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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Richtig zitieren


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Autor: marvin (Gast)
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Hallo zusammen, ich habe eine Frage zum richtigen Zitieren. Wenn ich 
einen Grundlagenartikel sagen wir zum Thema Festkörperphysik schreibe, 
und ich habe mehrere Büche in denen das selbe nur anders verpackt steht.

Wie schreibe ich den in meine Arbeit die gnazen Grundlagen rein, muss 
ich jeden Satz kennzeichnen als indirektes Zitat weil ich es ja aus 
einem Buch gelesen habe? Wobei das selbe in 10 Büchern stehen kann.

 Oder Schreibe ich einmal vor dem 10 Seitigen Kapitel dass sich die 
Grundlagen auf die Bücher X,Y und Z stützt?

Autor: Zitot (Gast)
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Das habe ich mich auch schon gefragt :)

Ich denke aber nein, da ich ja ansonsten auch meine Lehrer als Quelle 
angegeben müsste? Schließlich haben die mir ja was beigebracht und ich 
zitiere sie indirekt?

Also ist die Frage "Wo ist die Grenze zwischen eigenem Wissen und 
Zitat?" eigentlich auch ganz interessant.

Autor: Sven S. (schrecklicher_sven)
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marvin schrieb:
> Wobei das selbe in 10 Büchern stehen kann.

Hast Du die alle komplett durchgelesen und kannst Dich an den Inhalt 
erinnern?
Weißt Du, wer da von wem abgeschrieben hat?

Es reicht mit Sicherheit, nur eine Quelle anzugeben.

Autor: René H. (Firma: anonymous) (hb9frh)
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Ich handhabte es so, wenn ich etwas wortwörtlich übernommen habe wird 
auf die Quelle verwiesen. Wenn ich es aus dem Kopf wiedergegeben habe 
(und zwangsweise meine Interpretation hinein geflossen ist, dann nicht).

Das war für den Prof. So ok.

Grüsse,
René

Autor: Zitot (Gast)
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René H. schrieb:
> Das war für den Prof. So ok.

Und Jahre später kommen dann die Plagiatsvorwürfe...

Autor: Andreas (Gast)
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marvin schrieb:
> Oder Schreibe ich einmal vor dem 10 Seitigen Kapitel dass sich die
> Grundlagen auf die Bücher X,Y und Z stützt?

Das wäre zweifellos die sauberste Lösung, und im Interesse des Lesers.

Autor: Bimbo. (Gast)
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Andreas schrieb:
> Das wäre zweifellos die sauberste Lösung, und im Interesse des Lesers.

Ich habe noch nie ein Zitat nachgesehen. Bitte verschone uns mit den 
zehnmillionen Verweisen. Mein Betreuer sagte damals: Tu einfach irgendwo 
ein paar Verweise hin, Anzahl x verteilt über Y Seiten. Das wird sich eh 
niemand anschauen...

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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Bimbo. schrieb:
> Andreas schrieb:
>> Das wäre zweifellos die sauberste Lösung, und im Interesse des Lesers.
>
> Ich habe noch nie ein Zitat nachgesehen. Bitte verschone uns mit den
> zehnmillionen Verweisen. Mein Betreuer sagte damals: Tu einfach irgendwo
> ein paar Verweise hin, Anzahl x verteilt über Y Seiten. Das wird sich eh
> niemand anschauen...

Das hat sich der Gutti auch gedacht...

Autor: Bimbo. (Gast)
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Einfach unverbesserlich schrieb:
> Das hat sich der Gutti auch gedacht

Wenn du in die Politik gehst und ein hohes Amt bekleiden möchtest 
solltest du natürlich ordentlich zitieren - da haben es etliche auf 
deinen Kopf abgesehen.

Aber als Wald- und Wiesenentwickler in einer Klitsche, KMU oder als 
Zahnrad im Konzern? Wer interessiert sich schon noch für eine BA/MS 
Arbeit..?

Autor: René H. (Firma: anonymous) (hb9frh)
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Zitot schrieb:
> René H. schrieb:
> Das war für den Prof. So ok.
>
> Und Jahre später kommen dann die Plagiatsvorwürfe...

Wenn Du es so willst, plagiieren 99.9% aller Studenten, schlussendlich 
geben wir das Gelernte wider, was irgend ein kluger Kopf herausgefunden 
hat.


Grüsse,
René

Autor: Zitot (Gast)
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René H. schrieb:
> Wenn Du es so willst, plagiieren 99.9% aller Studenten, schlussendlich
> geben wir das Gelernte wider, was irgend ein kluger Kopf herausgefunden
> hat.

Meine Rede...

Zitot schrieb:
> Also ist die Frage "Wo ist die Grenze zwischen eigenem Wissen und
> Zitat?" eigentlich auch ganz interessant.

Autor: A. S. (achs)
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Mach die Probe aufs Exempel: wenn in 10 Büchern von 10 Autoren das 
gleiche steht, haben mindestens 9 abgeschrieben.

Ein Zitat bei "Allgemeinwissen" ist immer dann geboten, wenn eine schöne 
literarische (oder gar graphische) Formulierung übernommen wird oder es 
unter einem sonst seltenen Aspekt beleuchtet wird

Autor: Rick M. (rick-nrw)
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marvin schrieb:
> Wie schreibe ich den in meine Arbeit die gnazen Grundlagen rein, muss
> ich jeden Satz kennzeichnen als indirektes Zitat weil ich es ja aus
> einem Buch gelesen habe? Wobei das selbe in 10 Büchern stehen kann.

Meine Meinung:

Geht es um eine Masterarbeit oder eine Doktorarbeit / Dissertation?

Sofern es um Grundlagen geht, also U=R*I, sollte es ausreichen bei einer 
Masterarbeit im Anhang mind. ein Buch aufzuführen, in dem diese 
Grundlagen stehen.

In einer Dissertation sollten für alle Weisheiten mind. eine Quelle 
aufgeführt werden:
Buch, Autor, Auflage, Seite, ...
Auch wenn das Quellenverzeichnis einige hundert Bücher umfasst.

Wobei der Erkenntnis das U=R*I ohne Quellenangabe einem keinen den Dr. 
aberkennt, hoffe ich zumindest.

A. S. schrieb:
> Mach die Probe aufs Exempel: wenn in 10 Büchern von 10 Autoren das
> gleiche steht, haben mindestens 9 abgeschrieben.

Oder die haben die eine nachgewiesene Quelle im Literaturverzeichnis.

Je wichtiger und wissenschaftlich höher die Arbeit bewertet werden kann, 
desto sorgfältiger sollte jemand mit den Quellenangaben sein,
auch bei U=R*I.
Diese Quelle sollte auch entsprechende Quellenangaben haben.
Wikipedia - ist da sicher keine gute Idee.

Autor: Walta S. (walta)
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Wir hatten auf der Uni genaue Vorschriften bzgl. Zitieren. Habt ihr 
sowas nicht?

walta

Autor: F. B. (finanzberater)
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Wie geht der Spruch nochmal? Wenn man aus einem Buch abschreibt, ist es 
in Plagiat. Wenn man aus zwei Büchern abschreibt, eine Diplomarbeit. 
Wenn man aus drei Büchern abschreibt, eine Doktorarbeit. Und wenn man 
aus vier Büchern abschreibt, ein neues Buch. Oder so ähnlich.

Autor: Jens B. (Gast)
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Wer als Naturwissenschaftler oder Ingenieur wörtliche Zitate benutzt 
gehört exmatrikuliert und lebenslanges Berufsverbot. Wie blöd muss man 
sein.

Autor: Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (Gast)
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Immer erstmal den Professor fragen wie's denn gerne sein darf.

Bei direkten Zitaten ist die Sache in der Regel klar. Im Gegensatz zu 
den Copy&Paste Wissenschaften sind für technische Studiengänge direkte 
Zitate aber selten. Bei indirekten Zitaten wurde bei mir die textuelle 
Beschreibung für gut befunden, z.B:

Die richtige Anwendung von Staubsaugern wird von [Mayer], [Müller] und 
[Horst] ausführlich beschrieben. Im Folgenden wird der Ansatz von 
[Horst] gekürzt wiedergegeben.

...

Das Verfahren von [Mayer] bietet den Vorteil, dass Unterhosen nicht aus 
Verstehen eingesaugt werden können, ist jedoch zeitaufwändiger.

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