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Forum: HF, Funk und Felder Glimmer vs Keramik?


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Autor: HF-Bastler (Gast)
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Hallo,

ich bastele gerade ein wenig und bin dabei einen Bandpass aufzubauen. 
Allerdings stoße ich nun an eine Stelle, wo ich nicht mehr weiter weiß. 
Die Bauteile sind teilweise Glimmerkondensatoren und normale 
Keramikkondensatoren. Nur Glimmer ist relativ teuer und ich habe mal 
gelesen, dass Keramik Glimmer abgelöst hat.

Achja, und ich möchte gerne mit 100W senden. Glimmer hat wohl wenig 
Verluste, aber Keramik doch auch, oder nicht?

Jörn

Autor: Name: (Gast)
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HF-Bastler schrieb:
> Achja, und ich möchte gerne mit 100W senden.

Das Outing als Troll hättest du besser weggelassen.

WEr einen 100W-HF-Verstärker bauen kann, kann auch die Unterschiede 
zwischen Glimmer und Keramikkondensatoren nachlesen.

Autor: HF-Bastler (Gast)
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Name: schrieb:
> Das Outing als Troll hättest du besser weggelassen.

Name: schrieb:
> HF-Bastler schrieb:
>> Achja, und ich möchte gerne mit 100W senden.
>
> Das Outing als Troll hättest du besser weggelassen.

Die Angabe der Sendeleistung ist hier aber wichtig. Reichelt z.B. führt 
Glimmer nur bis 100V.

Wo steht eigentlich, dass ich einen 100W-HF-Verstärker gebaut habe?

Ein wenig Selbstreflexion tut gut und hätte dazu geführt, dass du hier 
keinen Müll schreibst. Mach doch einfach den TUX und gut iss...

Jörn

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Zur Spannungsfestigkeit von Glimmer bin ich im Augenblick überfragt. Es 
hat aber eine hohe HF Stromfestigkeit und sehr niedrige Verluste und 
wurde früher in Transistorleistungsverstärkern zur Impedanzanpassung an 
von der Basis oder Collector nach Masse und konnten viele A an HF Strom 
aushalten. Besonders in Motorola Funkgeräten und Pagingsendern fand man 
solche Cs oft. Dann gab es HF Kompressions Trimmer Cs (Quetsch) die in 
HF Leistungstufen oft verwendet wurden.

Glimmer Cs waren früher sehr für Stabilität und gute HF Eigenschaften 
bekannt.

Ich verwendete früher mal bei einem 600W Dual Gegentakt MOSFET 
Verstärker mit dem MRF151/4 ATC Porzellan Keramik Cs im Impedanzmatching 
Transformator weil normale keramische SMD Cs zu große Verluste hatten 
und sich selber durch HF Strom Erhitzung ablöteten. Die ATC Porzellan Cs 
wurden unter gleicher Leistung kaum handwarm. Ich weiß nicht ob sich 
Glimmer Cs dort auch bewährt hätten.

Solltest Du tatsächlich Glimmer Cs verwenden wollen, dann Datenblätter 
suchen. Maßgeschneiderte HF Keramik ist sonst am Besten für 
Hochleistungs HF Anwendungen. Bei HF Leistungsnwendungen immer genau die 
dort in den Komponenten fließenden Ströme zu evalieren und überschlägig 
durch Berechnung kennen.

D war früher übrigens als Weltführer für verlustarme HF Keramik (Calit) 
bekannt und es spielte eine extrem wichtige Rolle in den 
frequenzbestimmenden und leistungsumsetzenden Komponenten von WK2 
Funkgeräten der ehemaligen Deutschen Wehrmacht. Dadurch war es möglich 
frequenzgenaue Funkgeräte ohne Quarzoszillatoren verläßlich zu bauen die 
in Spitzengeräten (Köln E-52) eine Ablese und Wiederkehr 
Treffgenauigkeit unter 1kHz in KW Funkgeräten über einen weiten 
Frequenzbereich ermöglichten.

Hier gibt es noch viele nützliche Dokumente zur HF Technik:

https://www.cdvandt.org/cali_calan.htm
https://www.cdvandt.org/handbooks.htm
https://www.cdvandt.org/hescho_guide_1939.htm
https://www.cdvandt.org/

Auch sonst lohnt es sich sehr diese Webseite ganz durchzuforschen. Als 
einzigartiges Zeitdokument ehemaliger Deutscher High-Tech gibt es einen 
faszinierenden Einblick in das damalige Know-How des Deutschen 
Ingenieurwesens. Die Firma R&S war damals ein Weltführer in der Messung 
von HF Eigenschaften wie Verlustfaktor, Dielektrischen Konstanten von 
Materialien, Frequenzen und machten Vieles meßtechnisch möglich.

: Bearbeitet durch User
Autor: Ralph B. (rberres)
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Gerhard hat es ja schon richtig ausgeführt.

Normale handelsübliche Keramikkondensatoren vom Reichelt haben viel zu 
viel Verluste und entlöten sich bei 100W Leistung regelrecht von der 
Leiterplatte.

Insbesonders, wenn diese in Anpassnetzwerke verbaut sind.

Hier sind die ATC Porzellan Keramik Cs zielführend.

Früher hatte man hier Glimmerkondensatoren verwendet.

Ralph Berres

Autor: Zeno (Gast)
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HF-Bastler schrieb:
> Wo steht eigentlich, dass ich einen 100W-HF-Verstärker gebaut habe?

Mal so ganz nebenbei, wer mit

HF-Bastler schrieb:
> ich möchte gerne mit 100W senden

schreibt, muß ja wohl einen irgendwie einen passenden Verstärker dazu 
haben. Insofern ist der Post von Name nicht ganz unberechtigt. 
Allerdings halte ich die Schlüsse die er daraus zieht auch für etwas 
voreilig, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Autor: BastelIng (Gast)
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Bei den auch jetzt noch erhältlichen Glimmerkondensatoren gibt es auch 
noch beachtenswerte Unterschiede in den Verlusten. Versilbert / Silver 
ist das Stichwort.

Viel Erfolg beim Filterbau

Autor: HF-Bastler (Gast)
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Zeno schrieb:
> schreibt, muß ja wohl einen irgendwie einen passenden Verstärker dazu
> haben. Insofern ist der Post von Name nicht ganz unberechtigt.

Ich verstehe die Korrelation "passender Verstärker" mit meiner Frage 
"Keramik vs Glimmer" nicht. Es ist doch völlig unerheblich, ob die 100W 
mittels einer PA erzeugt werden oder ob diese aus einer Quelle kommen, 
die grundsätzlich dazu in der Lage ist, wie z.B. von einem 
HF-Transceiver.

Und ich zitiere gerne nochmal:

Name: schrieb:
> HF-Bastler schrieb:
>> Achja, und ich möchte gerne mit 100W senden.
>
> Das Outing als Troll hättest du besser weggelassen.

Die Angabe der Leistung ist ein wesentlicher Parameter zur 
Dimensionierung eines Bandpassfilters im Sendefall. Insofern gibt es 
mindestens zwei Beiträge hier, die weder hilfreich sind, sondern eher in 
die Ecke "unnötiger Beitrag" gehören.

Mein Dank an Gerhard, Ralph und BastelIng.

Jörn

Autor: Muptisupti (Gast)
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> Insofern gibt es
> mindestens zwei Beiträge hier, die weder hilfreich sind, sondern eher in
> die Ecke "unnötiger Beitrag" gehören.

Keine Panik, diese Versager lauern hier überall, ignorieren!

Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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Hallo zusammen, hallo HF-Bastler.

> Die Angabe der Leistung ist ein wesentlicher Parameter zur
> Dimensionierung eines Bandpassfilters im Sendefall.

Alles richtig, aber wenn du uns noch etwas über den Frequenzbereich 
verraten hättest, wären wir alle schlauer.
Selbst ein Glimmer-C bei 10Ghz wäre wohl sinnlos. ;-)
Ich denke, es wird sich wohl um die 'Kurze Welle' handeln. Ein bisschen 
mehr Info zum deinem Vorhaben wäre schon sinnvoll.

73
Wilhelm

Autor: HF-Bastler (Gast)
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Wilhelm S. schrieb:
> Alles richtig, aber wenn du uns noch etwas über den Frequenzbereich
> verraten hättest, wären wir alle schlauer.
> Selbst ein Glimmer-C bei 10Ghz wäre wohl sinnlos. ;-)
> Ich denke, es wird sich wohl um die 'Kurze Welle' handeln. Ein bisschen
> mehr Info zum deinem Vorhaben wäre schon sinnvoll.

Wilhelm, du stellst hier eine Frage, beantwortest dir diese selbst und 
möchtest von mir die gleiche Antwort nochmal hören?

Mal ehrlich, wenn du bei 10GHz mit normalen Keramikkondensatoren und mit 
100W arbeitest, dann ziehe ich in beiden Fällen meinen Hut.

Gut gebrüllt Löwe, aber leider ohne Inhalt. Und außerdem bin ich kein 
SHF-Bastler ;-)

Jörn

Autor: lächler (Gast)
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HF-Bastler schrieb:
> Wilhelm, du stellst hier eine Frage, beantwortest dir diese selbst und
> möchtest von mir die gleiche Antwort nochmal hören?
>
> Mal ehrlich, wenn du bei 10GHz mit normalen Keramikkondensatoren und mit
> 100W arbeitest, dann ziehe ich in beiden Fällen meinen Hut.


Eine einfache Angabe des Frequenzbereiches hätte nur einer Zeile 
bedurft.
:-)

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ich muß auch zugeben, daß mir auch die ganze Geheimniskrämerei 
verwunderlich vorkommt und ich gezwungen war KW-UKW als möglichen 
Frequenzbereich zu vermuten. Es wäre an sich schon nett zu wissen um was 
es sich handelt. Das übliche Forumsproblem halt, nichts Tangentales 
angeben zu wollen.

Man hätte ja sagen können: ich möchte mir für einen 100W KW oder UKW 
Sender irgendein (Oberwellen oder Durchgangs) Filter bauen. Welche 
Komponenten eignen sich dafür am besten?

Z.B. Man Verwendet bei Sendertiefpassfiltern oft wertegerechte 
Durchführungs Cs zwischen den Gliedern und schirmt jede Spule einzeln in 
Kammern ab oder dreht jede Spule um 90 Grad um gegenseitige Kopplung zu 
minimieren. Oder man druckt die Spulen auf FR4. Es gibt so viele 
Konstruktionsmöglichkeiten die man als Praktiker kennt. Aber man ist 
halt auf wilde Vermutungen angewiesen.

That's life!

Autor: Muptisupti (Gast)
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Was lernen wir aus dieser Orgie?
Es ist sinnlos in diesem Forum eine einfache Frage zu stellen.

Autor: Zeno (Gast)
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Muptisupti schrieb:
>> Insofern gibt es
>> mindestens zwei Beiträge hier, die weder hilfreich sind, sondern eher in
>> die Ecke "unnötiger Beitrag" gehören.
>
> Keine Panik, diese Versager lauern hier überall, ignorieren!

Na dann sind es ja jetzt 3 Beiträge die nicht hilfreich sind.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Muptisupti schrieb:
> Was lernen wir aus dieser Orgie?
> Es ist sinnlos in diesem Forum eine einfache Frage zu stellen.

Nö, wir lernen daß man auch die Randbedingungen nennen sollte und nicht 
nur Sprüche reinhaut.

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