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Forum: PC Hard- und Software Taste 1 drücken?


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Autor: Rainer P. (Gast)
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Mario M. schrieb:
> Es geht um Telefonbetrug, man soll für die Auszahlung eines
> vermeintlichen Gewinns vorab eine Gebühr bezahlen. Den Gewinn bekommt
> man natürlich nicht und das Geld ist weg. Wenn Du die Telefonnummer
> hast, informiere den Verbraucherschutz und die BundesNetzAgentur.

Ob man für einen vermeintlichen Gewinn vorab eine Gebühr bezahlen soll 
oder nicht ging aus dem Anruf nicht hervor. Es ging darum, den 
Angerufenen zum Drücken der Taste 1 zu animieren. Und die Frage war, was 
kann nun ungutes passieren, wenn man die Taste 1 drückt.

Das Szenario "Drücken Sie die Taste 1, wenn Sie ..." kennt jeder von 
eigentlich jeder Hotline. Nur ruft man hier aktiv eine Hotline an. Dass 
Ganze nun andersrum (jemand anruft mich an und fordert mich zum Drücken 
der "Taste 1" auf), erlebe ich erstmalig.

Die übermittelte Telefonnummer habe ich, doch wird selbige sicherlich 
getürkt sein. Macht es Sinn, den Verbraucherschutz und die 
BundesNetzAgentur dennoch einzuschalten?

Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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Ja, da es sich m.E. um Betrug mittels R-Gespräch handelt: du willigst 
mit der 1 ein, die Kosten des Gesprächs zu übernehmen, und das ist deren 
Geschäft.
Die sollten dir normal genannt worden sein, aber wer weiß...

Beitrag #6021107 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Rainer P. (Gast)
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Jens M. schrieb:
> Ja, da es sich m.E. um Betrug mittels R-Gespräch handelt: du willigst
> mit der 1 ein, die Kosten des Gesprächs zu übernehmen, und das ist deren
> Geschäft.

R-Gespräch? Das gibt es doch nur in amerikanischen Krimis?
Auch bei uns? Wäre mir neu.

Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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Rainer P. schrieb:
> R-Gespräch? Das gibt es doch nur in amerikanischen Krimis?
> Auch bei uns? Wäre mir neu.

Erstmal: du glaubst doch nicht, das die Jungs eine nachverfolgbare 
deutsche/europäische Nummer haben? Da würden die doch gleich gecatcht.
Im Ausland ist R üblich.
Und dann: https://telefonkarte.telekom-dienste.de/r-gespraech :)

Autor: Georg (Gast)
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Rainer P. schrieb:
> R-Gespräch? Das gibt es doch nur in amerikanischen Krimis?
> Auch bei uns? Wäre mir neu.

Die Funktion ist uralt, die gabs schon, als noch das Fräulein vom Amt 
vermittelt hat. Das funktioniert auch weltweit, natürlich auch bei uns. 
Es ist bloss nicht gebräuchlich, Schwaben z.B. kann man so eher nicht 
anrufen (Mr gäbet nix).

Georg

Autor: Rainer P. (Gast)
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Georg schrieb:
> Die Funktion ist uralt...

Interessant, dass dies auch hier geht, ist mir neu. Allerdings gehöre 
ich auch nicht zu denen, die mit dem Telefon ins Bett gehen. Wieder was 
gelernt. Also werde ich künftig mal die "1" drücken und mal sehen, was 
passiert. Wenn alles so funktioniert wie in dem Link von Jens 
beschrieben, kann man solch ein "R"-Gespräch einfach ablehnen und 
fertig. Also eigentlich kein Grund zur Panik.

Jens M. schrieb:
> Erstmal: du glaubst doch nicht, das die Jungs eine nachverfolgbare
> deutsche/europäische Nummer haben? Da würden die doch gleich gecatcht.

Im Rufnummernspeicher des Routers finde ich die Nummer 0800000600060. 
Ich meine aber, dass im Mobilteil nach 0800 andere Zahlen angezeigt 
wurden. Die vielen Nullen wären mir aufgefallen.

Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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Rainer P. schrieb:
> Also werde ich künftig mal die "1" drücken und mal sehen, was
> passiert. Wenn alles so funktioniert wie in dem Link von Jens
> beschrieben, kann man solch ein "R"-Gespräch einfach ablehnen und
> fertig. Also eigentlich kein Grund zur Panik.

Du hast aber schon verstanden, das das Drücken der 1 die Annahme der 
Kosten darstellt?
Die sollten dir zwar genannt worden sein, aber nicht jeder TK-Anbieter 
muss sich offensichtlich an so strenge Regeln halten wie die Telekom...

Rainer P. schrieb:
> Ich meine aber, dass im Mobilteil nach 0800 andere Zahlen angezeigt
> wurden. Die vielen Nullen wären mir aufgefallen.

Evtl. zeigen beide Geräte nur jeweils eine Nummer an, der Anrufer hat 
aber mehrere übertragen.
Soweit mir bekannt kann man insgesamt 3 Nummern senden lassen:
1. die reelle Nummer des Anschlusses, der Standort quasi
2. die Durchwahl der Nummer, also "wie erreiche ich den TN in der Form 
in der er sich gerade befindet"
3. die gewünschte Rückrufnummmer

Das wäre z.B. bei einem zuhause arbeitenden externen MA 1. seine 
Rufnummer zuhause, 2. sein Arbeitsplatz und 3. seine 
Sekretärin/Zentrale.
Bei den meisten Leuten sind alle 3 gleich, oder zumindest 1 & 2 sind 
identisch.
Fälschen lassen sich alle, wenn der TK-Anbieter genug Geld bekommt.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Jens M. schrieb:
> Soweit mir bekannt kann man insgesamt 3 Nummern senden lassen:
> 1. die reelle Nummer des Anschlusses, der Standort quasi
> 2. die Durchwahl der Nummer, also "wie erreiche ich den TN in der Form
> in der er sich gerade befindet"
> 3. die gewünschte Rückrufnummmer

IIRC gibt's normalerweise nur zwei Nummern zur Auswahl; die "network 
provided" number, die vom Netzbetreiber (des Anrufers!) vergeben wird 
und die "user provided" number, die der Anrufer selbst eintragen kann, 
wenn er die Berechtigung dazu besitzt. Das ist beispielsweise seriös 
sinnvoll, wenn dort eine echte 0800er Nummer für Rückrufe eingetragen 
wird.

> Fälschen lassen sich alle, wenn der TK-Anbieter genug Geld bekommt.

Wenn der TK-Anbieter DES ANRUFERS genug Geld bekommt. Der Anbieter des 
angerufenen Opfers kann da wenig tun, da solche "faulen" Calls meist aus 
dem Ausland über weitere Transitnetze hereinkommen; da kann der 
Ziel-Netzprovider die angelieferten Daten nur entweder glauben oder 
generell verwerfen; prüfen kann er da nix.

Autor: Ingo W. (uebrig)
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Matthias L. schrieb:
> IIRC gibt's normalerweise nur zwei Nummern zur Auswahl; die "network
> provided" number, die vom Netzbetreiber (des Anrufers!) vergeben wird
> und die "user provided" number, die der Anrufer selbst eintragen kann,
> wenn er die Berechtigung dazu besitzt.

Das war zu ISDN-Zeiten.
An die Stelle der "network provided number" ist im SIP die "asserted 
identity" getreten, in der der Anrufer eine gültige (ihm gehörende) 
Rufnummer übertragen muss, wenn er in der "from"-Adresse (welche 
üblicherweise am Ziel angezeigt wird), Ungültiges übertragen möchte. Als 
dritte Absenderadresse gibt es noch die "contact"-Adresse, die aber von 
den meisten Geräten nicht angezeigt wird.

Autor: Boris (Gast)
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> ... BundesNetzAgentur ...

Auf jeden Fall einschalten. Es werden immer wieder Nummer bzw. 
Nummernblöcke gesperrt. Zudem geht es Online. Was die Sache einfach 
macht.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Ingo W. schrieb:
> Das war zu ISDN-Zeiten

Intressant, danke!

Allerdings sind diese Zeiten insbesondere an den Netzübergängen noch (!) 
nicht gänzlich vorbei, da ist SS7 manchmal der kleinste gemeinsame 
Nenner.

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