Kupferlackdraht ist zwar wahrscheinlich ausreichend Wasserbeständig
(wenn es keine Fehlstellen/Kratzer im Lack gibt) aber der hat nur eine
Ader. Für die Messung braucht man zwei Adern und wenn die keinen exakt
definierten Abstand haben, dann gibt es allein dadurch Variationen der
Kapazität. Einfach nur Verdrillen wird wohl nicht reichen.
Mechanisch wäre so etwas wie eine Stegleitung besser geeignet, weil da
der Abstand zwischen den Adern recht starr ist und ein signifikanter
Teil des elektrischen Feldes (und damit der Kapazität) durch die
Umgebung (und nicht nur durch die Isolierung) geht. Allerdings sind
Stegleitungen nur für Verwendung in trockenen Räumen zugelassen (ok die
Zulassung bezieht sich auf Verwendung für 230V, bei einem kapazitiven
Sensor mit Kleinspannung kann man es auch einfach versuchen) und es
besteht zumindest ein gewisses Risiko, dass langfristig Wasser in die
Isolierung eindringt und eventuell geringfügig die Kapazität ändert.
Noch eine Idee wären zwei Koaxialkabel (oder irgendwelche anderen
geschirmten Netzwerkkabel/Steuerleitungen/...) nebeneinander, wobei nur
der Außenleiter wirklich verwendet wird (der Innenleiter kann einfach
mit dem Außenleiter verbunden werden). Mechanisch müsste man die Kabel
gut verbinden (z.B. Kabelbinder alle paar cm), so dass sich nicht viel
am Abstand ändern kann. Das Kabel sollte natürlich eine dauerhaft
wasserdichte Isolierung haben, also wenn möglich Polyethylen und nicht
PVC.