Hallo zusammen,
ich suche nach einem Sockel, wo man Widerstände innerhalb einer
Schaltung aufsetzen kann. Ich habe da ein Projekt, wo man mit
Widerständen experimentieren muss. Ich würde gerne die Widerstände
jedesmal in der Schaltung austauschen wollen. Gibt es dazu etwas? Ob es
SMD oder THT Widestände sind spielt keine Rolle.
MfG
Rudolph R. schrieb:> Irgendwo hatte ich mal Sockel für SMD Widerstände in Mini-Melf gesehen
Nennt sich Sicherungshalter. Es gibt Sicherungen in SMD Bauform(en).
Einen (Spindel)trimmer und wenn es passt, diesen dann am DVM ausmessen,
wäre auch eine Variante
GEKU schrieb:> Ich würde bei THT eine Buchsenleiste verwenden.>> https://www.reichelt.at//2/index.html?ACTION=2&GROUPID=7435&START=0&OFFSET=16&;>> Welche hängt vom Drahtdurchmesser und von der Anzahl ab.
Universal wird es, wenn man die Widerstände an eine Stiftleiste anlötet
und die in die Buchse steckt. Dazu wären SMD-Widerstände sogar recht gut
geeignet, die zwischen die Anschlüsse der Stifte passen.
Wenn Du nach der Fusenummer suchst findet man das hier:
Höhe: 2.69 mm
Länge: 6.1 mm
Breite: 2.69 mm
Sind also etwas größer. 2312 vielleicht hochkant.
https://de.wikipedia.org/wiki/Chip-Bauform
Donut schrieb:> ich suche nach einem Sockel, wo man Widerstände innerhalb einer> Schaltung aufsetzen kann. Ich habe da ein Projekt, wo man mit> Widerständen experimentieren muss.
Es gibt die gedrehten Kontakte, die man in den IC-Fassungen hat,
auch einzeln, Die kann man dann in ein Loch der Platine löten.
Wenn man die nicht extra bestellen will, kann man auch mit
einem Seitenschneider eine IC-Fassung "knacken".
Donut schrieb:> Ich würde gerne die Widerstände> jedesmal in der Schaltung austauschen wollen. Gibt es dazu etwas?
Das macht man eigentlich ein bisschen anders. Entweder, wie schon jemand
sagte, ein Trimmer / Potentiometer, oder man schließt eine
Widerstandsdekade an. Eine Widerstandsdekade ist ein in Schritten
einstellbarer Widerstand.
Widerstandsdekaden gibt es in, mit und für alle möglichen Formen,
Größen, Genauigkeiten, Einstellbereichen und Belastbarkeiten. Preislich
ist dabei alles drin, von 10 Euro bis ein paar 1000 Euro, je nachdem was
man so braucht.
Dietrich L. schrieb:> Universal wird es, wenn man die Widerstände an eine Stiftleiste anlötet> und die in die Buchse steckt. Dazu wären SMD-Widerstände sogar recht gut> geeignet, die zwischen die Anschlüsse der Stifte passen
Diese Lösung finde ich sehrgut .
Dann könnte man durch Parallelschaltung eines zweiten Widerstandes |:|
Toleranzen ausgleichen oder sogar Widerstandswerte außerhalb der E-Reihe
bilden:
https://www.changpuak.ch/electronics/calc_06.php
Eine Lösung, die wenig kostet und schnell zur Hand ist:
Nimm gewöhnliche IC-DIL-Fassungen. Handelsüblich sind sie mit 8 bis 20
Pins, und die meisten sind (!)stapelbar(!).
Eine Fassung lötest du wie gewöhnlich in die Platine ein, dann steckst
du die Zweite dort hinein und lötest an den auf der Oberseite
herausschauenden Kontakten die benötigten Widerstände, Kondensatoren,
Transistoren etc. fest.
Bei Schaltungsänderungen tauscht du einfach dieses steckbare "Modul"
komplett aus.
Hannes J. schrieb:> Eine Widerstandsdekade ist ein in Schritten> einstellbarer Widerstand.>> Widerstandsdekaden gibt es in, mit und für alle möglichen Formen,> Größen, Genauigkeiten, Einstellbereichen und Belastbarkeiten.
Sind aber oft wegen der langen Zuleitungen (parasitäre Elemente,
Störeinstrahlung) nicht verwendbar.
Hp M. schrieb:> Bei Schaltungsänderungen tauscht du einfach dieses steckbare "Modul"> komplett aus.
Hier mal ein Bild einer kleinen Schaltung, die ich vor langer Zeit auf
diese Weise aufgebaut hatte.
Modul mit mechanisch großen und eng tolerierten Folienkondensatoren in
dem einem Sockel, deren Wert es auszuprobieren galt, und SMD-Widerstände
in dem anderen Modul.
Der 8-Beinige ist ein PIC12F675.
Andreas S. schrieb:> sondern es sind "bedrahtete Widerstände ohne> Anschlussdrähte"
Das tollste, was ich seit langem gehört habe...sorry, könnte mich
kringeln...
Rainer
Rainer V. schrieb:> Andreas S. schrieb:>> sondern es sind "bedrahtete Widerstände ohne>> Anschlussdrähte">> Das tollste, was ich seit langem gehört habe...sorry, könnte mich> kringeln...
Dann schaue Dir doch einfach die Historie von SMD-Bauelementen an. Der
wichtigste Anlass, SMD (damals noch "planar mounting" genannt) überhaupt
zu entwickeln, waren die Saturn- und Apollo-Projekte. Damals(tm) wäre es
für die Hersteller ein gewaltiges technisches Risiko gewesen, komplett
neue Gehäusetypen zu entwickeln, ohne zu wissen, ob sich der neumodische
SMD-Kram wirklich durchsetzen und wie die Qualität sein wird. Selbst in
den frühen 1980er Jahren waren SMD-Bauelemente auch noch wesentlich
teurer als bedrahtete.
Bei Dioden im MELF-Gehäuse sieht man ganz besonders gut, welchen
Ursprung sie haben, nämlich die äquivalenten Typen im bedrahteten
Glasgehäuse:
https://en.wikipedia.org/wiki/Metal_electrode_leadless_face#/media/File:Mini-MELF_diode.jpg
Die heute üblichen Chip-Bauformen wurden eher für Hybrid-Schaltkreise
entwickeln.
Andreas S. schrieb:> Der> wichtigste Anlass, SMD (damals noch "planar mounting" genannt) überhaupt> zu entwickeln, waren die Saturn- und Apollo-Projekte
Ja Mann, und es ist trotzdem so lustig wie Klopapierrolle ohne
Klopapier! Oder wie der Engländer sagt: A cup of tea without sugar.
Sorry Sir, sugar is out...Oh, then tea without milk...
Kapiert? Gruß Rainer
Rainer V. schrieb:> Andreas S. schrieb:>> Der>> wichtigste Anlass, SMD (damals noch "planar mounting" genannt) überhaupt>> zu entwickeln, waren die Saturn- und Apollo-Projekte>> Ja Mann, und es ist trotzdem so lustig wie Klopapierrolle ohne> Klopapier! Oder wie der Engländer sagt: A cup of tea without sugar.> Sorry Sir, sugar is out...Oh, then tea without milk...> Kapiert? Gruß Rainer
Den kenne ich anders:
Keine Gurken haben wir nicht, hier gibt's nur keine Kartoffeln.
Versuchen Sie es gegenüber, da bekommen Sie auch keine Gurken.