Hallo Zusammen,
hoffe ich bin hier richtig.
Ich möchte eine 12V 7.5A Wasserpumpe zum Goldwaschen mit Batterie
betreiben. Da meine Spots allerdings relativ unzugänglich sind habe ich
mir überlegt ich könnte doch ein Kabel vom Auto zur Pumpe legen und die
Batterie im Kofferraum lassen um mir das Schleppen zu ersparen. Nach
kurzer Recherche habe ich festgestellt dass von meinen 12V schon nach 50
Metern nicht mehr genug saft anliegt um die Pumpe zu betreiben. Meine
gewünschte Kabellänge ist 120 Meter.
Also kam mir eine andere Idee. Was passiert wenn ich keine 12V Batterie
verwende sondern eine 24V. Laut Rechner im Internet sollte ich wenn ich
ein Kabel mit einem Querschnitt von 2mm verwende nach den 120 Metern
immernoch 15,4V anliegen haben. Wenn ich hier jetzt einen
Step-Down-Converter anschließe der mir 15-40V auf 12V 100W runterregelt
sollte das ganze doch funktionieren oder verstehe ich etwas falsch?
Also der Ablauf wäre folgender:
24V Batterie -> 120 M Kabel (Verlust ca 30% also ~15,5V am Ende)-->
Step-Down-Converter 15-40V auf 12V --> 12V Pumpe
Wie lange hält die Batterie eine solche Belastung aus wenn ich 100AH bei
24V zur Verfügung habe?
Gewinne ich Laufzeit durch das Umwandeln von 24 auf 12V oder verliere
ich eher?
Beste Grüße und Vielen Dank,
Marco
Wenn es billig werden soll und die Pumpe billig ist und keinerlei
Elektronik besitzt, dann würde ich es riskieren mit 24V Leerlaufspannung
direkt auf die Pumpe zu gehen und dabei das Kabel so lang zu machen,
dass unter Last nur noch 12V an der Pumpe anliegt. Problematisch wäre
dann höchstens die Leerlaufdrehzahl der Pumpe an 24V, ich weiß nicht ob
die Mechanik die hohe Drehzahl aushält.
Der Elektrostarter in einem LKW hängt auch an 24V und beim Starten fällt
aufgrund des hohen Stromflusses ein großer Teil der Spannung in der
Batterie und den Zuleitungen ab. Deswegen ist der Startermotor auf
deutlich unter 24V dimensioniert und würde womöglich sogar Schaden
nehmen wenn er unter Last tatsächlich 24V bekommen würde.
Wenn es effizient werden soll, dann würde ich vier oder mehr kleinere
12V Akkus in Reihe schalten und mit Step-Down an der Pumpe arbeiten.
Wichtig ist ein Tiefentladeschutz für die Bleiakkus und dass du Akkus
verwendest die auf häufige 100% Entladung ausgelegt sind. Also keine
KFZ-Starterbatterien sondern Traktionsbatterien oder
Marine-Bordbatterien.
Hallo Tobias,
danke für die schnelle Antwort.
Es geht mir absolut nicht um Effizienz. Vielmehr geht's mir darum die
Kosten niedrig zu halten. Wichtig ist mir nur dass ich mit einer Ladung
die Pumpe ca 8h betreiben kann.
Die Traktionsbatterien sind ja doch um einiges teurer als die normalen.
Was kann passieren wenn ich einfach normale Autobatterien benutze?
Kann ich (theoretisch) 2 70AH 12V Batterien zu 24V 70AH zusammenschalten
und dann die Pumpe mit 7.5A bei 12V in 120 Metern Entfernung wirklich
8-9 Stunden (mit und ohne Step-Down Converter) betreiben?
Beste Grüße
Eine Alternative wäre, die 12V aus der Kofferraumbatterie auf eine
höhere Spannung zu wandeln und am Verbraucher wieder
herunterzutransformieren.
Bei einer Kabelspannung von z.B. 48V können die Leitungsverluste um den
Faktor 16 vermindert werden. Die Wandler sind als Block recht günstig zu
bekommen, einfach mal under DC-DC Boost, Step Up bzw. Step Down
Converter suchen. Das dürfte billiger sein als eine zusätzliche
Batterie.
Hallo Mike,
das klingt nach einer Guten Idee. Werde mich in die Richtung mal schlau
machen.
Vielen Dank.
Eins noch,
Welcher Kabelquerschnitt/Qualität ist das mindeste? Telefondraht?
Lautsprecher Kabel mit 1 oder 2 mm oder gleich n normales Stromkabel?
PureGame schrieb:> Welcher Kabelquerschnitt/Qualität ist das mindeste? Telefondraht?> Lautsprecher Kabel mit 1 oder 2 mm oder gleich n normales Stromkabel?
Telefondraht hat bei 0.6mm Durchmesser ca. 0.3 mm^2 Querschnitt und ist
recht steif (Bruchgefahr). Lautsprecherkabel mit 2*1.5 mm^2 ist nur
unwesentlich teurer und flexibler. 100m sind schon für weniger als 20€
zu haben, wenn man nicht gerade das sauerstoffreie, bei Vollmond
handgezogene, audiophile Luxuskabel kauft ;-). Bei 120m Kabelweg und
100W Leistung kommt es bei 48V zu ca. 6V Spannungsabfall, also 1.5V am
12V-Verbraucher. Das sollte verkraftbar sein. Hier gibt es einen
Rechner:
https://www.leckerstecker.de/rechner/kabelquerschnitt-strom-berechnen-watt/
Udo S. schrieb:> Was kann passieren wenn ich einfach normale Autobatterien benutze?
Je tiefer die Entladungen, desto kürzer die Lebenserwartung der
Batterie. Autobatterien sind für hohe Ströme und flache Entladezyklen
optimiert. Du könntest als Kompromiss versuchen, die Batterien nicht
tiefer als beisielsweise 50% zu entladen, dann leben sie länger.
Okay, vielen dank an alle die geantwortet haben. Bin jetzt definitiv
schonmal schlauer als vorher.
Plan sieht jetzt so aus:
12V Batterie im Kofferraum. Ca 80Amp.
An die Batterie kommt ein Step-Up-Converter auf 48V (max 10A).
Dann ca 100 Meter Lausprecherkabel (0,75 oder 1.5mm²).
Am ende dann ein Step-Down-Converter der mir die 48V wider auf 12V 10A
herunterregelt.
Sollte funktionieren so oder? Wenn dann noch geld übrig ist werde ich
mir noch einen Entladeregler kaufen und diesen direkt vor den
Step-Up-Converter klemmen.
Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?
Tobias schrieb:> Udo S. schrieb:>> Was kann passieren wenn ich einfach normale Autobatterien benutze?
Könnt ihr mal lernen richtig zu zitieren. Ich habe das nicht
geschrieben, sondern darauf geantwortet.
Benutzt einfach den "Markierten Text zitieren" Link unten rechts von
jedem Beitrag, das kann jeder "digital native" ab 10 jahren.
PureGame schrieb:> Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?
Bist du sicher, daß deine 12V Pumpe beim Anlaufen oder im Blockierfall
nicht mehr als 10A zieht? Falls doch hast du ganz schnell einen oder gar
2 defekte Spannungswandler.
Vor allem wenn es es die Super Billigteile von ebay oder direkt beim
Chinesen sind.
PureGame schrieb:> Spitzenaufnahme 12A und im betrieb 7.5A...
Es könnte nicht schaden, mal den Strom zu messen, wenn die Pumpe
blokiert ist (Bitte nur kurzzeitig blockieren).
Peter E. schrieb:> Hier haste mehr Laufzeit und weniger zu schleppen. Billiger ist es> auf> Dauer auch.>> https://www.manomano.de/wasserpumpen-1808?model_id=10380914&g=1&referer_id=686945&gclid=EAIaIQobChMIm6WA8bej5QIV1OF3Ch0ygg70EAQYASABEgKfqfD_BwE>> the Raccoon
Absolut richtig. Allerdings nicht erlaubt am Bach (die deutschen
Regulierungen sind ein Witz) und die E-Pumpe ist im Set schon mit dabei.
Also muss ich wohl oder übel mit Batterie arbeiten.
Eine Honda Wasserpumpe habe ich außerdem schon aber da gabs bereits
Probleme mit den Behörden aufgrund von Lärm und Wasserschutz und so
weiter. Die Genehmigung in Deutschland (Bayern) zum Goldwaschen mit
Benzinmotor am Flussbett ist quasi nicht zu bekommen. Selbst mit Elekto
ist es schwierig allerdings weit weniger auffällig und leiser als mit
Benziner. Da habe ich persönlich die Erfahrung gemacht dass die Leute
eher neugierig fragen was ich da gerade am Flussbett mache und ob ich
schon was gefunden habe.
Beim Benziner wird schnell mal jemand vom Wasserwirtschaftsamt oder der
Polizei vorbeigeschickt weil sich jemand am Lärm oder Gestank stört oder
meint ich würde etwas illegales machen.
Udo S. schrieb:>> Könnt ihr mal lernen richtig zu zitieren. Ich habe das nicht> geschrieben, sondern darauf geantwortet.> Benutzt einfach den "Markierten Text zitieren" Link unten rechts von> jedem Beitrag, das kann jeder "digital native" ab 10 jahren.
Wenn man vom Smartphone aus zitiert, kann man keine Unterscheidungen
mehr machen, weil auf der linken Seite immer nur ein einziger grüner
Zitierstrich entsteht. Vom PC aus, hat man mehrere Striche in
verschiedenen Farben.