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Forum: Offtopic Ist es wirklich so schwer Elektronik Kumpels zu finden?


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Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ich sehe gerade wieder mal einen neuen Arduino Hilferuf mit schwieriger 
zu interpretierender Fragestellung die leicht zu Mißverständnissen 
führen kann.

Da bekomme ich nun den Eindruck, daß viele junge werdende Elektroniker 
(Schüler) und Techniker Lehrlinge scheinbar vielfach keine 
gleichgesinnten Kumpels (Mitschüler, Freunde) finden können und auf sich 
alleine gestellt sind anstatt sich gegenseitig mit Lernen helfen zu 
können. Vielleicht ist das die Ursache warum man hier so oft extrem 
unklare Und vielleicht unrealistische Fragen sieht die manche alte Hasen 
hier zur Raisson treiben. Manchmal weiß man in dem Stadium noch gar 
nicht richtig wie man Fragen fachgerecht präzise formulieren muß um 
überhaupt verstanden zu werden. Das Internet hat zwar viele (manchmal) 
gute Informationen, aber nicht immer in der Form einem blutigen Anfänger 
so bald wie möglich einen Aha Moment geben zu können. Viele Information 
benötigen auch das Grundwissen das noch nicht immer da ist. Manchmal 
hilft das gegenseitige Diskutieren,  Zusammenhängnisse zu ergründen.

Was hier wirklich fehlt, sind gleichgesinnte Menschen in deren Umfeld 
die einem manchmal (privat) über die Sprünge hilfen können. Ich hatte 
damals das Glück als 14jähriger, einige Funkamateure zu kennen die mir 
geduldig meine Fragen beantworteten und mir über die Sprünge mit Rat und 
Tat halfen. Einer nahm sich sogar die Zeit mit mir in der Werkstätte vom 
Radioklub einen KW 0V2 Empfänger komplett zu bauen. Mechanik, 
Verdrahtung, Alles. Dabei lernte ich meine erste Grundlagen. Dann hatte 
ich einen guten Schulfreund aus einer anderen Schule der auch sehr am 
Basteln interessiert war. Zusammen erarbeiteten wir uns die Transistor 
Schaltungstechnik ( es war immerhin 1968+ ). Diese Zusammenarbeit half 
uns sehr. Er wurde später Diplom Ingenieur und ich, naja...

Ich habe irgendwie den Eindruck, daß so etwas heutzutage viel schwerer 
zu finden ist. Wohl denen die das Glück haben jemanden zu finden der 
sich Zeit und Lust nimmt sich zu engagieren. Auch Bücher helfen da nicht 
immer. Speziell wenn man nur liest und nicht macht. Das Wissen und 
Intuition kommt nur mit praktischen Engagement und viel Fleiß und 
Geduld. Auch ist es wichtig Durch Fehlschläge nur noch mehr angespornt 
zu werden.

Ich weiß, viele von Euch nehmen sich wirklich die Mühe geduldig x-mal 
die selben Thema vermittelnd zu präsentieren. Aber nicht immer klickt es 
gleich und es legt die notwendigen Grundlagen. Manchmal sind aber auch 
nur schwer zu überwindene Abgründe zwischen Fragenden und denen die 
antworten. Das erklärt die Frustrationen die man hier oft bemerkt. Das 
Internet übermittelt oft auch viel Unsinn. Es fehlt halt die Struktur 
und Stammbaum des Wissens.

Ich wünsche jedenfalls jedem angehenden Elektroniker einen Kumpel zum 
Zusammenarbeiten. Mit der Zeit hilft das wirklich. Da entstehen oft 
Synergies.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6022177 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Johannes S. (jojos)
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Dafür gibts doch heute Makerspaces, da sind auch Arduinogruppen zu 
finden.
Aber da man heute bei Ali & Co alles für kleines Geld fertig bekommt ist 
der Anreiz schon gering.

Sven S. schrieb im Beitrag #6022177:
> Die meisten sind auch noch Ossis.

Die hatten eben nix und mussten alles selber erfinden ;)

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Beitrag #6022219 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6022238 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Jürgen W. (Firma: MED-EL GmbH) (wissenwasserj)
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Das Problem sind nicht die Gleichgesinnten, sondern die Tatsache, daß 
die meisten Fragesteller einfach nicht willens oder schlichtweg zu 
dämlich sind sich via Google, Wikipedia & Referenzen in die Thematik 
einzuarbeiten.

Manche Fragestellungen könnten sich von selbst erledigen, wenn die Leute 
sich dieselbe Zeit für die Recherche nehmen würden wie sie benötigen um 
ihre Fragen zu formulieren.

: Bearbeitet durch User
Autor: IncreasingVoltage .. (increasingvoltage)
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Also meine Erfahrung als (U30) Elektroniker ist:

Ich habe mir all meine Fähigkeiten und Kenntnisse als Hobbyelektroniker 
selber aneignen "müssen". Ich kannte niemanden außer Internetforen, bei 
denen ich nachfragen konnte. Absolut niemand in meinem (damals noch 
recht großen) Freundeskreis hat Technik auch nur ansatzweise 
interessiert.

Dann habe ich mich zu einer EGS Ausbildung entschieden und selbst die 
Leute auf der Berufsschule waren irgendwie nichts. Die waren nur dort, 
weil die Ausbildung fertig werden musste um mehr Geld ran zu schaffen. 
Aber so richtige Hobbyelektroniker oder zumindest Leute mit Interesse da 
drin? Für mich eher Märchen.

Ich will aber auch nicht meckern. Kann (und soll) ja jeder machen, was 
er will und was ihm "Spaß" macht.

Evtl. ja auch ein gesellschaftliches Problem, dass niemand mehr Lust auf 
die (mMn) interessanten Berufe hat.
Zu hohe Anforderungen? Zu viel geistige Arbeit? Zu geringes Entgeld? 
Keine Ahnung, ich kenne den Gedankengang der "normalen" Leute zum Glück 
nicht.

Und wenn man erwähnt, dass man eher technikinteressiert ist, dann denken 
alle sofort, dass man einer von denen ist, die immer das absolut neuste 
Handy haben oder so.

: Bearbeitet durch User
Autor: Fred P. (pruckelfred)
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Gerhard O. schrieb:
> Ich sehe gerade wieder mal einen neuen Arduino Hilferuf mit schwieriger
> zu interpretierender Fragestellung die leicht zu Mißverständnissen
> führen kann.

Bei vielen dieser Fragesteller kann ich mich nicht entscheiden, ob die 
ein sehr niedriges Bildungsniveau haben oder einfach nur stinkefaul 
sind. Falls Du Dich auf die Frage von "ADC" beziehst, hat er es wirklich 
nicht nötig, einigermaßen lesbare Texte zu schreiben?

Was mir regelmäßi quer geht, dass die Jungs nicht in der Lage sind, 
eigenständig ein paar einnfache Messungen zu machen.

Wenn eine Komplettschaltung nicht funktioniert, ist es wirklich 
unlösbar, eigenständig Teilfunktionen dieser zu testen?

Jürgen W. schrieb:
> Das Problem sind nicht die Gleichgesinnten, sondern die Tatsache, daß
> die meisten Fragesteller einfach nicht willens oder schlichtweg zu
> dämlich sind sich via Google, Wikipedia & Referenzen in die Thematik
> einzuarbeiten.

Das hast Du recht hart formuliert, aber zumindest ich mag Dir nicht 
widersprechen. Wir werden uns wohl nicht streiten, wenn ich sage, dass 
man per Google jede Menge Mist findet und als Anfänger schlechte Karten 
hat, zu entscheiden, welche Idee denn zielführend ist.

Mein Reizwort heißt immer wieder "Lösungskompetenz": Man zerlege sein 
Problem in Teilaufgaben und arbeite Stück für Stück kleine Brocken 
durch.

Das hat aber auch einen Haken: Man braucht Geduld und schmeißt nicht 
nach einer halben Stunde hin.

IncreasingVoltage .. schrieb:
> Evtl. ja auch ein gesellschaftliches Problem, dass niemand mehr Lust auf
> die (mMn) interessanten Berufe hat.
> Zu hohe Anforderungen? Zu viel geistige Arbeit? Zu geringes Entgeld?
> Keine Ahnung, ich kenne den Gedankengang der "normalen" Leute zum Glück
> nicht.

"Zu viel geistige Arbeit" scheint zunehmend abzuschrecken.

Entgelt kann in diesem Thread kein Argument sein, da die Fragesteller es 
ja angeblich als Hobby betreiben. Aber, wie geht Hobby, ohne sich 
ernsthaft zu engagieren - Müll aus der Heise Make nachpfuschen?

Und Dein "ein gesellschaftliches Problem" kommt mir schon länger in den 
Sinn, warum selbst machen, wenn es Andere erledigen können.

Autor: IncreasingVoltage .. (increasingvoltage)
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Gerhard O. schrieb:
> extrem
> unklare Und vielleicht unrealistische Fragen sieht die manche alte Hasen
> hier zur Raisson treiben.

Man darf eine Sache jedoch nicht vergessen. Als Anfänger oder Einsteiger 
fehlt einem oft noch die Terminologie sich sinngemäß und Präzise 
auszudrücken.

Wenn dann aber jemand etwas über ziemlich komplexe Themen Fragt wie EMV 
mit Schaltnetzteilen und wie viel % Frequenzjitter bei der 
Schaltfrequenz EMV-technisch am sinnvollsten wäre, aber die einfachsten 
Gegebenheiten nicht nennen kann/will, dann kann ich das schon eher 
verstehen.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Was mir oft auffällt hier im Forum ist die Tendenz in Frageparalysis zu 
verfallen. Man traut sich scheinbar oft nicht zu experimentieren und 
eigene Erfahrungen machen willig zu sein. So oft wird hier hunderte 
Threads lang diskutiert ohne zu wesentlichen Ergebnissen zu kommen. In 
derselben Zeit hätte man vielleicht viel früher eine Schaltung aufbauen 
können und erst dann nach Hilfe fragen wenn es wirklich nicht geht.

Früher nahm ich Radios auseinander. Warum nicht z.B. Arduino 
Bibliotheken "auseinander" zu nehmen um zu verstehen lernen was sich der 
Entwickler dabei gedacht hat? Oder zusätzliche Funktionen einbauen. Man 
kann so viel lernen. Auch beim Arduino empfiehlt es sich mit dem 
Datenblatt parallel zu arbeiten und lernen wie man einen uC 
registermäßig betreibt. Oder die Sourcen anderer Leute verstehen zu 
lernen.

Was fehlt, scheint genug Eigeninitiative und genügend Selbstvertrauen zu 
haben. Man muß auch willens sein ab und zu Lehrgeld (oder soll ich sagen 
"Schmerzgeld") zahlen zu müssen. Wer niemals was kaputt macht ist nur 
ein halber Elektroniker:-)

Als Anfänger ist es mal ganz gut die BE Strecke eines BJTs zu 
zerschießen weil man noch nicht richtig begriffen hat wie ein BJT 
funktioniert und wie man ihn betreibt. Oder sich die Pfoten an eine 
heißen Längsregler zu verbrennen weil man noch nicht zu beherzigen 
verstand, daß die verbratete Leistung auch abgeführt werden muß.

In meiner Bastelzeit damals, wurde ich z.B. durch einen explodierenden 
Elko in einen KW Sender unmißverständlich aufmerksam gemacht, daß man 
auf Polarität achten muß und hat es mir bei 350V sehr übel genommen und 
sich mit seinen Innereien offenbart und das Zimmer verstunken. Habe ich 
nur einmal gemacht weil die Sauerei im Chassis nicht schön war.

Einmal zerschoß ich durch Unachtsamkeit den Heizfaden einer DF97 Röhre 
die mir geschenkt wurde und viele Wochen Taschengeld wert war. Das tat 
weh. Man muß aber Fehler machen um die nötige Calibrierung zu 
erhalten:-)

Als altes Fossil verstehe ich manchmal nicht immer die heutigen 
Probleme. Ich wäre damals froh gewesen so ein Forum zugänglich zu haben.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Gerhard, ich kann Deinen Beitrag nur unterstreichen, denn ich hatte
in Jugendjahren vor meiner Lehrzeit einige gleichaltrige Freunde,
die ebenfalls schon etwas "bastelten", sei es Detektor,
MW-Radio, Lichtorgel, kleiner Verstärker, Tongenerator etc...

Ja, es hat hie und da mal geraucht oder gerummst, manchmal war es
dann auch finster im Zimmer...

Mein Vater ist gelernter Elektromechaniker und war dann bei der
"Radio Austria", dort lernte ich auch Kollegen von ihm kennen, die
mir dann auch mehr Zugang zu Bauelementen und Schaltungen selbst
entwickeln brachten...


Dass man alles heute aus dem Netz sich zusammenklauben kann, das
ist meiner Meinung nur zu einem gewissen Teil möglich, denn viele
Schaltungen können alleine schon deswegen nicht richtig funktioniern,
weil dann an entscheidenden Stellen die Kondensatoren und Elkos 
fehlen...


Ich bin jetzt doch schon einige Jahre hier im Forum und es gibt
durchaus viele Leute hier, die auch die Geduld und Wissen aufbringen,
einem Anfänger zu helfen, wenn sich dieser auch ordentlich benimmt und
nicht gleich herum motzt...

Dass sich ein Anfänger natürlich oft missverständlich ausdrückt,
weil er es noch nicht besser weis ist aber dann kein Grund, auf diesem
herum zu hacken...

Ich denke, dass dieses Forum nicht ganz so schlecht ist, wie es von
manchen Leuten dargestellt wird, sondern dass sich hier wirklich oft
viele fachlich kompetente Leute die Mühe geben, jedem zu helfen...

Jürgen W. schrieb:
> Manche Fragestellungen könnten sich von selbst erledigen, wenn die Leute
> sich dieselbe Zeit für die Recherche nehmen würden wie sie benötigen um
> ihre Fragen zu formulieren.

Genau diese Fragestellungen sind dann oft der Auslöser für gewisse
Antworten an den TO, dass er zu faul ist und damit nimmt der Thread
dann meist keine helfende Form mehr an, was auch kein Wunder ist...

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
Datum:

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Hm. Bei den meisten Jugendlichen heute scheitert das doch schon an 
normalen sozialen Kontakten. Diese werden durch Handy-Gedaddel 
weitgehend zerstört bzw. man trifft sich nur noch zum "chillen" 
(wahlweise ersetzen durch "Party", "saufen", "kiffen", "abhängen").

Ich habe hier die Erfahrung gemacht, daß einige zwar noch das Interesse 
haben, aber nicht den Durchhaltewillen. Es ist halt nicht alles sofort 
erledigt, zumal man bei Mikrocontrollern Hardware und Software können 
muß. Man muß sich auch immer gleich riesen Projekte raussuchen, eine 
blinkende LED ist nicht genug am Anfang. Oder mal eine Taste abfragen. 
Es müssen immer gleich Mega-Projekte sein, an denen man dann natürlich 
scheitert und logischerweise den Spaß an der Sache verliert.

Es ist auch niemand mehr da, der das wirklich erklären mag. Wenn ich 
hier frage "wie lasse ich mit einem µC eine LED blinken", habe ich 
sofort 20 Antworten in der Form "Man bist du doof, das kann doch jeder. 
Warum suchst du dir kein Tutorial aus dem Internet und machst das 
alleine?!" Internet-Tutorial ist ja schön und gut, aber es tauchen mit 
Sicherheit immer Fragen auf, die ausgerechnet nicht oder nicht 
hinreichend beantwortet werden. Oder es funktioniert nicht und im 
Tutorial steht nicht wieso.

Bei mir selber war's noch so, daß ich damals kein Handy hatte. Mir macht 
es auch Spaß, fremde Schaltungen zu ergründen und rauszufinden, wie sie 
funktionieren. Dabei erwirbt man natürlich jede Menge Wissen, was man 
hinterher in eigenen Entwürfen anwenden kann. Das geht 
selbstverständlich auch mal schief und man lernt manches auf die harte 
Tour (wie es nicht geht). Vor allem kostet es viel Zeit, die heute 
keiner mehr hat. Es muß alles schnell schnell gehen und sofort zum 
Erfolg führen. Die Elektronik ist da gnadenlos, so funktioniert das 
einfach nicht.

Die Softwareseite habe ich durch den C64 gelernt. Der konnte weit mehr 
als bunte Spielchen. Die meisten Kinder heute haben nur noch eine 
Konsole - die kann kein Basic. Oder Assembler - das habe ich gelernt 
weil ich wissen wollte, wie PC-Viren funktionieren. Wie lernt man das am 
besten? Indem man selbst welche bastelt.

Bei Kindern scheitert es auch oft an den Eltern. Geld für das neueste 
iPhone ist noch da, braucht man ja auch einmal im Jahr neu weil's 
Display zerbombt ist. Da bleibt dann nichts mehr für Lötstation, 
Labornetzteil und Oszilloskop übrig... oder für einen Computer, mit dem 
man µC-Programme schreiben und flashen kann. Außerdem ist Strom generell 
gefährlich, da soll das Kind nicht mit spielen.

Naja keine Ahnung. Genau weiß ichs natürlich nicht, aber ich denke das 
sind alles Faktoren, die dazu beitragen, daß Elektroniker eine 
aussterbende Spezies sind.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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IncreasingVoltage .. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> extrem
>> unklare Und vielleicht unrealistische Fragen sieht die manche alte Hasen
>> hier zur Raisson treiben.
>
> Man darf eine Sache jedoch nicht vergessen. Als Anfänger oder Einsteiger
> fehlt einem oft noch die Terminologie sich sinngemäß und Präzise
> auszudrücken.
Das meinte ich ja auch. Oft will man auch Projekte durchziehen die die 
augenblicklichen Kompetenzen weit ueberschreiten.
>
> Wenn dann aber jemand etwas über ziemlich komplexe Themen Fragt wie EMV
> mit Schaltnetzteilen und wie viel % Frequenzjitter bei der
> Schaltfrequenz EMV-technisch am sinnvollsten wäre, aber die einfachsten
> Gegebenheiten nicht nennen kann/will, dann kann ich das schon eher
> verstehen.
Das fordert manchmal sogar erfahrene Entwickler heraus und ist keine 
Anfänger Thematik. Man muß auch EMV mäßig die Schaltung, Funktion der 
einzelnen Stromkreise bzw. Komponenten und Aufbau mit dem inneren Auge 
sehen können. Anstatt purer Drahtverbindungen, Kombinationen von 
parasitischen RLC, Stromschleifen, EM Felder um stromführende Leiter 
herum. Auch das Lesen und Verstehen von Datenblättern und App Notes ist 
bei vielen Schaltkreisen Pflicht. Dabei ist es so einfach. Man muß sich 
immer vergewissern, daß Stromfluß einen Rückweg bedarf und sich selber 
den bequemsten Pfad sucht. Auch Herr Kirchhoff wußte es genau:-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Mani W. (e-doc)
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Ben B. schrieb:
> Außerdem ist Strom generell
> gefährlich, da soll das Kind nicht mit spielen.

Wir haben zumindest als Kinder mal an einer 4,5 oder 9 Volt
Batterie lecken dürfen...
>
> Naja keine Ahnung. Genau weiß ichs natürlich nicht, aber ich denke das
> sind alles Faktoren, die dazu beitragen, daß Elektroniker eine
> aussterbende Spezies sind.

Liegt vielleicht auch mittlerweile daran, dass es alle möglichen
Baugruppen und Geräte fertig gibt, die einen Selbstbau nicht lohnen
im Gegensatz zu den 60-90ern...

Darum besteht wahrscheinlich auch kein Interesse mehr, denn es gibt ja
alle zu kaufen, siehe Arduino und Co...

Eine Led ohne µC zum Blinken zu bringen oder einen Ton zu erzeugen
mit einigen Bauteilen ist scheinbar nicht mehr gefragt?

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Yep das stimmt. Man bekommt alles als Chinaböller zu kaufen, das war 
früher anders. Wenn ich mich an meinen TDA1521Q-Verstärker erinnere... 
Sowas bekommt man heute als fertiges Modul für'n Zwanni.

> Eine Led ohne µC zum Blinken zu bringen oder einen Ton zu
> erzeugen mit einigen Bauteilen ist scheinbar nicht mehr gefragt?
Das war einfach nur ein Beispiel, wie man möglichst simpel mit einem µC 
anfangen könnte. Ich hab nichts anderes gemacht.

1. LED blinken lassen, zeigt daß der µC erstmal läuft
2. µC mit Hardware (Timer) blinken lassen
3. Das ganze mit Taster ein/ausschaltbar machen
...
x. LCD-Display, ein einzelnes Zeichen heißt Sieg
y. grafisches LCD-Display
z. supertolle Mega-Schaltung, die man schon bei 1. haben wollte.

Autor: IncreasingVoltage .. (increasingvoltage)
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Mani W. schrieb:
> Liegt vielleicht auch mittlerweile daran, dass es alle möglichen
> Baugruppen und Geräte fertig gibt, die einen Selbstbau nicht lohnen
> im Gegensatz zu den 60-90ern...

Es liegt vielleicht nur an meinem Empfinden, aber Geld o.Ä. war nie der 
Grund, wieso (zumindest ich) herumgebastelt habe und meinen eigenen 
(teilweise/oft Mist) gebaut habe. Geld hatte ich als Jugendlicher zwar 
auch nicht, aber selbst wenn ich es gehabt hätte, wäre es kaum anders 
gewesen.

Jetzt habe ich auch "Geld". Trotzdem baue ich aus irgendwelchen 
Gehäusen/Trafos/Platinen noch Geräte, die ich mir wesentlich billiger 
und evtl. auch besser kaufen könnte. Und Konsum mach auch Spaß, die 
Vorfreude und das Auspacken und "Erkunden", super Gefühl.
Aber was noch besser ist: Selber mal nachdenken und Bauen/Basteln. 
Gucken, was möglich ist und wie man was schafft.

Und wenn man mit exotischen Sachen wie HVDC experimentiert (60kV 
aufwärts), wird es selbst für einen Jugendlichen aus 'nem wohlhabenden 
Elternhaus recht unangenehm teuer.
Stattdessen war es bei mir ein in Öl vergossener Zeilentrafo mit richtig 
steilflankiger Ansteuerung bei 300W primär. Bis der Post-Funkwagen oder 
BNA Wagen vor der Tür steht... Oder der Trafo durchgeschlagen ist.
Das Ozon rieche ich heute noch... :D

Autor: Andreas R. (daybyter)
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Bin heute in einer Arduino WhatsApp Gruppe. Ich glaub, so findet man 
sich heute.

Autor: Walter T. (nicolas)
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Gerhard O. schrieb:
> Was mir oft auffällt hier im Forum ist die Tendenz in Frageparalysis zu
> verfallen. Man traut sich scheinbar oft nicht zu experimentieren und
> eigene Erfahrungen machen willig zu sein.

Vorsicht. Das ist Deine Sichtweise von heute. Das funktioniert dann, 
wenn man einen soliden Grundstock an Bauteilen und die Meßmittel da hat. 
Der Schüler will vorher genau wissen, welche Teile er bestellen und 
welche Eventualitäten er einplanen muß.

Vom Zeitpunkt "jetzt brauche ich folgendes Material" bis zu dem, wo er 
es in den Händen hält, vergehen für einen Schüler auch mal gern 3 Wochen 
- hauptsächlich, weil die Versandkosten oft deutlich höher als die 
eigentlichen Bauteilekosten sind. Für einen Schüler sind drei Wochen 
eine Ewigkeit.

: Bearbeitet durch User
Autor: Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite
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Hallo Fred,

Fred P. schrieb:
> Bei vielen dieser Fragesteller kann ich mich nicht entscheiden, ob die
> ein sehr niedriges Bildungsniveau haben oder einfach nur stinkefaul
> sind. Falls Du Dich auf die Frage von "ADC" beziehst, hat er es wirklich
> nicht nötig, einigermaßen lesbare Texte zu schreiben?
>
> Was mir regelmäßi quer geht, dass die Jungs nicht in der Lage sind,
> eigenständig ein paar einnfache Messungen zu machen.
>
> Wenn eine Komplettschaltung nicht funktioniert, ist es wirklich
> unlösbar, eigenständig Teilfunktionen dieser zu testen?

[...]

> Mein Reizwort heißt immer wieder "Lösungskompetenz": Man zerlege sein
> Problem in Teilaufgaben und arbeite Stück für Stück kleine Brocken
> durch.
>
> Das hat aber auch einen Haken: Man braucht Geduld und schmeißt nicht
> nach einer halben Stunde hin.

Diese Lösungskompetenz fällt aber nicht vom Himmel oder wird einem in 
die Wiege gelegt, die muss man lernen. Und das ist ohne Mentor 
schwierig. Tutorials und YouTube-Videos beschreiben in den allermeinsten 
Fällen nur den Geradeausweg, aber nicht wie man vorgehen soll, wenn 
etwas nicht klappt.

Leider fehlt es aber auch Menschen mit Berufserfahrung oft an der für 
ihren Job nötigen Lösungskompetenz. Und da wird es wirklich kritisch, 
weil dann u.U. ganze Teams ewig rumeiern, wenn niemand in der Lage ist, 
die richtige Richtung vorzugeben.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

Autor: Dieter P. (low_pow)
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>Autor: Gerhard O. (gerhard_) Datum: 01.11.2019 00:06
>Als altes Fossil verstehe ich manchmal nicht immer die heutigen
Probleme.

Es dürfte anfangs der 1970er für Jugendliche oft andere
Interessen gegeben haben, möglicherweise läuft man auch
Gefahr durch ausgefallene Interessen zum Einzelgänger zu
werden.Kontakte zu verständnissvollen OMs helfen
dann halt schon, wie beschrieben.In deiner ehemaligen Gegend
( Rosenheim ) gibt es durchaus auch heute noch Bemühungen
die Jugend für Elektronik und auch Amateurfunk zu begeistern.
Die Suche nach "OV C14" etwa hilft dabei.Daneben gibt es auch
von manchen Firmen "Bastelstunden", bei einem Tag der Offenen
Tür, wo ein einfacher Bausatz möglichst mit Erfolggarantie
zusammengelötet werden kann.
Nachdem ich allerdings altersmäßig nicht mehr zur Zielgruppe
gehöre, konnte ich als Beispiel die Schaltung nur noch zuhause
am PC simulieren.

> Autor: Mani W. (e-doc) Datum: 01.11.2019 01:04
>Eine Led ohne µC zum Blinken zu bringen oder einen Ton zu erzeugen
>mit einigen Bauteilen ist scheinbar nicht mehr gefragt?

Siehe Anhang..
Die Spannung der Lithiumzelle bricht bei dieser Belastung
deutlich ein, weshalb im Schaltbild die 3V falsch sind.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Hm,
ich würde sagen, heute ist es durch die digitale Vernetzung mit seinen 
"sozialen" Medien wie Facebook, Youtube, Pinterest, Instagram etc. und 
diversen Elektronik-Foren (ja es gab schon mal mehr. Kennt einer noch 
Knolle?) einfacher, denn je, Elektronik-Interessierte aller 
Altersgruppen zu finden, die man auch noch sympathisch findet.

Früher (in den 90-ern) gabs auf der Schule vielleicht zwei, drei Leute, 
die sich wirklich mit Elektronik-Basteln beschäftigt haben. Also 
wirklich Teile aus Platinen ausgeschlachtet und versucht, was neues 
damit zu bauen und nicht nur, weil Oma einem den neusten Kosmos-Kasten 
zu Weihnachten vorgeklatscht hat. *)

Selbst auf dem Technischen Gymnasium waren die meisten Leute nur, weil 
Beamten-Papa wollte, dass Junior sowas wie ein Abitur hat. Da gabs dann 
zwar jedes Quartal die neuste Grafikkarte; beim Ohmschen Gesetz wurde 
aber die Luft dünn.

Das PC-Interesse war schon immer überrepräsentiert, auch der Modellbau. 
Wenn man glück hatte, konnte man in einem DARC-Ortsverband ein paar 
Leute (zu denen man auch schon damals hätte 'Opa' sagen können) finden, 
die einen mit Bauteilen und Literatur versorgen konnten.

In der Heimcomputer-Szene der 80-er wurde vielleicht noch mehr 
gebastelt, weil man sich HW-Interfaces etc. machen wollte.


An sonsten gab es nur die paar Elektronik-Zeitschriften wie ELEKTOR und 
ELV, die aber für Schüler auch schon ziemlich teuer waren. Zum Glück 
konnte man sie oft in der Bibliothek einsehen. Auch waren damals die 
Bibliotheken besser ausgestattet mit Bastel-Literatur: Elektronik als 
Hobby, die Pütz-Bücher, die 300-Schaltungen Reihe...

Heute muss man sich halt die interaktiven Inhalte vornehmen. Bei YouTube 
findet man vom bastelnd-frickelnden eflose (der aber wenigstens Ahnung 
hat) bis hin zum cholerischen Australier die ganze Palette. Gut, ist 
auch viel Bullshit dabei (Bedini & Co)

An sonsten ist die Versorgung mit Bauteilen und Modulen das Paradies:
* Arduino Nano: 2,30 € inkl. Versand: 
Ebay-Artikel Nr. 272338864972
* Raspberry ca. 12 bis 55 € bei reichelt
* Widerstands-Sortiment 1,40 €: 
Ebay-Artikel Nr. 264207931670
* LED-Set 2,64 €: 
Ebay-Artikel Nr. 162302129464
* Oder gleich das komplette Starter-Set für 10 €: 
Ebay-Artikel Nr. 302611762543
* DC/DC-Wandler und sonstige Module in Hülle und Fülle...

Wenn man den persönlichen Kontakt haben will, sind Hackerspace, 
Makerspace und MakerFaire gute Anlaufstellen. Dort findet man Anregungen 
und trifft Leute, die schon mal das ein oder andere ausprobiert haben. 
Ich tue mich oft mit dem Programmieren schwer, das kann ich dann gut an 
den Hackerspace outsourcen ;-)

Abschließend gilt wie so oft auch hier: Der Konkurrenzdruck durch 
alternative (und attraktivere!) Formen der Freizeitgestaltung hat 
zugenommen. Da sind dann nerdige Hobbies wie Elektronik und Amateurfunk 
halt eben nicht mehr so reizvoll. Ich krieg z.B. meine ungestempelten 
DM-Briefmarken nicht mehr verlustfrei veräußert.

*) Wobei das Nievau der damaligen KOSMOS-Kästen weit höher war, als das, 
was sich heute bei Fr***is "Experimentierkasten" schimpft.

Autor: Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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IncreasingVoltage .. schrieb:
> Evtl. ja auch ein gesellschaftliches Problem, dass niemand mehr Lust auf
> die (mMn) interessanten Berufe hat.
> Zu hohe Anforderungen? Zu viel geistige Arbeit? Zu geringes Entgeld?
> Keine Ahnung, ich kenne den Gedankengang der "normalen" Leute zum Glück
> nicht.

Naja, "Technik" ist eben etwas, was man kauft. Das Auto bringt man in 
die Autowerkstatt, wenn es kaputt ist. Die Steuererklärung macht der 
Steuerberater. Um Versicherungen und Finanzen kümmert sich der 
Finanzberater. Für die Gesundheit ist der Arzt zuständig.

Die Frage ist halt, was man überhaupt noch selbst macht. Selbst 
beruflich gibt es kaum noch Tätigkeit mit Praxisbezug. Die meisten 
jungen Menschen sind ja eher: Bitcoin-Evangelist, Blockchain-Consultant, 
Marketing-Coach, Kindlepreneur, Day-Trading-Mindset-Berater usw.

Autor: Markus M. (adrock)
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...aber was sind denn die angesagten Hobbys?

Ich habe den Eindruck, dass viele Jugendliche einfach nur noch "Zocken" 
als Hobby haben und den Rest der Zeit im Internet (Social Media) oder 
ersatzweise vor dem Fernseher (Netflix & Co) verbringen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Marek N. (bruderm)
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Stefan H. schrieb:
> Kindlepreneur

Wie nennt sich der Tee?

Autor: Mani W. (e-doc)
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Walter T. schrieb:
> Vom Zeitpunkt "jetzt brauche ich folgendes Material" bis zu dem, wo er
> es in den Händen hält, vergehen für einen Schüler auch mal gern 3 Wochen
> - hauptsächlich, weil die Versandkosten oft deutlich höher als die
> eigentlichen Bauteilekosten sind. Für einen Schüler sind drei Wochen
> eine Ewigkeit.

In meinem Lehrberuf als Nachrichtenelektroniker hatten wir jeden
Mittwoch Berufschule in Wien, da gab es noch gut drei Elektronik-
geschäfte und dort besorgten wir uns die Bauteile, die wir für
den Unterricht brauchten und noch viele mehr...

Naja, stimmt nicht so ganz, denn das, was wir im Unterricht
bauen sollten, das wussten wir schon und so haben wir dann eigene
Projekte zusammengebaut - leider waren zu wenig Steckbretter und
Kabel zur Verfügung - und oft waren sogar die Lehrer froh, dass
wir (3) erst kurz vor Unterrichtsschluss in die Stunde kamen...

Autor: Mani W. (e-doc)
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Dieter P. schrieb:
>> Autor: Mani W. (e-doc) Datum: 01.11.2019 01:04
>>Eine Led ohne µC zum Blinken zu bringen oder einen Ton zu erzeugen
>>mit einigen Bauteilen ist scheinbar nicht mehr gefragt?
>
> Siehe Anhang..
> Die Spannung der Lithiumzelle bricht bei dieser Belastung
> deutlich ein, weshalb im Schaltbild die 3V falsch sind.

Wir hatten keine Lithiumzelle, sondern 4,5 Volt Flachbatterien oder
9 Volt Block...

Autor: Mani W. (e-doc)
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Marek N. schrieb:
> An sonsten gab es nur die paar Elektronik-Zeitschriften wie ELEKTOR und
> ELV, die aber für Schüler auch schon ziemlich teuer waren.

Ich hatte so viele gedanklich davon verschlungen und habe sehr viel
davon gelernt, das Geld hatte ich mir gespart und es war ein sehr
guter Weg, die Elektronik in all seinen Finessen kennen zu lernen...

Heute habe ich immer noch diverse Ausgaben von Elektor mit jeweils
100 Schaltungen, die aber scheinbar in der digitalen Welt untergegangen
sind bzw. sehr viele "Maker" glauben, sie müssen alles in digital
machen...

Bücher wie 201, 202, 203 Schaltungen oder wie die sonst noch hießen
sind heute weitgehend unbekannt, auch "269 ICs von Elektor 1983"
nutze ich heute noch...

Die Elektronik wie wir "alten Hasen" noch erlebt und gelebt haben, die
dürfte heute für Viele zum "alten Eisen" gehören, obwohl mit einigen
Bauteilen oft schneller das Ziel in Sicht ist als mit irgend einem
programmierten Bauteil - Bsp. Multivibrator mit einem Poti von
xx bis xxxx die Frequenz stufenlos ändern samt Umschaltung von R und C,
Sprich Frequenzbereich ändern - ohne Programm...

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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Mani W. schrieb:
> Die Elektronik wie wir "alten Hasen" noch erlebt und gelebt haben
... wird heute an den Hochschulen kaum noch gelehrt. Schon zu meiner 
Zeit in den 90ern habe ich gesehen, dass Analogtechnik nicht mehr so 
gefragt war. Das war eben die Zeit des PC-Booms.

> dürfte heute für Viele zum "alten Eisen" gehören
Ist auch so. Nur darf man nicht verkennen, dass altes Eisen stabil ist, 
während Software sehr anfällig ist.

> xx bis xxxx die Frequenz stufenlos ändern samt Umschaltung von R und C,
> Sprich Frequenzbereich ändern - ohne Programm
Bis man das mit einer DDS kann, muss man schon ordentlich was auflegen.

>Re: Ist es wirklich so schwer Elektronik Kumpels zu finden?
An Hochschulen nicht.
Die Bastler haben es schwer. Aber wir hatte früher nur die Bücher, als 
es noch kein Internet gab.

Also ist das heute schon einfacher, würde ich sagen.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Jürgen S. schrieb:
> Also ist das heute schon einfacher, würde ich sagen.

Einfacher vielleicht, aber auch sehr viel abhängiger:

Wenn ich mit ein paar Transistoren, Widerständen, Kondensatoren,
Dioden etwas zusammen baue, dann bin ich nicht abhängig von einem
Programm bzw. PC - das läuft einfach in meinem Kopf ab und es
funktioniert!

Wenn dann noch ein paar Gatter oder OPAmp vorhanden sind, kann
ich trotzdem noch vieles zusammenbauen, im Gegensatz zu
PC-Systemen, die nach ein paar Jahren dann obsolet sind bzw.
niemand sich daran erinnern kann...

Autor: Mani W. (e-doc)
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Und wenn ich in 50 Jahren noch die Möglichkeit hätte, mit
555, 324, 4093 und Co. etwas zusammen frickeln zu müssen,
wäre mein Wissen wohl zwar veraltet, aber ich kann das dann
genau so wie manche Leute, die mit Röhren gearbeitet haben
und damit steigt wahrscheinlich die Mehrheit der heutigen
Elektroniker aus, weil sie das eben nicht wissen...


Es scheint, dass neue Techniken die alten ersetzen und damit
auch die alten vergessen werden bzw. die alten nicht mehr gelehrt
werden - damit ist das Vergessen auch programmiert!

: Bearbeitet durch User
Autor: Mani W. (e-doc)
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Ach ja, noch so ein Punkt:

In diesem Forum gibt es viele Fragen von "Elektronikern", die
zwar "Programmierkenntnisse" haben, aber keine Ahnung haben
von Strom,
Spannung, Leistung, Vorwiderständen, Transistoren,
Freilaufdioden...

Trafo, Brückengleichrichter, Siebung, Spannungsdifferenz bei
Spannungsreglern, Abblockkondensatoren, Stützkondensatoren,
Temperaturabhängigkeit von Bauteilen, Relais, diversen
Bauteilen wie Thyristoren, Triac, Diac, etc...

Das sollen die neuen Elektroniker sein?

Autor: Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Mani W. schrieb:
> Das sollen die neuen Elektroniker sein?

Arduino-Coach ;)

Autor: Fred P. (pruckelfred)
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Gerhard O. schrieb:
> Ich wäre damals froh gewesen so ein Forum zugänglich zu haben.

Damals ja. Heute sollten wir uns freuen, diese Möglichkeit nicht gehabt 
zu haben und profitieren davon, Probleme eigenständig analysieren zu 
können.

Ben B. schrieb:
> daß einige zwar noch das Interesse
> haben, aber nicht den Durchhaltewillen. Es ist halt nicht alles sofort
> erledigt, zumal man bei Mikrocontrollern Hardware und Software können
> muß. Man muß sich auch immer gleich riesen Projekte raussuchen, eine
> blinkende LED ist nicht genug am Anfang.

Wenn ich sowas schreibe, werde ich entweder ignoriert oder ernte bissige 
Antworten. Aber nur so geht das: Am 6504-Board einen Schalter und eine 
LED, anstatt einem Stück Draht den Prozessor dazwischen ... ich habe 
Tage gekaut, bis ich die LED schalten konnte - und damit überhaupt 
erstmal eine übersetzbare Software hatte. Dann ein Lauflicht mit ein 
paar LEDs, dann deren Geschwindigkeit per Codierschalter einstellbar und 
und und. Damit hatte ich nach Wochen einen Grundstock, auf den ich 
aufsetzen konnte.

Wegen beruflich erzwungener Umorientierung war dann nichts mehr mit 
Lötkolben und Prozessor.

Als ich Jahre später hobbymäßig ein Problem nicht ohne µP lösen konnte, 
habe ich mir einen China-UNO gekauft und wieder einen ähnlichen Weg 
beschritten: Blink, Lauflicht, Drehpoti abfragen, Display ansteuern. 
Basierend darauf konnte ich dann mein geplantes Ziel umsetzen, und freue 
ich mich immer wieder, wie gut die Lötstation funktioniert.

IncreasingVoltage .. schrieb:
> Jetzt habe ich auch "Geld". Trotzdem baue ich aus irgendwelchen
> Gehäusen/Trafos/Platinen noch Geräte, die ich mir wesentlich billiger
> und evtl. auch besser kaufen könnte.

"Geld" ist relativ und hängt davon ab, für was man es ausgibt, wo man 
seine Prioritäten setzt.

"billiger und evtl. auch besser kaufen" akzeptiere ich nicht. Was ich 
für mich selbst baue, ist nach Maß auf meine Wünsche geschneidert. Wenn 
ich allerdings einen µC im System habe, wird das gefährlich - dann 
fallen mir immer 'zig Dinge ein, die ich als Zusatzfunktionen noch 
nachstricken könnte und verzögere damit die Fertigstellung.

Thorsten O. schrieb:
> Diese Lösungskompetenz fällt aber nicht vom Himmel oder wird einem in
> die Wiege gelegt, die muss man lernen.

Ich weiß nicht, ob ich das wirklich so unterschreiben würde. Irgendwie 
ist mir von Anfang an vertraut, erstmal grundsätzliche Dinge zu klären. 
Wenn meine LED nicht blinken will, kann es nicht schwer sein, diese 
erstmal mit einem Vorwiderstand leuchten zu sehen (Falschpolung). Dann 
gebe ich meinem Transistor mal Spannung an die Basis und gucke, ob der 
schaltet. Das Zerlegen eines Problems in Teilaufgaben sehe ich als 
normale Denkstruktur.

Mani W. schrieb:
> Die Elektronik wie wir "alten Hasen" noch erlebt und gelebt haben, die
> dürfte heute für Viele zum "alten Eisen" gehören, obwohl mit einigen
> Bauteilen oft schneller das Ziel in Sicht ist als mit irgend einem
> programmierten Bauteil

An der Ecke kaue ich gerade, einen ICL7665 und einen 4093. Mit einem 
AT328 / Arduino ProMini hätte ich das Ding schon lange fertig, aber ich 
will wissen, ob ich das noch ohne µC auf die Reihe bekomme.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Um auf die Schaltung von Pollin zurück zu kommen:

Welchen Sinn ergibt es, 2x6 Leds über 2 getrennte Transis anzusteuern?

Ich hätte da ja noch einen Sinn gesehen, wenn es jeweils von einem
und von dem anderen Transistor angesteuert wird (Blinklicht, 
Multivibrator)

Herzklopfen ist ja auch so ein Begriff, oder wurde bei dem Bausatz mit
12 Leds ein Herz angezeigt?

Autor: Andreas R. (daybyter)
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Man kann die alten Sachen schon lernen. Ich schau z.B. Videos bei 
YouTube und versuch gerade ein Radio zu basteln. Such z.B. mal dort nach 
Meister Jambo und schon bist Du bei Röhren und Co.

Und die Leute im forum64.de reparieren fleissig ihre alten c64. Dort 
lernst Du wieder die 74xxx Chips kennen.

Die Leute im tlienhard zx81 Forum bauen alle Arten von Erweiterungen. 
Dort lernst Du auch TTL Kram, wenn Du mitbastelst.

Also es gibt das Alles noch. Man muss nur bisserl gucken.

Autor: Mark K. (mamikoe)
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Ich darf mal zurückkommen auf das Startpost:
Ich habe so mit 13 oder 14, vielleicht auch 15, mit Elektronikbasteln 
angefangen (das war und blieb Hobby, beruflich mache ich etwas ganz 
anderes, aber da hat mein Elektronikhobby und dessen Folgen schon sehr 
entscheidende Weichen gestellt und hilft auch heute noch fast 50 Jahre 
später) und der erste "Mentor" war der Haustechniker unserer Schule, 
auch wenn der - ex post betrachtet - von Elektronik eigentlich kaum eine 
Ahnung hatte. Damals waren wir eine Handvoll ähnlich Interessierter, die 
auch alle später Abi machten (und dabei mit mehr als 10% einen 
respektablen Anteil an einer allgemeinen Oberstufe darstellen) und 
natürlich fast ausnahmslos den damals extrem innovativen Computerkurs 
besucht und Physik- und meist auch Mathe-LK hatten. Heute würde man 
sagen: Nerds. Naja, waren wir auch irgendwie (und dennoch die Mehrzahl 
"cool" mit Mokicks/Motorrädern). Das gemeinsame Basteln und Austausch 
war sehr schön, auch wenn natürlich zwei Blinde gemeinsam auch nicht 
besser sehen können, und dies in Kombination mit fleißige Elo- und 
Elektor-Lesen (mit Elrad war ich irgendwie nicht kompatibel) hat zu 
gewisser dilettantischer Elektronik-Kompetenz geführt, die einen 
völligen Ignoranten natürlich beeindruckt haben.
Da es damals kein Internet gab und wir keinen Profi kannten mußten wir 
unser Wissen naturgemäß aus bedrucktem Papier beziehen. Wer so 
sozialisiert ist, der versucht natürlich erst mal selbst ein Problem zu 
lösen (auch wenn es heute vielleicht nicht mehr der Griff zum T/S ist 
sondern eine Recherche via google - aber das mache ich auch beruflich 
so) bevor er in Foren wie hier Fragen stellt. Andererseits: Hätten wir 
damals einen Profi im Zugriff gehabt, dann hätten wir ihn auch ständig 
gefragt.

So vorteilhaft die Kommunikation über email etc. auch ist und so viel 
ich auch in de.sci.electronics gelernt habe (und ich muß leider sagen, 
daß es angenehmer war, dort zu fragen als etwa in diesem Forum hier) - 
die Möglichkeit, sich mit einem Gleichgesinnten persönlich, vis-a-vis, 
auszutauschen, gar physisch gemeinsam ein Projekt zu betreiben, ist 
jedenfalls für den Hobbyisten mit begrenzter Kompetenz ungeschlagen. Das 
zweitbeste ist, mit anderen zumindest telekommunikativ 
zusammenzuarbeiten.
Da die Zahl der privat Elektronikinteressierten sicherlich abgenommen, 
sicherlich aber nicht zugenommen hat, sollten Elektronik-Foren aber eine 
gute Möglichkeit bieten, solche Kontakte zu knüpfen, auch wenn die 
Wahrscheinlichkeit, persönlich zusammenzutreffen, eher gering ist. Oder?

: Bearbeitet durch User
Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Ben B. schrieb:
> Hm. Bei den meisten Jugendlichen heute scheitert das doch schon an
> normalen sozialen Kontakten. Diese werden durch Handy-Gedaddel
> weitgehend zerstört bzw. man trifft sich nur noch zum "chillen"
> (wahlweise ersetzen durch "Party", "saufen", "kiffen", "abhängen").

Achso und früher haben sich die Kids nur in Buchclubs und zu 
Kulturveranstaltungen getroffen.

Autor: T.M .. (max)
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>Dafür gibts doch heute Makerspaces, da sind auch Arduinogruppen zu

Ich habe das versucht und war ein paar Mal bei Treffen letztes Jahr.. 
die meisten, eigentlich alle, haben noch nicht einmal Hallo gesagt, 
geschweige, dass man den Eindruck hatte man wäre willkommen oder hätte 
Interesse am Austausch. Das hat sich nicht viel genommen von den 
Besuchen beim örtlichen Amateurfunkverein. Sozial ist das schon ein 
komplizierteres Milieu^^
Kann sein, dass das eine verschworene Gemeinschaft war und man dort 
nicht so einfach hineinkommt, aber das fand ich schon schade.

Autor: Achim B. (bobdylan)
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T.M .. schrieb:
> Kann sein, dass das eine verschworene Gemeinschaft war und man dort
> nicht so einfach hineinkommt

Zieh nächstes mal ein rotkariertes Baumwollhemd an. Dann klappt das.

Autor: Mark K. (mamikoe)
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T.M .. schrieb:
> Sozial ist das schon ein komplizierteres Milieu^^

Nicht ohne Grund belächelt man unter Geisteswissenschaftlern die die 
oftmals wenig ... sagen wir mal ... geschmeidigen Jungs aus der Welt des 
Maschinenbaus und der Elektronik. ;-) Es gibt aber auch Ausnahmen .... 
(auch bei den anderen ;-)).

Autor: Gustl B. (-gb-)
Datum:

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Nun, Elektronik ist eben ein weites Feld. Da ist es schwierig Leute zu 
finden die gleiche Interessen haben.

Angler gehen zusammen fischen und naja, klar, gibt auch da verschiedene 
Arten, aber alle können sich zusammen an den Teich setzen.

Hobbygärtner können sich auch alle über gemeinsame Themen unterhalten, 
jeder hat einen Rasen oder eine Wiese und meist auch Bäume.

Bei Elektronik gibt es oft nur wenige Überschneidungen. Manche machen 
Leistungselektronik, dann HF, dann PC Elektronik, dann eigentlich gar 
keine Elektronik sondern Programmierung von Arduino und co. ich wüsste 
wirklich nicht mit wem ich mich hier zu FPGA Themen treffen sollte. Auch 
wenn andere Leute auch was mit FPGAs machen, so machen die ja doch 
andere Dinge. Sich also zusammen hinsetzen lenkt dann nur ab.

Was ich sinnvoll finde sind eben Foren wie dieses hier oder ERFAs. Der 
CCC hat die ja glaube ich aufgebaut.

Was ich mir auch noch vorstellen könnte wären gemeinsame Projekte. Aber 
das ist eben schwer weil es so viele unterschiedliche Interessen gibt. 
Angler haben das Projekt "ans Wasser gehen" und da kann jeder Angler 
mitkommen. Hier hat einer das Projekt Haussteuerung (Grüße), der Nächste 
Autobeleuchtung, Pflanzenbewässerung, ... klar gibt es da 
Überschneidungen, aber die sind nicht so groß dass man sich öfter 
gemeinsam hinsetzt.

Ich wohne hier in Byern auf dem Dorf. Da gibt es auch Leute die was mit 
Strom machen. Wir haben einen Elektriker. Dann haben wir junge 
Erwachsene die an PCs schrauben, aber beides ist etwas komplett anderes 
wie das was ich mache. Ist eben so. Zum Glück gibt es das Internet.

Sozial finde ich das Klientel aber nicht schwierig. Das sind aber meist 
denkende und vorsichtige Menschen. Also nicht Leute mit denen man sofort 
bester Freund ist und dann auch genau so schnell wieder kein Freund ist, 
sondern eben Leute die sich Zeit lassen bis sie einem vertrauen. Finde 
ich gut. Ich empfehle da jedem mal auf eine der CCC Veranstaltungen zu 
gehen, das Camp oder den Congress. Da sind laute Leute wie wir. Und sie 
sind alle gut gelaunt und wenig kontaktscheu. Weil sie dort unter 
ihresgleichen sind. Im normalen Leben verstecken sich diese Leute gerne 
weil sie mit der oberflächlichen Gesellschaft mit schickimicki und 
Smalltalk nichts anfangen können. Und weil es auch keine 
Wettbewerbstypen sind die prollige Brüllwettbewerbe im Biertest gewinnen 
wollen.
Das ist eine Randgruppe und je kleiner das Dorf, desto weniger findest 
du. Aber wenn du solche Leute findest dann können daraus recht 
konstruktive Freundschaften werden. Oft findet man die aber eben gar 
nicht bei sich in der Umgebung sondern hier, im Internet.

Autor: Andreas R. (daybyter)
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Gustl B. schrieb:
> Was ich mir auch noch vorstellen könnte wären gemeinsame Projekte. Aber
> das ist eben schwer weil es so viele unterschiedliche Interessen gibt.

Vermutlich geht das noch am ehesten, wenn man z.B. etwas in Richtung 
Messtechnik, o.ä. macht, weil dann jeder an seinem Projekt messen kann, 
was ihn eben gerade interessiert.

Z.B. hab ich in dem Megathread zum Thema 10$ scope revisited so einiges 
lernen können.

Im Moment basteln paar Internet-Bekannte und ich z.B. an einem Shield 
für ein billiges FPGA Board, mit dem wir einen Computer basteln wollen. 
Da lernt man aus dem Computer-Bereich sehr, sehr, viel.

Dann interessiere ich mich noch für RC-Modellbau und bin an einen alten 
RC-Sender gekommen, der mich begeistert. Nun spukt die verrückte Idee 
rum, ob ich dafür einen Empfänger bauen könnte. Nix professionelles. Nur 
so eine Demo, der was empfängt und dann ein Servo bewegt. So versuch ich 
gerade die Radio-Youtube Videos, die ich so sehe, irgendwie umzumodeln, 
damit man damit vielleicht ein RC-Signal empfangen könnte.

Also man kann sich schon über diverse andere Interessen dem 
Elektronik-Hobby nähern, und auf seine Art Spass damit haben.

Autor: Thorsten M. (pappkamerad)
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Gerhard O. schrieb:
> Ich sehe gerade wieder mal einen neuen Arduino Hilferuf mit schwieriger
> zu interpretierender Fragestellung die leicht zu Mißverständnissen
> führen kann.
Ich denk das ist eine eigene Problematik, die mit dem Thema "so schwer 
Elektronik-Kumpels zu finden" nichts zu tun hat. Man muss sich klar 
sein, dass auch sehr junge Leute, d.h. Kinder am Internet teilnehmen und 
manche eben fast schon zu früh in die Elektronik- und Programmierwelt 
einsteigen.

Außerdem denk ich, dass Whatsapp und Konsorten auch einen Einfluss 
darauf haben, wie mit dem Medium Internet umgegenagen wird, bzw. wie man 
in einem Forum auftritt. Das soll auch nicht wertend sein, es ist halt 
bei vielen die Gewohnheit, einen Handyschrieb nicht nochmal auf Fehler 
zu kontrollieren.


> Da bekomme ich nun den Eindruck, daß viele junge werdende Elektroniker
> (Schüler) und Techniker Lehrlinge scheinbar vielfach keine
> gleichgesinnten Kumpels (Mitschüler, Freunde) finden können und auf sich
> alleine gestellt sind anstatt sich gegenseitig mit Lernen helfen zu
> können.
Elektronik halte ich generell für ein recht einsames Hobby. Die 
Projektdurchlaufzeiten sind recht groß (wenn man nicht gleichzetig Profi 
ist) und gemeinsame Projekte sind eher schwierig. In meinem 
Freundeskreis ist außer mir ein Elektronikbastler, wir unterhalten uns 
ab und zu, obs ein neues Projekt in Bearbeitung gibt und diskutieren 
dann elektrotechnische Fragen dazu. Aber sein Projekt muss dann doch 
jeder selber durchziehen. Und dann kommts halt auch vor, dass ein Jahr 
nicht dran weiter gemacht wird.

Man sieht auch hier am Forum, dass viele Antworter gar kein aktuelles 
Elektronikprojekt haben und durch die Teilnahme hier quasi ohne Bauteile 
basteln, indem sie anderen helfen.

Autor: Rainer S. (enevile)
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Als richtiges Hobby wurde es für mich nach der EGS Ausbildung als ich 
mit dem Arduino beschäftigt habe da war ich 20 Jahre alt.
Vorher war nur Zocken & Sport das Hobby.

Dann fing es an mit dem Anet A8 was mir unheimlich viel Spaß bereite 
über die Jahre und jetzt als Laser-Engraver umgebaut worden ist. Und 
viele Projekte realisiert worden sind.
Und ich mir nach und nach meine Ausrüstung erweitert habe.

Aber so "Kumpels" die Lust haben selber was zu basteln fand ich bei der 
Techniker Schule die ich letztes Jahr angefangen habe auf Abendschule. 
Wobei dann die Zeit aktuell das kostbare Gut ist(Nur am Wochenende 
Zeit).

Ich lade ab und zu meinen Schwiegerneffen zum Basteln ein er ist 13 
Jahre alt hat Spaß an Elektronik.

Thorsten M. schrieb:
>> Da bekomme ich nun den Eindruck, daß viele junge werdende Elektroniker
>> (Schüler) und Techniker Lehrlinge scheinbar vielfach keine
>> gleichgesinnten Kumpels (Mitschüler, Freunde) finden können und auf sich
>> alleine gestellt sind anstatt sich gegenseitig mit Lernen helfen zu
>> können.
> Elektronik halte ich generell für ein recht einsames Hobby. Die
> Projektdurchlaufzeiten sind recht groß (wenn man nicht gleichzetig Profi
> ist) und gemeinsame Projekte sind eher schwierig. In meinem
> Freundeskreis ist außer mir ein Elektronikbastler, wir unterhalten uns
> ab und zu, obs ein neues Projekt in Bearbeitung gibt und diskutieren
> dann elektrotechnische Fragen dazu. Aber sein Projekt muss dann doch
> jeder selber durchziehen. Und dann kommts halt auch vor, dass ein Jahr
> nicht dran weiter gemacht wird.

Es ist die begrenzte Zeit, Motivation und Interesse wovon Gustl auch 
schreibt.

Gustl B. schrieb:
> Was ich mir auch noch vorstellen könnte wären gemeinsame Projekte. Aber
> das ist eben schwer weil es so viele unterschiedliche Interessen gibt.
> Angler haben das Projekt "ans Wasser gehen" und da kann jeder Angler
> mitkommen. Hier hat einer das Projekt Haussteuerung (Grüße), der Nächste
> Autobeleuchtung, Pflanzenbewässerung, ... klar gibt es da
> Überschneidungen, aber die sind nicht so groß dass man sich öfter
> gemeinsam hinsetzt.

Autor: Mark K. (mamikoe)
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Thorsten M. schrieb:
> Elektronik halte ich generell für ein recht einsames Hobby. Die

Nicht nur Elektronik ... ;-)

> Projektdurchlaufzeiten sind recht groß (wenn man nicht gleichzetig Profi
> ist) und gemeinsame Projekte sind eher schwierig. In meinem
> Freundeskreis ist außer mir ein Elektronikbastler, wir unterhalten uns
> ab und zu, obs ein neues Projekt in Bearbeitung gibt und diskutieren
> dann elektrotechnische Fragen dazu. Aber sein Projekt muss dann doch
> jeder selber durchziehen. Und dann kommts halt auch vor, dass ein Jahr

Das ist sicher richtig, aber allein schon die Möglichkeit, sich mit 
jemanden zusammenzusetzen und ein Problem durchzusprechen ...

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