Hallo
Ich habe beim Renovieren leider ein Kabel angebohrt. Eigentlich an der
Stelle dämlich, ist jetzt aber so ...
Leidiges Thema, ich hab dazu auch shcon ein paar Threads gefunden, zur
Sache steht meist recht wenig drin :(
In der Wand verlaufen in 3cm Tiefe alte Leerrohre. Die Roche bestehen
aus einem dünnen blech. Das Rohr ist innen mit einem scharzen 1-2mm
dicken Material ausgekleidet. In dem rohr verlaufen zwei Einzeladern,
1,5mm^2, Kupfer (L und PEN), 16A. Den L habe ich angebohrt aber nicht
durchbohrt.
Provisorisch hab ich eine Lüsterklemme reingesetzt und Isolierband rum.
Neben dem Leerrohr verlaufen auf beiden Seiten weitere Leerrohre.
Meine erste Idee, war die Ader durch eine Neue zu ersetzen. Leider habe
ich das andere Ende nicht gefunden. Ich hätte senkrecht drüber einen
UP-Vertieler erwartet, dort ist aber keiner. Mit einem Leitungssucher
komme ich hier leider nicht weiter, da ich "mein" Leitung finden müsste.
Ich vermute, es geht von der Wand direkt in die Decke und ich komme
nicht ran.
Der Standard-Tip ist, eine oder mehrere UP-Dosen zu setzen und dann die
Leitung mit Klemmen zu verbinden. Da ich leider nur 3cm Tiefe habe, wird
es mit einer normalen UP-Dose schwierig.
Ansonsten habe ich noch den Hinweis auf Quetschverbinder gefunden. Damit
ich die Zange ansetzen kann, müsste ich ein riesiges Loch machen.
Was wäre hier die richtige Lösung?
Ist es erlaubt, bei einer UP-Dose den Boden abzuschneiden, den Ring
einzugipsen und dann einen Deckel draufzumachen?
Vielen Dank,
Franz
Ich würde intensiv nach dem Ende (Dose) suchen und dann eine neue Ader
einziehen.
Hast Du erst mal ein Ende gefunden, so kannst Du über die Logik: "Was
soll's" recht einfach erraten, wo das andere Ende sein könnte. Notfalls
ein paar Sicherungen herausnehmen und ein bisschen messen.
Noch was zu Deinem Leerrohr: Der von Dir beschriebene Aufbau war Anno
Tobak ganz normal und kann heute noch problemlos verwendet werden. Pass
aber beim verschießen auf, dass Du mit dem Außenmantel kein Messer nach
innen bildest. Das dünne Blech kann Dir nämlich, bei einem späteren
Leitungsaustausch, richtig die Stimmung vermiesen.
Ach so, ich vergaß:
Hast Du eine Dose (Ende) gefunden und ein separates, zweites Ohr zur
Verfügung, so kann man auch durch wackeln an der Leitung und einem
organisiertem "Lauschangriff" auf die Wand, hören, wo's langgeht.
Ob es sinnvoll ist eine Abzweigdose zu setzen, muss Du entscheiden. Das
ist eine riesen Sauerei, meist mit der Renovierung der ganzen Wand
(mindestens) verbunden. Auch wird eine Stegleitungsdose nicht
ausreichen. Da wird wegen des Rohrdurchmessers, eine ganz normale
Abzweigdose herhalten müssen.
Franz schrieb:> Quetschverbinder
Nur so geht's. Alle nicht "endgültigen" Klemmstellen müssen zugänglich
bleiben.
Alternativ kannst du dir einen Leitungssucher mit Tongeber ausleihen,
der gibt ein Signal auf "deine" Ader, damit solltest du beide Enden
finden können. Bei der Reparatur solltest du dann versuchen das Rohr
auch wieder in Stand zu setzen.
Franz schrieb:> Mit einem Leitungssucher komme ich hier leider nicht weiter, da> ich "mein" Leitung finden müsste.
Dann ist dein Leitungssucher ungeeignet. Verwende einen, der ein Signal
einspeist, dass du verfolgen kannst.
@Hinz:
Danke für den Hinweis. Aber auch bei der müsste ich den Boden aufmachen,
weil die Leerrohre dahinter verlaufen.
@Sebastian
Ein Ende der Leitung habe ich schon: Zählerschrank.
1,5m oben drüber, 20cm von der Decke entfernt, ca. 10cm versetzt ist
eine Verteilerdose, dort endet die Leitung aber leider nicht. eine
andere Verteilerdose ist dort nirgends. Ich suche nochmal aber ich
fürchte, ich finde nichts.
Danke für den Tip mit den Sicherungen. Die Kabel liegen recht locker,
durch leichtes Wackeln würde ich das Richtige schon erkennen, wenn ich
wüsste, wo es endet. Ich werde versuchen eine Durchzugshilfe ins
Leerrohr zu stecken. Spätestens in der Verteilerdose müsste die hörbar
anstoßen.
Die letzten drei Antworten hab ich zwischen Schreiben und Absenden nicht
mehr gesehen, danke für eure Tips.
Dreck ist im Moment kein Problem, bin am Renovieren, da fällt das nicht
ins Gewicht.
Hast Du einen vernünftigen Zugdraht, und hast Dir wirklich alle Mühe
gemacht ihn in das Rohr zu schieben, so kann dir die Länge (cm), die
reinging, helfen das Ende, oder zumindest den problematischen Bogen, zu
finden.
Wie bereits gesagt: Manchmal kann man hören wo es langgeht.
Franz schrieb:> Ich habe beim Renovieren leider ein Kabel angebohrt.
Hmm, zu bohren ohne vorher mit Metallsucher zu messen gilt inzwischen
als grobe Fahrlässigkeit.
> In der Wand verlaufen in 3cm Tiefe alte Leerrohre.
Dann sollte es doch kein allzugrosses Problem sein, einen neuen
Draht mit Hilfe des alten Drahtes als Zugdraht einzuziehen. Falls
das aus irgendwelchen Gründen nicht geht, musst Du direkt unter der
Schadstelle eine Abzweigdose setzen undinnerhalb dieser die beiden
Enden miteinander verbinden.
> Provisorisch hab ich eine Lüsterklemme reingesetzt und Isolierband rum.
Das hürt sich aber sehr nach Pfusch an. Insbesondere
wenn ausser einer Lampe noch Verbraucher mit höherem
Stromverbrauch angeschlossen werden sollen.
> Der Standard-Tip ist, eine oder mehrere UP-Dosen zu setzen und dann die> Leitung mit Klemmen zu verbinden. Da ich leider nur 3cm Tiefe habe, wird> es mit einer normalen UP-Dose schwierig.
Dann musst Du eine IMPU-Dose nehmen.
> Ist es erlaubt, bei einer UP-Dose den Boden abzuschneiden,
Wenn schon, dann wohl eher den oberen Rand absägen. IMPU-Dosen
werden Dich aber wohl auch nicht finanziell ruinieren.