Hallo,
gibt es fertige Projekte zum Nachbauen für 40m-Bandpassfilter für den
Bereich von ungefähr 7000 - 7040kHz?
Bei mir schlagen die 41m-Radiostationen leider voll durch, das
Bandpassfilter 3. Ordnung von 7,0 bis 7,2MHz bewirkt nur sehr wenig.
Beim Selberberechnen von einem BP-Filter für 7000 - 7040kHz mit
gekoppelten Schwingkreisen komme ich nicht weiter. Entweder die Größe
der Induktivitäten wird sehr klein (<0,3µH) oder die Koppel-Kapazitäten
werden sehr klein (<1pF).
Das ist Schade, denn in einer Simulation würde so ein Filter mit
4.Ordnung schon ab 7,2MHz eine Dämpfung von ungefähr 70dB zeigen.
Hallo,
wie Eric schrieb, fertiges evtl. beim Funkamateur Shop.
Oder Selbstbau, da ist dann aber ein NWT oder VNA zum Abgleichen des
Filter unumgänglich.
Z.B. 7-9 poliges als tschebyscheff TP-Filter "stellt" sich bei meinem
Selbstbau als günstig für einen Nachbau und einem Abgleich ein.
Natürlich gilt, dann zusätzlich große Masseflächen und Kammerbauweise,
für eine gute Weitabselektion.
Oder Du baust Dir eine selektive Loopantenne für 40m.
Bauanleitungen dafür im Netz zuhauf.
Dann kannst Du Störer entweder durch Abstimmen
oder Drehen der Loop beseitigen.
Notfalls kann man die Selektion der Loop
durch eine Rückkopplung erhöhen.
Es gab auch mal von Murata ein Keramic Filter für 40m. Aber ich glaube
das Teil ist sehr selten. Ein mehrstufiges L-C Filter hilft sicher auch.
In schwierigen Fällen sollte man auch immer einen Abschwächer
(Dämpfungsglied) zusätzlich benutzen.Ja ,40m ist wegen den
Rundfunkstationen ein "Sonderfall"
>Beim Selberberechnen von einem BP-Filter für 7000 - 7040kHz mit>gekoppelten Schwingkreisen komme ich nicht weiter. Entweder die Größe>der Induktivitäten wird sehr klein (<0,3µH) oder die Koppel-Kapazitäten>werden sehr klein (<1pF).
bei dieser Bandbreite müssen die Spulen (und auch die Kondensatoren
!)eine sehr hohe Güte haben
gab mal eine Bauanleitung für einen abstimmbaren Preselektor von OE3HKL
im FA
alternativ muss halt ein besserer RX her der mit den Signalen im 40m
Band klarkommt
> Bei mir schlagen die 41m-Radiostationen leider voll durch
Warum schlagen die Rundfunkstationen so stark in den CW-Bereich durch,
das ist doch schon 160kHz entfernt? Was ist das für ein Empfänger?
Eventuell läßt sich an der Stelle was drehen.
Ich verwende einen SDR-Stick mit einem Gilbertzellenmischer als
Konverter.
Wenn ich ein BP-Filter für 7,0 bis 7,2MHz einschleife, tanzen abends die
Empfangssignale im Takt zu den 41m-Radiostationen, die an die Decke
schlagen. Besonders von Radio China (ich glaube, die wollen auf KW
Weltall-weit senden).
Beim Lesen der Antworten fallen mir zwei mögliche Lösungsansätze ein.
1. ein breiteres BP-Filter entwerfen, das bei 7040kHz endet, aber schon
vor 7000kHz beginnt (als Beispiel: 6890kHz bis 7040kHz, Breite 150kHz).
2. Ein Filter aus Resonatoren oder Quarzen (also wie ein Leiterfilter).
Kann man so etwas mit Keramikresonatoren genau so entwerfen und
berechnen wie bei Quarzen, wenn man die Parameter kennt (Ls, Cs, Cp)?
MatthiasB. schrieb:> Beim Lesen der Antworten fallen mir zwei mögliche Lösungsansätze ein.
Kein Schaltbarer Abschwächer? Vollbringt manchmal wahre Wunder...
Karl M. schrieb:> herbert schrieb:>> Es gab auch mal von Murata ein Keramic Filter für 40m.>> ja ich habe noch zwei im #Bestand.
...im Tresor wolltest du wohl sagen...;-)
herbert schrieb:> ...im Tresor wolltest du wohl sagen...;-)
Nee, wenn ich mal 80zig sein werde, dann schauen wir mal, wie viel Gold
die Wert sein werden. :-)
Karl M. schrieb:> Nee, wenn ich mal 80zig sein werde, dann schauen wir mal, wie viel Gold> die Wert sein werden. :-)
Ich gönne dir ja ein langes Leben, aber Erben haben in der Regel keine
Ahnung davon,dass diese unscheinbaren Dinger mächtig gesucht sind.:-)
Besser beizeiten abgeben wenn eh abzusehen ist,dass man sie selber nicht
mehr verbaut ist deswegen eine gute Option. Damit kann man HF-Bastler
richtig glücklich machen.
MatthiasB. schrieb:
>gibt es fertige Projekte zum Nachbauen für 40m-Bandpassfilter für den>Bereich von ungefähr 7000 - 7040kHz?
Schau mal hier:
https://www.box73.de/index.php?cPath=82_100_165
> Ich verwende einen SDR-Stick mit einem Gilbertzellenmischer
Falls ein NE612 als Mixer verwendet wird, ist die Verstärkung zu groß.
Ein SDR-Stick wird nachts völlig überlastet. Der NE612 ist schon leicht
überfordert und der Stick bekommt ein um 17dB verstärktes Signal
vorgesetzt, obwohl er am Eingang weniger Signal verträgt als der Mixer.
Ein selektives Filter hilft natürlich auch ein wenig.
herbert schrieb:> Gute Idee...und wie schauen die in einer "Schalte" aus mit 50 Ohm ein> und Ausgang? Kannst mal was Skizzieren? Danke.
Es steht: "Abschluss beidseitig mit 8,7 kΩ/–1 pF"
Da wird man wohl 50Ω auf 8,7kΩ und zurück mit jeweils einem BN43-2402
transformieren müssen.
Zum Glück,für Dich, hat das Verhältnis n = SQRT(8,7kΩ / 50Ω); n € |N und
n das Windungsverhältnis, einen nutzbares ganzzahliges Ergebnis.
Siehe Auch:
http://www.bremerfunkfreunde.de/images/PDF/Funkamateur-jahrgang-2019/Funkamateur%20-%202019-06.pdf
Hallo zusammen, hallo Matthias,
erst mal die wichtigste Frage: was möchtest du?
1. Region 1 40m-Band bis 7.200 MHz empfangen ?
2. Bevorzugt am Bandanfang CW inclusive QRP-Frequenzen?
Ich fasse es mal kurz zusammen:
1. Besserer Empfänger -> Stick in Tonne ;-)
2. Ein Dämpfungsglied wäre zumindest einen Versuch wert!
3. Filteraufwand
Zu 3:
Solch knappe Bandpassfilter sind meist schlecht zu realisieren.
Nimm eine AADE Filter_Designer oder Tonne-ELSIE Software und lege los.
Aber Achtung: der Apparat berechnet auch grossen Mist.
Dir werden Möglichkeiten präsentiert. Spiele mit den Werten, wenn sich
dann die Eigenschaften bei den minimalsten Änderungen dramatisch
verschlechtern, war es kein guter Entwurf.
Ich kenne nur ELSIE. Spiele auch mit den Anpassungen auf Normwerte.
Andere Möglichkeit:
Ein Tiefpass genügt ja deinen Anforderungen?
Viel Spass beim Basteln
73
Wilhelm
MatthiasB. schrieb:> Bei mir schlagen die 41m-Radiostationen leider voll durch,
Hast du deren Frequenzen identifiziert?
Nicht, dass die auf der Spiegelfrequenz liegen, und dann evtl. die
Weitabselektion des Filters nicht ausreicht.
Bei mir wurde der SDR-Stick bereits durch zuviel Restträger aus dem
Mixer überlastet. Dies kann durch einen symetrischen Aufbau rund um den
Mixer verbessert werden. Dadurch verschwinden schon viele
Phantomsignale. Der Träger kann evtl. durch ein Notchfilter zwischen
Mixer und Stick weiter verringert werden.
Ein selektives Vorfilter mit ~20dB Dämpfung bei 7200kHz dürfte reichen.
Es sei denn, es kommen wirklich nur noch ein paar schwache Signale
durch. Wichtiger ist eine einstellbare Dämpfung zwischen Mixer und
SDR-Stick. Eventuell reicht ein Runterdrehen des Vorverstärkers im
Frontend des SDRs durch den Treiber in SDR# oder HDSDR, bis die
Übersteuerung verschwindet.
Der SDR-Stick hat einen Dynamikbereich von ca. 48dB (8Bit Auflösung). Es
ist einfach nicht möglich, daß der Stick gleichzeitig sehr starke und
sehr schwache Signale empfängt.