12V Verbraucher an 24V Anlage betreiben (Mit Umwegen)

Gast #6006153
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Hallo Zusammen,

hoffe ich bin hier richtig.

Ich möchte eine 12V 7.5A Wasserpumpe zum Goldwaschen mit Batterie 
betreiben. Da meine Spots allerdings relativ unzugänglich sind habe ich 
mir überlegt ich könnte doch ein Kabel vom Auto zur Pumpe legen und die 
Batterie im Kofferraum lassen um mir das Schleppen zu ersparen. Nach 
kurzer Recherche habe ich festgestellt dass von meinen 12V schon nach 50 
Metern nicht mehr genug saft anliegt um die Pumpe zu betreiben. Meine 
gewünschte Kabellänge ist 120 Meter.

Also kam mir eine andere Idee. Was passiert wenn ich keine 12V Batterie 
verwende sondern eine 24V. Laut Rechner im Internet sollte ich wenn ich 
ein Kabel mit einem Querschnitt von 2mm verwende nach den 120 Metern 
immernoch 15,4V anliegen haben. Wenn ich hier jetzt einen 
Step-Down-Converter anschließe der mir 15-40V auf 12V 100W runterregelt 
sollte das ganze doch funktionieren oder verstehe ich etwas falsch?

Also der Ablauf wäre folgender:

24V Batterie -> 120 M Kabel (Verlust ca 30% also ~15,5V am Ende)--> 
Step-Down-Converter 15-40V auf 12V --> 12V Pumpe

Wie lange hält die Batterie eine solche Belastung aus wenn ich 100AH bei 
24V zur Verfügung habe?
Gewinne ich Laufzeit durch das Umwandeln von 24 auf 12V oder verliere 
ich eher?

Beste Grüße und Vielen Dank,

Marco
Gast #6006217
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Wenn es billig werden soll und die Pumpe billig ist und keinerlei 
Elektronik besitzt, dann würde ich es riskieren mit 24V Leerlaufspannung 
direkt auf die Pumpe zu gehen und dabei das Kabel so lang zu machen, 
dass unter Last nur noch 12V an der Pumpe anliegt. Problematisch wäre 
dann höchstens die Leerlaufdrehzahl der Pumpe an 24V, ich weiß nicht ob 
die Mechanik die hohe Drehzahl aushält.
Der Elektrostarter in einem LKW hängt auch an 24V und beim Starten fällt 
aufgrund des hohen Stromflusses ein großer Teil der Spannung in der 
Batterie und den Zuleitungen ab. Deswegen ist der Startermotor auf 
deutlich unter 24V dimensioniert und würde womöglich sogar Schaden 
nehmen wenn er unter Last tatsächlich 24V bekommen würde.

Wenn es effizient werden soll, dann würde ich vier oder mehr kleinere 
12V Akkus in Reihe schalten und mit Step-Down an der Pumpe arbeiten.

Wichtig ist ein Tiefentladeschutz für die Bleiakkus und dass du Akkus 
verwendest die auf häufige 100% Entladung ausgelegt sind. Also keine 
KFZ-Starterbatterien sondern Traktionsbatterien oder 
Marine-Bordbatterien.
Gast #6006245
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Hallo Tobias,

danke für die schnelle Antwort.

Es geht mir absolut nicht um Effizienz. Vielmehr geht's mir darum die 
Kosten niedrig zu halten. Wichtig ist mir nur dass ich mit einer Ladung 
die Pumpe ca 8h betreiben kann.

Die Traktionsbatterien sind ja doch um einiges teurer als die normalen. 
Was kann passieren wenn ich einfach normale Autobatterien benutze?

Kann ich (theoretisch) 2 70AH 12V Batterien zu 24V 70AH zusammenschalten 
und dann die Pumpe mit 7.5A bei 12V in 120 Metern Entfernung wirklich 
8-9 Stunden (mit und ohne Step-Down Converter) betreiben?

Beste Grüße
Gast #6006287
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Eine Alternative wäre, die 12V aus der Kofferraumbatterie auf eine 
höhere Spannung zu wandeln und am Verbraucher wieder 
herunterzutransformieren.
Bei einer Kabelspannung von z.B. 48V können die Leitungsverluste um den 
Faktor 16 vermindert werden. Die Wandler sind als Block recht günstig zu 
bekommen, einfach mal under DC-DC Boost, Step Up bzw. Step Down 
Converter suchen. Das dürfte billiger sein als eine zusätzliche 
Batterie.
Gast #6006297
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Hallo Mike,

das klingt nach einer Guten Idee. Werde mich in die Richtung mal schlau 
machen.

Vielen Dank.

Eins noch,

Welcher Kabelquerschnitt/Qualität ist das mindeste? Telefondraht? 
Lautsprecher Kabel mit 1 oder 2 mm oder gleich n normales Stromkabel?
Gast #6006322
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PureGame schrieb:
> Welcher Kabelquerschnitt/Qualität ist das mindeste? Telefondraht?
> Lautsprecher Kabel mit 1 oder 2 mm oder gleich n normales Stromkabel?

Telefondraht hat bei 0.6mm Durchmesser ca. 0.3 mm^2 Querschnitt und ist 
recht steif (Bruchgefahr). Lautsprecherkabel mit 2*1.5 mm^2 ist nur 
unwesentlich teurer und flexibler. 100m sind schon für weniger als 20€ 
zu haben, wenn man nicht gerade das sauerstoffreie, bei Vollmond 
handgezogene, audiophile Luxuskabel kauft ;-). Bei 120m Kabelweg und 
100W Leistung kommt es bei 48V zu ca. 6V Spannungsabfall, also 1.5V am 
12V-Verbraucher. Das sollte verkraftbar sein. Hier gibt es einen 
Rechner:

https://www.leckerstecker.de/rechner/kabelquerschnitt-strom-berechnen-watt/
Gast #6006326
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Udo S. schrieb:
> Was kann passieren wenn ich einfach normale Autobatterien benutze?

Je tiefer die Entladungen, desto kürzer die Lebenserwartung der 
Batterie. Autobatterien sind für hohe Ströme und flache Entladezyklen 
optimiert. Du könntest als Kompromiss versuchen, die Batterien nicht 
tiefer als beisielsweise 50% zu entladen, dann leben sie länger.
Gast #6006341
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Okay, vielen dank an alle die geantwortet haben. Bin jetzt definitiv 
schonmal schlauer als vorher.

Plan sieht jetzt so aus:

12V Batterie im Kofferraum. Ca 80Amp.
An die Batterie kommt ein Step-Up-Converter auf 48V (max 10A).
Dann ca 100 Meter Lausprecherkabel (0,75 oder 1.5mm²).
Am ende dann ein Step-Down-Converter der mir die 48V wider auf 12V 10A 
herunterregelt.

Sollte funktionieren so oder? Wenn dann noch geld übrig ist werde ich 
mir noch einen Entladeregler kaufen und diesen direkt vor den 
Step-Up-Converter klemmen.

Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?
Beitrag #6006358 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6006415
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Peter E. schrieb:
> Hier haste mehr Laufzeit und weniger zu schleppen. Billiger ist es auf
> Dauer auch.
>
> 
https://www.manomano.de/wasserpumpen-1808?model_id=10380914&g=1&referer_id=686945&gclid=EAIaIQobChMIm6WA8bej5QIV1OF3Ch0ygg70EAQYASABEgKfqfD_BwE

Mehr Laufzeit?
Wie viele Betriebsstunden macht denn dieser noname Zweitaktmotor? Von 8h 
infernalischem Lärm und ordentlich Spritverbrauch samt Stinkerei mal 
abgesehen.
Gast #6006419
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Peter E. schrieb:
> Hier haste mehr Laufzeit und weniger zu schleppen. Billiger ist es
> auf
> Dauer auch.
>
> 
https://www.manomano.de/wasserpumpen-1808?model_id=10380914&g=1&referer_id=686945&gclid=EAIaIQobChMIm6WA8bej5QIV1OF3Ch0ygg70EAQYASABEgKfqfD_BwE
>
> the Raccoon


Absolut richtig. Allerdings nicht erlaubt am Bach (die deutschen 
Regulierungen sind ein Witz) und die E-Pumpe ist im Set schon mit dabei. 
Also muss ich wohl oder übel mit Batterie arbeiten.

Eine Honda Wasserpumpe habe ich außerdem schon aber da gabs bereits 
Probleme mit den Behörden aufgrund von Lärm und Wasserschutz und so 
weiter. Die Genehmigung in Deutschland (Bayern) zum Goldwaschen mit 
Benzinmotor am Flussbett ist quasi nicht zu bekommen. Selbst mit Elekto 
ist es schwierig allerdings weit weniger auffällig und leiser als mit 
Benziner. Da habe ich persönlich die Erfahrung gemacht dass die Leute 
eher neugierig fragen was ich da gerade am Flussbett mache und ob ich 
schon was gefunden habe.

Beim Benziner wird schnell mal jemand vom Wasserwirtschaftsamt oder der 
Polizei vorbeigeschickt weil sich jemand am Lärm oder Gestank stört oder 
meint ich würde etwas illegales machen.
Gast #6006421
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Udo S. schrieb:
>
> Könnt ihr mal lernen richtig zu zitieren. Ich habe das nicht
> geschrieben, sondern darauf geantwortet.
> Benutzt einfach den "Markierten Text zitieren" Link unten rechts von
> jedem Beitrag, das kann jeder "digital native" ab 10 jahren.

Wenn man vom Smartphone aus zitiert, kann man keine Unterscheidungen 
mehr machen, weil auf der linken Seite immer nur ein einziger grüner 
Zitierstrich entsteht. Vom PC aus, hat man mehrere Striche in 
verschiedenen Farben.

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