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Forum: Platinen KiCAD: +5V == GND


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Autor: Walter T. (nicolas)
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Hallo zusammen,

ich habe einen Schaltplan und ein Board, in dem ich schon viel 
herumgefuckelt habe. "Update PCB from Schematic" behauptet aber, daß 
alles in Ordnung sei.

Irgendwie sind aber aus allen Masse-Pins +5V-Pins geworden, d.h. +5V und 
GND sind ein Netz. Im Schaltplan ist das allerdings nicht der Fall.

Wie kann soetwas passieren?

Alle "Power"-Gates von ICs habe ich mir schon genau angesehen. Nirgendwo 
sind +5V und GND vertauscht.

Wird eine Netzliste erzeugt, ist ein Netz mit dem Namen "GND" in der 
Textdatei vorhanden. In der *.kicad_pcb-Datei dagegen gibt es kein Netz 
mit diesem Namen.

Wo kann ich nach dem Fehler weitersuchen?

: Bearbeitet durch User
Autor: Bernd B. (bbrand)
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So was hatte ich auch schon mal, nur fällt mir leider nicht mehr ein, 
woran es lag :-(

Könnte es sein, dass unter einem Pad noch ein Reststück einer Leiterbahn 
versteckt ist, das mit dem falschen Netz verknüpft ist? Beim linken Pad 
von C20 sieht es nämlich so aus, als ob die Luftlinien nicht zum 
Mittelpunkt des Pads gehen. Bei KiCad 4 konnte es leicht passieren, dass 
beim Löschen von Leiterbahnen gerade unter den Pads noch Reste blieben; 
bei KiCad 5 hat sich das aber deutlich verbessert. Müsste sich leicht 
erkennen lassen, wenn man die Pads auf Umrissansicht schaltet.

Gruß,
Bernd

: Bearbeitet durch User
Autor: Walter T. (nicolas)
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Hallo Bernd,

ich habe es gerade gefunden. Wenn man die richtige Stelle vergrößert, 
sieht man das Problem.

Aber danke für den Hinweis mit den Pads. Dann bin ich auf das Problem 
schon einmal vorbereitet.

Viele Grüße
Nicolas

: Bearbeitet durch User
Autor: Dr.Who (Gast)
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Tja, man sollte immer drauf achten das die elektrischen Verbindungen
auf die stumpfen Symbolenden stoßen. So ist das natürlich ein 
Kurzschluss.
Der ERC kann das wohl nicht erkennen, weil es ja auch gewollt sein 
könnte.
Auch sind die Dioden nicht am Raster korrekt platziert. Die Bauteile
daneben scheinen dagegen korrekt ausgerichtet zu sein.

Autor: asd (Gast)
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Das ist aber schon eine Art Bug, wenn man zwei Netze mit Namen verbinden 
kann, und eines davon dann einfach verschwindet, ganz ohne 
Fehlermeldung.
Netze mit Namen sind i.A. wichtige Netze. In allen anderen Layout 
Programmen muss man für sowas "Netzverbinder" im Schaltplan nehmen, 
damit man ausdrückt dass man das mit Absicht macht.

Autor: MaWin (Gast)
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asd schrieb:
> Das ist aber schon eine Art Bug

user supported open source software:
change it ! Mecker nicht.

Autor: Felix F. (wiesel8)
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asd schrieb:
> Das ist aber schon eine Art Bug,
Nein, ist es nicht, wenn sich der User nicht an die Vorgaben zur 
Schaltplanerstellung hält und/oder den ERC nicht nutzt!

Der einzige Bug hier sitzt 30cm vorm Bildschirm.

mfg

Autor: W.S. (Gast)
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Felix F. schrieb:
>> Das ist aber schon eine Art Bug,
> Nein, ist es nicht,

O doch.

GND gibt es in der Netzliste, also hat es das auch im PCB zu geben. 
Punkt.

Wie oft habe ich schon lesen müssen, daß so etwa wie eine 
funktionierende V/R-Annotation ja völlig überflüssig sei?

W.S.

Autor: Bauform B. (bauformb)
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In diesem Fall passiert der Fehler ganz alleine im Schaltplan. Wenn es 
nur ein Netz ist, wieso stehen dann GND und +5V in der Netzliste? Da 
hilft keine V/R- oder sonstwie-Annotation.

Oder andersrum: wieso gibt es beide Texte im Schaltplan? Heißt das etwa, 
dass das nur Texte sind und nicht die Netznamen?

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo asd.

asd schrieb:
> Das ist aber schon eine Art Bug, wenn man zwei Netze mit Namen verbinden
> kann, und eines davon dann einfach verschwindet, ganz ohne
> Fehlermeldung.

Der ERC in Eeschema meckert sowas mit guter Wahrscheinlichkeit an. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

Autor: Walter T. (nicolas)
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Bernd W. schrieb:
> Der ERC in Eeschema meckert sowas mit guter Wahrscheinlichkeit an.

Leider nicht. Dieses Kleinod liefert keinen Fehler und keine Warnung im 
ERC.

: Bearbeitet durch User
Autor: Felix F. (wiesel8)
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Walter T. schrieb:
> Bernd W. schrieb:
>> Der ERC in Eeschema meckert sowas mit guter Wahrscheinlichkeit an.
>
> Leider nicht. Dieses Kleinod liefert keinen Fehler und keine Warnung im
> ERC.
Was auch völlig korrekt ist. Du hast 2 Labels verbunden und das Netz als 
Power Netz gekennzeichnet. Hier gibt es nichts, was man als Fehler 
beanstanden kann.

Informiere dich erst mal gründlich wie man einen Schaltplan erstellt, 
bevor du noch weiteren Unsinn postet.

So als kleiner Hinweis:
http://docs.kicad-pcb.org/4.0.7/en/getting_started_in_kicad/images/gsik_tutorial1_070.png

mfg

Autor: Dr.Who (Gast)
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Was würde passieren, wenn man eine Analogmasse (AGND) und
eine Digitalmasse (GND) an einem bestimmten Punkt im Layout
verbunden werden muss? Da wäre eine Fehlermeldung wohl
unerwünscht. Da wirds wohl höchstens eine Warnung geben.
Meines Wissens unterliegen Powersymbole nicht der Konfigurationens-
Beschränkung für Tristate, Output, Input, Open Kollektor, usw.
(siehe Kapitel 8.6-Konfiguration in der EEschema-Doku) wie ansonsten
für Signale.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Dr.Who schrieb:
> Da wirds wohl höchstens eine Warnung geben.

Die fände ich allerdings schon sinnvoll. Kenne ich übrigens auch so von 
BAE, letztlich verschwindet auf diese Weise ein Netzname aus der 
Netzliste.

Alternative wäre der schon genannte explizite Netzverbinder.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: W.S. (Gast)
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Felix F. schrieb:
> Was auch völlig korrekt ist...

Wie bitte?

Ich sehe da ein GND-Symbol und ein +5V Symbol und eine Netzleitung 
zwischen beiden.

Und sowas soll völlig korrekt sein und KEINE Fehlermeldung auslösen?

Könnte mir jemand eine derartige Logik erklären? Wer sowas realiter tut, 
bekommt ein saftiges KAWOMM davon.

W.S.

Autor: Bernd B. (bbrand)
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Also, schön finde ich dieses Verhalten auch nicht.

Es lässt sich aber beheben, indem man die ERC-Einstellungen so 
verändert, dass beim Verbinden zweier Power-Inputs ein Fehler oder eine 
Warnung erzeugt wird, siehe Screenshot. Diese Option sollte vielleicht 
besser standardmäßig aktiviert sein. Das würde aber nicht helfen, wenn 
man versehentlich zwei andere (nicht-Power-)Netze verbindet. Dafür wäre 
eine Prüfung wie "Netz hat mehrere unterschiedliche Labels" hilfreich.

Gruß,
Bernd

: Bearbeitet durch User
Autor: Mario H. (rf-messkopf) Benutzerseite
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Bernd B. schrieb:
> Es lässt sich aber beheben, indem man die ERC-Einstellungen so
> verändert, dass beim Verbinden zweier Power-Inputs ein Fehler oder eine
> Warnung erzeugt wird, siehe Screenshot.

Das gibt dann aber auch Fehler bzw. Warnungen, wenn GND mit GND etc., 
verbunden ist. Also recht viele Warnungen bei einem üblichen Schaltplan. 
Siehe Screenshot.

Was in der Tat fehlt, ist eine Überprüfung, ob Power Input Pins mit 
unterschiedlichem Namen verbunden sind.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Mario H. schrieb:
> ob Power Input Pins mit unterschiedlichem Namen verbunden sind.

Ich würde das nicht einmal auf Power Pins reduzieren. Wenn du aus 
Versehen irgendwo MOSI mit MISO verbindest, ist das in aller Regel 
genauso nicht gewollt und sollte eine Warnung bringen. Wenn ich ein Netz 
explizit benenne, dann doch genau deshalb, damit es von allen anderen 
verschieden ist.

Sowas wie AGND vs. DGND sind ja eher die Ausnahme.

Autor: W.S. (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Wenn du aus
> Versehen irgendwo MOSI mit MISO verbindest

Naja, ein Versehen kann einem immer mal passieren. Ich denke da an das 
gruselige Schematics von Xilinx's ISE. Sobald man da irgendwas 
verschiebt und sich irgendwelche Netzlinien versehentlich berühren, 
verbindet dieses Schematics beide Netze - egal ob die nun explizit mit 
Namen versehen sind oder nicht. Das Ding ist halt steinalt und rein 
geometriebasiert.

Ich habe dieses obige "Kleinod" mal mit aktuellem Eagle probiert. Beim 
Versuch, eine Netzlinie von GND an +5V zu binden, poppt ein Fenster auf, 
wo man sich entscheiden muß, welches Netz das Ganze denn sein soll.

Man kann das also auch mit Eagle tun - aber nicht versehentlich, sondern 
nur mit Mutwillen. Es braucht also dort ein dediziertes "Ich will das 
so!" vom Benutzer.

Und wenn irgend ein vordefiniertes Netz (GND, VCC und Konsorten) mit was 
anderem überschrieben wird, dann taucht das auch im ERC auf. Auch dort 
kann man es als "akzeptiert" wegklicken - aber auch das ist dann eben 
eine dedizierte Entscheidung des Benutzers.

Solches Verhalten sollte doch auch in Kicad machbar sein - oder?
Ist das zuvor denn noch nie jemandem aufgefallen?

W.S.

Autor: HildeK (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Sowas wie AGND vs. DGND sind ja eher die Ausnahme.

Eigentlich nicht. Auch in dem muss gewarnt werden.
In anderen CAE-Programmen verwendet man dann einen Netzverbinder, quasi 
ein Bauteil, das eine Brücke darstellt. Damit bleiben die Netznamen auf 
beiden Seiten erhalten und das 'Bauteil' kann man im Layout auch an der 
richtigen Stelle platzieren.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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HildeK schrieb:
> Damit bleiben die Netznamen auf beiden Seiten erhalten und das 'Bauteil'
> kann man im Layout auch an der richtigen Stelle platzieren.

Ja, gut, diese Variante kann man natürlich ohnehin immer implementieren.

Allerdings ist es oft genug ja auch sinnvoller, eine "fette" 
(niederimpedante) Groundplane zu benutzen statt pathologischer Trennung 
zwischen beiden – ich weiß, ist 'ne Glaubensfrage. :)

Autor: pegel (Gast)
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Kann sich keiner mehr an die Vorgänger Versionen genau erinnern?
Ist schon einige Jahre und Versionen her, aber ich meine mich zu 
erinnern, dass ich zwei Netze verbinden wollte.
Da das nicht ging, musste ich extra einen 0 Ohm Widerstand einfügen.

Autor: HildeK (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Allerdings ist es oft genug ja auch sinnvoller, eine "fette"
> (niederimpedante) Groundplane zu benutzen statt pathologischer Trennung
> zwischen beiden – ich weiß, ist 'ne Glaubensfrage. :)

Ich finde es auch sinnvoller, aber wenn ich eine Plane haben will, dann 
nehme ich auch keine zwei Netznamen.

Aber zum Threadthema: wenn ein benanntes Netz mit irgend einem anderen 
(benannt oder nicht) verbunden wird, dann muss eine Warnung kommen!

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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HildeK schrieb:
> wenn ein benanntes Netz mit irgend einem anderen (benannt oder nicht)
> verbunden wird

Naja, technisch gesehen entsteht ein anonymes Netz (welches vermutlich 
sofort erst einmal einen internen Namen bekommt) direkt mit dem 
Platzieren eines Bauteilanschlusses oder Power-Ports. Wenn du von da 
dann eine Leitung nach bspw. GND ziehst, willst du ganz sicher nicht 
jedesmal eine Warnung bekommen. ;-) Insofern fände ich den Part etwas 
schwierig. Aber das Emittieren einer Warnung in dem Moment, wo zwei 
explizit benannte Netze zusammengeführt werden, müsste vergleichsweise 
einfach realisierbar sein.

Autor: Mario H. (rf-messkopf) Benutzerseite
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W.S. schrieb:
> Solches Verhalten sollte doch auch in Kicad machbar sein - oder?
> Ist das zuvor denn noch nie jemandem aufgefallen?

Aufgefallen sicher. Der ERC von KiCad ist leider (noch) ziemlich 
rudimentär. Der schaut nur auf den Electrical Type von verbundenen Pins 
und generiert Fehler und Warnungen entsprechend der Auswahl in der in 
Beitrag "Re: KiCAD: +5V == GND" gezeigten Tabelle.

Wenn man z.B. zwei unterschiedliche Labels an einem Netz sind, lässt das 
den ERC dementsprechend unbeeindruckt (siehe Bild). In der Netzliste 
taucht in dem Beispiel auch nur das Netz Label_1 auf, das zweite Label 
wird ignoriert.

HildeK schrieb:
> Aber zum Threadthema: wenn ein benanntes Netz mit irgend einem anderen
> (benannt oder nicht) verbunden wird, dann muss eine Warnung kommen!

Das wäre eine sinnvolle Erweiterung des KiCad-ERCs.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Mario H. schrieb:
> Das wäre eine sinnvolle Erweiterung des KiCad-ERCs.

Eigentlich möchte ich das nicht erst beim ERC sehen, sondern sofort. Der 
DRC läuft ja auch (zu einem großen Teil) unmittelbar bei der Arbeit mit, 
warum sollte das nicht auch für Teile des ERC machbar sein?

Sinnvolle ERC-Regeln finde ich an vielen Stellen sowieso schwierig 
aufzustellen: viele unserer heutigen Bauteile sind ausgesprochen 
multifunktional bezüglich dessen, was mit ihren Pins passiert. Ein 
Mikrocontroller-IO-Pin kann Eingang oder Ausgang sein, das kann man also 
schon mal nicht durch den ERC vollständig prüfen lassen, denn dann 
müsste er die konkrete Konfiguration oder Software einbeziehen. Es kann 
aber aber genausogut Sinn haben, mehrere solche Pins parallel zu 
schalten und als Stromversorgung für eine weitere angeschlossene 
Baugruppe zu benutzen – erkläre das mal einem ERC.

Insofern wäre ein pures Verlassen auf einen "post mortem" 
abzuarbeitenden ERC mir hier zu wenig.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Karsten B. (kastenhq2010)
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Jörg W. schrieb:
> Wenn du von da
> dann eine Leitung nach bspw. GND ziehst, willst du ganz sicher nicht
> jedesmal eine Warnung bekommen. ;-) Insofern fände ich den Part etwas
> schwierig.

Das lässt sich leicht über die Verdrahtungsrichtung, d.h. zeitliche 
Abfolge beim Anlegen, unterscheiden. Von Pin/unbenannten Netz zu 
GND/benannten Netz -> Warnung, andersrum keine Warnung, da 
offensichtlich vom Nutzer so gewünscht. Ich finde auch, dass man immer 
eine Warnung erhalten sollte, wenn ein benanntes Netz mit etwas anderem 
verbunden wird.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Karsten B. schrieb:
> Von Pin/unbenannten Netz zu GND/benannten Netz -> Warnung, andersrum
> keine Warnung, da offensichtlich vom Nutzer so gewünscht.

Umm, nö. Bislang ist die Richtung, in der man einen Draht zieht, 
bedeutungslos. Da müsste man ja jedesmal drüber nachdenken dann …

Wenn überhaupt, dann könnte man das wohl nur so trennen, dass man 
temporäre Netze erst einmal nicht in diesen Test einbezieht. Ein Netz 
gilt dann so lange als temporär, wie es noch keinen expliziten Namen 
zugewiesen bekommen hat *) und andererseits sein anonymer Name noch 
nicht durch eine Netzlistengenerierung "finalisiert" hat.

*) Wenn ein Name nur versehentlich zugewiesen worden ist, danach aber 
wieder gelöscht wird, dann wird das Netz wieder anonym und der Name 
erstmal temporär.

Autor: Walter T. (nicolas)
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Jörg W. schrieb:
> Wenn überhaupt, dann könnte man das wohl nur so trennen, dass man
> temporäre Netze erst einmal nicht in diesen Test einbezieht.

Generell wäre es sinnvoll, Netznamen nicht an Labels festzumachen, 
sondern umgekehrt. Ansonsten passiert es allein durch Tippfehler leicht, 
daß ein Label im Schaltplan den Netznamen inkorrekt widergibt (z.B. bei 
Tippfehlern oder wenn ein Netz umbenannt wird). Oder eben hier, wenn 
mehrere unterschiedliche Labels an einem Netz hängen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Dr.Who (Gast)
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Walter T. schrieb:
> Oder eben hier, wenn
> mehrere unterschiedliche Labels an einem Netz hängen.

Geht das überhaupt? Für gewöhnlich sind Labels und Netze
Namens-gesteuert, entweder durch automatische Namensvergabe
oder Interaktiv durch den Layouter.
Wie soll da ein Netz mit verschiedenen Labels entstehen?
Es kann doch nur einen Namen/Netz geben.
Kann jetzt sein, das ich das missverstehe.

Autor: Zeno (Gast)
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Karsten B. schrieb:
> Von Pin/unbenannten Netz zu
> GND/benannten Netz -> Warnung, andersrum keine Warnung, da
> offensichtlich vom Nutzer so gewünscht.

Genau so macht das Eagle. Und ja man muß dann die eine oder andere 
Warnung wegklicken, aber das ist für mein Empfinden immer noch besser 
als wenn man Netze verbindet die nicht verbunden gehören. Durch die 
Warnung prüft man halt noch einmal.

Walter T. schrieb:
> Generell wäre es sinnvoll, Netznamen nicht an Labels festzumachen,
> sondern umgekehrt.

Ist auch bei Eagle so.

Autor: Bauform B. (bauformb)
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Walter T. schrieb:
> Generell wäre es sinnvoll, Netznamen nicht an Labels festzumachen,
> sondern umgekehrt.

Nicht nur sinnvoll, sondern absolut zwingend notwendig. Der Punkt ist 
nicht verhandelbar. Ein "Label" das nicht dem Netznamen entspricht ist 
nur freier Text und kein Label. Entsprechend muss sich der Netzname 
ändern, wenn man das Label ändert. Falls das nicht geht, darf das Label 
nicht veränderbar sein.

Autor: Walter T. (nicolas)
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Dr.Who schrieb:
> Geht das überhaupt?

Es gewinnt das Label, das alphanumerisch den kleinsten Wert hat.

: Bearbeitet durch User
Autor: W.S. (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Umm, nö.

dito.

Das sollte eigentlich anders herum gehen.

Du hast weiter oben impliziert, daß ein Pad auf der LP bereits ein Netz 
hervorruft:
Jörg W. schrieb:
> Naja, technisch gesehen entsteht ein anonymes Netz (welches vermutlich
> sofort erst einmal einen internen Namen bekommt) direkt mit dem
> Platzieren eines Bauteilanschlusses oder Power-Ports


.. und dieser Gedanke ist eigentlich falsch (egal wie ein EDA-System das 
handhabt), denn ein Netz ist transitiv, d.h. es stellt eine Verbindung 
dar: von hier nach da. Erst dann, wenn man von einem Pad eine Netzlinie 
abgehen läßt, erzeugt man eigentlich das Netz. Jedenfalls von der Logik 
her.

Ohne Netzlinie sollte da eben gar kein Netz existieren, denn es gibt ja 
gar nichts zu verbinden.

Das macht dann auch den ERC leichter, wenn kein Netz, dann kann der 
warnen: "kein Netz an IC7 Pin3" oder so.

W.S.

Autor: Bauform B. (bauformb)
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W.S. schrieb:
> ein Netz ist transitiv, d.h. es stellt eine Verbindung dar:
> von hier nach da. Erst dann, wenn man von einem Pad eine Netzlinie
> abgehen läßt, erzeugt man eigentlich das Netz.

Nicht einmal dann; erst wenn ein zweites Pad angeschlossen ist, gibt 
es ein Netz. Wenn man wirklich ein Netz mit nur einem Pad haben will, 
schließt man als zweites ein "no connect" Schaltzeichen an (macht man 
doch so, oder?).

> Das macht dann auch den ERC leichter, wenn kein Netz, dann kann der
> warnen: "kein Netz an IC7 Pin3" oder so.

So sollte es sein.

Autor: W.S. (Gast)
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Bauform B. schrieb:
> Nicht einmal dann

Nee, derart eng darf man das nicht machen. Immerhin kann sich niemand 
von vornherein audenken, was für ein Projekt künftiglich jemand sich 
ausdenken wird.

Denke mal an Leute, die Mikrowellen-Schaltungen machen wollen, wo eben 
keine konkreten Bauteile, sondern nur Strukturen auf der LP an dem Pin 
sind.

Bei Eagle kann ich ein Netz von einem Pin losgehen und mitten in der 
Luft enden lassen. Ich kann das auch benennen und kann auch ein Label 
draufsetzen. Und im Board kann ich mir dieses dann auch anzeigen lassen 
(gibt nen Punkt im Pad), aber es gibt logischerweise nichts zu routen. 
Man kann das allerdings erzwingen.

Der Knackpunkt hier ist aber das versehentliche Ermorden eines Netzes, 
ohne daß es vom EDA irgend eine Sicherheitsabfrage gibt.

W.S.

Autor: Klaus (Gast)
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Was ich hilfreich finde, ist eine Liste "einbeiniger" Netze. Die kann 
man von Hand durchsehen und notfalls beseitigen. Tippfehler fallen da 
auch leicht auf, da entsteht mindestens ein, meisst aber zwei, solche 
Netze mit sehr ähnlichen Namen.

MfG Klaus

Autor: Wühlhase (Gast)
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W.S. schrieb:
> Nee, derart eng darf man das nicht machen. Immerhin kann sich niemand
> von vornherein audenken, was für ein Projekt künftiglich jemand sich
> ausdenken wird.

Bei den meisten Dingen, die du hier geschrieben hast, stimme ich dir zu. 
Aber ich denke auch, ein einzelner Pin ist kein Netz. Und auch ich würde 
da einen Fehler erwarten.


W.S. schrieb:
> Denke mal an Leute, die Mikrowellen-Schaltungen machen wollen, wo eben
> keine konkreten Bauteile, sondern nur Strukturen auf der LP an dem Pin
> sind.

Dann hast du doch aber wieder ein konkretes Bauteil. Ist dann halt ein 
No-BOM-Part, taucht also in der BOM nicht auf, wird nicht bestückt, nur 
ins Cu eingebracht, ist aber dennoch z.B. ein Filter und sollte 
dementsprechend im Schaltplan auftauchen.

Autor: HildeK (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Naja, technisch gesehen entsteht ein anonymes Netz (welches vermutlich
> sofort erst einmal einen internen Namen bekommt) direkt mit dem
> Platzieren eines Bauteilanschlusses oder Power-Ports. Wenn du von da
> dann eine Leitung nach bspw. GND ziehst, willst du ganz sicher nicht
> jedesmal eine Warnung bekommen. ;-)

Ja, das hast du schon recht.
Wenn ich mich an das Verhalten von Eagle erinnere:
- Wenn ich Netze verbinde, kommt eine Warnung. Ist eines davon benannt, 
das andere nicht, dann muss man bestätigen, dass das unbenannte in das 
benannte integriert wird. Bei zwei unbenannten oder zwei benannten muss 
man sich für einen der beiden Namen entscheiden.
- bei Bauelementepins entfällt die Frage, auch wenn der Pin vermutlich 
schon einen internen Netznamen hat. Erst wenn ein Leitungsstück am Pin 
ist, erfolgt die Warnung bzw. Frage nach dem Namen.
- so weit ich mich erinnere, können auch Pins bereits einen vorbelegten 
Netznamen haben (GND, VCC). Da kommt dann immer eine Warnung, wenn man 
es mit einem Netz anderen Namens verbindet - wie gesagt, falls ich mich 
recht erinnere.

Ich finde das Verhalten sinnvoll, denn es kann schon mal passieren, dass 
man ungewollt eine Verbindung herstellt.

Autor: W.S. (Gast)
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Wühlhase schrieb:
> Dann hast du doch aber wieder ein konkretes Bauteil.

Nein, eben nicht. Eigentlich alle EDA-Systeme, die ich so kenne, können 
keine "distributed elements". Das sind ja eben Strukturen auf der LP und 
kein Bauteil, was der Einkäufer ordern muß.

Aus Sicht des Programms ist das eben nur ein Leiterzug an einem Pad, der 
dann ins Nirvana führt.

Auf sowas sind eigentlich alle älteren EDA nicht wirklich gefaßt - naja, 
mit Ausnahme dedizierter Mikrowellen-EDA.

W.S.

Autor: Wühlhase (Gast)
Datum:

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W.S. schrieb:
> Nein, eben nicht. Eigentlich alle EDA-Systeme, die ich so kenne, können
> keine "distributed elements". Das sind ja eben Strukturen auf der LP und
> kein Bauteil, was der Einkäufer ordern muß.

Sagtest du nicht mal, daß du dir auch Altium angesehen hast? Dort kansnt 
du ein ganz normales Bauteil mit Footprint erstellen, daß jedoch nicht 
in der BOM auftaucht-ein No-BOM-Part eben.
Damit würde sowas gehen, ohne unvorgesehenen Würgaraound. Genauso 
könntest du z.B. auch Leiterbahn"sicherungen" realisieren.

Und es würde mich sehr wundern, wenn das ein Alleinstellungsmerkmal von 
Altium wäre.

Autor: Walter T. (nicolas)
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Wühlhase schrieb:
> Und es würde mich sehr wundern, wenn das ein Alleinstellungsmerkmal von
> Altium wäre.

In Eagle geht das auch. Ich habe mal eine Helix-Antenne in Eagle 5 so 
gemacht. Sie besteht aus zwei SMD-Pads mit Nulldurchmesser und taucht 
dann im BOM als N.B. auf.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gu. F. (mitleser)
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Ich fände es ganz sinnvoll immer dann eine Warnung auszugeben, wenn sich 
2 explizit benannte Netze treffen. In gefühlten 99% aller Fälle ist das 
nämlich nicht gewollt.

P.S.
Die berühmten AGND und DGND muss man dann halt bewusst erlauben.

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