Ich fliege demnächst in die USA und habe ein Firmensmartphone und einen
Firmenlaptop dabei. Im Netz geistern viele Berichte herum, dass Leuten
bei der Einreise das Passwort für die Geräte abgefordert wurde und diese
durchsucht. Wie würdet ihr euch da verhalten? Bisher hat das noch nie
jemand gewollt bei mir, aber falls es doch Mal passiert, was mache ich
dann?
Gerne ich es nicht heraus, Laden sie mich nicht rein und danach nur noch
mit Visum. Gerne ich es heraus sehen sie unsere Daten und IT Struktur
und auch den privaten Teil der Geräte (wir dürfen die Dinger in geringem
Umfang auch privat nutzen). Nicht dass da irgendwas kritisches drauf
wäre, aber ich finde es irgendwie uncool meine Familienfotos und Emails
mit dem Grenzschutz zu teilen.
Joe schrieb:> Nicht dass da irgendwas kritisches drauf> wäre, aber ich finde es irgendwie uncool meine Familienfotos und Emails> mit dem Grenzschutz zu teilen.
Die haben auf dem dienstsmartphone und dem Dienstlabtop auch nix zu
suchen.
Was das Dienstliche angeht: Nimm halt keine für die Firma
problematischen Daten mit. Deine Firma sollte wissen, dass das bei
Reisen in die USA ein Problem ist, und sich Alternativen ausdenken.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Joe schrieb:> Nicht dass da irgendwas kritisches drauf wäre, aber ich finde es> irgendwie uncool meine Familienfotos und Emails mit dem Grenzschutz zu> teilen.
Einfach vorher alles Private auf dem Gerät löschen und ein neues
Dummy-Passwort vergeben, dieses bei Verlangen herausgeben. Nach der
Reise wieder ein richtiges Passwort vergeben.
Joe schrieb:> Gerne ich es nicht heraus, Laden sie mich nicht rein und danach nur noch> mit Visum.
Du wolltest bestimmt schreiben, dass du das Passwort nicht gerne heraus
geben willst. Einfach mal Korrektur lesen vorm absenden. Na egal.
Auf jeden Fall ist es eine ganz dumme Idee, bei Trumps Türstehern auch
nur den Ansatz von Widerstand zu leisten. Wenn du das Passwort nicht
rausrückst, hast du was zu verbergen und darfst, wenn du Glück hast, den
nächsten Flieger nach Hause nehmen. Vielleicht darfst du auch ein paar
Tage bei freier Kost und Logis bleiben, wegen Terrorverdacht und so...
Tipp: Wenn nix schlimmes drauf ist, einfach das Passwort geben und
Beamten deine Familienfotos zeigen. Alternativ das Laptop so einrichten,
dass es nach normaler Nutzung aussieht und die brisanten Sachen
verschlüsselt in der Cloud speichern. Ein jungfräulicher Laptop ist auch
doof, sieht aus als hättest du was zu verbergen -> Terrorist.
Die kopieren auch mal die Festplatte, Windows-Passwort herausgeben,
Fotos von Frau und Kinder haben viele auf dem Rechner, interessiert den
Heimatschutz kaum, den Rest in die Cloud, das Zugang und Passwort dazu
nicht auf dem Rechner abspeichern.
Die einzige formal richtige Vorgehensweise ist mit einem leeren Laptop
anzureisen und die Daten über das Netz nach der Einreise zu laden und
vor der Ausreise wieder zu löschen.
Du verstößt gegen jegliche Geheimhaltungsvereinbarung mit deinem
Arbeitgeber und dessen Kunden.
Man könnte Speicher einbauen mit einem Live- oder Dummy-System von dem
dann ganz ohne Passwort gebootet wird.
Oder eine "Zwei-Faktor-Einreise": Das Gerät separat vorschicken wenn es
angekommen ist ohne Gerät einreisen.
Irgendwie wundere ich mich warum da ständig über China hergezogen wird,
was Privatsphäre betrifft. Die Amis sind da weitaus schlimmer.
In China wurde ich noch nie nach einem PW gefragt. Auch das Laptop oder
Smartphone war nie im Fokus.
In die USA nimmst am besten nur Geräte mit die frisch installiert
wurden.
Ggf Wartungssoftware die du da brauchst. Falls du per VPN in die Firma
zugreifen können musst, lass dir von der IT ein Dummyzugang geben, bei
dem ein paar TXT-Files drauf sind mit Readme und Lob für den
Präsidenten, falls die Zöllner auch dieses Passwort haben möchten und
sich dort einloggen wollen.
Bist du dann im Land bei dert Firma, zuhause anrufen und den anderen
Zugang freischalten lassen. Passendes Passwort hast dir entweder
gesichert notiert oder im Kopf. Passwörter am Telefon austauschen ist in
USA ganz blöde idee.
Zusätzlich kannst du aber ein Honeypot einrichten lassen und von diesem
dir das Passwort übers Telefon geben lassen. Dann könnt ihr zuschauen
wie sich jemand einloggt (falls du überwacht werden solltest).
In China kommen die in dein Hotelzimmer und installieren passende
Software, die du dann auch mit heim nehmen darfst.
Pong schrieb:> In China kommen die in dein Hotelzimmer und installieren passende> Software, die du dann auch mit heim nehmen darfst.
Und die SW liest dann auf geheimnisvolle Weise dein Smartphone aus oder
wie oder was?
Bernd W. schrieb:> Die haben auf dem dienstsmartphone und dem Dienstlabtop auch nix zu> suchen.
Dienst- und Privatbereich kann man bei Handys mit einer entsprechenden
Geräteeinrichtung strikt trennen.
bingo schrieb:> Schon mal was von einem Trojaner gehört?
Und wo wird der installiert? Auf dem Sofa im Hotelzimmer?
Mein Laptop und Smartphone habe ich i.A. dabei, sonst bräuchte ich nicht
nach China. Gleiches für US.
Für Vergnügungsreisen fallen mir bessere Länder ein.
Joe schrieb:> Ich fliege demnächst in die USA und habe ein Firmensmartphone und einen> Firmenlaptop dabei.
Mach dir keinen Kopf. So einen Quatsch machen die wahrscheinlich beim
konkreten Verdacht/Hinweisen. Bin selbst mehrmals mit einem Notebook,
Tablet, Smartphone nach USA gereist. Bei meinen Kollegen un dmir wurde
nie was kontrolliert außer Wischtest auf Sprengstoff (auch eher selten).
Slebst kurz nach 9/11 wo die Kontroller sehr streng waren hat keiner auf
die digitale Inhalte geschaut/kopiert etc.
Andreas B. schrieb:> In China wurde ich noch nie nach einem PW gefragt. Auch das Laptop oder> Smartphone war nie im Fokus.
In China dagegen wurden auf Werken bzw. in Firmen die Notebooks "zum
Versiegeln von USB Eingängen" abgenommen und verschwanden teilweise bis
40 Min. aus den Augen. Deshalb haben wir auf Arbeiter Floater-Notebooks,
die nur das nötigste für die Dienstreise drauf haben.
Andreas B. schrieb:> Und wo wird der installiert? Auf dem Sofa im Hotelzimmer?
Ich wäre nicht wirklich erstaunt, wenn so etwas per SMS oder besonders
MMS möglich ist. Mal vorausgesetzt, sie haben einen guten Draht zum
Hersteller des Gerätes, oder kennen einen passenden nichtöffentlichen
Bug.
Erst mit Android 10 wurden die Codes des von einem Bug zum nächsten
stolpernden Multimedia-Frameworks in eine Sandbox eingesperrt.
Andreas B. schrieb:> Irgendwie wundere ich mich warum da ständig über China hergezogen wird,> was Privatsphäre betrifft. Die Amis sind da weitaus schlimmer.
Ach !
Die Chinesen haben ein weltweit einzigartige Punktesystem installiert,
womit sie ihre Bürger in gute und schlechte Menschen einteilen. Wie wohl
die Punkte generiert werden? Davon sind die Amis meilenweit entfernt.
Nebenbei: Die Amis haben seit 9/11 eine neue Zeitrechnung.
Das haben seltsamerweise noch nicht alle bemerkt.
A. K. schrieb:> Ich wäre nicht wirklich erstaunt, wenn so etwas per SMS oder besonders> MMS möglich ist. Mal vorausgesetzt, die zuständigen Schlapphüte haben> einen guten Draht zum Hersteller
Dazu braucht man aber nicht in China zu sein. Die Bösewichte sitzen
überall. ;-) Google hats da einfacher, die brauchen nur auf ihre Server
zu schauen. Wo sitzt Google nochmal. Ah ja: US
MeierMüllerSchulz schrieb:> Die Chinesen haben ein weltweit einzigartige Punktesystem installiert,> womit sie ihre Bürger in gute und schlechte Menschen einteilen. Wie wohl> die Punkte generiert werden?
Wenn Du wüßtest wie freiwillig die Chinesen selbst ihre Daten hergeben.
Das meistgenutzte PW in China ist übrigens 8888
Andreas B. schrieb:> Google hats da einfacher, die brauchen nur auf ihre Server> zu schauen. Wo sitzt Google nochmal. Ah ja: US
Wenn man Apple und Google glaubt ;-) kommen die keineswegs an alle
Inhalte ran, die man auf ihre Server legt.
bingo schrieb:> Schon mal was von einem Trojaner gehört?
Der braucht auch ein Visum oder die Green Card? ;)
Geschäftlich ist das natürlich was anderes.
Wenn die Amis Sperenzien machen, sollen die das mal
dem Kunden erklären, der schon Sehnsüchtig auf den
Kundendienstler wartet. ;)
Bestimmte Chemikalien für ihre Todesspritzen bekommen
die aus D ja auch nicht mehr.
Wenn dann Anlagen des Kunden nicht mehr laufen,
möchte ich Donald mal erleben.
Da kommt der aus dem Schimpfen nicht mehr raus. ;)
Joe schrieb:> Ich fliege demnächst in die USA und habe ein Firmensmartphone und> einen> Firmenlaptop dabei. Im Netz geistern viele Berichte herum, dass Leuten> bei der Einreise das Passwort für die Geräte abgefordert wurde und diese> durchsucht. Wie würdet ihr euch da verhalten? Bisher hat das noch nie> jemand gewollt bei mir, aber falls es doch Mal passiert, was mache ich> dann?
Lösche vor der Reise deine privaten Daten vom Gerät und frage deinen AG,
wie du dich bezüglich der dienstlichen Daten verhalten sollst. Uns wird
beispielsweise angeboten, ein Floater-Laptop mitzunehmen und
erforderliche Daten ggf. per VPN nachzuladen.
Andreas B. schrieb:> Irgendwie wundere ich mich warum da ständig über China hergezogen> wird,> was Privatsphäre betrifft. Die Amis sind da weitaus schlimmer.> In China wurde ich noch nie nach einem PW gefragt. Auch das Laptop oder> Smartphone war nie im Fokus.
Nur mal zur Einordnung: In den USA wurde ich auch noch nie nach einem PW
gefragt.
MfG, Arno
Mit dem Login wird überprüft ob der Laptop keine Attrappe und vielleicht
eine Bombe ist.
Ich musste bei einer Dienstreise schon ins Sprengstofflabor, da de
Schlepptop keinen Batteriebetrieb hatte und es der Security eigenartig
vorkam, dsss dieser nicht in Betrieb genommen werden konnte.
A. K. schrieb:> Ich tu einfach so, als wären nicht alle hinter mir her. ;-)
Ich bin da auch nicht paranoid, aber glauben daß es bei uns viel anders
wäre als in China ist schon reichlich naiv.
Arno schrieb:> Nur mal zur Einordnung: In den USA wurde ich auch noch nie nach einem PW> gefragt.
Dank Google & Co. auch gar nicht notwendig.
A. K. schrieb:> Das glaubt dir bloss niemand.
Doch. Ich bin regelmäßig in den USA, sowohl privat als auch
geschäftlich.
Vorneweg, ich habe bei der Einreise noch nie gesehen, daß von irgendwem
irgendein Gerät verlangt wurde. Wichtig: Einreise, nicht TSA =
Sicherheitskontrolle am Flughafen. Letztere gucken sich die Laptops im
X-Ray an, was den Daten herzlich egal ist. Denen geht es aber auch nicht
um explosive Daten sondern explosive Geräte.
Da ich grundsätzlich mein privates Netbook dabei habe (private Daten auf
dem Firmenlaptop kämen für mich nicht in Frage, da ich unserer IT
weniger traue als den US-Grenzern, "den Chinesen", Google, Facebook und
Microsoft zusammen), habe ich bei Geschäftsreisen keinen Bock auch noch
den (recht großen und schweren) Firmenlaptop mitzuschleifen. Der würde
nicht in meinen Handgepäckrucksack passen, und auf zwei Taschen habe ich
einfach keinen Bock.
Da ich das Gerät vor Ort nicht brauche (Geschäftsreisen gehen in unsere
Firmenzentrale, wo es genug IT-Equipment gibt), nehme ich die Daten, die
ich brauche, auf einem USB-Stick mit, den Rest gibt's im Firmennetz.
Genau einmal hat ein Grenzer gefragt, wieso ich auf "Business" einreisen
möchte, aber keinen Laptop dabei habe (Netbook steckt im Rucksack, sieht
man von außen nicht). Als ich ihm sagte, daß ich in unsere
Firmenzentrale fahre, wo genug Computer stehen, und Daten ja ohnehin per
Netzwerk verfügbar sind, kam nur ein "fair enough" und ich hatte den
Stempel im Reisepass. Den USB-Stick und das Netbook habe ich nicht
erwähnt, aber danach wurde ich ja auch nicht gefragt. ;-)
Bei privaten Einreisen kam ohnehin nie irgendeine Frage nach
mitgeführten Geräten, zumal ich mein Handy meistens in der Brusttasche
des Hemds gut sichtbar bei mir trage.
Dr.Who schrieb:> Wenn die Amis Sperenzien machen, sollen die das mal> dem Kunden erklären, der schon Sehnsüchtig auf den> Kundendienstler wartet. ;)
Weißt du was das einen Immigration Officer an der Grenze juckt? Wer da
nicht tadellos kooperiert bekommt nen roten Stempel und fliegt zurück.
Das ist kein µC Forum wo man ohne Konsequenzen ne dicke Lippe riskieren
kann.
Und wer ohne Smartphone oder mit leerem Notebook einreist macht sich
schon mal extra verdächtig. Und VPN Zugang zu ein paar TXT Dateien? DAS
ist der sichere Weg in die Abschiebehaft inklusive sehr genauer
Körperhöhlendurchsuchung. Leute leute eure Ideen sind Klasse.
Und natürlich passiert das nicht jedem dass er Passwörter rausrücken
muss. Aber es KANN jedem passieren. Das ist der Punkt.
A. K. schrieb:> Tss tss. Was hast du gegen meinen Berufsstand? ;-)
Gegen "Euren Berufsstand" habe ich nichts. Habe selbst lange genug in
der Branche gearbeitet.
Aber den Figuren, die den Job bei uns im Unternehmen machen,
insbesondere dem Chef der Truppe, traue ich nicht über den Weg. Nicht
umsonst heißt die Abteilung bei uns hausintern "stasIT". Also sofern Du
das nicht bist (und das bist Du nicht, denn ein ';-)' zu benutzen würde
ihn sofort in Flammen aufgehen lassen), fühl Dich bitte nicht auf den
Schlips getreten. ;-)
Cyblord -. schrieb:> Und VPN Zugang zu ein paar TXT Dateien? DAS> ist der sichere Weg in die Abschiebehaft inklusive sehr genauer> Körperhöhlendurchsuchung. Leute leute eure Ideen sind Klasse.
Ernsthaft? Das bloße benutzen eines VPN führt in der USA zur sofortigen
Ausweisung? Das glaubst du doch selber nicht!
Maxe schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Und VPN Zugang zu ein paar TXT Dateien? DAS>> ist der sichere Weg in die Abschiebehaft inklusive sehr genauer>> Körperhöhlendurchsuchung. Leute leute eure Ideen sind Klasse.> Ernsthaft? Das bloße benutzen eines VPN führt in der USA zur sofortigen> Ausweisung? Das glaubst du doch selber nicht!
Unsinn. Es geht darum einen Fake-VPN einzurichten um das echte VPN
Passwort nicht rausrücken zu müssen.
Das einzig sinnvolle, was Du machen kannst ist:
1. Löschen, was keiner sehen soll.
Ist nebenbei auch ein guter Grund mal über ein Backup nachzudenken.
Sollte man eigentlich immer machen. Egal auf welchem Weg der
reinkommt.
2. Alle Passworte auf 08/15 zurücksetzen oder sogar löschen.
Du kannst nämlich fast sicher sein, dass Dein Passwort in dem, von
offiziellen Stellen unterhaltenen, Pool landet.
Man weiß ja nie, oft kann der vor Ort auch nichts mit Deinen Daten
(Wissen, Sprache) anfangen. Andere aber schon.
Jonas schrieb:> Ich war letztens geschäftlich in den USA und da hat sich niemand Handy> oder Laptop genauer angeschaut. Von daher erstmal abwarten.
Abwarten? Wenn man rausgewunken wird ist halt zu spät irgendwas zu tun.
Ich war 2018 im Oman und da musste ich an der Einreise meinen Laptop
einschalten und das Passwort angeben. Danach öffnete sich mein
XFCE-Linux-Desktop. Grosse Aufregung, was ist denn das, kein Windows,
kein Apple, gar ein Spion? Ein EDV-Experte musste geholt werden, der
dann genauer nachsah und die Freigabe erteilte. Hat mich mehr als 4
Stunden gekostet, mein Mietwagen war dann weg, weil ich auch nicht
telefonieren durfte.
> Wie würdet ihr euch da verhalten? Bisher hat das noch nie
jemand gewollt bei mir, aber falls es doch Mal passiert, was mache ich
dann?
Gab es bei euch keine Anweisung von der Geschäftsleitung dafür?
In vielen Firmen wird ganz klar kommunziert, dass die Paswörter
herausgegeben werden müssen da ansonsten die Einreise gefährdet wäre.
> Autor: Andreas B. (bitverdreher)> Datum: 16.10.2019 14:09> Ich bin da auch nicht paranoid, aber glauben daß es bei uns viel anders> wäre als in China ist schon reichlich naiv.
Sehe ich auch so.
Die sind ja so doof das sie noch alle Daten freiwillig ins Netz stellen.
> Re: Dienstreise in die USA: Firmengeräte entschlüsseln?
Selten mal wieder so einen Quatsch gelesen.
Grundsätzlich traue ich den US-Amerikanern allen Blödsinn zu, aber mir
ist kein Fall bekannt wo ohne ersichtlichen Grund ein Handy durchsucht
wurde.
Genau so ein Quatsch ist das die Einreise verweigert werden soll wenn
jemand kein Handy hat.
Ich habe zwar eins, ein C25 von Siemens, das ich bei meiner USA Reise
wohl
aus Mangel an Kompatiplitätsproblemen nicht mitnehmen wurde.
Hier ist mal wieder zu viel Gedankengut von der Bildzeitung mit
eingeflossen.
Zocker_55 schrieb:> allen Blödsinn zu, aber mir ist kein Fall bekannt> wo ohne ersichtlichen Grund ein Handy durchsucht wurde.
Der Akkuverbrauch kann an bestimmten Tagen etwas mehr sein. Es wundert
mich wenig, wenn Handys mit herausnehmbaren Akku kaum noch im Handel
sind.
Ich habe vor zwei Jahren drei Wochen Urlaub in den USA gemacht und hatte
mir vorher auch die Horrorgeschichten im Internet durchgelesen.
Ich war dann aber sehr positiv überrascht. Die Einreise war sehr
entspannt und locker. Ich wurde nur gefragt warum ich in die USA reise
und ob ich da arbeiten will. Hab dann auch gesehen, dass sie für eine
Frau mit Kopftuch, die kein Englisch konnte, extra eine Einreisebeamtin
zum Übersetzen geholt haben, die ihr beim Ausfüllen der Formulare
geholfen hat. Also von Schikanen gegenüber Moslems auch keine Spur.
Wir sind dann in den USA mit dem Auto die Westküste entlang gereist und
alle Amerikaner, die wir getroffen haben, waren sehr freundlich, sehr
hilfsbereit und sympathisch. Ein Afroamerikaner, dessen Tochter in Bonn
Basketball spielt, hatte uns in einem Subway angesprochen und mit uns
gequatscht als er gehört hat, dass wir aus Deutschland sind. Andere
haben uns z.B. von sich aus ihr Fernglas angeboten, um Elche zu
beobachten.
Die Parkranger in den National und State Parks waren auch sehr
hilfsbereit und freundlich.
Ich kann da echt nix negatives über die USA sagen. War ein sehr schöner
Urlaub für mich.
Renate schrieb:> Das passiert Dir in so einem Fall bei der US immigration sicher nicht.
Stimmt. Bei meiner vorletzten Einreise war das "Welcome back sir", daß
mir der Grenzer beim Blick auf die vielen US-Stempel in meinem Reisepass
entgegen schmetterte, auch total unfreundlich. **augen roll** Um mich zu
schikanieren (zweite Einreise innerhalb von recht kurzer Zeit) durfte
ich nicht mal Fingerabdrücke abgeben und mich fotografieren lassen!
Unfsassbar!!!!111elf
Selbst der deutsche Touritrottel, der vor mir in der Schlange der
Grenzer meinte, mit seinem Handy fotografieren zu müssen, hat zwar vor
versammeltem Publikum nen amtlichen Einlauf bekommen, durfte aber
letztlich trotzdem einreisen.
Ich kann die Aussage von "..." nur unterstützen, die
Unfreundlichkeitsquote dort ist wesentlich geringer als hier. Eine
Frage, die mir mal gestellt wurde, war, wie viel Bargeld ich mitführe.
Als ich "ein paar Euro und ein paar Dollar" sagte, kam die Frage, wie
ich denn zwei Wochen meinen Unterhalt in den USA bezahlen wollte. Meine
Erklärung, daß vieles (Hotel, Mietwagen, ...) bereits durch den
Arbeitgeber bezahlt sind, und sich zu dem wenigen Bargeld vier
Kreditkarten gesellen, und ich auch durchaus weiß, was ein ATM ist (was
die billigere Alternative ist, um Dollars zu bekommen, gegenüber dem
Versuch, sie in Deutschland zu wechseln), ließ den Grenzer dann doch
schmunzeln.
Mein grauenhaftestes Erlebnis bei der Einreise war rein
organisatorischer Art - direkt vor unserem Flug waren zwei Jumbos aus
Japan rein gekommen, und es gab anscheinend nur einen Übersetzer für
Japanisch. Statt einfach 2-3 Schalter für die zu reservieren, die den
Übersetzer brauchen, und den Rest für Leute, die Englsich können, zu
verwenden, sprang der Übersetzer von Schalter zu Schalter, was für uns
zu einer extremen Wartezeit führte. Wir haben unseren Anschlußflug trotz
4 Stunden Puffer nur gerade so bekommen. Wir selbst wurden übrigens, als
wir endlich an der Reihe waren, ganz schnell an der Grenze abgefertigt,
ohne jedes Problem.
Irgendwie habe ich das Gefühl, die ganzen Schwarzmaler hier kennen die
USA nur aus den Berichten in der Bildzeitung, wenn mal wieder einer von
Millionen Touristen oder Geschäftsreisenden an der Grenze abgewiesen
wird. Daß der aber dem Grenzer nen blöden Spruch gedrückt hat, daß er in
die USA einreisen möchte, um den Präsidenten zu ermorden, und die
Abweisung somit vollkommen nachvollziehbar war, wird in der Bildzeitung
natürlich verschwiegen.
Jonas schrieb:> Ich war letztens geschäftlich in den USA und da hat sich niemand Handy> oder Laptop genauer angeschaut. Von daher erstmal abwarten.
Wie dumm ist das denn?
Wenn du da an Immigration stehst, und sie das Passwort zum Firmenlaptop
haben wollen, darfst du nichtmal dein Handy einschalten um bei deiner
Firma anzurufen.
Du hast dann nur die Wahl das Passwort rauszurücken, oder sitzt ein paar
Stunden später im Flugzeug nach Hause.
Wer dann den Flug zahlt, und Forderungen wegen Nichterfüllung an deine
Firma, weil du nicht erschienen bist, darfst du dann hinterher mit
deiner Firma ausdiskutieren.
Karl K. schrieb:> Du hast dann nur die Wahl das Passwort rauszurücken, oder sitzt ein paar> Stunden später im Flugzeug nach Hause.
Genau so ist es. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit klein, aber
unmöglich ist das nicht. Hinterher Pippi in die Augen haben ist
unangebracht.
Da es eine Dienstreise ist, muss der Arbeitgeber entsprechende
Vorschriften machen.
Lass das mit der privaten Nutzung. Das gibt nur Risiken und
Haftungsunklarheiten.
Den Rest entscheidet dein Arbeitgeber der dich da hingeschickt hat. Wenn
du nicht reingelassen wirst, dann bezahlt dein AG die unmitelbare
Heimreise.
Dienstrisiken sind Dienstrisiken.
Klar hat privates nix aufm Lap. zu suchen. Ob das so is hat ja aber mit
der Herausgabe des PW nix zu tun.
Die paar Male als ich für meinen AG an Grenzen stand gabs keine
Probleme. Maßnahmen zum Schutz sind ja mehr oder weniger schon genannt
worden.
Gibts den hier jemanden der von seinem AG zu dem Thema schon eine klare
Richtline/Vorgehensweise bekommen hat?
z.B. Password immer rausgeben, bei Reisen vorher Laptop plattmachen und
Daten anderweitig zuführen?
Hallo A. K. und Sebastian.
A. K. schrieb:> Bernd W. schrieb:>> Die haben auf dem dienstsmartphone und dem Dienstlabtop auch nix zu>> suchen.>> Dienst- und Privatbereich kann man bei Handys mit einer entsprechenden> Geräteeinrichtung strikt trennen.Sebastian L. schrieb:> Lass das mit der privaten Nutzung. Das gibt nur Risiken und> Haftungsunklarheiten.
So sehe ich das grundsätzlich auch.
> Den Rest entscheidet dein Arbeitgeber der dich da hingeschickt hat. Wenn> du nicht reingelassen wirst, dann bezahlt dein AG die unmitelbare> Heimreise.> Dienstrisiken sind Dienstrisiken.
Richtig.
Und wenn er verursacht hat, das problematische Daten in die falschen
Hände gelangt sind, ist das auch in erster Linie dann sein Problem.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Kann ich nur bestätigen. Ich hatte nie Probleme bei der Einreise und
mein Laptop wurde nie kontrolliert oder eingeschaltet. Nur ein Mal hatte
ich eine Sonderbehandlung in Frankfurt, weil per Zufall ich eine SSS auf
dem Ticket bekam.
Die TSA Mitarbeiter sind aber schon manchmal schlecht gelaunt.
Danilo H. schrieb:> Die TSA Mitarbeiter sind aber schon manchmal schlecht gelaunt.
Ich glaube das ist gespielt. Die sollen unfreundlich rüberkommen. Das
ist Teil der Masche. Nicht nur in USA. Habe das bei der Einreise nach
Kanada erlebt. Eigentlich sind da alle super freundlich, nur der
Immigration Typ staucht einen ohne Grund schon von Anfang an zusammen.
Das ist Absicht.
"The TSA isn't a happy place to work, either. A 2016 survey found the
agency ranked 303rd out of 305 federal agencies, a 5.2% drop from the
previous year. Only the Office of Intelligence and Analysis and the U.S.
Secret Service scored lower."
Andreas B. schrieb:> Irgendwie wundere ich mich warum da ständig über China hergezogen wird,> was Privatsphäre betrifft. Die Amis sind da weitaus schlimmer.> In China wurde ich noch nie nach einem PW gefragt.
Die fragen auch nicht, die machen das einfach so.
Karl schrieb:> Da es eine Dienstreise ist, muss der Arbeitgeber entsprechende> Vorschriften machen.
Richtig!
Ich kenne das nur aus 2. Informationsquelle.
Großer Konzern, Mitarbeiter international unterwegs, auch USA, auch
China.
Es wurde angeraten nichts auf dem Rechner an sensiblen Daten zu haben,
da auch in den USA schon mal die Festplatten kopiert werden.
Wenn wichtige Daten irgendwo online liegen, kein Problem.
Als deutscher Mitarbeiter eines Konzerns, der in die USA einreist, um
Kunden zu besuchen, hat man eben ein Laptop dabei.
Die Menge der Daten ist eine Sache, die Relevanz eine andere.
PDF Dokumente über den C64 können viel Speicherplatz einnehmen, relevant
sind die aber nicht.
Das stellt aber kaum ein Homeland Security Officer bei der Einreise so
schnell fest.
Wichtige Unterlagen liegen dann in der Cloud.
Die USA haben halt einen Knall was Security angeht.
China hat wohl mehr Potential, interessante Daten zu verwerten.
In beiden Ländern würde ich nur mit unsensiblen Firmeninfos lesbar auf
dem Laptop einreisen.
Oder einfach - Gib dem Affen Zucker - reichlich!
Papa behält aber die Bonbons!
Bei mir ganz einfach bei nahezu allen Auslandsreisen und je nach
Veranstaltung auch im inland.
- reiselaptop von der Firma.
- frisch installiert, nicht ins firmennetzwerk integriert.
- nur die notwendigen Daten drauf
- verschlüsselt.
Was muss das für eine Klitsche sein, die noch nicht mal in der Lage ist,
ihrem Mitarbeiter vor Ort mit einem Laptop zu versorgen. Aber das will
der Mitarbeiter vielleicht gar nicht, weil dann ist er unterwegs im
Flieger ja unwichtig, weil in's Händie blöken geht auf vielen Flügen
nicht so gut.
Gähn. schrieb:> Aber das will> der Mitarbeiter vielleicht gar nicht, weil dann ist er unterwegs im> Flieger ja unwichtig, weil in's Händie blöken geht auf vielen Flügen> nicht so gut.
Bei unseren recht großformatigen Laptops könnte man das im Flieger
(zumindest in der Economy, Business dürfen wir ja nicht fliegen) eh
vergessen. Da braucht man den Sitz vom Nachbarn gleich mit.
Außerdem, bevor ich etwas dafür mache, mich wichtig zu fühlen, lehne ich
mich lieber zurück, lasse mich vom Unterhaltungsprogramm berieseln, und
freue mich, dafür bezahlt zu werden. :o)
Nicht ins Handy blöken können ist ein Segen im Flieger. Ich wünschte,
die DB würde das in ihren Zügen auch mal einführen.
Nachdenklicher schrieb:> Nicht ins Handy blöken können ist ein Segen im Flieger. Ich wünschte,> die DB würde das in ihren Zügen auch mal einführen.
Prima Idee. Um die Telefonierer von der umweltfreundlichen Bahn in die
Luft zu verscheuchen, weil dort die Sperrfrist kürzer ist? ;-)
Quatschen tun nicht übrigens nicht nur Telefonierer, sondern auch andere
Insassen. Nicht jeder fährt so einsam durch die Welt wie du.
A. K. schrieb:> Quatschen tun nicht übrigens nicht nur Telefonierer, sondern auch andere> Insassen. Nicht jeder fährt so einsam durch die Welt wie du.
Erinnert mich an den Typ im schniecken Anzug, der mich angerauzt hat
weil ich im Zug was vorgelesen habe, das würde ihn stören. Um dann
lautstark auf seiner Tastatur weiterzuklappern.
A. K. schrieb:> Prima Idee. Um die Telefonierer von der umweltfreundlichen Bahn in die> Luft zu verscheuchen, weil dort die Sperrfrist kürzer ist? ;-)
So lange manche Leute zeigen wollen, wie unglaublich wichtig sie sind,
werden sie wohl die von Dir aufgezeigte "Alternative" wählen.
Vielleichtg sollten manche Egomanen (Die, die es betrifft, nicht Du,
sofern Du nicht zu denen gehörst) einfach mal etwas runter kommen. Aber
manch einer rafft halt nicht, daß er nicht der Mittelpunkt der Welt ist.
> Quatschen tun nicht übrigens nicht nur Telefonierer, sondern auch andere> Insassen. Nicht jeder fährt so einsam durch die Welt wie du.
Ja. Aber es ist ein Unterschied, ob man sich im Abteil in mäßiger
Lautstärke unterhält, oder ob man wie ein Gestörter in sein Handy
plärrt, weil der Empfang schlecht ist, und die selben
Businesskaspersprüche immer und immer wieder abdrückt. Man könnte z.B.
auch das Abteil verlassen, wenn man telefoniert. Und ja, es gibt in
Deutschland noch Züge mit Abteil. Die komplette ICE-Flotte z.B. oder die
1. Klasse vieler IC, die sogar ausschließlich aus Abteilen besteht.