Hallo zusammen, nachdem ich hier immer viel gelesen habe muss ich mich jetzt aber auch einmal mit einer Frage an Euch richten weil selbst stundenlanges Lesen im www mich nur noch mehr verwirrt. Ich habe eine HEX bzw. BIN Datei welche ich auf einen MKL02Z32VFG4 flashen möchte. Hier wäre der Link zu NXP: https://www.nxp.com/part/MKL02Z32VFG4 Das dient lediglich ein paar Tests, es soll/muss also kein Produktions-Programmer werden. Was für ein Programmiergerät kann man denn hier verwenden bzw. kann mir jemand etwas empfehlen? Die MCU hat einen Sockel 16-QFN (3x3). Nun habe ich schon echt viele Programmiergeräte im Netz gefunden, aber das geht von 20 EUR bis weit über 1000 EUR und oft steht gar nicht dabei für welche Typen diese geeignet sind. Ich hoffe mir kann jemand auf die Sprünge helfen und mir einen Tip für ein Programmiergerät (kann gerne über Software am Laptop laufen, muss also kein Stand-alone-Gerät sein) geben mit dem ich eine HEX/BIN Datei auf eine solchen MCU (komplett leer also frisch geliefert) geflasht bekomme. Vielen lieben Dank. Gruß Alex
Alex K. schrieb: > Nun habe ich schon echt viele Programmiergeräte im Netz gefunden, aber > das geht von 20 EUR bis weit über 1000 EUR und oft steht gar nicht dabei > für welche Typen diese geeignet sind Wenn nicht, keinesfalls kaufen. Aber seriöse Anbieter führen Kompatibilitätslisten, welche Devices man mit welcher Ausrüstung programmieren kann (dazu zählen ja auch die nötigen Adapter für unzählige Gehäusevarianten). Das sind aber Listen mit vielen hundert Einträgen, da muss man halt nachschauen ob das gewünschte dabei ist. Für conitec Galeps z.B. http://www.conitec.com/german/galep4device_list.htm Eine umgekehrte Liste, welche Programmer für einen bestimmten Device verwendbar sind, gibt es nicht, wer sollte denn so einen riesigen Aufwand treiben? Es gibt sicher mehr als hunderttausend programmierbare ICs. Georg
entweder irgendeine Hardware die von OpenOCD unterstützt wird (zum Beispiel so ein billiger ST-Link) oder kauf Dir einen J-Link EDU für 50€ (EDU bedeutet einmal am Tag kommt ein Nag-Screen der Dich daran erinnert daß Du per Indianerehrenwort versprochen hast es nicht kommerziell zu nutzen, ansonsten keine Einschränkungen) und mit diesem Gerät bist Du dann für die Zukunft für alles gerüstet denn kein anderes Gerät auf dem Markt unterstützt eine breitere Palette von Mikrocontrollern als dieser.
Vielen Dank erstmal. Ja an diesen J-Link Edu habe ich auch schon gedacht denn der unterstützt genau den MKL02Z32VFG4. Ich nutze diesen auch nicht kommerziell, sowas würde dann später sowieso ausgelagert beim PCB Hersteller aber das ist mir zum herum spielen jetzt zu teuer und eben ein Hobby Projekt derzeit. Allerdings bieten die keinen Adapter (zumindest nicht wie ich mir das vorstelle) von deren 20 Pin auf den QFN16. Es gibt QFN16 Sockel (in die man den Chip legt) die 16 Pins auf der anderen Seite der Platine haben aber das Kabel von dem J-Link hat 20 Pins. Hier werden dann scheinbar nicht alle benötigt und ich könnte mir evtl selbst dann einen passenden Adapter von 20 auf 16 Pins anfertigen. Muss ich aber herausfinden wie die Belegung ist. Für mich ist das Thema programmer leider total neu und habe bedenken da unnötig Geld heraus zu werfen, das habe ich schon zu oft in der Vergangenheit.
Alex K. schrieb: > Allerdings bieten die keinen Adapter (zumindest nicht wie ich mir das > vorstelle) von deren 20 Pin auf den QFN16. So macht man das doch auch gar nicht. Normalerweise braucht man als Minimum nur 4 Strippen: GND und VCC deines µC, dazu die 2 SWD-Signale (CLK und DATA). Besser wird es, wenn man dazu auch noch RESET hat. Du machst also deine Schaltung und Leiterplatte und du siehst für die Programmierzwecke irgend einen Anschluß deiner Wahl dafür vor. Wenn die SWDCLK und SWDATA Pins für was Anderes benötigt werden, dann mache es so, daß diese Pins in deiner Anwendung Ausgänge sind oder sieh irgendwas vor, um die Verwendung unterbrechen zu können, einen NullOhm-Widerstand z.B. Und von deinem Anschluß auf der LP bis zum Stecker am JLink ziehst du einfach ein paar Litzen. Wenn die nicht länger sind als ca. 20 cm, dann brauchst du dir auch über Impedanzanpassung etc. keine Sorgen zu machen. Abgesehen davon kann man beim JLink auch die SWD-Geschwindigkeit so niedrig wie man mag einstellen. W.S.
Hallo, ok jetzt wird mir so einiges klar. Es sind also nur 4 Leitungen notwendig. Wie gesagt ist das programmieren eines ICs/MCU für mich komplett neu. Dann werde ich jetzt nur noch herausfinden müssen welche SWD Signale (CLK und DATA) auf dem MKL02Z32VFG4 (die 16 Pin Version) sind. Im Datenblatt steht leider nicht direkt dort welche die sind. Hat da wer Erfahrung und kann mir helfen diese heraus zu finden? Der Pinout ist auf Seite 40: https://www.nxp.com/docs/en/data-sheet/KL02P32M48SF0.pdf Immer wieder Spannend ein neues Thema anzugehen aber kostet auch immer sehr viel Zeit. Viele Grüße Alex
Alex K. schrieb: > Dann werde ich jetzt nur noch herausfinden müssen welche SWD Signale > (CLK und DATA) auf dem MKL02Z32VFG4 (die 16 Pin Version) sind. > Im Datenblatt steht leider nicht direkt dort welche die sind. Doch, in der Tabelle unter 5.1: PTA0 und PTA2, also Pins 14 und 16.
Seite 37, Tabelle. Beim 16pinner sind die relevanten PINs 14 15 und 16. Steht doch da... Lesebrille verlegt ? ;)
Alex K. schrieb: > Dann werde ich jetzt nur noch herausfinden müssen welche SWD Signale > (CLK und DATA) auf dem MKL02Z32VFG4 (die 16 Pin Version) sind. Und vergiss nicht je einen 10k Pullup an DIO und an RESET zu machen. Meine allererste Kinetis-Platine hatte die nicht und hat mich nen halben Tag Rätselraten gekostet warum ich auf Biegen und Brechen keinen Connect mit dem J-Link bekam.
Oh man, ich habe die Tabellen angeschaut, für mich natürlich alles Fremdwörter und das habe ich tatsächlich übersehen. Leute ihr seit super, vielen Dank. Ich versuche mal mein Glück und bestelle mir ein J-Link und dann teste ich herum. Vielen dank nochmals. Gruß Alex
Bei Schaltungen in denen Du nicht beabsichtigst SWD oder DIO umzukonfigurieren um die Pins anderweitig zu nutzen wird die Verbindung der Reset-Leitung zum Programmer nicht benötigt, solange SWD/DIO noch ihre Funktion haben kann der Programmer den Chip zu jeder Zeit allein damit unter seine Kontrolle bringen. Erst wenn Du sie umkonfigurierst und SWD/DIO dadurch taub werden braucht der Programmer Reset um sich gewaltsam Gehör zu verschaffen.
Bernd K. schrieb: > Erst wenn.. Ich denke mal, so ein Strippchen läßt sich allzeit auch noch unterbringen. Kleine Steckverbinder mit 5 Kontakten gibt es ja genug. Und wenn's einem zu teuer wird für seine Serie, dann eben 5 Kontakt-Pads und eine passende Programmierfassung mit Nadeln für's Board Aber ein bissel blöd finde ich das schon, daß diese Chips keinen residenten Bootlader enthalten. Freescale schwätzt zwar bei einigen Chips von einem Bootlader (z.B. MKE1xFxx..): [Zitat] 23.2 Introduction The Kinetis bootloader is the program residing in the on-chip read-only memory (ROM) of a Kinetis microcontroller device. There is hardware logic in place at boot time that either starts execution of an embedded image available on the internal flash memory, or starts the execution of the Kinetis Bootloader from on-chip ROM." [ende] Die Jungs tun ja gerade so, als ob ein BL in jedem Kinetis enthalten sei, aber in der Realität ist mir bei denen bislang noch keiner untergekommen. Jedenfals nicht zum tatsächlichen Programmieren des Chips. (die angezogenen Typen im RefMan KE1xFP100M168SF0RM hab ich bislang noch nicht in den Fingern gehabt) W.S.
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