Hallo zusammen,
hat hier jemand Erfahrungen mit IBM Research gehabt?
Ich habe vor kurzem eine Einladung zum Vorstellungsgespräch von ein
Recruiter von IBM bekommen, für eine Hardware Verifikation stelle im
Frankfurt oder Böblingen. Laut Stellenbeschreibung, es geht eigentlich
um Entwicklung von IBM Speichercontroller.
Auf Kununu IBM Deutschland (bezogen auf Entwicklungsrollen) hat wenig
gute Bewertungen.
Servus,
solchen Bewertungsportalen sollte man nicht ohne weiteres glauben
schenken. Es ist immer besser zu versuchen sich selbst ein Bild zu
machen.
IBM ist halt eine Riesen Firma! Meine Erfahrungen in der Entwicklung
dort waren durchaus positiv, ist aber auch schon wieder ein paar Jahre
her. Es wird auf jeden Fall Leistung von dir gefordert, wenn du die
nicht bringen kannst (wie viele die dann jammern) macht es wohl weniger
Spass.
Arbeitsatmosphäre und Umfeld fand ich Super. Besser als an allen andern
Stationen die ich bisher durchlaufen habe in Industrie und öffentlichem
Dienst.
Aber warum hängt da ein recruiter mit drin? Wenn du wechseln willst dann
mach das doch ohne. Dann kannst du dem sein Geld behalten?!
Einladung zum recruiter oder zu IBM?
Franko S. schrieb:> Sind die immer noch in Böblingen in den hässlichen lauten Büros oder> inzw. umgezogen? Wollten die nicht mal nach Ehningen umziehen in einen> Neubau?
nee, die sind jetzt in Ehninge im Todesstern.
Hallo,
IBM hat weder Tarifbindung, noch zahlen sie annähernd so gut wie andere
Amis (Intel, TI, Apple, Nvidia).
Belegschaft ist überaltert und insgesamt zu wenig (hohe
Arbeitsbelastung), aber es sollen demnächst einige neue Leute kommen.
Die alten Büros glichen eher DDR Zuchthäusern, ob die bereits den großen
Umzug hinter sich haben weiß ich nicht.
Management war nicht gut.
Der deutsche Standort war in den letzten Jahren geprägt von
Sparmaßnahmen und Investitionsstau und dementsprechend miesen Gehältern
und jährlichem Bonus(falls der überhaupt ausgezahlt wurde).
Themen waren aber größtenteils spannend.
Meiner Meinung nach sollte IBM eher in die persönliche zweite oder
dritte Wahl eingeordnet werden.
IBM war mal schrieb:> Belegschaft ist überaltert und insgesamt zu wenig (hohe> Arbeitsbelastung), aber es sollen demnächst einige neue Leute kommen.
IBM hatte doch vor einiger Zeit so spezielle Vorstellungen wie
zukünftiges Personal beschäftigt wird: Als so ne Art Mikrofreelancer,
der je Mini-Tätigkeit dort anheuert seinen Job macht und sich für jeden
Task neu bewerben darf. Bin jetzt zu faul den Link rauszusuchen sucht
selbst, auf heise,... gab es entspr. Artikel und Meldungen.
Vielen Dank für alle Kommentare!
Kein Wunder dann, dass IBM muss Recruiter einstellen, um Personal zu
finden. Ich weiß, dass in meinen Fall 90K p.A. bei Apple in München sind
möglich, und laut Glassdoor die Gehälter bei IBM liegen weit darunter.
Da die Lebenskosten im Raum Frankfurt und Stuttgart unterscheiden sich
nicht zu viel von München, es hört sich nicht sehr attraktive an.
Zwei meiner ehemaligen Profs waren auch mal dort, ein paar Kommilitonen
damals machten dort Praktikum, einer iirc auch seine Diplomarbeit. So
richtig begeistert war von dem Laden keiner, ausser zu Beginn, die sind
alle schnell wieder dort abgehauen. Ich war dort mal zu einen VG und
habe gleich noch am selben Tag abgesagt.
IBM war mal schrieb:> Der deutsche Standort war in den letzten Jahren geprägt von> Sparmaßnahmen und Investitionsstau und dementsprechend miesen Gehältern> und jährlichem Bonus(falls der überhaupt ausgezahlt wurde).> Themen waren aber größtenteils spannend.
IBM ist wohl ein Platz für Wild Ducks
(https://www.youtube.com/watch?v=g10mkte3u_0).
In den Worten von Thomas J. Watson, Jr.:
In IBM we frequently refer to our need for ‘wild ducks.’ The moral is
drawn from a story by the Danish philosopher Soren Kierkegaard, who told
of a man who fed the wild ducks flying south in great flocks each fall.
After a while some of the ducks no longer bothered to fly south; they
wintered in Denmark on what he fed them. In time they flew less and
less. After three or four years they grew so lazy and fat that they
found difficulty in flying at all. Kierkegaard drew his point: you can
make wild ducks tame, but you can never make tame ducks wild again. One
might also add that the duck who is tamed will never go anywhere any
more. We are convinced that any business needs its wild ducks. And in
IBM we try not to tame them.”
https://www.tlnt.com/saving-wild-ducks-why-you-need-to-avoid-workplace-creativity-killers/
A. S. schrieb:> Da dachte ich ja, im Link kommt was mit laufend umsetzen, entlassen,> immer strampeln lassen. Aber nein: Die Punkte klingen vernünftig, ich> finde sie gut.
IBM stand lange für seriöses Business, Erfolg durch Innovation und
sichere, gut bezahlte Jobs. Die Änderungen kamen mit der Verlagerung des
Geschäfts von Hardware hin zu Software. Mit dem Softwareboom und den
aggressiven, teils rücksichtslosen Geschäftsmethoden der damals neuen
Player am Markt geriet auch Big Blue immer weiter unter Druck.
Die Schattenseiten der Geschäftsgebahren von Big Tech (GAFA) treten aber
immer deutlicher hervor. Die nachfolgende Generation von IT-lern hat
keine Lust mehr, 100h/W im Bälleparadies "für eine bessere Welt" ihre
gesamtes Privatleben aufzugeben.