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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Kreuztisch: Messingspindel-Stahlmutter haltbarer?


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von Klabautermann (Gast)


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Hallo Leute, ich statte den Support meiner ca. 70-90 Jahren alten 
Drehbank mit neuen Spindeln aus. Sprich, ich bin völlig frei bei der 
Materialwahl. Üblich sind ja Stahlspindeln mit Messingmutter. Nur frage 
ich mich gerade, ob es nicht etwas haltbarer wäre, wenn ich 
Messingspindeln und Stahlmuttern nehmen würde. Der Verschleiß dürfte 
derselbe sein, aber eben mit deutlich mehr Material an der Spindel.
Die eingeschränkte Festigkeit der Spindel wäre kein Problem, da ich von 
M8x1 Stahl auf M12x0,5 Messing umsteigen würde wollen und können. Das 
würde gleich auch aus der bescheuerten 0,02mm Teilung eine 0,01mm 
Teilung machen...

Spricht etwas dagegen?

von Max M. (jens2001)


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Klabautermann schrieb:
> Üblich sind ja Stahlspindeln mit Messingmutter

Warum nur?
Sind das alles Idioten?

von Klabautermann (Gast)


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Ich wäre eher an Dingen die dagegen sprechen interessiert, statt an 
dummen Gegenfragen von Leuten, die es auch nicht wissen...

von michael_ (Gast)


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Klabautermann schrieb:
> Üblich sind ja Stahlspindeln mit Messingmutter. Nur frage
> ich mich gerade, ob es nicht etwas haltbarer wäre, wenn ich
> Messingspindeln und Stahlmuttern nehmen würde.

Willst du das Rad neu erfinden?
Das alte hat 90 Jahre gehalten, wie lange lebst du noch?

von Klabautermann (Gast)


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Verstehe...es spricht also nichts dagegen. Danke!

von ohne Ahnung (Gast)


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Messing ist teurer als Stahl, die Spindel hat mehr Volumen als die 
Mutter, kombiniert: Spindel aus Stahl und Mutter aus Messing ist 
wirtschaftlich. Soweit zu den Ursachen. Mir ist egal, ob du es andersrum 
fertigst. Ich hoffe, ich konnte helfen.

von michael_ (Gast)


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Messingspindeln, nie gehört
Und ist die Mutter nicht aus Bronze? Wäre üblicher.

von Michael B. (laberkopp)


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Klabautermann schrieb:
> Spricht etwas dagegen?

M12 ?

Metrisches Gewinde ?

Metrische Gewinde sind dafür da, sich festzufressen.
Du willst nicht, daß die Mutter einer Schraube sich losdreht.

Das will man bei einer Spindel nicht, die soll schieben.

Also Trapezspindeln nutzen.

Würde man die Spindel aus Messing bauen, wäre der Verschleiss im häufig 
genutzen mittleren Bereich am stärksten, während die Enden kaum 
abgenutzt sind.

Da kann man keine Mutter mehr spielfrei einstellen, entweder ist sie in 
der Mitte locker oder klemmt an den Enden.

Also macht man NATÜRLICH die Spindel aus Stahl, die Mutter aus Messing, 
und die Mutter ist nachstellbar.

Sollte dein Umbau gleich auf Electronic Lead Screw mit Schrittmotoren 
erfolgen wollen, kann (und sollte wegen Spielfreiheit) man auch 
Kugelrollspindeln nutzen. Da bremst der Schrittmotor und erzeugt das 
nötige Haltemoment. Bei Handbetrieb würde sich aber der Schlitten selbst 
verstellen wenn Druck drauf kommt, daher für Handbetrieb nur 
Trapezspndeln. Ich schätze aber, deine Drehbank ist zu alt für sinnvolle 
Schrittmotorbedienung.

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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Klabautermann schrieb:
> Spricht etwas dagegen?

Messing ist weicher als guter Stahl. Möchtest Du die Spindel öfter 
wechseln als die Mutter?

von Oioioi (Gast)


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Dont feed den Troll

von Klabautermann (Gast)


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ohne Ahnung schrieb:
> Ich hoffe, ich konnte helfen.

Leider nein, denn daß aus wirtschaftlichen Gründen normalerweise die 
Spindel aus Stahl ist, kann man sich ja denken. Bei einem Eigenbau sind 
das auch Stunden der Arbeit, da ist einem der Euro mehr für die 
Messingspindel herzlich egal.

Danke dennoch für die EINZIGE sinnvolle Antwort. Den Rest kann man 
komplett in die Tonne treten. Schon deshalb bin ich mir jetzt zu 100% 
sicher, daß es der richtige Weg ist.

Frage geklärt, dankeschön!

von Weg mit dem Blödsinn (Gast)


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Du musst nur lang genug warten, irgendwann kommt immer einer der dir bei 
einer noch so blöden Idee recht gibt.
Und genau das wolltest du doch.
Aber mach mal, es ist deine Drehe, dein Geld und deine Zeit.

Viel Spass

von Hauke Haien (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Würde man die Spindel aus Messing bauen, wäre der Verschleiss im häufig
> genutzen mittleren Bereich am stärksten, während die Enden kaum
> abgenutzt sind.
>
> Da kann man keine Mutter mehr spielfrei einstellen, entweder ist sie in
> der Mitte locker oder klemmt an den Enden.
>
> Also macht man NATÜRLICH die Spindel aus Stahl, die Mutter aus Messing,
> und die Mutter ist nachstellbar.

DAS ist die eine Sinnvolle Antwort.

Oder würdest du die Reifen am Auto aus Stahl machen und die Straße mit 
Gummi auslegen!?

Merkste selbst, oder?

von Klabautermann (Gast)


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Hauke Haien schrieb:
> DAS ist die eine Sinnvolle Antwort.

Ich beantworte nur das mal, weil es so schön zeigt, wie durchweg hirnlos 
hier geantwortet wird...der Rest ist genauso unsinnig, nur fehlt mir 
einfach die Zeit, 20 dumme Kommentare zu beantworten.

Natürlich gibt es immer Bereiche der Spindel, die stärker abgenutzt 
werden als andere. Es bleibt aber dennoch viel mehr Material, das 
abgerieben werden muss. Schon hält das viel länger. Und durch die 
Umstellung auf Feingewinde gewinne ich grundsätzlich mehr Spielfreiheit, 
als die am besten eingestellte Regelgewindemutter der Welt.

Durch diese sehr simple Tatsache wird aus

Hauke Haien schrieb:
> DAS ist die eine Sinnvolle Antwort.

der vielleicht größte Blödsinn, der hier verzapft wurde.

von Tany (Gast)


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Reg dich nicht auf...
Das sind die Generation von Smartphone, die kennen Drehbank oder 
Fräsmaschine meisten nur von Namen her....

von Nick M. (muellernick)


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Klabautermann schrieb:
> der vielleicht größte Blödsinn, der hier verzapft wurde.

... stammt von dir. Aber es ist auch reine Zeitverschwendung auf den 
einzugehen. Du weißt es sowieso besser.

Ist aber letztendlich auch schnurzegal. Eine 100 jährige Drehe bei der 
die Spindel für den Planvorschub aus M8 x 1 ist, ist den Aufwand nicht 
wert.

von Klabautermann (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Eine 100 jährige Drehe bei der
> die Spindel für den Planvorschub aus M8 x 1 ist, ist den Aufwand nicht
> wert.

Putz mal deine Glaskugel! Dann sagt sie dir auch noch, daß alles sowieso 
egal ist, da meine Werkstatt gar kein Dach hat.
Außerdem ist das was ich habe gar keine Drehbank, sondern ne 
Salatschleuder. Ich wusste das nur noch nicht, bevor Leute wie du mich 
da korrigierten.

von Weg mit dem Blödsinn (Gast)


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Klabautermann schrieb:
> Und durch die
> Umstellung auf Feingewinde gewinne ich grundsätzlich mehr Spielfreiheit,
> als die am besten eingestellte Regelgewindemutter der Welt.

Was für ein unerträglicher Unfug. Aber du weisst ja alles besser. Bist 
echt seelenverwandt mit Trump. Insofern ist es völlig unsinnig mit 
tasachen argumentieren zu wollen.

Klabautermann schrieb:
> wie durchweg hirnlos hier geantwortet wird

WARUM stllst du dann hier Fragen?
WARUM bist du noch hier?

Hör auf hier Unfug ins Netz zu stellen, sondern mach einfach. Oder hast 
du wirklich gar keine Drehe sondern bist doch nur ein Troll?

Ich wette dass auch in 5 Jahren niemend diese umgebaute Drehe sehen 
kann.

von Klabautermann (Gast)


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Oh Junge, jetzt wird sogar schon der Sinn und Zweck von Feingewinden 
angezweifelt...

Wir sollten vielleicht besser Schluss machen. Leuten ihre Unfähigkeit 
vor Augen zu führen, kann für diese sehr peinlich werden, da sie aus Wut 
immer mehr Blödsinn offenbaren.
Die Frage ist ja eh längst durch, also bitte....danke!

von Schraubenfresser (Gast)


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Tu dir und der Welt einen Gefallen und mach beides aus Edelstahl.
Aber achte unbedingt darauf, dass beides die gleichen Legierungen und 
Festigkeiten sind.
Dann haste bald gar keinen Verschleiß mehr. Versprochen.

von Dr.Who (Gast)


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Schraubenfresser schrieb:
> Versprochen.

Leider kann man dich dafür nicht haftbar machen, daher ist diese
Aussage wertlos.

Wenn es möglich ist, würde ich mal über eine Kugelumlaufspindel
nach denken. Die ist gehärtet und leichtgängig.
Warum soll so eine Lösung nicht geeignet sein?

von Tany (Gast)


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Dr.Who schrieb:
> Warum soll so eine Lösung nicht geeignet sein?

a) Spindel muss mal gekauft sein
b) Vlt. ist kein Platz dafür
c) entspricht vlt. nicht seinem Ziel:
Klabautermann schrieb:
> Das würde gleich auch aus der bescheuerten 0,02mm Teilung eine 0,01mm
> Teilung machen
d) vlt. wegen nötiger Selbsthemmung ist Kugelumlaufspindel nicht 
geeignet.
...

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Dr.Who schrieb:
> Schraubenfresser schrieb:
>> Versprochen.
>
> Leider kann man dich dafür nicht haftbar machen, daher ist diese
> Aussage wertlos.
 Ironiedetektor defekt?
Edelstahlmutter auf Edelstahlgewinde aus gleichem bzw. sehr ähnlichen 
Material und da bewegt sich bald gar nichts mehr!
(zumindest hohe Wahrscheinlichkeit)

> Wenn es möglich ist, würde ich mal über eine Kugelumlaufspindel
> nach denken. Die ist gehärtet und leichtgängig.
> Warum soll so eine Lösung nicht geeignet sein?

Weil man eine zu hohe Leichtgängigkeit bei handbetriebenen Zustellungen 
gerade nicht will! Das ist im Sinne der Oberflächenqualität absolut 
Kontraproduktiv sobald man ohne Klemmung arbeitet.

BTW: Befestigungsgewinde statt Bewegungsgewinde (wie Trapezgewinde) und 
Messingstange/Stahlmutter statt Stahlspindel/Bronzemutter (ggf. auch 
Messing) kann man alles machen. Es wird auch eine Zeitlang 
funktionieren. Für einfache Ansprüche vielleicht auch noch eine ZEitlang 
plus ein bisschen.

Aber man sollte sich nicht einbilden das dieses, abgesehen von der 
einfacheren(billigeren Beschaffung (Messinggewindestangen gibt es im 
Baumarkt, Trapezspindel und Bronzemuttern nicht), auch nur einen 
sonstigen Vorteil bringt. Nur Nachteile...
(Und falls der TE auf die Steigung und damit auf die Zustellung pro 
Umdrehung anspielen will: Auch bei Bewegungsgewinden kann man zwischen 
verschiedenen technischen Daten wählen)

Gruß
Carsten

von Dr.Who (Gast)


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Carsten S. schrieb:
> Klemmung

Die wird Erfahrungsgemäß ja auch nicht über die Spindel, sondern
über die Führung, durch Keile und Feststeller bewirkt.
Als Bonus hat eine Kugelspindel noch ein vermindertes Umkehrspiel.

von Lothar J. (black-bird)


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Messingfein-(Befestigungs-)Gewindestange auf Stahlmutter als 
Bewegungsantrieb für den Schlitten einer Werkzeugmaschine (die nicht nur 
als Ausstellungsstück hinter Glas steht) - das würde ich nicht mal 
meinem Feind zumuten.

Blackbird

von Egon D. (egon_d)


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Dr.Who schrieb:

> Die wird Erfahrungsgemäß ja auch nicht über
> die Spindel, sondern über die Führung, durch
> Keile und Feststeller bewirkt.

An einer DREHBANK?

Wenn ich die Kurbel vom Planschlitten loslasse, dann
soll der ohne mein Zutun GENAU DORT stehenbleiben,
wo ich mit Kurbeln aufgehört habe.

von sid (Gast)


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Klabautermann schrieb:
> Danke dennoch für die EINZIGE sinnvolle Antwort. Den Rest kann man
> komplett in die Tonne treten. Schon deshalb bin ich mir jetzt zu 100%
> sicher, daß es der richtige Weg ist.
Nein.. falsch
die bis dahin einzig sinnvolle Antwort ist das:
Michael B. schrieb:
> Würde man die Spindel aus Messing bauen, wäre der Verschleiss im häufig
> genutzen mittleren Bereich am stärksten, während die Enden kaum
> abgenutzt sind.
>
> Da kann man keine Mutter mehr spielfrei einstellen, entweder ist sie in
> der Mitte locker oder klemmt an den Enden.
>
> Also macht man NATÜRLICH die Spindel aus Stahl, die Mutter aus Messing,
> und die Mutter ist nachstellbar.

Aber das hatten andere ja auch schon erfolglos angemerkt..

also ergänze ich um
Klabautermann schrieb:
> Natürlich gibt es immer Bereiche der Spindel, die stärker abgenutzt
> werden als andere. Es bleibt aber dennoch viel mehr Material, das
> abgerieben werden muss.

na klar weil die Spindel im häufig genutzten Bereich bekanntlich 10% 
Übermass hat was Du schön abnutzen kannst bis die Mutter passt für extra 
kleines Spiel.
[/sarkasmus]

und was solls wenn der mittlerer Bereich nur 11.6mm hat und die äusseren 
11.98 Hauptsache ist doch Du hast Recht behalten

von Dr.Who (Gast)


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Egon D. schrieb:
> An einer DREHBANK?
>
Klar, meine hat das. Kann sein, dass es Modelle gibt, bei denen
das anders gelöst ist.

> Wenn ich die Kurbel vom Planschlitten loslasse, dann
> soll der ohne mein Zutun GENAU DORT stehenbleiben,
> wo ich mit Kurbeln aufgehört habe.

Dann muss du die Führung halt stramm einstellen.

von Egon D. (egon_d)


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Dr.Who schrieb:

> Egon D. schrieb:
>> An einer DREHBANK?
>>
> Klar, meine hat das.

Nur dass wir uns nicht missverstehen: Wir reden von
einem Knebel, mit dem man die Schlittenführung von
Hand festklemmen kann?


> Kann sein, dass es Modelle gibt, bei denen das anders
> gelöst ist.

Das kenne ich bei konventionellen Drehmaschinen generell
nicht. An Fräsen -- ja, aber nicht an Drehmaschinen.

Soll aber nicht heissen, dass es das nicht irgendwo auf
der Welt gibt. Ich bin ja nicht Doktor Allwissend.


>> Wenn ich die Kurbel vom Planschlitten loslasse, dann
>> soll der ohne mein Zutun GENAU DORT stehenbleiben,
>> wo ich mit Kurbeln aufgehört habe.
>
> Dann muss du die Führung halt stramm einstellen.

Naja, das war nie ein echtes Problem. Ich habe in der
Ausbildung viel gedreht und musste an keiner der
Maschinen irgendwas nachstellen.

Allerdings stimmt es, dass man sich in bestimmten
Ausnahmefällen wünscht, man hätte eine Klemmung am
Schlitten. Das betrifft aber vielleicht 1% der Fälle;
alle anderen Arbeiten funktionieren nur aufgrund der
Selbsthemmung der Trapezgewindespindeln.

von Thomas F. (igel)


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Klabautermann schrieb:
> Oh Junge, jetzt wird sogar schon der Sinn und Zweck von Feingewinden
> angezweifelt...

Der Sinn von Feingewinden ist nicht ein geringeres Spiel in der 
Verschraubung. Ein Feingewinde bietet gegenüber einem Regelgewinde 
einfach einen größeren Kerndurchmesser und damit eine höhere 
Zugfestigkeit als ein Regelgewinde.

Die Genauigkeit (Spiel) wird bei Gewinden mit zusätzlichen Toleranzen 
angegegen, z.B.H6. Auch existiert eine Einteilung in fein, mittel und 
grob.

https://www.lima-lier.be/files/cms/datasheets/schroefdraden.pdf
Siehe Seite 487.

Ein Feingewinde hat also erst mal kein geringeres Spiel als ein 
Regelgewinde, dazu muss das Gewinde zusätzlich toleriert werden.

Ein metrisches ISO-Gewinde für eine Bewegungsspindel bleibt trotzdem 
Unsinn.  Dafür gibts ja Trapezgewinde da diese weniger Reibung an den 
Gewindeflanken haben.

von Lothar J. (black-bird)


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Und auf die Materialpaarung kommt es auch an. Gibt es denn 
Trapezgewindespindeln aus Messing? YouTube und Billigramsch vom 
chinesischen Kopierer mal ausgenommen.

Blackbird

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Egon D. schrieb:
> Das kenne ich bei konventionellen Drehmaschinen generell
> nicht. An Fräsen -- ja, aber nicht an Drehmaschinen.
>
> Soll aber nicht heissen, dass es das nicht irgendwo auf
> der Welt gibt. Ich bin ja nicht Doktor Allwissend.

Und prompt kennst Du einen, der eine (ältere) Drehmaschine mit genau 
solch einem Feststellhebelchen am Planschlitten hat ;-)

Leider habe ich jetzt hier im Büro auf die Schnelle nur das Bild 
gefunden, bei dem man den Hebel nur erahnen kann, weil der Oberschlitten 
davorsteht.

>>> Wenn ich die Kurbel vom Planschlitten loslasse, dann
>>> soll der ohne mein Zutun GENAU DORT stehenbleiben,
>>> wo ich mit Kurbeln aufgehört habe.
>>
>> Dann muss du die Führung halt stramm einstellen.
>
> Naja, das war nie ein echtes Problem. Ich habe in der
> Ausbildung viel gedreht und musste an keiner der
> Maschinen irgendwas nachstellen.

Ab und zu muss ich hier mal die Keilleiste am Planschlitten (oder auch 
Oberschlitten, aber den brauche ich so gut wie nie) nachjustieren, aber 
das ist wirklich selten, vielleicht alle zwei Jahre mal, aber: man kann 
es - ein weiterer großer Vorteil gegenüber Linearschienen. Der 
Schloßkasten ist prismatisch geführt, der justiert sich durch sein 
Gewicht automatisch :-)

> Allerdings stimmt es, dass man sich in bestimmten
> Ausnahmefällen wünscht, man hätte eine Klemmung am
> Schlitten. Das betrifft aber vielleicht 1% der Fälle;
> alle anderen Arbeiten funktionieren nur aufgrund der
> Selbsthemmung der Trapezgewindespindeln.

Ja, so ist es. In 99% der Fälle benötigt man das nicht.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Klemmen bei wirklich zähen 
Edelstählen/Niob/Titan zu einer nochmal besseren Oberfläche führt, wohl 
auf Grund der dann innigen Verbindung von Planschlitten und 
Schlosskasten.

Früher in der Serienproduktion war er vermutlich praktisch, wenn man 
nicht aus Versehen den Planschlitten verstellen wollte.

Es ist schön, den Hebel zu haben - aber benötigt man ihn unbedingt? Eher 
nicht.

: Bearbeitet durch Moderator
von Hallo hallo (Gast)


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Wie schwer ist die drehbank
Wie viel Leistung hat der Motor
Was kann man damit genau machen , d.h. Minimale und maximale 
teilegroesse

Was kostet so eine Maschine
Verkaufst du die

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> Sollte dein Umbau gleich auf Electronic Lead Screw mit Schrittmotoren
> erfolgen wollen, kann (und sollte wegen Spielfreiheit) man auch
> Kugelrollspindeln nutzen.

Das geht aber auch mit Trapezgewindespindeln recht gut. Ich nutze meine 
selbstgebaute ELS schon einige Jahre und das Umkehrspiel war bisher 
praktisch bedeutungslos, da man eh immer nur in eine Richtung schneidet 
und man beim Zurückfahren das Spiel ja rausrechnen kann (ich habe hier 
kein Längenmesssystem sondern verlasse mich ganz auf die Genauigkeit der 
Trapezspindeln, die in der Tat sehr genau sind).

> Da bremst der Schrittmotor und erzeugt das
> nötige Haltemoment. Bei Handbetrieb würde sich aber der Schlitten selbst
> verstellen wenn Druck drauf kommt, daher für Handbetrieb nur
> Trapezspndeln. Ich schätze aber, deine Drehbank ist zu alt für sinnvolle
> Schrittmotorbedienung.

Wie gesagt: da spricht im Prinzip nichts gegen, sofern die Geometrie der 
Maschine den Aufwand noch lohnt.

Zur Messingspindel: Ja, kann man zur Not so machen, wenn wie vom OP 
angegeben der Durchmesser erhöht wird. Aber es bringt eben keine 
Vorteile, denn was hilft einem eine Spindel, die nur an manchen Stellen 
noch genau ist? Die ist genauso Schrott wie eine verschlissene Mutter - 
mit dem Unterschied, dass die einfacher getauscht werden kann. Und wie 
andere schon schrieben: Trapezgewinde verwenden! Alle anderen 
Gewindetypen zum Antrieb sollte man Profis überlassen. Da gibt es 
interessante Dinge: hier an der CNC bspw. ein sechszügiges, gehärtetes 
M4-Spitzgewinde mit passenden, selbst nachstellenden Planetenrollen für 
höchste Präzision auch nach 50.000 Betriebsstunden.

: Bearbeitet durch Moderator
von Udo S. (urschmitt)


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Hallo hallo schrieb:
> Verkaufst du die

So wie er daran bastelt, willst du die wirklich?

von Hallo hallo (Gast)


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Scheint ein tonnenschweres Geraet zu sein...

von Nick M. (muellernick)


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Hallo hallo schrieb:
> Was kostet so eine Maschine
> Verkaufst du die

Du glaubst, der Chris D. verkauft seine Boley 5?
So blöd ist keiner!

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Hallo hallo schrieb:
> Wie schwer ist die drehbank
> Wie viel Leistung hat der Motor
> Was kann man damit genau machen , d.h. Minimale und maximale
> teilegroesse
>
> Was kostet so eine Maschine

Wenn Du mich meinst:

Die Daten findest Du oben im Bild.

Meine ist von 1959. Damals gab es für den Preis ein kleines Häuschen.

Ich habe meine 2012(?) über ebay-Kleinanzeigen erworben, damals für 2300 
Euro. Ich hatte allerdings auch jemanden dabei, der sich mit dieser 
Maschine genau auskannte.

> Verkaufst du die

Auf gar keinen Fall - die gehört zur Oberklasse, insbesondere bzgl- 
Laufruhe und Genauigkeit (wurde mal geometrisch sehr gut überholt).

Hier sind noch einige Fotos:
Beitrag "Re: Gewinde schneiden?"

Man findet die 5LZ aber immer wieder mal - Geduld ist bei ebay/ebay 
Kleinanzeigen oberstes Gebot, dann kommt man günstig an hervorragende 
Maschinen.

: Bearbeitet durch Moderator
von 1234567890 (Gast)


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Wenn man die Mutter haltbarer macht als die Spindel, nutzt sich die 
Spindel an den Stellen, welche oft benutzt werden stärker ab, als an 
anderen Stellen. Somit ist die Genauigkeit der Maschine abhängig von dem 
Ort, an welchen die Spindel das Werkzeug/Werkstück hingefahren hat.

Macht man allerdings die Spindel hart und die Mutter weich, dann ist die 
Maschine mit den Jahren aufgrund von Verschleiß zwar immer ungenauer, 
aber dafür ist die Ungenauigkeit bzw. das Spiel, welches entsteht an 
allen Stellen gleich. Mit ein wenig Erfahrung an dieser Maschine können 
dann trotzdem noch sehr präzise Arbeiten bewerkstelligt werden, wie am 
ersten Tag, als die Maschine noch neu war.

von Harald W. (wilhelms)


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Chris D. schrieb:

> (oder auch Oberschlitten, aber den brauche ich so gut wie nie)

Durch die besondere Ausführung der Kurbel kann man diese gleich-
mäßig drehen, sodas die Qualität des Längsdrehens besser ist.
Das geht mit der Kurbel für den Support nicht so gut.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Harald W. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>
>> (oder auch Oberschlitten, aber den brauche ich so gut wie nie)
>
> Durch die besondere Ausführung der Kurbel kann man diese gleich-
> mäßig drehen, sodas die Qualität des Längsdrehens besser ist.
> Das geht mit der Kurbel für den Support nicht so gut.

Das stimmt.

Allerdings hat man dafür an einer "richtigen" Drehmaschine die 
Zugspindel (für's Grobe) oder die Leitspindel, wenn es denn mal ganz 
fein sein muss (hier damals mechanisch bis 0,01mm/U, jetzt per ELS 
natürlich beliebig fein). Gleichmäßiger per Hand wird wohl schwierig ;-)

Daher auch Boley 5 LZ :-)

Den Oberschlitten benötige ich eigentlich nur für Kegel oder wenn es eng 
wird (von der Länge her und der Reitstock im Weg ist oder der 
Drehdurchmesser größer als Oberkante Planschlitten ist.

: Bearbeitet durch Moderator
von MaWin (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Zugspindel (für's Grobe) oder die Leitspindel, wenn es denn mal ganz
> fein sein muss

Hmm, Leitspindel ist eher zum Gewindeschneiden, und da sind die 
Vorschübe eher hoch, 0.5mm bis 4mm Steigung.
Zugspindel ist eher zum Schruppen und Schlichten, da sind die Vorschübe 
eher klein, 0.05mm bis 0.2mm, dafür ungenau.
Aber egal.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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MaWin schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Zugspindel (für's Grobe) oder die Leitspindel, wenn es denn mal ganz
>> fein sein muss
>
> Hmm, Leitspindel ist eher zum Gewindeschneiden, und da sind die
> Vorschübe eher hoch, 0.5mm bis 4mm Steigung.
> Zugspindel ist eher zum Schruppen und Schlichten, da sind die Vorschübe
> eher klein, 0.05mm bis 0.2mm, dafür ungenau.
> Aber egal.

Nein, das stimmt schon und man sollte es erwähnen. Es gibt ja auch genug 
Anfänger, die hier vielleicht mitlesen.

Boley gibt die Leitspindel zwar auch zum Längsdrehen an, allerdings nur 
für das Feindrehen (Schlichten) mit entsprechend wenig Druck auf der 
Spindelmutter/Leitspindel.

Hier habe ich neun Zugspindelvorschübe für das Längsdrehen von 0,063 bis 
0,4mm/U (übrigens sehr angenehm mit im Lauf umschaltbarem Getriebe).

Bei der Leitspindel geht es von den Wechselrädern her herunter bis 
0,01mm/U.

Für die allermeisten Arbeiten reicht die Zugspindel daher auch 
vollkommen aus.

Weil das offenbar der/die Bediener an meiner Boley damals beherzigt 
haben, ist die Leitspindel + Mutter noch in einem hervorragenden Zustand 
und hat noch ihre Genauigkeit ab Werk: unter 0,02mm Abweichung auf 300mm 
:-)

P.S.: weil oben jemand Interesse hat: bei ebay Kleinanzeigen sind 
mehrere 5LZ im Angebot, darunter eine, die sehr gepflegt aussieht mit 
extrem viel Zubehör für €3300 VB. Wenn ich nicht schon eine hätte - die 
würde ich mir sehr genau ansehen :-) Wenn da die Führungen/Geometrie 
stimmen, dann ist die locker jeden Euro wert. Nicht umsonst werden für 
diese Maschinen auch nach 60 Jahren noch solche Preise aufgerufen:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/boley-5lz-drehbank-drehmaschine/1217985176-84-8544

: Bearbeitet durch Moderator
von A. B. (sfalbuer)


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Das wichtigste wurde ja schon gesagt.
Ein weiterer Punkt ist die geringere Festigkeit von Messing und der 
geringere Querschnitt der Spindel gegenüber der Mutter. Ein weiterer 
Grund nichts an der Materialpaarung zu ändern.

von Bernd F. (metallfunk)


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Es wurde ja schon alles gesagt.

Spindel mit Feingewinde gibt es aber wirklich.
Meine "Uhrmacherdrehe" hat M 10 x 0,5.

Aber da werden Drehteile mit max. 4 mm Durchmesser gedreht.
(Natürlich Stahlspindel und Bronzemutter).

Grüße Bernd

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