mikrocontroller.net

Forum: HF, Funk und Felder Funktechnologie zur Distanzmessung? Entscheidung ob man sich zum Sender hin- oder von ihm wegbewegt.


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
Autor: Daniel Q. (schwimmbad)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen.


Mit meinem Projekt will ich im Schwimmbad Bahnen (=Längen) zählen.
Dabei habe ich einen (aktiven) Sender am Beckenrand, z.B. auf dem 
Startblock. Dieser misst den Abstand zu einem kleinen, leichten (wenn 
möglich passiven) ID-Chip den ich an meiner Schwimmbrille befestige.

Um meine Bahnen zu zählen muss ich nur entscheiden, ob ich mich zum 
Sender hin bewege oder von ihm weg. Wenn ich mich während ~30 Sekunden 
von ihm wegbewegt habe und danach während ~30 Sekunden zum Sender 
hinbewege, dann zähle ich eine Bahn hoch...

Soweit das Konzept. Jetzt die Frage: was für eine Technologie nehme ich 
hier am besten? Wie fange ich mit sowas an?

Der ID Chip wird immer wieder im Wasser sein, die Signalstärkenmessung 
wird sehr stark rauschen. Ist mir bewusst, dass ich sowieso sehr 
stark/robust mitteln muss. Maximale Entfernung wäre 25m bzw. 50 m.

Könnte das mit RF-ID funktionieren? Wäre die Signalstärkenmessung genau 
genug?

Oder doch eher Richtung Bluetooth? Dann müsste der ID-Chip aber auch 
eine Batterie haben (und wasserdicht sein), oder? Dasselbe mit Zigbee, 
oder?

Kennt ihr andere Technologien?

Die Entfernung muss ich nicht wirklich genau messen, nur einen Trend 
erkennen (Signal wird schwächer bzw. Signal wird stärker). Wichtig ist, 
dass das Teil an der Schwimmbrille klein/leicht/wasserdicht ist, soll 
beim Schwimmen nicht stören.

Hat da jemand Erfahrung mit? Wäre froh um einen Kick in die richtige 
Richtung, damit ich mich hier nicht schon von Anfang an in die falsche 
Technologie 'verrenne'.

Kosten für das Ganze sollten 'hobbymässig' sein, alles unter 100€ für 
das Gesamtsystem (Microcontroller/Display/Powerbank für den Sender am 
Beckenrand) wäre akzeptabel.

Merci, Daniel

Autor: Egon D. (egon_d)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Daniel Q. schrieb:

> Kennt ihr andere Technologien?

Badekappe und Badehose mit eingewebtem QR-Code.

Autor: Daniel Q. (schwimmbad)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nette Idee. Aber dann müsste ich optisch bestimmen ob der QR-Code 
grösser oder kleiner wird
- das wäre noch mühsamer als über die Signalstärke
- (Killerkriterium) dann müsste ich eine Kamera im Schwimmbad 
aufstellen. Da schmeisst dich jeder Bademeister (zu Recht) sofort 
raus...

Autor: Alopecosa (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Decawave

Sind kleine uwb Module. Ob das mit der Reichweite hin kommt müsste man 
mal probieren.

Autor: kein gast (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Strichkot....hihi damit markierst Du die geschwommene Bahn:-)
Ultraschall scheidet aus? hmm..aber das würde auch nicht..das 
reflektiert zu sehr..hmm
stimmt steht ja da..hmm
Ich überlege mal..bin erst mal unterwegs:-)

Autor: kein gast (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ob Sonar so knapp unter dem Wasser funktionieren kann?
Nein, vermutlich nicht:-(

Autor: Daniel Q. (schwimmbad)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Klingt interessant. Reichweite würde gemäss Hersteller passen.
'Tag' ist allerdings aktiv, braucht eine Batterie.

Aber Danke schon mal für den Hinweis, uwb als Technologie könnte passen

Autor: Harald A. (embedded)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
RFID wird schon bei Distanzen >30cm aufwändiger, da sehe ich keine 
Chance. Bei MC Donalds funktionieren die Tischaufsteller mit Bluetooth, 
das taugt für ein ungefähres Lokalisieren. Allerdings nur dann, wenn du 
die Sender an definierten Orten anbringen kannst. Vielleicht geht es mit 
zwei Sendern in zwei Taschen vorne und hinten am Becken, im Sinne 
zunehmender und abnehmender Feldstärke.
UWB von Decawave geht vielleicht auch, auch hier wie bei Bluetooth das 
„vielleicht“ in Bezug auf das Wasser.

Ganz so superklein als Microsender an der Brille wird es nicht werden. 
Eine Batterie ist in beiden Fällen notwendig. Gehäusetechnik ist kein 
einfaches Vorhaben, den nächsten Gedankenblitz „Verguss“ wird man 
ebenfalls nicht erfolgreich aus dem Ärmel schütteln.

Autor: micha (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wie machst du deine Wende? Imho gibt es Projekte, die die Bahnerkennung 
bzw Wende mittels Trägheitssensoren/Gyro bestimmen. Eventuell am Kopf 
befestigt. Vorteil du brauchst keine Sender. Hm. War eventuell sogar ein 
ELV / Elektor Projekt...

Autor: Daniel Q. (schwimmbad)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
micha schrieb:
> Wie machst du deine Wende? Imho gibt es Projekte, die die Bahnerkennung
> bzw Wende mittels Trägheitssensoren/Gyro bestimmen.

...manchmal Rollwende, manchmal nicht. Aber stimmt schon, gewisse 
Sportuhren machen das mit Trägheitssensoren/Gyro. Aaaber, das Display um 
den Längenzähler anzuzeigen, bräucht ich trotzdem noch irgendwo. Und Uhr 
am Arm will ich nicht, stört mich beim Schwimmen

Autor: Daniel Q. (schwimmbad)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald A. schrieb:
> Ganz so superklein als Microsender an der Brille wird es nicht werden.
> Eine Batterie ist in beiden Fällen notwendig. Gehäusetechnik ist kein
> einfaches Vorhaben, den nächsten Gedankenblitz „Verguss“ wird man
> ebenfalls nicht erfolgreich aus dem Ärmel schütteln.

jaa, klingen vernünftig deine Argumente. Tendiere momentan so richtung 
BLE-beacon, die gibts schon ziemlich klein...

Autor: my2ct (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Daniel Q. schrieb:
> Um meine Bahnen zu zählen ...

Früher (tm) haben wir in der Schule noch gelernt, selbst zu zählen ;-)

Autor: Blechbieger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wäre Radar eine Option?

People Counting and Tracking Reference Design Using mmWave Radar Sensor
http://www.ti.com/tool/TIDEP-01000

Keine Ahnung ob das ein lizenzfreies Frequenzband ist.

Autor: Daniel Q. (schwimmbad)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Blechbieger schrieb:
> Wäre Radar eine Option?

Vom Bauchgefühl her: nein. Und nachdem ich den 3400-seitigen Design 
guide gesehen habe, sagt auch der Kopf nein...

Autor: Sensormann (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn Du einen Neodymmagneten in der Badekappe befestigst könntest Du am 
Beckenrand einen Ausschlag am Kompass feststellen wenn der Schwimmer 
sich nähert.

So einen magnetischen Kompass in elektronisch. Die Magnetfeldänderungen 
auswerten und könntest dann die Runden daraus berechnen. Vielleicht 
wwäre das ja ein Ansatz.

Autor: kurt (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Daniel Q. schrieb:
> Mit meinem Projekt will ich im Schwimmbad Bahnen (=Längen) zählen.
> Dabei habe ich einen (aktiven) Sender am Beckenrand, z.B. auf dem
> Startblock. Dieser misst den Abstand zu einem kleinen, leichten (wenn
> möglich passiven) ID-Chip den ich an meiner Schwimmbrille befestige.

Mache an beiden Bahnenden eine Station hin die den Chip erkennt.
Dann brauchst du nur noch den Wechsel zu erkennen und zu zählen.

 Kurt

Autor: Harald W. (wilhelms)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Daniel Q. schrieb:

> Mit meinem Projekt will ich im Schwimmbad Bahnen (=Längen) zählen.
> Dabei habe ich einen (aktiven) Sender am Beckenrand,
> Um meine Bahnen zu zählen muss ich nur entscheiden, ob ich mich zum
> Sender hin bewege oder von ihm weg.

Das geht zumindest Theoretisch verhältnismäßig einfach über den
Dopplereffekt. Eine reine Pegelmessung wird m.E. nicht funktio-
nieren, weil die Pegel unter deinen Bedingungen einfach zu
niedrig und stark schwankend sind. Auch die Frequenzmesseung bei
den niedrigen Pegeln wird durchaus aufwändig.

> Kosten für das Ganze sollten 'hobbymässig' sein, alles unter 100€ für
> das Gesamtsystem (Microcontroller/Display/Powerbank für den Sender am
> Beckenrand) wäre akzeptabel.

Ich glaube, da unterschätzt Du den nötigen Aufwand gewaltig.

Autor: Harald W. (wilhelms)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald A. schrieb:

> RFID wird schon bei Distanzen >30cm aufwändiger,

Nicht unbedingt aufwändiger, aber die Antennengrösse solte typisch
dem Abstand entsprechen. Also vermutlich deutlich grösser als der
TE erwartet.

Autor: Daniel Q. (schwimmbad)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sensormann schrieb:
> Wenn Du einen Neodymmagneten in der Badekappe befestigst könntest Du am
> Beckenrand einen Ausschlag am Kompass feststellen wenn der Schwimmer
> sich nähert.
>
> So einen magnetischen Kompass in elektronisch. Die Magnetfeldänderungen
> auswerten und könntest dann die Runden daraus berechnen. Vielleicht
> wwäre das ja ein Ansatz.

Gute Idee, Magnet wäre klein, leicht und passiv. Genügend sensitiver 
Kompass sollte machbar sein.
Finde ich gut, mal ein völlig anderer Ansatz

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.