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Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP Mikrofon Empfehlung um später Raumakustik zu bewerten am PC per VB.net


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Autor: Jens (Gast)
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Hi,

kennt jemand ein Mikrofon, dass er für folgendes empfehlen kann:

Ich möchte mit einem selbst geschriebenen Programm in VB.net die Akustik 
eines Raumes bewerten. Wie laut ist das Signal in dB an der Stelle des 
Raumes an dem das Mikrofon steht (dB in Bezug auf die menschliche 
Hörschwelle).


Gibt es so was wie ein SDK von den Herstellern für Mikrofone bei 
bestimmten Modellen?

Autor: Bonzo (Gast)
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ARTA müsste das können

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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Jens schrieb:
> Ich möchte mit einem selbst geschriebenen Programm in VB.net die Akustik
> eines Raumes bewerten.
Was soll das Programm genau tun?

Die Reflektionen messen, nehme ich an. Das gibt es schon und nennt sich 
"Room EQ Wizzard". Siehe mal die Recording-Foren. Die sind voll mit 
Artikeln dazu.

Nur für spezielle Dinge und früher muss(te) man da selber ran. Beispiel: 
3D-Anpassung über die Zeit. Das mache ich über einen DSP, mittlerweile 
einem FPGA. Hinzu kommt ein spezieller GEQ mit sehr hochauflösender FFT. 
Das kriegt der PC in Echtzeit und der Genauigkeit nicht hin.

Für den Hausgebrauch reicht REW aber 10mal.

> Wie laut ist das Signal in dB an der Stelle des
> Raumes an dem das Mikrofon steht
Das hängt neben der Beschaffenheit der Wänden auch von der 
Abstrahlcharakteristik des Lautsprechers ab. Dazu brauchst du erst 
einmal einen homogenen Strahler der eingemessen ist. Z.B. sowas hier:

Youtube-Video "Testlautsprechersystem in Dodekaederform zur Rundabstrahlung"

So einen habe ich seinerzeit auch mal aufgebaut. Das ist dann wieder 
eine Herausforderung, das System rundherum linear zu bekommen. Dies war 
wieder eine Aufgabe für einen DSP. Die volle Bandbreite geht aber auch 
dann nicht.

Der REW spart sich übrigens diesen Schritt und misst den Raum mit den 
eigenen Monitoren ein. D.h. er spielt einen sweep ab und misst die 
Reflektionen dynamisch mit. Somit ist der Lautsprecher in der Messung 
mit drin. Das ist auch sinnvoll, weil die ja später auch benutzt werden, 
um die Mischungen zu beurteilen.

Resultat: Man braucht mehrere REW-Messungen für jedes Monitor-Paar. Es 
reicht aber der Normabstand im Abhördreieick. Für dich wird das dann 
sehr umfangreich, den gesamten Raum abzutasten.

Viel Spass!


> (dB in Bezug auf die menschliche
> Hörschwelle).
Ah, noch eine Herausforderung! Dies ist leider noch ein weiterer 
Parameter für dich, denn:

Das Gehör ist nicht linear und nicht homogen über den Frequenzgang. 
Siehe "Hörkurven". Du solltest dich da festlegen.

Die Tontechniker lösen das Problem mit einem Normpegel um die 85dB. 
Manche nehmen 84dB. Manche auch etwas mehr. Ich nehme ein Zweipunktsytem 
mit 88dB und 80dB gemessen bei PinkNoise. Das eine für Sprache, das 
andere für Musik. Musik mit mehr Bandbreite nach unten.


> Gibt es so was wie ein SDK von den Herstellern für Mikrofone bei
> bestimmten Modellen?

Es gibt Messkurven, mit denen man die Mikros "kalibieren" kann. Diese 
werden z.B. auch REW mitgeteilt.

Dazu gibt es für Audio-DSP-Kits einige LIBs zur Klangkorrektur. Die 
könnten eventuell nützlich sein.

MATLAB hat noch eine toolbox für Signalverarbeitung. Dort finden sich 
ebenfalls Filter, die direkt für solche Korrektur und Messanwendungen 
einsetzbar sind.

: Bearbeitet durch User
Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Brüel & Kjær haben alles was du brauchst.
https://www.bksv.com/de-DE

Autor: RMAA Fan (Gast)
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"3D" Mikros nehmen die Raum Reflexionen mit auf.

z.B.
Sennheiser VR Mic
Rode NT-SF1
Zoom H3-VR
Zylia Pro Have it all

Autor: Oli (Gast)
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RMAA Fan schrieb:
> "3D" Mikros nehmen die Raum Reflexionen mit auf.

Normale nicht?

Autor: Audiomann (Gast)
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Der TE scheint schon wieder abgetaucht.
Sicher auch, weil die erwartete Einfachheit der Anwendung nicht gegeben 
ist.

Autor: Old P. (old-papa)
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Ich nutzte für solche Zwecke ARTA und ein mittelteures "Messmikrofon" 
(ca. 200 Euro)
Das Geraffel (extra gebaute Arta-Box plus Holzstativ und Mikro) liegt 
seit Jahren irgendwo in einer Kiste..... Lautsprecher bau ich keine mehr 
und  "Raumakustik" mach ich nur noch nach alter Väter Sitte durch 
abklatschen des (Veranstaltungs) Raumes, das reicht für meine Zwecke 
auch.
Heute stellen sich Kollegen mit dem SF und irgendeiner App hin und 
meinen tatsächlich, dass sie damit "messen"

Will sagen, ein Mikrofon zum wirklichen Messen ist nicht ganz billig, 
leider habe ich meinen Typ nicht mehr im Kopf. Je nach Programm muss man 
auch dessen Charakteristik kennen und als Werte in die Parameter des 
Programms (z. B. ARTA) eingeben.

Old-Papa

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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Viele messen mit dem Behringer EC8000. Ich empfehle als Alternative das 
"Haun MBC 550 Kalibrier- und Testmikrofon" (gibt es auch beim großen T). 
Auch Sennheiser hat eines in der Produktpalette.

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