Forum: Haus & Smart Home Störung Rauchwarnmelder Hekatron


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von Thomas W. (goaty)


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Hallo,

Ich hab hier einen Hekatron H-G von 02/13,
hing an der Decke, der alle paar Sekunden blinkt und einmal pro Minute 
piepst.
Laut Handbuch Störung oder Batterie schwach.
Melder ist bereits ersetzt, aber was mich wundert ist:
- Erst 6 Jahre und schon Batterie leer / Störung ?

Da er entsorgt wird hab ich ihn mal zerlegt und verwundert festgestellt 
daß
- Die Batterie volle 3,6V hat
- nur eine Batterie verbaut ist, obwohl zwei Plätze für Batterien 
vorhanden sind und im Handbuch steht 2x2.2Ah

Batterie ausgebaut und wieder eingesetzt, scheint erstmal wieder völlig 
Normal zu funktionieren.

Was könnte das Problem des Melders sein ?
Ist es Störung wegen Verschmutzung durch Partikel/Staub ?

Vielleicht gibt es Experten die sich da auskennen.
(Ist reine Neugier)

Thomas

von Klaus R. (klaus2)


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Eine Li Batterie hat selbst wenn sie schwach ist Nennspg...belaste sie 
mal mit 20mA ;)

Klaus.

von Heimwerker (Gast)


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> Laut Handbuch Störung oder Batterie schwach.
> Melder ist bereits ersetzt, aber was mich wundert ist:
> - Erst 6 Jahre und schon Batterie leer / Störung ?

Hier im Mehrfamilienhaus liess der Eigentümer vor etwa 5 Jahren GIRA-
Rauchmelder installieren. Ein übler Billigscheissdreck, bei dem die 
Batterie nicht fest verbaut war (Lebensdauer meist 10 Jahre), sondern 
herausnehmbar.

Laut Bedienungsanleitung des Herstellers beträgt die Batterielebensdauer
"mindestens 1 Jahr".  Nach gut 2 Jahren war dann fertig. :-(

von Andre (Gast)


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@Heimerker
Eine einfach wechselbare Batterie die das doppelte der versprochenen 
Laufleistung erreicht empfinde ich jetzt eigentlich als sehr positiv?

von Mani W. (e-doc)


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Thomas W. schrieb:
> Erst 6 Jahre und schon Batterie leer / Störung ?

Brauchst Dich nicht wundern, wahrscheinlich lag das Gerät vorher
schon Jahre im Lager, bevor es benutzt (und die Batterie eingesetzt
wurde...

Möglicherweise waren auch die Kontakte nicht mehr ganz astrein, und
durch Aus- und Wiedereinbau vielleicht jetzt wieder besser,
verlassen brauchst Du Dich aber nicht darauf!

Ist normal...

von Wollvieh W. (wollvieh)


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> Laut Handbuch Störung oder Batterie schwach.

Erinnert an Boeing, wo ein bestimmtes Warnhorn entweder bedeutet 
"Klappen/Bremsen für den Start ungünstig eingestellt" oder "ihr werdet 
in 30 Sekunden erstickt sein". Die Piloten sind gewöhnt, daß die Tröte 
nur am Boden ertönt und ignorieren sie in der Luft, das Ergebnis ist 
Helios 522.  BMW hat auch so einen Schnitzer in seinen Autos, der Gong 
für "es ist 3 Grad warm, was kein Schwein wissen will" und "der Motor 
geht in 10 Sekunden irreparabel kaputt, weil kein Öldruck" ist derselbe.

Ein Rauchmelder mit schwacher Batterie funktioniert noch einige Wochen, 
ein Rauchmelder mit Störung funktioniert gar nicht und in derselben 
Nacht können deshalb alle Hausbewohner sterben. Von Hekatron würde ich 
mit diesem grundlegend falschen Verständnis ihres Fachgebiets nichtmal 
eine Hackfleischbulette kaufen.

Ich hätte die Batterie ja im Gerät gemessen. Weil man nur so weiß, 
welche Spannung die Schaltung sieht.

Bei manchen Meldern mit "Dauerbatterie" (=Gerät Schrott, wenn Batterie 
leer) gibts einen mechanischen Schalter für die Batterie, wenn man ihn 
aus der Halterung rausdreht. Womit die Messung dann erschwert ist.

Hekatron hat Melder mit und ohne Funkmodulvorbereitung. Bei mit Funk ist 
dann eine zweite Batterie mit drin, ohne Funk bleibt ein Fach leer, weil 
sie nur eine Gehäusevariante bauen.

Was die Fehlermeldungen im Detail bedeuten und vor allem wodurch sie 
ausgelöst werden, wird streng gehütetes Firmengeheimnis sein. Ich kenne 
die ganzen Bauvarianten nicht, aber bei den Genius gibt es welche, die 
per "Modem-Pfeifen" Diagnoseinformationen liefern. Natürlich nur mit 
einem $xxxx-Auslesegerät für den autorisierten Hekatron-Melderanfasser. 
An einem kalten Winterabend hänge ich mal ein Mikrofon ans Oszi und 
schaue mir an, was da rauskommt. (Hilft bei der inhaltlichen 
Entschlüsselung natürlich auch nichts, wenn man die tollsten Bits und 
Bytes sieht.)

Wenn ich Manager von so einer Firma wäre, würde ich ja je nach 
gewünschtem Umsatz jedem zweiten Melder eine Selbstzerstörung 
spendieren, die nach einiger Zeit die Batterie leersaugt. Funkmelder 
sprechen sich ab, damit sie zu unterschiedlichen Zeiten ausfallen und es 
nicht so auffällig wird.

Hier lagen gerade mal wieder "Fireangel ST 630" oder so mit leerer 
"10-Jahres"-Batterie im Müll, erst ein paar Jahre alt. Diesmal gleich 30 
Stück. Den Amazonrezensionen nach gehen die meisten nach 2, 3 Jahren 
kaputt.

Solange Hersteller in Deutschland für Lügen und Betrug nicht haften 
müssen, sind sämtliche 10-Jahres-Melder Unsinn.

Mani W. schrieb:

> Brauchst Dich nicht wundern, wahrscheinlich lag das Gerät vorher
> schon Jahre im Lager, bevor es benutzt (und die Batterie eingesetzt
> wurde...

Bei diesen Hekatron-Meldern ist das Herstelldatum und ein 11 Jahre 
späteres Ersetzungsdatum eingelasert, die Batterien sind hinter dem 
eingeschmelzpunkteten Innendeckel eingelötet.

: Bearbeitet durch User
von WaSe (Gast)


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Ein Schalter aktiviert den Melder wenn er installiert ist. Ich denke, 
dass dieser die Spannung zuschält. Wenn der Melder eine Leere Batterie 
meldet könnte das an den Schaltkontakten liegen.

von Paul (Gast)


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WaSe schrieb:
> Ich denke, dass dieser die Spannung zuschält.

Was macht der?

Äpfel oder Gurken kann man schälen, Spannungen nicht.
Die kann man nur zuschalten.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Thomas W. schrieb:
> Hallo,
>
> Ich hab hier einen Hekatron H-G von 02/13,...
Die neueren haben eine Leistungserklärung des Herstellers
(CPR-31-13-001-de-en) in der angebeben wird, dass das notifizierte Organ 
0786 die Typenprüfung, Erstinspektion des Werkes und die laufende 
Überwachung der Produktion durchgeführt hat.
Wenn das Ding von 2013 ist, gilt wahrscheinlich die noch die alte 
Konformitätserklärung nach CPD.

Nach EN 14604 muss der Hersteller angeben, wann der Rauchwarnmelder als 
ganzes ausgetauscht werden muss. Hekatron gibt hier 10 Jahre an.

> Da er entsorgt wird
Hekatron gibt dir gleichzeitig eine 10 Jahres Garantie auf die Batterie 
wenn du das Ding nicht später als 1 Jahr nach Produktionsdatum in 
Betrieb genommen hast. Das ist eine freiwillige Garantie.
Wie du die in Anspruch nimmst, steht in der Bedienungsanleitung und 
hier: 
https://www.hekatron-brandschutz.de/fileadmin/hekatron_elo/eloid/waren-reklamationsschein_10184600.pdf

> - Die Batterie volle 3,6V hat
im Leerlauf oder unter Belastung?

> - nur eine Batterie verbaut ist, obwohl zwei Plätze für Batterien
> vorhanden sind und im Handbuch steht 2x2.2Ah
Wenn das Radiokommunikationsmodul nicht benutzt oder es nicht vorhanden 
ist, brauchst du die nicht.

> Batterie ausgebaut und wieder eingesetzt, scheint erstmal wieder völlig
> Normal zu funktionieren.
Siehe Verhalten von Leerlaufspannung und Spannung bei dauerhafter 
Belastung von Lithiumbatterien.

> Was könnte das Problem des Melders sein?
Alles mögliche.

> Ist es Störung wegen Verschmutzung durch Partikel/Staub ?
Vielleicht. Oder halt die Batterie.

Der Hekatron hat viele Funktionen, die über die nach EN 14604 
erforderlichen hinaus gehen, z.B. eine Echtzeituhr, 
Verschmutzungskontrolle etc.
KISS (Keep it Simple & Stupid) mit Netzversorgung und Backupbatterie hat 
manchmal Vorteile.

von hinz (Gast)


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Paul schrieb:
> WaSe schrieb:
>> Ich denke, dass dieser die Spannung zuschält.
>
> Was macht der?
>
> Äpfel oder Gurken kann man schälen, Spannungen nicht.
> Die kann man nur zuschalten.

Maschinenbauer kennen auch Schälspannungen.


SCNR

von Thomas W. (goaty)


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Danke für die vielen guten Hinweise.

- Belastet im Melder bricht die Batterie bei dem Test-Dreifach-Ton 
(TüTaTüüüüt) auf kurzzeitig 3V ein.

- Danke für die Erklärung mit der Funkmodulvorbereitung.

- Die Batterie ist nicht eingelötet sondern mit einem 
Widerhaken/Klemmverbinder eingeclipst, fast wie ein 1pin Stecksockel.

- Der Kontakt ist ein Reedkontakt und schaltet sehr gut, nur wenige 
mOhm.

Thomas

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Die Hekatrons die ich habe, haben auch ohne den Magneten Strom, der 
Kontakt wird also lediglich als Sensoreingang verwendet.

von Manfred Mitreiter (Gast)


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Unabhängig davon, was jetzt genau der Fehler ist, kannst du das Produkt 
hier reklamieren: https://service.hekatron-brandschutz.de
Viele Grüsse!

von H. H. (hhinz)


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Thomas W. schrieb:
> Die Batterie volle 3,6V hat

Li/SOCl2

Für so einen Einsatz IMHO nicht geeignet. Die haben einen recht hohen 
Innenwiderstand, der bei geringer Stromentnahme noch weiter ansteigt.

von H. L. (hans_la)


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Die Originalbatterie hat die Bezeichnung SL-760/Pr, so erhältlich bei 
(z.B.) Distrelec, für knapp 6,-€ netto.
Die Batterien bei Hekatron halten i.a. gerade mal 4 Jahre, obwohl sie 
mit 10 Jahren (immer noch) Werbung machen.
Anfangs bekam nach noch kostenlosen Ersatz, mittlerweile sind sie wohl 
in Reklamationen abgesoffen, es gibt keinen kostenlosen Ersatz mehr.

: Bearbeitet durch User
von Gerald K. (geku)


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Mani W. schrieb:
> Möglicherweise waren auch die Kontakte nicht mehr ganz astrein, und
> durch Aus- und Wiedereinbau vielleicht jetzt wieder besser,
> verlassen brauchst Du Dich aber nicht darauf!

Möglicherweise hatte der MC einen Hänger.

von ??? (Gast)


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Paul schrieb:
> WaSe schrieb:
>> Ich denke, dass dieser die Spannung zuschält.
>
> Was macht der?
>
> Äpfel oder Gurken kann man schälen, Spannungen nicht.
> Die kann man nur zuschalten.

Nö, auch abschalten geht.

von Thomas W. (goaty)


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Müsst ihr meinen alten Fred unbedingt ausgraben, das war doch erledigt. 
Menno.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Was sind schon anderthalb Jahre, wenn es um Zehn-Jahres-Rauchmelder 
geht? :)

von Hekatron Brandschutz (Gast)


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Hallo zusammen,

wir schätzen die konstruktive Diskussion hier im Forum sehr und möchten 
uns gerne einklinken :-)

Zunächst einmal bedauern wir, dass Sie mit unserem Produkt unzufrieden 
sind.
Wir haben hohe Ansprüche an unsere Produktqualität und analysieren 
Fehlermeldungen unserer Geräte deshalb sehr genau. Dabei haben wir 
festgestellt, dass eine vorzeitige Warnmeldung „Batterie -Störung“ bei 
Modellen der vorangegangenen Generationen unterschiedliche Gründe haben 
kann, darunter auch technische.

Wenn ein Gerät aber beispielsweise, öfter als notwendig, getestet oder 
künstlich zur Alarmierung gebracht wird oder es aufgrund einer 
Verschmutzung oft nachregeln muss, wird die eingebaute Batterie, mehr 
als geplant, beansprucht. Alle diese Ursachen können zu einem 
vorzeitigen Verschleiß des Rauchwarnmelders führen, der dann 
ausgetauscht werden muss.

Da sich diese Störeinflüsse aber auch die Kundenbedürfnisse und die 
technischen Möglichkeiten sowie Anforderungen laufend verändern, 
entwickeln wir unsere Melder immer weiter. In die aktuellen 
Editionsmeldermelder sind all unsere Erfahrungen aus inzwischen zehn 
Jahren Genius-Produktion eingeflossen. Unter anderem haben wir die 
Melder in Sachen Energiemanagement noch robuster gemacht.

Für den Fall, dass Sie ein Gerät beanstanden möchten, bieten wir Ihnen 
schnelle und unkomplizierte Reklamationswege. Unsere 
Online-Reklamationsplattform ist rund um die Uhr unter 
https://service.hekatron-brandschutz.de/#/erreichbar.

Gerne möchten wir auch auf das Thema „2. Batteriekammer“ eingehen, wobei 
dies hier bereits korrekt erklärt wurde: Damit wir das Gehäuse unserer 
Melder in einem Produktionsprozess herstellen können, haben alle unsere 
Melder zwei Batteriekammern. Je nach Modell ist aber nur eine Batterie 
vorgesehen. Das ist völlig normal und dient nur den Bemühungen um eine 
effiziente Produktion.

In einer Antwort haben wir auch Bedenken bzgl. der Sicherheit 
rausgelesen. Bitte beachten Sie hier unbedingt, dass die Sicherheit auch 
nach dem Batteriestörungssignal vollständig gewährleistet ist. Ein 
Batteriestörungs-Signal bedeutet: „Bitte tauschen Sie den 
Rauchwarnmelder nach dem ersten Störsignal binnen 30 Tagen aus.“ 
Innerhalb dieser Frist erkennen die Geräte Rauch zuverlässig und sind 
jederzeit alarmbereit.

Für einen rechtzeitigen Tausch können Sie gerne die oben genannte 
Reklamationsplattform nutzen oder unsere Kundenservice kontaktieren: 
genius-support@hekatron.de oder telefonisch unter +49 7634 500-8050. Die 
Kollegen aus dem technischen Support helfen Ihnen gerne weiter.

Viele Grüße vom Hekatron-Onlineteam

von Nachdenklicher (Gast)


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Wollvieh W. schrieb:
> aber bei den Genius gibt es welche, die
> per "Modem-Pfeifen" Diagnoseinformationen liefern. Natürlich nur mit
> einem $xxxx-Auslesegerät für den autorisierten Hekatron-Melderanfasser.

Erste Hälfte: Korrekt.
Zweite Hälfte: Falsch. Dafür gibt es eine offizielle App von Hekatron, 
die man gratis im Play Store laden kann. Möglicherweise auch im Appstore 
für Geräte, die ohne Kopfhörerbuchse und Ladegerät kommen und keine 
MircoSD-Karten unterstützen. ;-) Allerdings braucht diese App Zugriff 
aufs Mikrofon, da kann was nicht stimmen. Oh, wait...

von Bernd (Gast)


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Heimwerker schrieb:
> GIRA-Rauchmelder Batterie nicht fest verbaut war (Lebensdauer meist 10 Jahre), 
sondern
> herausnehmbar.
>
> Laut Bedienungsanleitung des Herstellers beträgt die Batterielebensdauer
> "mindestens 1 Jahr".  Nach gut 2 Jahren war dann fertig. :-(

M.M. hat es gut funktioniert, wie einige Andere hier kommentiert haben..
Das ist ein Model mit abnehmbare Batterien. Der Benutzer muss das 
komplette Modul nicht wegwerfen, anders als Batterie-festgebaute 
Modelle.

Plus, der Hersteller hat gesagt ein Jahr, und du hattest 2 Jahr.

H. L. schrieb:
> Die Batterien bei Hekatron halten i.a. gerade mal 4 Jahre, obwohl sie
> mit 10 Jahren (immer noch) Werbung machen.

Ich glaube es gibt mehr solche Fälle, wo Hekatron H-G'ler viel früher 
angefangen haben, deren Batterie als schwach zu melden.

Wie schon oben erwähnt, kann es wirklich wegen ungeeigneten Li/SoCl2 
oder großem Verbrauch von Mikrocontroller/Sensor usw sein.

von Gerald K. (geku)


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Bernd schrieb:
> Wie schon oben erwähnt, kann es wirklich wegen ungeeigneten Li/SoCl2
> oder großem Verbrauch von Mikrocontroller/Sensor usw sein.

Oder zuviele Tests. Am schlechtesten sind fix eingebaute Batterien, die 
vom Anwender nicht selbst getauscht werden können. Das ist völlig 
kontraproduktiv und sichert nur den größeren Absatz des Herstellers. Das 
Ende der Verschmutzungskompensation könnte auch anders signalisiert 
werden. Z.B.durch den akustischen Signalgeber. Diese Störung ist auch 
durch einen Batterietausch nicht weg zu bekommen. Dank der Möglichkeit 
des Batterietausches kann großzüger getestet werden und die Batterie 
vorsorglich getauscht werden.

von H. L. (hans_la)


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@Hekatron,
bei mir hatten von den 3 ausgefallenen Meldern nur einer einen kurzen 
Alarm, welchen ich abschalten konnte, bevor er per Funkmodul 
weitergeleitet wurde.
Ansonsten hatten sie nur die vorgeschriebenen jährlichen Abfragen per 
Hekatron-App.
Die Reklamation kann man sich sparen (könnte den mailverkehr mit Ihrem 
Hause hier einstellen)
Sie reden sich auf fehlende Schulung und fehlende Wartung raus.
Wobei Sie den Beweis dafür schuldig bleiben, wie sich diese Maßnahmen 
auf die Batterielebensdauer auswirken, (die Melder wurden von einem 
Fachmann installiert, aber Schulung und Wartung gabs natürlich keine)
Auch glaube ich nicht, dass es bei mir schmutziger ist, als in 
Durchschnittshaushalten, und der Melder deshalb mehr als nötig belastet 
wird.

Seriöserweise sollten Sie die Werbung mit den 10 Jahren ersatzlos 
streichen, nur dann würde vermutlich keiner mehr diese Melder kaufen 
(hätte ich auch nicht)
Mit Ihren Meldern produziere ich also aktuell mehr Elektronikschrott als 
mit Meldern mit Wechselbatterie.

Deshalb werde ich auch einen Test starten, die Batterie zu wechseln, mal 
sehen, obs funktioniert.
Und ja, ich weiß, daß die Melder nach 10 Jahren sowieso ersetzt werden 
müssen.

von Jörg (Gast)


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Hallo, gleiche Erfahrung bei mir: Von 10 gleichzeitig montierten 
Hekatron Genius sind nach ca 5 Jahren nun schon 4 ausgefallen. Garantie 
gibt es nur bei nachgewiesener jährlicher Wartung durch eine Fachkraft. 
Übersetzt in die Praxis gibt es also keine Garantie für Privathaushalte.

Früher (Stand bei Montage) konnte man mit der App einen Prozentwert 
auslesen zum Zustand der Melder (Geräusche vom Melder mit Handy 
aufnehmen) Dies ist in der aktuellen App offenbar nicht mehr möglich. 
Ein Schelm, Wert böses denkt.

Naja, die Nachfolger bei mir sind nun keine Hekatron mehr, und mir kommt 
auch nichts mehr von denen ins Haus.

von Gerald K. (geku)


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Jörg schrieb:
> Garantie gibt es nur bei nachgewiesener jährlicher Wartung durch eine
> Fachkraft

Die Wartung kostet dann mehr als der Melder.

von Klaus R. (klaus2)


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H. L. schrieb:
> Und ja, ich weiß, daß die Melder nach 10 Jahren sowieso ersetzt werden
> müssen.

"Müssen"? :) Ich denke kaum...vll mal die Rauchfangkammer gersäubert, 
aber der Rest ist wartungsfrei. Wenn Hekatron geschäftstüchtig ist, wird 
der Batteriewechsel durch SW unmöglich gemacht...

Klaus.

von H. L. (hans_la)


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entsprechend der zugrundeliegenden DIN sollen die Rauchmelder nach 10 
Jahren ausgetauscht werden, die Meßkammer der Hekatron`s können nicht 
gereinigt werden, aber das war mir beim Kauf ja bekannt, deshalb gibt es 
über diesen Punkt ja auch keine Reklamation meinerseit. Das überwiegende 
Kaufkriterium war die 10jährige Betriebsdauer (bei 9 Jahren hätte ich 
mich höchstwahrscheinlich auch nicht beschwert), ohne diese Eigenschaft 
hätte ich nie Melder mit fest eingebauter Batterie gekauft.

von Serge W. (musikfreund)


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Guten Abend,

ich dachte schon, ich wäre der einzige, bei dem die 10-Jahres-Melder von 
Hekatron vorzeitig ausfallen. Wartung hab ich keine gemacht (was will 
man da warten?). Staubwischen und die Prüftaste 1x im Jahr drücken kann 
(und darf ich als Eigenheimbesitzer) selbst.

Damals habe ich viel Vertrauen in diese Melder gesetzt (tue ich noch 
immer), weil diese eben sämtliche Kriterien des VdS erfüllen, was für 
Baumarktware nicht immer zutrifft. Was sich natürlich am Preis 
wiederspiegelt.

Allerdings sind auch bei mir die ersten Melder nach 6-7 Jahren 
ausgefallen.
Bissl schade für 30.- pro Stück.

Die neue Generation (welche ich gekauft habe, weil die Deckenhalterung 
passt und Löcher in Betondecken bohren es nicht grad schöner macht) hat 
in der Anleitung jetzt einen Hinweis "..bis zu 10 Jahren, außer wenn Sie 
.... (Liste mit o.g. Beispielen von Hekatron selbst).

Dinge wie Echtzeituhr usw. sind nett, aber wenn man die Batterie (von 
mir aus auch eine Hekatron-zertifizierte, verdongelte Spezialbatterie 
für 1/3 des Melderpreises) wechseln könnte, wäre das noch ein wenig 
netter.

Nicht nur an den UMsatz denken, sondern auch an die UMwelt ;)

Freundliche Grüße,
Serge

von Thomas W. (goaty)


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Ich hab meine aufgemacht, neue Batterie rein und die Lichtfangkammer für 
die Dunkelfeldmessung kann man auch aufklipsen und reinigen. Nur zu 
bekommt man es nicht mehr Dank der Schmelzverbindung.

von Lutz (Gast)


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Jörg schrieb:
> Garantie gibt es nur bei nachgewiesener jährlicher Wartung durch eine
> Fachkraft.

Sind das Melder nach DIN 14676? Dafür braucht man ausdrücklich keine 
Fachkraft zu sein. Und eine Wartung sieht diese Norm auch nicht vor, nur 
Kontrollen und eine Funktionsprüfung.

von Gerald K. (geku)


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Wo beibt die EU mit ihren umweltfreundlichen Richtlinien?

Melder müssen, nach fachgerechter Reinigung, wiederverwendbar sein! 
Batterien müssen tauschbar sein!

Keine Plastikverunreinigung der Umwelt. Akustische Signalisierung des 
Handlunggsbedarfes, wie Batterietausch, Reinigungsbedarf und Test. Erst 
dann, wenn das Signal nicht wegzubekommen ist, ist der Melder zu 
tauschen. Der Kunde sollte nur Produkte kaufen, die umweltschonend sind. 
Nebei tut es auch der Geldbörse gut.

: Bearbeitet durch User
von H. L. (hans_la)


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Nachtrag zu meinen ausgefallenen Meldern:
auf den Meldern steht: Austausch bis 05/2029!
obwohl sie aus dem Jahr 11/2017 stammen (ebenfalls lt Aufdruck)
Wird ja immer dreister, mit welchen Angaben hier Hekatron agiert!
Ist das eigentlich schon unlauterer Wettbewerb? oder ...??
Vielleicht sollte man die Kollegen vom Wettbewerb mal drauf ansetzen?

von Lutz (Gast)


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Ganz ruhig: Die DIN 14676 gibt dem Rauchwarnmelder eine Betriebszeit von 
10 Jahren und 6 Monaten ab Inbetriebnahme. Der Hersteller müßte ja 
bescheuert sein, wenn er als Austauschdatum das Produktionsdatum + 10 
Jahre und 6 Monate einstempelt...
Außerdem paßt das mit der Bedienungsanleitung zusammen: Lebensdauer 10 
Jahre, wenn max. 1 Jahr nach Produktionsdatum in Betrieb genommen wurde.
Produziert 11/2017 + 1 Jahr + 10 Jahre und 6 Monate = 05/2029

Was ich aber viel interessanter finde:
Das Austauschdatum muß in der Bedienungsanleitung erwähnt werden, was es 
aber nicht ist. Ein Schelm, wer jetzt denkt, daß dies hier überflüssig 
ist, da der Rauchwarnmelder laut Planung dieses Alter ja sowieso nicht 
erreicht und früher getauscht werden muß...

von Gerald K. (geku)


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Wäre interessant, ob der Melder von seiner Konstruktion für 10 Jahre 
Betrieb ausgelegt ist, oder diese nur unter äußerst optimalen 
Bedingungen erreicht werden. Dann sollte es besser heißen: maximale 
durchgehende 10 Jahre Betriebsdauer.

Beitrag #6731814 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jörg (Gast)


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Lutz schrieb:
> Sind das Melder nach DIN 14676? Dafür braucht man ausdrücklich keine
> Fachkraft zu sein. Und eine Wartung sieht diese Norm auch nicht vor, nur
> Kontrollen und eine Funktionsprüfung

Ja das ist bzgl. des Betriebs und der gesetzlichen Vorgaben bzgl. 
Feuermeldern im Privatbereich richtig.

Aber bei den Garantiebedingungen (nicht Gewährleistung) kann der 
Hersteller i.W.  verlangen was er will. Gibt ja viele Beispiele, dass 
die Garantie an einer Wartung geknüpft ist. ZB Auto, Heizung. Und bei 
meinen Meldern Hekatron Genius sind die Bedingungen eben so gemacht, 
dass man mit Garantie werben kann, aber in der Praxis nie leisten muss, 
weil Privatleute eben nicht die unnötige Wartung nachweisen können, weil 
die teurer wäre als regelmäßig neue Melder zu kaufen.

Beitrag #6731859 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Andreas B. (stromteam)


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Ich bin in einem zertifizierten Brandmeldeanlagen Errichterbetrieb tätig 
und habe eine Schulung mit Zertifikat bei Hekatron absolviert.
Meine privaten Melder mit Funkmodul haben auch nur eine 
Batterielebensdauer von 6 Jahren erreicht, optimale klimatische 
Bedingungen, keine Alarme, keine Experimente durchgeführt.

Vielleicht bin ich einfach nur ein unfähiger Servicetechniker?

Bevor die ersten Genius von unserer Firma in Behörden verbaut wurden ( 
Geiz ist Geil ) hatten wir Besuch eines Hekatron Mitarbeiters, dabei 
wurde ein Prüfadapter zur Feststellung der Batterielebensdauer und eines 
eventuellen Alarmierungsgrundes zugesagt - wir warten bis heute.

Trotzdem habe mir 7 neue Melder im freien Handel bestellt und halte den 
Hekatron Genius weiterhin für den zuverlässigsten und felhalarmärmsten 
Rauchwarnmelder. Andere Hersteller haben größere Probleme mit der 
Batterielebensdauer.

Im Profibereich ist z.B. ein Batteriesatz bei Esser für einen 
Funkrauchmelder  mit 48€ netto gelistet und hält unter optimalen 
Bedingungen 3 Jahre.

LG Andrea

von Gerald K. (geku)


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Andreas B. schrieb:
> Meine privaten Melder mit Funkmodul haben auch nur eine
> Batterielebensdauer von 6 Jahren erreicht, optimale klimatische
> Bedingungen, keine Alarme, keine Experimente durchgeführt.

= doppelter Umsatz

Daher müsste es eine uneingeschränkte Garantie auf die versprochene 
Laufzeit geben oder die Batterie tauschbar sein. Es geht nicht an, dass 
die Umwelt mit Wegwerfelekronik verseucht wird, zumal diese 
vorgeschrieben ist.

von H. H. (hhinz)


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Andreas B. schrieb:
> Prüfadapter zur Feststellung der Batterielebensdauer

Bei Li/SOCl2 sinnlos.

von H. H. (hhinz)


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Andreas B. schrieb:
> Im Profibereich ist z.B. ein Batteriesatz bei Esser für einen
> Funkrauchmelder  mit 48€ netto gelistet und hält unter optimalen
> Bedingungen 3 Jahre.

Da weiß man gleich was Profi bedeutet. ;-)

von H. L. (hans_la)


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Die Techniker bei Hekatron haben gute Arbeit geleistet, (der Melder ist 
gut!)
aber am Ende hat sich offensichtlich die Gier-Fraktion (GL und 
Marketing) durchgestzt, und das Wegwerfprinzip vorgegeben um den Preis 
am oberen Ende der Skala anzusetzen. Der Melder mit Wechselbatterie wäre 
der Hit, aber wie schon geschrieben, halt nur etwa 40% des Umsatzes, 
dafür haben wir jetzt vermutlich 2,5x soviel Elektronikschrott.
Das Traurige dabei ist, dass die Rechnung vermutlich sogar aufgeht.
Sobald ich die Ersatzbatterien habe, werde ich mal den Versuch starten, 
dann werde ich ja sehen, ob sie den Batteriewechsel softwareseitig 
geblockt haben.

von Gerald K. (geku)


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H. H. schrieb:
> Bei Li/SOCl2 sinnlos

Außer es gibt einen Betriebsstundenzähler, der auslesbar wird.
Sollte die Batterie nicht erst während der Inbetriebnahme eingesetzt 
werden?
Ach ja, schon vergessen zuwiderläuft der Produktphilosiphie.

von Gerald K. (geku)


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H. L. schrieb:
> Sobald ich die Ersatzbatterien habe, werde ich mal den Versuch starten,
> dann werde ich ja sehen, ob sie den Batteriewechsel softwareseitig
> geblockt haben.

Bei billigen Produkten hätte ein nicht rückstellbarer Betriebsstunden 
gereicht,
gute Produkten der Verschutzungsgrad.

Wann kommt das Auto mit nicht tauschbarer Batterie?

von Gerald K. (geku)


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Andreas B. schrieb:
> Bevor die ersten Genius von unserer Firma in Behörden verbaut wurden (
> Geiz ist Geil ) hatten wir Besuch eines Hekatron Mitarbeiters, dabei
> wurde ein Prüfadapter zur Feststellung der Batterielebensdauer und eines
> eventuellen Alarmierungsgrundes zugesagt - wir warten bis heute.

Und was bringt es?

Werden die **jungfräulichen** Melder, die schwächeln, aussortiert und 
landen im Müll, oder einem anderen Kunden anvertraut.

: Bearbeitet durch User
von H. L. (hans_la)


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Ersatzbatterien sind eingetroffen, also das Teil mal zuerlegt, die 
Schweißdome vorsichtig, unter Einsatz eines Staubsaugers, (man will ja 
die Meßkammer nicht unnötig verschmutzen) abgepfriemelt (Cuttermesser), 
mal überlegen, wies einfacher geht.
Batterien gemessen, war nur eine (für den Rauchmelder schwach) trotzdem 
mal beide nacheinander gewechselt, die schwarze Abdeckplatte von den 
Batteriehauben befreit (erleichtert die Messung der Batterien und evt. 
zukünftige Wechsel)
Die Platte anschließend mit ABS-Kleber wieder eingeklebt, muss gut 
halten, da hängt der Melder dran.
Testlauf mit der Handyapp => funktioniert einwandfrei, keine Amnesie! 
Sogar die vorherige Fehlermeldung ist noch gespeichert.
Jetzt heute Abend noch schauen, ob die Kontrolleuchte um 22.00Uhr 
aufhört zu blinken (Echtzeituhr) wenn ja, kann ich das Teil morgen 
wieder einsetzen.
Für den ersten Umbau etwa 20min (beim nächsten gehts bestimmt schneller!

von Klaus R. (klaus2)


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Wider der imperialistisch kapitalistischen Gier der Firma Hekatron - 
sehr gut!

Klaus.

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