gesucht schrieb:
> jeden Tipp...
Na, mal versuchen:
Ich habe früher mit der galvanischen Trennung von analogen Videosignalen
zu tun gehabt. Mindestens 50 Hz bis 5 MHz müssen dabei übertragen
werden. Da gab es teure Trafos, unendlich viele Windungen dünnsten
Drahtes - ich habe so ein Teil mal zerlegt gesehen bzw. gehabt, aber nie
vermessen. Ich denke, dass die Koppelkapazität sehr hoch gewesen sein
muss.
Ich habe eigene Lösungen geschaffen, aber das sind _keine passiven
Trafos_ (!). Wenn es bei dir ein passiver Trafo sein muss, brauchst du
nicht weiter zu lesen. Aber bei "jeden Tipp..." vielleicht.
Lösung 1: Ich weiß nicht, wie man es nennt (Hinweise willkommen): Wenn
man den Ausgang eines Trafos kurzschließt, bekommt man als
Stromübertrager eine wesentlich höhere Bandbreite als bei einem
Spannungsübertrager, weil die Hauptinduktivität eine erheblich geringere
Rolle spielt. Am Ausgang des Trafos wird also ein
Strom-zu-Sannungswandler (Op-Amp mit nur einem Widerstand in der
Gegenkopplung) gebraucht und am Eingang muss man die Signalspannung zu
einem Signalstrom wandeln. Ohne Verstärker geht das einfach mit einem
Widerstand, der dann aber die Signalquelle belastet. Perfekt für
Videosignale, die mit 75 Ohm abgeschlossen werden müssen. Der Trafo war
ein kleiner Ferritkern mit geringer Koppelkapazität und gut zu
isolieren.
Lösung 2: Analoge Schaltung mit einem schnellen Optokoppler. Erfordert -
außer einem besonderen Optokoppler - aktive Elektronik auf beiden Seiten
und daher auch einen potentialfreien DC-DC-Wandler.
Beide Schaltungen haben wenige cm² Leiterplatte gebraucht und ca. 10 Hz
bis 10 MHz übertragen.
Nebenbei: Wichtig ist, wie groß die zu übertragenden Spannungen sind,
und wie hoch die Quelle belastet werden darf.