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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Eigenes Laser-Produkt auf den Markt bringen


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von Hannes (Gast)


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So, dann öffne ich mal die Büchse der Pandora. Ich arbeite in der 
Forschung, wo ich den einen oder anderen Laser selbst baue. Durch meine 
Frau bin ich auf einen Bereich aufmerksam geworden, in dem sehr ähnliche 
Laser für ca. 10 k€ verkauft werden. Die Materialkosten liegen jedoch 
nur bei ca. 300 Euro. Ich könnte also so ein Produkt für ca. 5 k€ 
vertreiben, und noch genauer an die Bedürfnisse anpassen, als das was es 
auf dem Markt gibt. Die Größe des Marktes ist ca. 1000 Stück pro Jahr in 
Deutschland, weltweit mehrere 10.000.
Selbst die Chinesen bieten diese Laser kaum unter 6 k€ an, wenn man 
selbst importieren möchte. (Es gibt einige Billiganbieter die bei ca. 
2000 liegen, die werden aber hierzulande von keinem geführt und sind 
auch von der Haptik zu schrottig).
Es würde sich um einen Klasse 4 Laser handeln, mit dem man ordentlich 
Schaden anrichten kann. Stromversorgung über Netzteil, d.h. von meiner 
Seite keine Arbeiten mit Netzspannung. Ich selber habe die Ausbildung 
zum Laserschutzbeauftragten und Fachkundigen. Wenn ich jetzt eine Firma 
aufmachen würde um im Nebengewerbe diese Dinger zu produzieren, was 
kommt neben den üblichen Gewerbesachen auf mich zu? Gibt es mittlerweile 
eine günstige Lösung für die EAR-Probleme, i.e. Treuhandfirma? Ich kann 
sicherlich nicht selbst Container entsorgen lassen. Wäre aber ohnehin 
B2B, würde es jedoch trotzdem gern nicht auf den Kunden abwälzen. Dann 
bräuchte ich natürlich CE, EMV-Compliance wäre vermutlich aufgrund der 
Bauart kein großes Ding.
Brauche ich zum Vertrieb von Lasern noch eine spezielle Genehmigung, die 
über die "sachkundige Person" hinausgeht? Gibt's noch andere 
Fallstricke?
Ich würde mich sehr über konstruktive Antworten freuen, die üblichen 
"wenn Du das nicht selbst weist, ist es eh hoffnungslos" helfen mir 
nicht weiter. Ich exploriere ja momentan die Möglichkeit von 
verschiedenen Aspekten und bin mir sehr wohl bewusst, dass das hier kein 
Selbstläufer ist.

von Dipl Ing ( FH ) (Gast)


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wenn Du das nicht selbst weist, ist es eh hoffnungslos

von alles fuer nen appl und ein ei (Gast)


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von Nano328 (Gast)


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Nein! Lass das bloß bleiben!

von Hannes (Gast)


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Danke! Super Infos!

von Bürovorsteher (Gast)


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Das EAR-Thema ist doch hier schon tausende Mal bis zum Erbrechen 
durchgekaut worden. Auf den Seiten der Stiftung EAR steht alles, was du 
tun musst.
Um Überraschungen aus dem Wege zu gehen, musst du die dortigen 
Ausführungen schon selbst durchlesen.

von Hannes (Gast)


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Danke. Ich würde da also über einen der WEEE Full Service Anbieter 
gehen. Das ist ja alles bezahlbar.

von Milo (Gast)


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Hannes schrieb:
> Selbst die Chinesen bieten diese Laser kaum unter 6 k€ an

Dann wird das gute Gründe haben.
Hast du schon ein Patent darauf?
Wenn nicht, was macht dich sicher, das deine tolle Idee nicht von den 
Chinesen mittelfristig kopiert wird, und zwar billiger?

von Walta S. (walta)


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Warum willst du ein Produkt um 10 000 € um 5 000 € verkaufen?

walta

von Hannes (Gast)


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Hmm, um einen Teil vom Kuchen abzubekommen? Weil das Ding für 5000 
nochmal erheblich besser verkäuflich sein wird?

>Wenn nicht, was macht dich sicher, das deine tolle Idee

Gar nichts. Aber es gibt jetzt schon locker 5 Firmen auf dem Markt die 
seit mehreren Jahren mit ihren 10000er Preisen gut leben können (ist 
nicht deren einziges Produkt!). Wenn es sich nicht mehr lohnt, mache ich 
den Laden halt wieder zu. Ist wenn dann eher Nebenerwerb. Mit den 
Verbindungen meiner Frau könnte sie zudem den Verkauf fördern und mich 
beraten, was genau an den aktuellen Produkten alles noch nicht optimal 
ist. Das Wissen fehlt den meisten Firmen, da die nur von der technischen 
Seite kommen.

von Walta S. (walta)


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Ich würde mir eher denken: Die guten Firmen verlangen 10 000 €. Der 
macht es für 5 000 € - wo hat er gespart? Wo ist der Haken? Ist das 
Gerät auch sicher?

walta

von Bürovorsteher (Gast)


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> Danke. Ich würde da also über einen der WEEE Full Service Anbieter
> gehen. Das ist ja alles bezahlbar.

Sorry, du hast da etwas von b2b erzählt. Da brauchst du keinen 
Fullservice-Anbieter. Nur die Registrierung (ja die kostet irgendwas und 
sollte für Hersteller von 5-k-Teilen erschwinglich sein), die jährlichen 
Clubbeiträge (Appel und 'n Ei) und die jährliche Mengenmeldung.
Jetzt käue ich den Mist wider, weil du zu faul zum Lesen bist.

von Bürovorsteher (Gast)


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Wiederkäuer

von Dipl Pling FH Abfall (Gast)


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Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> wenn Du das nicht selbst weist, ist es eh hoffnungslos

Halt die Schnauze!

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Du musst auch noch prüfen, ob die Maschinenrichtlinie Anwendung findet.

Um die relevanten Normen und Richtlinien zu erfahren, ist der 
Einsatzzweck und die Exportländer ausschlaggebend. Dienstleister wie z. 
B. ProductIP listen alle relevanten Normen und Richtlinien auf und 
können auch Beratung und Abwicklung übernehmen. Prüfdienstleister (TÜV, 
Dekra, Qima) stellen fest, ob alles eingehalten wird, inkl. Verpackung 
und Bedienungsanleitung/Warnhinweisen/Warnschildern. Die Kosten sollten 
so 10.000 - 20.000 € betragen.

von Hannes (Gast)


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Klingt ja alles ganz gut. Ich würde nicht selbst exportieren. Erstmal 
hier in Deutschland versuchen. Ein Punkt an den Geräten wäre, dass 
meiner Meinung nach einige Hersteller (insbesondere die Chinesen) die 
Sicherheitsrichtlinien nicht einhalten. Bester Fall: Notaus ist ein 
kleines 10 mm Knöpfchen, versenkt auf der Rückseite des Gerätes. 
Herrlich! Die Fasern haben trotz vielen Watt Leistung keine ordentlichen 
Stahl-Tubings sondern nur Plastik und solche Späßchen. Naja.

von Hannes (Gast)


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Oh ja, ein praktisches Problem ergibt sich noch: ich kann die 
elektronische Ansteuerung und den optischen Aufbau des Lasers bauen. 
Jetzt habe ich aber kein schönes Gehäuse dafür. Kennt jemand Firmen 
vertrauenswürdige und nicht völlig überteuerte Firmen, die 
kundenspezifische Gehäuse fertigen können?

von Dr.Who (Gast)


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Hannes schrieb:
> was genau an den aktuellen Produkten alles noch nicht optimal
> ist.

Das Wissen muss vom Kunden kommen und nicht vom Kaffeesatz
deiner Frau.

Hannes schrieb:
> Selbst die Chinesen bieten diese Laser kaum unter 6 k€ an, wenn man
> selbst importieren möchte.

Und welchen Support bieten die? Wohl keinen. Das ist der Trumpf, den
du ausspielen könntest. Billig ist also nicht der beste Ratgeber, denn
das ruft erst recht die Neider und Gegner auf den Plan.
Besser Teuer mit umfangreichen Support (z.B.Ersatzgerät bei Defekten
in Stunden oder wenigen Tagen) und Rabatten. Vermieten wäre auch eine
Möglichkeit für minderbemittelte Kunden. Das müssen Andere erst
mal nachmachen. Die Webseiten der Mitbewerber können da schon
Hinweise geben, oder man macht Smalltalk auf Messen bei Mitbewerbern
und Kunden.

Hannes schrieb:
> Gibt's noch andere
> Fallstricke?

Eine betriebliche Haftpflicht vielleicht? Auf Gefahren mit solchen
Geräten muss man wegen der Produkthaftpflicht schon hinweisen und
das mehrsprachig.

von Dr.Who (Gast)


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Hannes schrieb:
> Kennt jemand Firmen
> vertrauenswürdige und nicht völlig überteuerte Firmen, die
> kundenspezifische Gehäuse fertigen können?

Aus welchem Material? Wenn Kunststoff reicht, z.B. OKW. Die haben ein
riesiges Programm und die sind nicht die einzigen. Google kann helfen.

von Chinaexperte (Gast)


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Hannes schrieb:
> Selbst die Chinesen bieten diese Laser kaum unter 6 k€ an, wenn man
> selbst importieren möchte.

Die haben aber den Vorteil, dass man sie nicht so leicht von hieraus 
belangen kann. Sobald der lawsuit hier angestossen wird, muss erst 
einmal ein Anwalt in China gefunden werden, der dort die Sache vertritt. 
Bis der bei Gericht einen Termin gegen ein dortiges Unternehmen 
angeleiert hat, hat der Kantonalchef längstens einen Tipp an den 
Chinesenboss abgesetzt und die Firma schließt. Wenn du dann einen Termin 
hast, darfst du persönlich erscheinen um die dir sagen zu lassen, dass 
der Prozess nicht stattfinden kann, da die Firma erloschen ist und die 
die Prozesskosten zahlen musst, da sie dir sonst leider die Ausreise 
nicht genehmigen können.

von Hannes (Gast)


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Chinaexperte schrieb:
> da sie dir sonst leider die Ausreise
> nicht genehmigen können.

Ja, das kenne ich aus China :) Wird immer schlimmer in letzter Zeit. 
Kein guter Ort mehr für Geschäfte.

Ja, Support und Austausch könnte man anbieten. Meine Frau wäre selbst 
Anwenderin, aber sie ist zusätzlich in dem Industriezweig in Deutschland 
bekannt und kann das pushen.
Auf den Messen habe ich mit den Händlern gesprochen, die wissen aber 
nicht wovon sie reden und was sie da verkaufen. Sehr, sehr enttäuschend 
und traurig. An die Entwickler kommt man natürlich nicht ran.

von Christian M. (Firma: magnetmotor.ch) (chregu) Benutzerseite


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Medizinal? Dann wird's noch viel aufwändiger!

Gruss Chregu

von Hannes (Gast)


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Nein, oh Gott! Das wäre irre.

von Joggel E. (jetztnicht)


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Ein Wenig an Patienten, resp Kunden rumbrennen ist doch immer cool. Da 
kommt Spass auf.
Ich wuerde mich eher auf Schulungen verlegen.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ich würde auch nicht erwarten,
dass man Infos für ein Business zum Nulltarif bekommt.

Aber wir können gerne einen Beratervertag machen.

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