ansatz?

Dergute W. schrieb:
> Wenn man einen GBit Ethernetlink mit grossen UDP-Paketen
> vollstopft, koennte man grad' so mit Ach und Krach bei 800MBit/sec
> Nettodatenrate rauskommen.

Wie vorher bereits beschrieben besteht eine geringfügige 
sicherheitsmarge, da lediglich 20MHz Bandbreite benötigt werden. Mit TCP 
habe ich bereits 950 in meinem Heimnetzwerk, UDP wäre wohl noch höher. 
Ob der Zynq zu gebrauchen ist, kann ich nicht sagen.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

UDP sollte mit einem kleinen Spartan6 oder sowas gehen. In Tateinheit 
mit einem Ethernetphy, der halt dann deine olle Faser ansteuern muss.
Da brauchts keine CPU: deine ollen Samples in einem FIFO von der ADC 
Clockdomaine auf die Ethernetclk bringen, dann per Statemaschin' 
Takteinlauf, SFD, Ethernetheader, IP-Header, UDP-(vielleicht auch noch 
RTP-)Header richtung PHY rauskotzen, ein Quaentchen Samples aus dem Fifo 
hinterher, dann die EthernetCRC drangepappt, 12byte Interpacketgap und 
der Zirkus geht von vorne los.
Irgendwelche Zynqs mit Armen kann man natuerlich hernehmen, dann wird's 
vielleicht bequemer. Aber auch teurer.
Auf jeden Fall muss halt auf der anderen Seite der Faser auch sowas 
aehnliches dranhaengen. Nur rueckwaerts...

Gruss
WK

von Dieter (Gast)


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Hast Du Dir schon Gedanken gemacht, wieviele Millisekunden das Signal 
verzögert über den DAC ausgegeben werden darf?
(Das trifft am stärksten zu bei Komprimierung)

von MiWi (Gast)


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>
> Ich gedenke eine abgesetzte Spannungsmessung zu bauen, welche aus 2
> Teilen besteht. Einem Gerät mit dem AD und eins mit dem DA, dazwischen
> sollte eine FO (downlink only) verbindung sein.
>
> Bie tiefer performance ist die angelegenheit eigentlich relativ simpel:
> AVR mit uart über FO.
>
> Leider sollte die Performance ca 50 MSPS bei 16 bit betragen. Was ist
> hier der richtige Lösungsansatz? Insbesondere bez FO. habe über ein FPGA
> mit integrierter CPU für netzwerkstack und FO netzwerk nachgedacht. Bin
> mir nicht sicher ob dies die Performance bringt oder nicht gar etwas
> overkill ist.
> Wie würdet ihr dieses Problem angehen? Existieren evtl bereits fertige
> Lösungen?

ein LTC2272 mit einem lokalen uc der die Konfiguration übernimmt liefert 
Dir die Daten. Einen entsprechenden LWL-Treiber drannpappen und am 
anderen Ende einen der DACs, die dieses Protokoll sprechen zur 
Datenausgabe. Klingt nicht unmöglich aber durchaus sportlich wenn die 
16bit auch nur annähernd nutzbar sein sollten.

Ich hoffe Du hast lokal eine ausreichende Stromversorgung zur Hand, das 
ist kein Ultralowpowerdings.


Wenn Geld keine Rolle spielt wäre ein optischer Modulator (Mach-Zehnder) 
eine Option. Wäre eine interessante Forschungsarbeit, Tek hat mit dem 
Konzept höchst erstaunliche Tastköpfe gebaut (14k€ aufwärts, sofort 
erhältlich und so wie Du es haben willst mit Analogausgang)

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Bist Du derjenige, der schon vor einigen Tagen mit ziemlich genau 
derselben Anforderung (16 Bit, 50 MS/s, Isolationsstrecke) hier ankam?

Bei so hohen Spannungen von etlichen Kilovolt muss man bei vielen 
handelsüblichen LWL auch beachten, dass einige dort für den Mantel bzw. 
die Zugentlastung verwendeten Materialien etwas leitfähig sind, z.B. 
Aramidgarne (Markenname Kevlar). Ein Kunde von mir verwendete solche 
eigentlich hinreichend langen LWL-Kabel für die Überbrückung von 50 kV 
bzw. 400 kV und wunderte sich dann über Instabilitäten bei der 
Hochspannungsversorgung. Nach längerer Suche bemerkte dann einer der 
Entwickler ein leichtes Britzeln am LWL-Steckverbinder.

Bei den 40 kV des TE dürften also auch schon - je nach Kabeltyp - 
entsprechende Effekte auftreten.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Dergute W. schrieb:
> Wenn man einen GBit Ethernetlink mit grossen UDP-Paketen
> vollstopft, koennte man grad' so mit Ach und Krach bei 800MBit/sec
> Nettodatenrate rauskommen

Wenn das eine dedizierte Übertragungsstrecke ist, warum sollte man da 
UDP oder auch nur IP drüber fahren? Das bräuchte man doch nur, wenn man 
damit über vorhandene Technik rutschen wöllte. Wovon der TE aber auch 
auf Nachfrage

> Vielleicht hast du ja noch Vorgaben, von denen wir nichts wissen.

nichts gesagt hat. Seine 800 MBit/s würde er mit der Technik von GbE 
jedenfalls übertragen bekommen. Ganz im Gegensatz zu den ebenfalls 
genannten, lächerlichen TOTX/TORX mit ihren maximal 13 MBit/s.

Aber wahrscheinlich sind sowohl die 16 Bit als auch die 50MSPS mal 
wieder maßlos übertrieben. Allein daß er das Signal auf der anderen 
Seite wieder DA-wandeln will, spricht doch Bände. Jede Wette, daß das 
komplett in sich zusammenfällt, wenn man mal reale Anforderungen an 
Auflösung und Bandbreite zugrunde legt.

von -gb- (Gast)


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Ich fände ja einen analogen Ansatz cool. Sowas wie Spannung wandeln in 
Lichthelligkeit oder Farbe und das dann übertragen und zurückwandeln.

Ist auch die Frage ob das 16 Bits ENOB sind oder wieviele davon rauschen 
dürfen.

Digitalisolatoren kann man in Serie schalten, dann wird die 
Isolationsspannung höher.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Axel S. schrieb:
> Wenn das eine dedizierte Übertragungsstrecke ist, warum sollte man da
> UDP oder auch nur IP drüber fahren? Das bräuchte man doch nur, wenn man
> damit über vorhandene Technik rutschen wöllte.

Ich wuerde es so machen. Weil man sich dann keinen Kopf mehr ueber 
jeden Kleinscheiss machen muss. Weil man weiss, dass Billigequipment 
damit zurechtkommt. Weil man mit Wireshark reindebuggen kann. Weil kein 
Klugscheisser ankommt und meint, ja warum haste dich denn nicht an 
Standards gehalten...

Axel S. schrieb:
> Allein daß er das Signal auf der anderen
> Seite wieder DA-wandeln will, spricht doch Bände. Jede Wette, daß das
> komplett in sich zusammenfällt, wenn man mal reale Anforderungen an
> Auflösung und Bandbreite zugrunde legt.

Da bin ich mir auch ziemlich sicher. Ist mir aber auch egal ;-). Von mir 
aus auch gerne mit was groesserem als einem Zynq, vielleicht so ein 
Uldra-brontal-Scale-plusplusgeteiltdurchmalminus der dicksten Kajuete, 
wo ein Chip ein VorstandsBruttoMonatseinkommen kostet. Ich musses ja 
nicht zahlen.

Gruss
WK

von Andre (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Allein daß er das Signal auf der anderen Seite wieder DA-wandeln will,
> spricht doch Bände.

Mir gibt's eher Rätsel auf. Was passiert mit dem Signal?
Das wird doch in den seltensten Fällen noch in der Bandbreite analog 
weiter verarbeitet.
Wieso kann die Auswertung nicht auf der HV Seite passieren und man 
schickt nur das Ergebnis runter?
Wenn da genug Strom & Platz für irgendwelche Gigabit Ethernet 
Geschichten ist, sollte das doch machbar sein.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Andre schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Allein daß er das Signal auf der anderen Seite wieder DA-wandeln will,
>> spricht doch Bände.
>
> Mir gibt's eher Rätsel auf. Was passiert mit dem Signal?
> Das wird doch in den seltensten Fällen noch in der Bandbreite analog
> weiter verarbeitet.

Genau das meine ich doch. Was macht man anschließend mit einem analogen 
Signal, das 25MHz Bandbreite und 96dB S/N hat? Warum macht man eben das 
nicht gleich mit dem digitalen Signal, wenn man es doch sowieso schon 
hat? Das ergibt alles Null Sinn.


Dergute W. schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Wenn das eine dedizierte Übertragungsstrecke ist, warum sollte man da
>> UDP oder auch nur IP drüber fahren? Das bräuchte man doch nur, wenn man
>> damit über vorhandene Technik rutschen wöllte.
>
> Ich wuerde es so machen. Weil man sich dann keinen Kopf mehr ueber
> jeden Kleinscheiss machen muss. Weil man weiss, dass Billigequipment
> damit zurechtkommt. Weil man mit Wireshark reindebuggen kann. Weil kein
> Klugscheisser ankommt und meint, ja warum haste dich denn nicht an
> Standards gehalten...

Du meinst einfach einen PC oder ein sehr dickes SoC auf die HV-Seite, 
das mit dem ADC über eine noch zu diskutierende Schnittstelle spricht 
und die Daten dann auf einer GbE Schnittstelle rausspuckt? Damit in 
einen Medienconverter (oder Switch) und auf Glas umsetzen? Kann man 
machen. Ist aber langweilig. Und in etwa so fordernd wie Lego. Oder 
Malen nach Zahlen.

von U. B. (pasewalker)


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> Ich gedenke eine abgesetzte Spannungsmessung zu bauen, welche aus
> Teilen besteht. Einem Gerät mit dem AD und eins mit dem DA,
> dazwischen sollte eine FO (downlink only) verbindung sein.

> Bie tiefer performance ist die angelegenheit eigentlich relativ
> simpel: AVR mit uart über FO.

Wenig klar - leider habe ich nur ein Elektrotechnik-Studium.

Daraus folgt zwingend: "Wir" brauchen NOCH mehr neue 'Fachkräfte'!
(Musste sein.)

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Statt dem ganzen hin und her mit numerischer Übertragung - wie wäre es, 
einfach eine der Spannung proportionale Frequenz zu senden? VCOs mit 
weitem Bereich sind bereits erfunden und am Ende steht ein 
Frequenzzähler.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Axel S. schrieb:
> Du meinst einfach einen PC oder ein sehr dickes SoC auf die HV-Seite,
> das mit dem ADC über eine noch zu diskutierende Schnittstelle spricht
> und die Daten dann auf einer GbE Schnittstelle rausspuckt?

Ja, PC koennt' man natuerlich auch machen. Nee, eigentlich gehts mir 
eher darum, dass man - abgesehen davon, dass ich auch nicht glaube, dass 
da tatsaechlich ein Informationsgehalt von 800MBit/s rueberkommt - das 
eben auch unter Verwendung von standardisierten Protokollen mit einem 
kleinen FPGA und enstprechendem PHY hinkriegen kann. Und sich nicht 
irgendwelche wahnsinnigen Protokolle selber ausdenken muss, sondern 
waehrend der Entwicklung (und vielleicht spaeter auch noch) von 
Allerweltsequipment (SFP, Wireshark, ...) profitieren kann.

Gruss
WK

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Matthias S. schrieb:
> Statt dem ganzen hin und her mit numerischer Übertragung - wie wäre es,
> einfach eine der Spannung proportionale Frequenz zu senden? VCOs mit
> weitem Bereich sind bereits erfunden und am Ende steht ein
> Frequenzzähler.

Bei welcher Frequenz möchtest du den VCO denn betreiben, und mit welcher 
Referenzfrequenz soll der Frequenzzähler denn arbeiten, um am Ende 50 
Millionen Meßwerte pro Sekunde bei 16 Bit Auflösung auszuspucken?

Mal so zum Vergleich: ein Reziprokzähler mit 10MHz Referenzfrequenz 
liefert bei den angefragten 5 Dezimalstellen schon mal 100 Messungen pro 
Sekunde. Sofern das Meßsignal mindestens 100Hz hat. Betreibe ihn mit 
100MHz, dann bist du bei 1000 Messungen pro Sekunde. Dann bleibt "nur" 
noch ein Faktor von fünfzigtausend bis zum Wunsch. Wie weit glaubst du 
die Megaherzen hochskillen zu können?

von Georg (Gast)


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-gb- schrieb:
> Digitalisolatoren kann man in Serie schalten, dann wird die
> Isolationsspannung höher.

Das ist absurder und höchst gefährlicher Unsinn.

Georg

von Spannung (Gast)


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Axel S. schrieb:

> Bei welcher Frequenz möchtest du den VCO denn betreiben, und mit welcher
> Referenzfrequenz soll der Frequenzzähler denn arbeiten, um am Ende 50
> Millionen Meßwerte pro Sekunde bei 16 Bit Auflösung auszuspucken?

Ganz einfach, 3.2768 THz :-)

von (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Du meinst einfach einen PC oder ein sehr dickes SoC auf die HV-Seite,
> das mit dem ADC über eine noch zu diskutierende Schnittstelle spricht
> und die Daten dann auf einer GbE Schnittstelle rausspuckt? Damit in
> einen Medienconverter (oder Switch) und auf Glas umsetzen? Kann man
> machen. Ist aber langweilig. Und in etwa so fordernd wie Lego. Oder
> Malen nach Zahlen.

Oder überhaupt gleich auf WLAN. Braucht halt eine passende Antenne so 
dass das bei 50kV nicht zu viel "leuchtet".

von M.A. S. (mse2)


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rµ schrieb:
> Oder überhaupt gleich auf WLAN. Braucht halt eine passende Antenne so
> dass das bei 50kV nicht zu viel "leuchtet".

Das würde eng bei 50MSPS, wenn denn wirklich soviel gebraucht wird.

von Dieter (Gast)


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Der TO möchte anscheinend Transiente bis zu maximal 20...25MHz (Shannon 
Theorem) im hohen kV Bereich digital erfassen und auch wieder analog 
ausgeben.

Fertige Lösungen, Jein wäre die richtige Antwort. Die Module zum 
Zusammenstellen gibt es, aber das war es auch schon.

Du benötigst eine Steuerung für 8 bis 16 sample & hold Bausteine. Diese 
werden nacheinander (Ringoszillator) durchgeschaltet. (Diese gibt es bis 
in Bereiche von mehreren GSPS.). An jedem dieser Ausgänge hängt ein 
AD-Wandler. Die geforderte Geschwindigkeit beträgt dann 1/n (n: Anzahl 
s&h Bausteine) und n Übertragungsleitungen LWL. Umgekehrtes System ist 
dann wieder einfacher zu realisieren.

von Antoni Stolenkov (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Bei welcher Frequenz möchtest du den VCO denn betreiben, und mit welcher
> Referenzfrequenz soll der Frequenzzähler denn arbeiten, um am Ende 50
> Millionen Meßwerte pro Sekunde bei 16 Bit Auflösung auszuspucken?

800 MHz. Analog.

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