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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Bessere Cutter?


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von Tagliatello (Gast)


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allo Montag,

gibt es bessere Konstruktionen für Wechselklingencutter?
Mein Problem mit allen welche ich habe (div. Ausführungen u. Materialien 
- Foto ist nur 1 Bsp. zur verdeutlichung) ist dass je nach Schneide- & 
Schnitzbewegung sich immer wieder die Spannzange löst.

Etwas mit Kontermutter vielleicht? Andere Konstruktionen?

Anknallen bis unlösbar ist ja wohl keine Lösung (pun intended).

Die Skalpelle aus dem Med. Bereich kenne & habe ich auch: wg. 
Längsschlitz in der Klinge ist diese jedoch deutlich geschwächt und kann 
somit nur zu allerfeinsten Arbeiten verwendet werden. (mir brechen die 
Skalpellklingen hie und da).

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Ich habe den OLFA AK-1/5B im "industriellen Einsatz".

Die Konstruktion ist zweiteilig (nur Griff mit eingebauter Spannzange 
und Überwurf) und die Haftreibung zwischen Messing und Kunststoff hat 
ein ausreichend hohes Losbrechmoment, damit bei normaler Benutzung sich 
nichts löst.

Alu auf Alu ist da eventuell etwas gleitfreudiger.

von Tagliatello (Gast)


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> Alu auf Alu ist da eventuell etwas gleitfreudiger.

Wie liesse sich das verbessern? Aufrauhen? Passgenauer einschleifen?

Ein anderer Cutter welcher Einzelstücke von 9mm Abbrechklingen in 2 
"Schlitzbacken" aufnimmt habe ich auch in KS-Metall Mat.Paarung: aber 
auch dieser löst sich immer wieder bei selbem Use-Case.

Vllt. muss ich mal wirklich so ein Olfa-Teil versuchen...

von Marten Morten (Gast)


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Die original X-ACTO Messer:
http://www.xacto.com/products/cutting-solutions/knives

Alternativ Skalpelle mit fester Klinge von eBay.

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Tagliatello schrieb:
> Vllt. muss ich mal wirklich so ein Olfa-Teil versuchen...

Ich kann dir natürlich nicht versprechen, dass es deine Probleme löst, 
aber die Dinger sind sehr hochwertig und meiner Erfahrung nach stabil 
und lösen sich nicht ständig auf.

Das AK-1 gibts für 10€ mit 25 Klingen bei Amazon, das ist noch 
vertretbar, denke ich, wenn man damit regelmäßig arbeitet.

von Christian B. (luckyfu)


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ich verwende so etwas: 
https://de.farnell.com/ideal-tek/0804/skalpellgriff-nr-4/dp/1551288 
dabei wird die klinge nicht festgeschraubt sondern in eine passende 
Führung geklemmt. Wenn man beim Klingenwechsel vorsichtig ist geht das 
recht gut. Liegt auch gut in der Hand.

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Christian B. schrieb:
> dabei wird die klinge nicht festgeschraubt sondern in eine passende
> Führung geklemmt. Wenn man beim Klingenwechsel vorsichtig ist geht das

Siehe

Tagliatello schrieb:
> Die Skalpelle aus dem Med. Bereich kenne & habe ich auch: wg.
> Längsschlitz in der Klinge ist diese jedoch deutlich geschwächt und kann
> somit nur zu allerfeinsten Arbeiten verwendet werden. (mir brechen die
> Skalpellklingen hie und da).


Und das kann ich auch bestätigen. Ich habe hier auch Skalpelle mit dem 
Stecksystem und bei etwas mehr Druck bricht der Klingenrücken durch das 
Langloch.

von Christian B. (luckyfu)


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Sebastian R. schrieb:
> Und das kann ich auch bestätigen. Ich habe hier auch Skalpelle mit dem
> Stecksystem und bei etwas mehr Druck bricht der Klingenrücken durch das
> Langloch.

Das stimmt, ein Skalpell ist aber ein Messer und mit Messern schneidet 
man. Schneiden wiederum erfordert auch eine Längsbewegung, sonst wäre es 
ja drücken oder quetschen. Wie gesagt, ich komme mit den Dingern 
eigentlich gut zurecht, ich nutze sie auch zu Hause im Modellbau.

von Udo S. (urschmitt)


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Sebastian R. schrieb:
> Ich habe hier auch Skalpelle mit dem
> Stecksystem und bei etwas mehr Druck bricht der Klingenrücken durch das
> Langloch.

Wenn man so fest drücken muss daß eine Skalpellklinge bricht, dann hätte 
man meiner Meinung nach besser ein Teppichmesser genommen.
Keines mit Abbrechklingen, sondern sowas:
https://www.amazon.de/Presch-Teppichmesser-Metall-Ersatzklingen-Spender/dp/B0779BVSC7

von W.S. (Gast)


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Tagliatello schrieb:
> gibt es bessere Konstruktionen...

Ich schätze, das was du brauchst, ist definitiv kein Bastel-Skalpell 
oder Cuttermesser, sondern ein richtiges Werkzeug wie im Bild.

Man kann sich sowas selber bauen, die Klinge des gezeigten Messers ist 
aus einem Stückchen Maschinen-Sägeblatt, HSS, per Trennschleifer 
herausgeschnitten und dann zurechtgeschliffen. Etwas unter 30° 
Schneidenwinkel, einseitig. Poliert und geschärft.

W.S.

von Hobbykoch (Gast)


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> Schneiden wiederum erfordert auch eine Längsbewegung, sonst wäre es
> ja drücken oder quetschen.

Stümper - wie u.a. etwa unbedarfte Hausfrauen - drücken meist nur,
ohne dabei das Messer auch gleichzeitig zu ziehen / schieben.
Das geht dann beispielsweise beim Zwiebelschneiden buchstäblich
ins Auge. :-)

von Percy N. (vox_bovi)


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Hobbykoch schrieb:
>> Schneiden wiederum erfordert auch eine Längsbewegung, sonst wäre es
>> ja drücken oder quetschen.
>
> Stümper - wie u.a. etwa unbedarfte Hausfrauen - drücken meist nur,
> ohne dabei das Messer auch gleichzeitig zu ziehen / schieben.
> Das geht dann beispielsweise beim Zwiebelschneiden buchstäblich
> ins Auge. :-)

Ich empfehle Euch eine Rasur mit einem altväterlichen Rasiermesser; 
diese Klappteile mit dem Hohlkehlschliff.
Aber immer daran denken: nicht bloß scheren, immer auch schön ziehen! So 
ein Messer ist schließlich kein Hobel!

Darf ich dabei zusehen?

von Tagliatello (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Hobbykoch schrieb:
>>> Schneiden wiederum erfordert auch eine Längsbewegung, sonst wäre es
>>> ja drücken oder quetschen.
>>
>> Stümper - wie u.a. etwa unbedarfte Hausfrauen - drücken meist nur,
>> ohne dabei das Messer auch gleichzeitig zu ziehen / schieben.
>
> Ich empfehle Euch eine Rasur mit einem altväterlichen Rasiermesser;
[Snip]

Man möge zur Unterhaltung der Anwesenden auch mal Käse so schneiden... 
Oder gleich mit Sägebewegungen?

Auch Stemmeisen und Hobel quetschen und drücken ja nur: was für ein 
Stümperzeug, nicht wahr? Scheren erst... igitt!!!1111eins1!elfelf!!!

von Tagliatello (Gast)


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W.S. schrieb:
> Tagliatello schrieb:
>> gibt es bessere Konstruktionen...
>
> Ich schätze, das was du brauchst, ist definitiv kein Bastel-Skalpell
> oder Cuttermesser, sondern ein richtiges Werkzeug wie im Bild.

Zum abreissen oder zum spahnabhebend bearbeiten?

> Man kann sich sowas selber bauen, die Klinge des gezeigten Messers ist
> aus einem Stückchen Maschinen-Sägeblatt, HSS, per Trennschleifer
> herausgeschnitten

dabei schön durchheizen, den Werkzeugstahl; Kirschrot reicht?

> und dann zurechtgeschliffen. Etwas unter 30°
> Schneidenwinkel, einseitig. Poliert und geschärft.

Aber i.a. bin ich bei Dir, mit dem selbstbau eines Anreissmessers: kenne 
ich auch so.


---

Letztlich bin ich mit den Wechselklingen ja nicht unzufrieden.
Bloss die Befestigung im Griff löst sich unpraktischerweise.

Wieder on Topic, bitte!

von W.S. (Gast)


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Tagliatello schrieb:
> Zum abreissen oder zum spahnabhebend bearbeiten?
>...
> dabei schön durchheizen, den Werkzeugstahl; Kirschrot reicht?

Was sollen derartige Bemerkungen?

Also erstens: so ein Anreißmesser ist scharf geschliffen bis in die 
Spitze, vergleichbar mit einem guten Stechbeitel - bloß eben zierlicher.

Man kann damit schneiden und schaben und auch ziehen. Ja, spanabhebend 
auch in Hartholz geht, selbst stirnseitig. Und es geht dank Schärfe auch 
leicht.

Zweitens: Jeder, der nicht völlig bekloppt ist, kühlt so ein Sägeblatt, 
wenn er dort etwas heraus schneiden will. Solltest du dir merken.

Drittens: HSS ist kalthärtend. Selbst eine mäßige thermische Mißhandlung 
macht ihn nicht weich. Es ist kein ordinärer Werkzeugstahl.

Wenn dir die Metallerei so sehr fern liegt, daß du auf die o.g. Ideen 
kommst, dann bleibe lieber beim Lötkolben oder lerne dazu.

W.S.

Beitrag #6045448 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo W.S.

W.S. schrieb:


> Zweitens: Jeder, der nicht völlig bekloppt ist, kühlt so ein Sägeblatt,
> wenn er dort etwas heraus schneiden will. Solltest du dir merken.
>
> Drittens: HSS ist kalthärtend. Selbst eine mäßige thermische Mißhandlung
> macht ihn nicht weich. Es ist kein ordinärer Werkzeugstahl.

Da muss ich Dir mal recht geben. So kenne ich das auch. Ich hatte mal 
einen russischen Kollegen, der sich aus alten HSS Kreissägeblättern 
Spezialmesser für alle möglichen Fälle gebaut hat. Die Griffe waren aus 
Textilklebeband gewickelt.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Percy.

Percy N. schrieb:

> Ich empfehle Euch eine Rasur mit einem altväterlichen Rasiermesser;
> diese Klappteile mit dem Hohlkehlschliff.

Du schreibst es: Hohlschliff.
Hohlschliffe sind extrem scharf, aber nicht sehr Standfest.
Es gibt nicht so viele Anwendungsfälle für Hohlschliffe. Rasiermesser 
ist einer davon.

Eine Klinge und deren Benutzung muss halt zum Material und zur Situation 
passen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Percy N. (vox_bovi)


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Bernd W. schrieb:
> Hallo Percy.
>
> Percy N. schrieb:
>
>> Ich empfehle Euch eine Rasur mit einem altväterlichen Rasiermesser;
>> diese Klappteile mit dem Hohlkehlschliff.
>
> Du schreibst es: Hohlschliff.
> Hohlschliffe sind extrem scharf, aber nicht sehr Standfest.
> Es gibt nicht so viele Anwendungsfälle für Hohlschliffe. Rasiermesser
> ist einer davon.
>
> Eine Klinge und deren Benutzung muss halt zum Material und zur Situation
> passen.
>

Sicher, das wird auch hoffentlich niemand bestreiten. Es ging mir aber - 
erkennbar, wie ich meine - um die Frage, ob stets ein Zuschnitt sinnvoll 
oder gar erforderlich ist.

Ersetze also im Geiste das Rasiermesser durch einen Hobel oder Beitel - 
die Anwendung mag gern die gleiche bleiben, je nach Gemüt ...

Ich bin es btw gewohnt, die Schärfe nachgeschliffener Beitel auf dem 
Unterarm zu testen, durch eine kleinflächige Rasur.

von W.S. (Gast)


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Bernd W. schrieb:
> Die Griffe waren aus
> Textilklebeband gewickelt.

Ach herrje. Etwa so wie es die Japaner gelegentlich machen?

W.S.

von W.S. (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Ich bin es btw gewohnt, die Schärfe nachgeschliffener Beitel auf dem
> Unterarm zu testen, durch eine kleinflächige Rasur.

Das halte ich für keine wirklich nette Methode. Besser ist es, zu 
testen, ob die Schneide bei bloßem Auflegen auf Holz greift oder rutscht 
und ob sie dort einen feinen und gleichmäßigen Span macht, ohne daß man 
"drücken" muß.

W.S.

von W.S. (Gast)


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Bernd W. schrieb:
> Du schreibst es: Hohlschliff.
> Hohlschliffe sind extrem scharf, aber nicht sehr Standfest.
> Es gibt nicht so viele Anwendungsfälle für Hohlschliffe.

Ähem.. eigentlich schon.
Aber ein guter Hohlschliff ist nicht einfach zu machen.
Der Sinn des Hohlschliffes ist, daß die Klinge hinter dem Scharfschliff 
nicht gleich viel dicker wird. Das erleichtert das Nachschärfen, bis die 
Hohlwange aufgebraucht ist. Die eigentliche Klinge, also der Bereich 
direkt hinter der Schneidkante, hat regelmäßig einen größeren 
Schneidwinkel als der dahinter liegende Hohlschliff.

Naja - und bei Rasiermessern und richtigen Skalpellen ist der 
Schneidwinkel eben geringer als bei anderen Messern. Das wird schärfer, 
aber auch empfindlicher.

W.S.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo W.S.

W.S. schrieb:

>> Die Griffe waren aus
>> Textilklebeband gewickelt.
>
> Ach herrje. Etwa so wie es die Japaner gelegentlich machen?

so in etwa....aber gegen einen Gaffatape Wickel sind diese aus Bambus 
gewickelten Griffe richtig Elegant.
Aber es dauert vermutlich viel länger sie herzustellen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von 2 Cent (Gast)


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Tagliatello schrieb:
> Anknallen bis unlösbar ist ja wohl keine Lösung (pun intended).
Etwas Öl aufs Gewinde und den Konuskopf, dann klappts auch mit dem 
anknallen. Passende Klingen (uU mit dünnem Film Sekundenkleber verdickt) 
verwenden. Beim Neukauf von einer Spannzange aus Aluminium absehen, ein 
ungeeigneteres Material lässt sich wohl kaum finden, siehe die Riefen an 
deinem Konus. Mit etwas Schleifpapier und guten Nerven liesse sich die 
Form wohl wieder aufarbeiten, allerdings hält das auch nur bis zur 
nächsten groben Überlastung.

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