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Forum: Platinen KiCAD: Auf andere Schaltplanseite verschieben ohne Neu-Annotation


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von Walter T. (nicolas)


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Hallo zusammen,

ich habe einen großen Schaltplan und eine (fast) geroutete Leiterplatte. 
Ich würde den Schaltplan jetzt gerne doch in mehrere druckbare Seiten 
aufteilen, ohne alles neu routen zu müssen.

Die Teilschaltungen sind schon entsprechend getrennt und nur durch 
globale Labels (Power) und Steckverbinder-Pärchen miteinander verbunden.

Was ich probiert habe: Den Schaltplan zweimal speichern und jeweils 
einzeln in der Standalone-Version von EESchema geöffnet und den Teil, 
der nicht zu der jeweiligen Schaltplanseite gehört, gelöscht.

Dann in dem Schaltplan, der "Master" bleiben soll, den anderen 
Schaltplan als "Hierarchical Sheet" eingefügt.

Ergebnis: Im anderen "Sheet" sind alle Annotationen verschwunden.


Kennt jemand den Workflow, wie man das richtig macht?

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Walter.

Walter T. schrieb:

> Ergebnis: Im anderen "Sheet" sind alle Annotationen verschwunden.
>
>
> Kennt jemand den Workflow, wie man das richtig macht?

Da ich das noch nicht unter dem Gesichtspunkt angefasst habe, bin ich 
damit momentan überfragt.

Jedenfalls würde ich das Handling der Subschaltpläne anders angehen.
Siehe hier: 
https://www.mikrocontroller.net/wikifiles/7/79/HierarchischeSchaltplaeneAlsBausteineInKicad_RevC_23Dec2013.pdf

Allerdings musst Du das ganze Rückwärz denken......

In den damaligen KiCad Versionen verhielt sich die Annotation so, wie 
ich es intuitiev erwartet habe....das heisst, Probleme gab es nur beim 
mehrfachen Referenzieren auf den gleichen Unterschaltplan, was aber auch 
zu erwarten ist, aus logischen Gründen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Walter T. (nicolas)


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Bernd W. schrieb:
> Siehe hier:

Danke für Deinen Notizen. Der Teil "Schaltplan-Blöcke neu zuordnen", den 
Du darin beschrieben hast, geht ja jetzt (zum Glück) deutlich einfacher 
über Copy-Paste.

Bernd W. schrieb:
> Jedenfalls würde ich das Handling der Subschaltpläne anders angehen.

Ich verstehe den Sinn dahinter und finde die Idee, Funktionseinheiten 
einzeln zu entwerfen und einfach kopieren zu können auch grundsätzlich™ 
gut.

Hier sah es allerdings so aus, daß ich am Anfang des Schaltplans noch 
nicht genau wußte, welche Funktionseinheiten zusammengehören und welche 
getrennt sind, deswegen war es an der Stelle sinnvoller, mit dem 
berühmten "großen leeren Blatt" anzufangen.

Bernd W. schrieb:
> Da ich das noch nicht unter dem Gesichtspunkt angefasst habe, bin ich
> damit momentan überfragt.

Naja, wenn es keine Möglichkeit gibt, ist das auch kein Weltuntergang. 
Dann mache ich das wie unsere Vorväter und füge die Rahmen für die 
Unterseiten einfach als Symbole hinzu und schneide die Seiten dann im 
PDF zurecht.

: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


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Daß das mit dem nachträglichen Aufteilen der Schaltplanseiten in der 
Bildbearbeitung keine gute Idee sein würde, war schon im Vornhinein 
klar. Erst im Nachheraus zeigt sich: Es funktioniert gar nicht 
vernünftig. Zwei verschiedene Versionen von CorelDraw (X4 und X6) haben 
mit den von KiCAD erzeugten PDF- und Postscript-Dateien ihre Probleme 
und stürzen beim Bearbeiten der Vektorgrafiken sofort ab. Der DXF-Export 
ist unhübsch.

Das Bild zeigt noch einmal den Anwendungfall: Der Schaltplan ist auf 
einer A1-Seite und soll auf drei A3-Seiten, um druckbar zu sein.

Also benötige ich wohl doch eine KiCAD-interne Möglichkeit, einen 
Schaltplan zu einem existierenden PCB auf mehrere Seiten aufzuteilen.

Gibt es irgendwo eine Übersicht, nach welchen Regeln die Annotationen 
zerstört werden? Gibt es eine Möglichkeit, die Annotationen wieder 
herzustellen? Die ID des Bauteils wird sich beim Bearbeiten auf 
Dateiebene ja nicht ändern können.

: Bearbeitet durch User
von Bauform B. (bauformb)


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Walter T. schrieb:
> Das Bild zeigt noch einmal den Anwendungfall: Der Schaltplan ist auf
> einer A1-Seite und soll auf drei A3-Seiten, um druckbar zu sein.

Ganz genau so entstehen meine Schaltpläne. Wenn/sobald sie in dem 
Zustand wie in deinem Bild sind, drucke ich (z.B.) 4 verschiedene 
Ausschnitte. Damit das einfacher geht, lasse ich ein paar Millimeter 
Luft zwischen den Zeichnungsrahmen. Die einzelnen PDFs baue ich dann mit 
pdfunite zu einem zusammen.

OK, ich hab' Eagle, aber das sollte in KiCad doch auch funktionieren?

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Walter.

Schnellschuss aus der Mittagspause:

Walter T. schrieb:

> Erst im Nachheraus zeigt sich: Es funktioniert gar nicht
> vernünftig. Zwei verschiedene Versionen von CorelDraw (X4 und X6) haben
> mit den von KiCAD erzeugten PDF- und Postscript-Dateien ihre Probleme
> und stürzen beim Bearbeiten der Vektorgrafiken sofort ab. Der DXF-Export
> ist unhübsch.

Das Leib- und Magengrafikformat von KiCad ist eigentlich SVG. Damit 
sollte es eigentlich gehen. Wenn SVG auch Probleme macht, Inkscape 
verwenden und beim Öffnen die Fehlermeldung(en) beachten....

> Gibt es eine Möglichkeit, die Annotationen wieder
> herzustellen?

Die Autoannotation funktionierte immer sehr gut.....allerdings Dein 
spezieller Fall mit schon existierendem PCB (also quasi rückwärts) habe 
ich in der Form nie probiert.

> Die ID des Bauteils wird sich beim Bearbeiten auf
> Dateiebene ja nicht ändern können.

Hast Du Dir die Schaltplan und Board Files mal spasseshalber mit einem 
Text Editor angesehen? Das könnte zum Verständnis sinnvoll sein.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic.
http://www.dl0dg.de

von Walter T. (nicolas)


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Bernd W. schrieb:
> Hast Du Dir die Schaltplan und Board Files mal spasseshalber mit einem
> Text Editor angesehen? Das könnte zum Verständnis sinnvoll sein.

Klar habe ich das. Man sieht ja ziemlich schnell, dass die Bauteile im 
Schaltplan eine UID haben, im Leiterplattenformat aber über ihren 
Bauteilenamen hinterlegt sind. Wenn ich einen exisitierenden Schaltplan 
als Sub-Schaltplan einfüge, ändert sich die *.sch-Datei erst einmal 
nicht, sagt mir das Versionsverwaltungssystem. Aber trotzdem werden sie 
mit Fragezeichen-Annotation in EESchem angezeigt. Also ist da noch 
irgendein Zwischen-Layer oder eine Art Name Mangling oder so. Ansonsten 
wäre mein Versuch gewesen, per Script einfach wie ursprüngliche 
Annotation in der Textdatei wieder zu überschreiben.

von Walter T. (nicolas)


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Ich habe einen ziemlich banalen Workaround gefunden.

Ich mache den Rahmen einfach so groß wie meine spätere Wunschgröße der 
Einzelseite, d.h. der echte Schaltplan ragt über die Seite hinaus. Jeder 
Einzelschaltplan bekommt eine Passermarke. Der Schaltplan wird viermal 
passend zum Hintergrund verschoben und viermal das PDF exportiert und 
direkt umbenannt. Anschließend alle in ein Dokument zusammengefasst.

Die Datei ist damit zwar viermal so groß, wie sie sein müßte, weil der 
PDF-Export beim Zuschneiden nur die Boundingbox verkleinert, der Inhalt 
außerhalb der Seite aber erhalten bleibt, d.h. jede Schaltplanseite 
enthält den Komplettschaltplan. Aber in Anbetracht riesiger Bilder mit 
wenig Inhalt, die sowieso auf der Festplatte herumschlummern, ist dieses 
Aufblähen verkraftbar.

In CorelDraw kann man das schön sehen, daß die herausgeschnittenen 
Komponenten noch da, und nur unsichtbar sind (siehe Screenshot 2).

Speichert man das Dokument im Adobe Acrobat als "PDF mit reduzierter 
Größe", wird so ziemlich genau dieser Overhead auch wieder entfernt, 
d.h. das vierseitige Dokument hat fast genau die gleiche Dateigröße wie 
die vier Einzeldateien. Leider ist das Dokument dann völlig verkrüppelt. 
Der KiCAD-PDF-Export scheint wirklich nicht so dolle zu sein.

: Bearbeitet durch User
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Walter.

Walter T. schrieb:

> Die Datei ist damit zwar viermal so groß, wie sie sein müßte, weil der
> PDF-Export beim Zuschneiden nur die Boundingbox verkleinert, der Inhalt
> außerhalb der Seite aber erhalten bleibt, d.h. jede Schaltplanseite
> enthält den Komplettschaltplan. Aber in Anbetracht riesiger Bilder mit
> wenig Inhalt, die sowieso auf der Festplatte herumschlummern, ist dieses
> Aufblähen verkraftbar.

Wenn Du vorhast, die Dateien noch zu bearbeiten, hättest Du unbedingt 
das SVG Format probieren sollen. Das ist dafür gedacht.

Nach den Änderungen kannst Du das SVG dann in PDF exportieren. PDF ist 
etwas unglücklich für nachträgliche Bearbeitungen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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Walter T. schrieb:
> Hier sah es allerdings so aus, daß ich am Anfang des Schaltplans noch
> nicht genau wußte, welche Funktionseinheiten zusammengehören und welche
> getrennt sind, deswegen war es an der Stelle sinnvoller, mit dem
> berühmten "großen leeren Blatt" anzufangen.

Intuitiv würde ich die eine Schaltplanseite kopieren, einen 
hierarchischen Schaltplan mit beiden Kopien des Schaltplan anlegen und 
aus beiden Schaltplanseiten das rauslöschen, was dort nicht 
hineingehört.

Ich weiß aber nicht, ob es einfacher geht.

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