Hallo zusammen,
leider werde ich nicht so ganz fündig bei dem Thema. Ich finde diverse
Foreneinträge zum Thema "negative Spannungen", aber ich suche eigentlich
keine komplexen Schaltungen für geringe Ausgangsströme, sondern ein
möglichst einfaches IC dass seiner Aufgabe gewachsen ist :-)
Hintergrund: In meiner Schaltung benötige ich -5V im Bereich um die
120mA.
Leider finde ich oftmals nur Chargepumps, die dann diverse externe
Bauteile benötigen und auch kaum Strom abkönnen.
Warum finde ich bei Farnell/Mouser & Co. kein Bauteil, dass diese
Aufgabe abkann? Ist das technisch so schwierig zu realisieren?
Idealerweise ein IC dass mir +5V und +5V liefert, aber kein Muss.
Und "nein", ich möchte kein eigenes Netzteil an die Platine ranführen,
dass einfach verpolt ist! :-)
Vielleicht habt Ihr ja Ideen!
Grüße,
Markus
foobar schrieb:>> Warum finde ich bei Farnell/Mouser & Co. kein Bauteil, dass> diese>> Aufgabe abkann?>> Du verwendest wohl den falschen Suchbegriff. Versuch's mal mit> "inverting dc/dc".>> Einer der ersten Treffer: LT1931>> Außerdem:> https://www.maximintegrated.com/en/design/technical-documents/app-notes/3/3844.html
Das klingt interessant Foobar, der kann zumindest schon mal gut Strom.
Der braucht halt ne Menge Bauteile und da zuck ich auch zusammen zwecks
Stabilität je nach Last bzw. ob das wieder so ein schwingfreudiger
Kandidat ist.
Oder gelten solche Bauteile/Schaltungen als stabil?
Hallo,
um etwa -5 V zu generieren, kann man auch einen Sperrwandler mit nur
einem Transistor, Zenerdiode und Speicherdrossel/Trafo bauen. Also ohne
IC.
Verwende ich für Displays, die negative Kontrastspannung benötigen.
mfG
Christian S. schrieb:> kann man
Man vielleicht, du nicht, sonst hättest du die Schaltung angegeben. Ohne
Kurzschluss/Überstromschutz und Taktzyklenbegrenzung ist so ein
Billigwandler auch wenig attraktiv, weil meist kaputt.
Richtig macht es schon ein MC34063http://www.nomad.ee/micros/mc34063a/
Hallo Markus,
ich nutze dann meistens einen kleinen 5V nach 5V DC/DC-Wandler.
Der muß dann isoliert sein. Noch 2 C's dran und gut is.
Gibt's z.B. schon ab 3,20€ bei Reichelt (soll keine Werbung sein!).
Einfach den pos. Ausgang an deinen GND anschließen.
Der neg. Ausgang ist dann -5V.
MfG
Christian S. schrieb:> um etwa -5 V zu generieren, kann man auch einen Sperrwandler mit nur> einem Transistor, Zenerdiode und Speicherdrossel/Trafo bauen. Also ohne> IC.> Verwende ich für Displays, die negative Kontrastspannung benötigen.
Hi,
und das Schaltbild der russischen Freunde dazu.;-)
(Die nehmen jetzt aber auch den MC34xxx lieber.)
MaWin schrieb:> Richtig macht es schon ein MC34063
ciao
gustav
Markus schrieb:> leider werde ich nicht so ganz fündig bei dem Thema.
Bei welchem Thema? Kein IC der Welt kann dir deine -5V nur aus Luft
und Liebe erzeugen. Welche Spannung hast du denn bereits?
> Ich finde diverse> Foreneinträge zum Thema "negative Spannungen", aber ich suche eigentlich> keine komplexen Schaltungen für geringe Ausgangsströme, sondern ein> möglichst einfaches IC dass seiner Aufgabe gewachsen ist :-)
Um aus einer positiven Eingangsspannung eine negative Ausgangsspannung
zu machen, brauchst du irgendeine Art Schaltwandler. Ob das ein Wandler
mit Induktivität ist oder eine Ladungspumpe, hängt dann von weiteren
Randbedingungen ab.
> Hintergrund: In meiner Schaltung benötige ich -5V im Bereich um die> 120mA.
Für 120mA kann man weder die Induktivität noch die Kondensatoren für
eine Ladungspumpe integrieren. Das gewünschte "einfache IC" wird
wenigstens diese Bauteile als Außenbeschaltung benötigen. Oder es ist
gar kein IC, sondern ein Modul, das diese Bauteile bereits enthält.
> Warum finde ich bei Farnell/Mouser & Co. kein Bauteil, dass diese> Aufgabe abkann?
Sicherlich, weil du falsch suchst.
> Idealerweise ein IC dass mir +5V und +5V liefert, aber kein Muss.
Jetzt wird es noch nebulöser. Aus welcher bzw. welchen
Eingangsspannung(en) denn? Wenn du bspw. +8V und -8V schon hast (z.B.
aus einem Trafo + Gleichrichter + Lade-Elkos) dann reicht ein LM7805 für
+5V und ein LM7905 für -5V. Das sind sicher "einfache IC" nach deiner
Deutung, denn sie haben nur 3 Anschlüsse und die Außenbeschaltung
beschränkt sich auf einen Kerko am Ausgang.
> Vielleicht habt Ihr ja Ideen!
Dazu müßtest schon etwas mehr Input liefern.
Markus schrieb:> Udo S. schrieb:>> Suche nach "DC DC converter isolated 5V -5V">> leider finde ich da nur welche die auf +5V Umsetzen als> Isolationswandler
Albern!
Der Ausgang ist isoliert vom Eingang. Das heißt, du darfst die Pole
der Ausgangsseite auch beliebig mit Polen der Eingangsseite verbinden.
Insbesondere darfst du Ausgangs-Plus mit GND verbinden und hast dann an
Ausgangs-Minus deine gewünschten -5V gegen GND.
> "Man vielleicht, du nicht, sonst hättest du die Schaltung angegeben."
Na so eine Frechheit. Wer hat es nötig, so eine Behauptung von sich zu
geben? Ein Gast? Hauptsache schlecht auffallen.
Ich suche die Schaltung bei Joretronik jetzt nicht heraus.
mfG
Hier mal eine Schaltung, hoch professionell versteht sich ;-)
Ich brauche +3,3V, +5V und -5V an dem/den ICs.
Würde das so mit dem DCDC-Isolationswandler so funktionieren?
Markus schrieb:> https://www.digikey.com/product-detail/en/murata-power-solutions-inc/CRE1S0505S3C/811-3195-ND/6056051>> Hi Udo,>> danke für deinen Link!>> leider finde ich da nur welche die auf +5V Umsetzen als> Isolationswandler oder Wandler, die am Eingang eine negative Spannung> brauchen um eine Negative auszugeben :-(
Das ist ein galvanisch getrennter Wandler. Wenn du also den Pluspol des
Ausgangs auf Masse schaltest hast du am Minuspol des Ausgangs -5V.
Fast wie bei deiner Skizze, nur Vorsicht, der Wandler den ich verlinkt
hatte hat glaube ich nur 4,5 bis 5,5 V Eingangsspannug. Den müsstest du
also eingangsseitig an die +5V hängen, nicht an die ungeregelten 7V.
Es gibt aber bestimmt auch Wandler mit einem weiteren
Eingangsspannungsbereich.
Und hier noch eine sehr preiswerte texas Instruments Lösung (der 61040
ist wirklich niederpreisig).
Über den Spannungsteiler kann man die -7,5V natürlich auf -5V anpassen.
Ohne mehrere Bauteile wirst du nicht auskommen, und eine Charge-Pump
braucht im Prinzip nur einen(!) zusätzlichen Kondensator, denn Ein- und
Ausgangskondensatoren sind üblicherweise sowieso vorhanden. Sie müssen
nur groß genug sein.
MAX1680/MAX1681:
125mA, Frequency-Selectable,
Switched-Capacitor Voltage Converters
Irgendwann habe ich mal eine CP eingestzt, die 200 mA bei 5 V konnte.
Falls dich das interessiert, müsste ich suchen.
DZDZ
Verdammt - gleich nach dem Abschicken habe ich gesehen, dass 2 Posts
vorher auf die 200 mA LM2776, die ich auch verwendet hatte, verwiesen
wurde.
Aber wie gesagt, im Prinzip ist es nur ein zusätzlicher Kondensator!
Joachim B. schrieb:> ein SIM1 0505 ist nur ein Bauteil oder
Nur für ausgesprochen merkwürdige Definitionen von "Bauteil". Ich würde
das eher "Baugruppe" oder "Modul" nennen.
Der Zahn der Zeit schrieb:> Ich nenne das nicht ein Bauteil, sondern ein Modul.
du hast zwar Recht, aber in der Verarbeitung sehe ich es als ein
Bauteil.
/*
Bosnickel schrieb:> MAX 735
Danke für den Tipp - das Teil kannte ich nicht. Bisher habe ich immer
die Ladungspumpe ICL7660 oder ICL7662 verwendet.
Joe
*/
Joachim B. schrieb:> Der Zahn der Zeit schrieb:>> Ich nenne das nicht ein Bauteil, sondern ein Modul.>> du hast zwar Recht, aber in der Verarbeitung sehe ich es als ein> Bauteil.
Ja und damit das ordentlich und auch unter EMV-Gesichtspunkten gut
funktioniert sollte man diesem "Bauteil" auch noch 2-3 externe
Komponenten spendieren. Weil ansonstens sind diese Module gerne kleine
Dreckschleudern... Und schon werden aus einem Bauteil eher 4.
Seite 4:
http://www.aimtec.com/site/Aimtec/files/Datasheet/HighResolution/AM1S-Z.pdf
Ro n. schrieb:> und auch unter EMV-Gesichtspunkten gut> funktioniert sollte man diesem "Bauteil" auch noch 2-3 externe> Komponenten spendieren.
die man ja sowieso bei weiterführender Verwendung von
Spannungsversorgung hat.
Es ging hier rein um die Erzeugung von -5V mit möglichst wenig
Bauteilen!
Markus schrieb:> Leider finde ich oftmals nur Chargepumps, die dann diverse externe> Bauteile benötigen und auch kaum Strom abkönnen.
Das an anderen Schaltungsteilen noch Filter, Abblockkondensatoren
gebraucht werden bleibt davon ja unberührt.
Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Man kann praktisch jedes
Abwärtswandler-IC invertierend verschalten. Das nennt sich dann
inverting buck-boost Topologie.
Man muss dabei auf die Gesamt-Spannungsdifferenz achten. Eine Wandlung
von +5V auf -5V benötigt eine Spannungsfestigkeit von 10V. Ebenso
fließen höhere Spitzenströme im Vergleich zur nicht-invertierenden
Schaltung und die Dropout-Spannung ist um eine Diodenstrecke größer.
Damit stehen einem trotzdem ein paar tausend Buck-Konverter ICs von den
üblichen Herstellern zur Verfügung. Notfalls was man halt so in der
Wühlkiste hat.
Marten Morten schrieb:> Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Man kann praktisch jedes> Abwärtswandler-IC invertierend verschalten.
"Man" kann das. Der TE nicht!
Er möchte ein "einfaches IC", das ihm aus einer beliebigen (weil nicht
spezifizierten) Spannung stabile -5V macht. Schaltungen mit mehr als
zwei Bauteilen sind ihm ein Horror. Da bleibt am Ende halt nur noch ein
DC-DC Wandlermodul. Die Arduinoisierung der Elektronik macht auch vor
eigentlich trivialen Problemen wie der Spannungversorgung von eigenen
Schaltungen nicht halt.
Axel S. schrieb:> Er möchte ein "einfaches IC", das ihm aus einer beliebigen (weil nicht> spezifizierten) Spannung stabile -5V macht.
Wenn die Eingangsspannung im Bereich von 7..36V läge, würde ich 2 Traco
TSR 2450 so verschalten:
1
__________
2
+Vin ----o-------|in TSR out|-------> + Vout
3
| |___gnd____|
4
| |
5
| |
6
-Vin ----+------------o--------o-------- GND
7
| __________ |
8
'-------|in TSR out|--'
9
|___gnd____|
10
|
11
'-------------> -Vout
Und ja, die Beschaltung des unteren TSR ist genau so gemeint... ;-)
Axel S. schrieb:> Marten Morten schrieb:>> Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Man kann praktisch jedes>> Abwärtswandler-IC invertierend verschalten.>> "Man" kann das. Der TE nicht!>> Er möchte ein "einfaches IC",
Eine seiner Fragen war:
Markus schrieb:> Warum finde ich bei Farnell/Mouser & Co. kein Bauteil, dass diese> Aufgabe abkann? Ist das technisch so schwierig zu realisieren?
Meine Antwort ist: Weil es mit den ganz normalen, einfachen
Buck-Konverter ICs geht und man kein Spezial-IC dafür braucht. Das es im
Gegenteil nicht technisch schwierig, sondern nahezu trivial ist.
Marten Morten schrieb:> Eine seiner Fragen war:> Markus schrieb:>> Warum finde ich bei Farnell/Mouser & Co. kein Bauteil, dass diese>> Aufgabe abkann? Ist das technisch so schwierig zu realisieren?> Meine Antwort ist...
Die formal korrekten Antworten auf diese Fragen wären:
1.: Weil du nicht weißt, wie man einen handelsüblichen dreipoligen
Positiv-Stepdown so beschaltet, dass er aus einer positiven Spannung ein
negative macht und deshalb falsch suchst.
Und 2.: Es ist ganz leicht, wenn man weiß, wie es geht.
Lothar M. schrieb:> Wenn die Eingangsspannung im Bereich von 7..36V läge, würde ich 2 Traco> TSR 2450 so verschalten:
Die TSR 1 können das nicht, es müssen schon TSRN 1 sein.
Peter D. schrieb:> Die TSR 1 können das nicht
Doch, bei mir können die das... ;-)
Anbei mal ein Aufbau mit einem TSR mit 15V Ausgang und 24V Eingang. Last
in beiden Fällen ca 200mA (ja, ein bisschen viel, war aber ein
Überlasttest... ;-)
Man beachte, wie das Messgerät und die Versorgung angeschlossen sind
(just so, wie ich das oben skizziert habe).
> es müssen schon TSRN 1 sein.
Das sind letztlich nur weiterentwickelte TSR, die dank integrierter
Kondensatoren nicht mehr so arg stören. Schon aus diesem Grunde würde
ich hier auch tatsächlich TSRN Regler einsetzen.
Die TSN schließlich können aus einer negativen Eingangsspannung eine
negative Ausgangsspannung machen.
EDIT:
Meanwell hat diese Beschaltung für seine NID100 Stepdown-Module sogar
ziemlich exponiert im Datenblatt (letztes Bild)...
Axel S. schrieb:> "Man" kann das. Der TE nicht!>> Er möchte ein "einfaches IC", das ihm aus einer beliebigen (weil nicht> spezifizierten) Spannung stabile -5V macht. Schaltungen mit mehr als> zwei Bauteilen sind ihm ein Horror. Da bleibt am Ende halt nur noch ein> DC-DC Wandlermodul. Die Arduinoisierung der Elektronik macht auch vor> eigentlich trivialen Problemen wie der Spannungversorgung von eigenen> Schaltungen nicht halt.
Erschreckende Wahrheiten der Gegenwart kommen ans Tageslicht
MfG