Optokoppler 4N35 Fragen

Gast #6015922
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Hallo,
ich habe kein weitreichendes Verständnis von Elektronik und habe mir so 
manches im Netz selbst beigebracht und schon einige Erfolge errungen. So 
beschäftige ich mich (wie so mancher auch hier schon) mit Fernauslösung 
von DSLR Kameras (in meinem Fall CANON EOS 77D), und habe schon Erfolg 
gehabt mit einem Bewegungsmelder-Auslöser via Arduino Nano V3, HC-SR501 
PIR und Optokoppler 4N35. Das funktionierte einwandfrei.

Nun wollte ich nach dem gleichen Prinzip eine Schaltung bauen die über 
einem Annäherungssensor auslöst. Nur hier habe ich plötzlich den Effekt, 
dass an den 4N35 Ausgängen nicht mehr potenzialfrei geschaltet wird und 
zwar immer nur bei Verbindung zur Kamera.

Dann habe ich eine kleine Testschaltung aufgebaut (siehe Bilder) bei 
denen mein Problem nachvollzogen werden kann: In der Variante (1), bei 
der es funktioniert, lasse ich mir über eine mit Strom versorgte LED den 
Schaltvorgang des 4N35 anzeigen, das klappt. In Variante (2), teste ich 
gegen ein Multimeter mit Durchgangsprüfer (oder Kamera Direktanschluss) 
das funktioniert nicht.

Wie schon gesagt, nach gleichem Prinzip funktioniert ja schon der 
Bewegungsmelder-Auslöser.

Kann jemand helfen dieses Problem zu erklären bzw. aufzulösen? Ich wäre 
sehr Dankbar über jede Anregung die mir beim Beschalten des 4N35 hilft.
Angehängte Dateien:
Gast #6015954
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Am Multimeter Durchgangsprüfer ohne Wirkung. Bei der Testschaltung mit 
LED wirkt sich das in einer geringeren LED Leuchtkraft aus. Das heißt 
doch aber das zwischen Emitter und Kollektor ein Widerstand wirkt? Wieso 
nicht auch schon bei meiner erfolgreichen Schaltung mit dem 
Bewegungsmelder?
Gast #6015969
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Habe das Problem mal anders angegangen und vielleicht gelöst: Habe den 
Kamera-Akku voll geladen und dann nochmals getestet (egal wie herum ich 
anschließe E-K oder K-E) es funktioniert. Wird wohl ein halb entladener 
Kamera-Akku sein, der nicht genug Leistung am der Fernauslöser-Buchse 
liefert? Kann das jemand nachvollziehen?
Danke erstmal dass Ihr mich inspiriert habt :-)
(Firma: L-E-A) #6015970
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WiWa53 (Gast) schrieb:

> Dann habe ich eine kleine Testschaltung aufgebaut (siehe Bilder) bei
> denen mein Problem nachvollzogen werden kann: In der Variante (1), bei
> der es funktioniert, lasse ich mir über eine mit Strom versorgte LED den
> Schaltvorgang des 4N35 anzeigen, das klappt. In Variante (2), teste ich
> gegen ein Multimeter mit Durchgangsprüfer (oder Kamera Direktanschluss)
> das funktioniert nicht.

Ich wage zu bezweifeln, dass Deine Variante 1 funktioniert. Hinweis: Der 
lange Stich des Batteriesymbols zeigt den positiven Pol.

...und zu Deinem 2. Versuch: Der Emitterpfeil zeigt die (techn.) 
Stromrichtung durch den Transistor an. Also die positive Klemme des 
Durchgangsprüfers an den Collector, die negative an den Emitter.

Grüßle
Volker
Gast #6016009
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Volker: Schaltung 1 funktioniert nun mit geladenem Kamera-Akku, egal in 
welcher Richtung ich die Pole des Kamerafernauslösers ich beschalte. Mit 
LED funktionierte es ja auch schon (E->K und K->E) nur das die LED 
unterschiedlich stark leuchtete.

Harald: Wie die Innenschaltung bei der Kamera aussieht weiß ich auch 
nicht, im Prinzip schaltet man hier kurz (auf Durchgang, oder mit einem 
einfachen Taster), das sollte der 4N35 am Ausgang ja leisten?!
Gast #6016014
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Und Volker: Sorry, wie einleitend gesagt bin ich nicht der 
Elektroniker-Profi, da kann schon mal bei der Symbollogik eines 
Batteriesymbols was schief gehen. Sorry dafür, werde es mir merken. Eine 
echte 9V Block-Batterie werde ich vermutlich nicht verkehrt herum 
anschließen ;-)
#6016028
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WiWa53 (Gast) schrieb:

> Im Web gibt es viele solche Lösungen mit dem 4N35, sollten
> die alle falsch sein?

Da kennen die Nutzer vermutlich die Innenschaltung. U.a. leitet
der 4N35 nur in einer Richtung. Ausserdem ist der mögliche Strom-
fluss von der Ansteuerung des Eigangs abhängig. Und OKs altern,
das heisst, der mögliche Ausgangsstrom wird immer geringer. Alles
Probleme, die es mit einem Relais nicht gibt.
Gast #6016508
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Wolfgang schrieb:
> Du scheinst den Stromfluss bei Auslösung einer Canon EOS deutlich zu
> überschätzen. Es ist überhaupt kein Problem, die Kamera über einen
> Optokoppler auszulösen.

Du kennst den Unterschied zwischen Strom und Spannung?

Der Ausgang des 4N35 ist ein bipolarer Transistor, der eine 
CE-Restpannung hat. Weisst Du, wieviel die Kamera im Grenzbereich (Akku 
leer, kalt) noch toleriert?

Der Transistor ist polungsabhängig, aber gut, das kann man ausmessen 
oder ausprobieren.

Wer sich hier unnötige Probleme ersparen will, ich wäre so einer, nimmt 
ein kleines Relais und fertig.

Wenn es unbedingt ein Halbleiter sein muß, weil man Relais nicht 
verstanden und deshalb Angst vor deren Einsatz hat, könnte man zum 
Photo-MOS greifen, da ist zumindest die Restspannung am Ausgang 
erheblich geringer.
Gast #6016530
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Manfred schrieb:
> Der Ausgang des 4N35 ist ein bipolarer Transistor, der eine
> CE-Restpannung hat. Weisst Du, wieviel die Kamera im Grenzbereich (Akku
> leer, kalt) noch toleriert?

Nein, weiß ich nicht.
Ich weiß nur, dass meine Canon mit einem Optokoppler zuverlässig 
auslöst, auch bei minus 10°C.
#6016557
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Canon EOS kann man sowohl via Optokoppler, Transistor in OpenCollector 
-Schaltung oder direkt mit dem Portpin eines AVR (im OC-Mode) 
zuverlässig auslösen.

Getestet mit:

EOS 450D
EOS 100D
EOS 40D
EOS 7D
EOS 5DmkIII

Das ist auch vollkommen unabhängig vom Zustand des Akkus.
So lange die Kamera damit funktioniert, funktioniert auch der 
fernauslöser.

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