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Forum: HF, Funk und Felder Verschiedene Antennen parallel betreiben


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von Finn (Gast)


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Hi.

Folgende Frage, was passiert wenn man verschiedene Antennen parallel 
betreibt.

1. Fall.

Zwei Yagi Antennen an einem 50:50 Power Splitter, eine horizontal eine 
vertikal. Nicht ineinander verschachtelt (wie z.B. bei Kreuzyagi) 
sondern beide separat installiert.

Es müsste sich doch die Sendeleistung dann 50:50 auf beide 
Polarisationsebenen aufteilen, und beim Empfang verliert man ca die 
Hälfte an Pegel (Weil eine Antenne ja die falsche Polarisation hat)


2. Fall.
Ein Big Weel, dazu noch eine Groundplane, beide über einen 50:50 Power 
Splitter parallel geschaltet.

Hier könnten wohl Signalauslöschungen durch Mehrwegausbreitung bzw 
Überlagerungen auftreten?
Ansonsten könnte das wohl funktionieren?


3. Fall.
Antennen für verschiedenen Bänder elektrisch direkt parallel geschaltet. 
(Beispielsweise Dipole für verschiedene Kurzwellen-Bänder)
Die Antenne für das "Richtige" Band ist am besten angepasst und strahlt 
das meißte ab/empfängt das meißte. Die andere Antenne produziert 
lediglich ein paar Verluste?

von Kurt (Gast)


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Finn schrieb:
> 1. Fall.
> 2. Fall.
> 3. Fall.
> Antennen für verschiedenen Bänder elektrisch direkt parallel geschaltet.
...


Egal was du tust, du hast im/beim Zusammenschaltknoten ein einziges 
Signal.
Dieses setzt sich aus der Addition (vorzeichenrichtig und stromrichtig) 
zusammen.

 Kurt

.

von Kurt (Gast)


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Kurt schrieb:
> Dieses setzt sich aus der Addition (vorzeichenrichtig und stromrichtig)
> zusammen.

Da fehlt was:

Dieses setzt sich aus der Addition (vorzeichenrichtig und stromrichtig) 
aller angelegten Signale zusammen.

 Kurt

von Wolfgang (Gast)


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Finn schrieb:
> Zwei Yagi Antennen an einem 50:50 Power Splitter, eine horizontal eine
> vertikal. Nicht ineinander verschachtelt (wie z.B. bei Kreuzyagi)
> sondern beide separat installiert.

Trotzdem hast du eine Phasenbeziehung zwischen den beiden abgestrahlten 
Signalen. Gegenüber einer Kreuzyagi wird deine Polarisation dann 
abhängig vom seitlichen Abstand richtungsabhängig. Dann entstehen, 
abhängig von der Richtung, alle i.A. eliptischen Polarisationen von 
zirkular links, diagonal -45°, zirkular rechts bis diagonal +45° auf.

von Karl M. (Gast)


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Finn schrieb:
> 50:50 Power Splitte

Was noch nicht bedacht wurde, ist, dass ein Power Spliter Verluste, 
bedingt durch die gegenseitige Isolation, hat.

Die Durchgangsdämpfung kann minimal ~3dB sein, zumindest bei meinem 
Aufbauten.

von Finn (Gast)


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Hi.

Also wird es schwierig, Horizontale und Vertikale Polarisation 
gleichzeitig zu machen, oder mit 2 Antennen 2 Vorzugsrichtungen 
abzudecken?


Hintergrund ist folgender.

Ich interessiere mich für Amateurfunk. Ich habe noch nichts gekauft und 
noch keine Lizenz aber ich wollte mir schonmal Gedanken darüber machen, 
wie ich es aufbauen könnte.

Ich habe eine Vorzugsrichtung, in die dann die Yagi Antennen fest 
ausgerichtet werden sollen. (Richtung Süden, ca 120 Grad freie Sicht) 
Die anderen Richtungen machen wegen Bebauung und Topologie sowieso kein 
Sinn, eine Yagi dort hin auszurichten. Deswegen brauche ich auch keinen 
Rotor/freistehenden Antennenmast, der aus baulichen Gründen ohnehin 
scher zu zu realisieren wäre.
Zusätzlich zur Yagi an der Wand würde mir eine kleine Rundstrahlantenne 
auf dem Dach als "Nebenantenne" reichen.

von Kurt (Gast)


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Finn schrieb:


> Zusätzlich zur Yagi an der Wand würde mir eine kleine Rundstrahlantenne
> auf dem Dach als "Nebenantenne" reichen.

Naja, zusammenschalten und über ein Kabel speisen wird nicht besonders 
erfolgreich sein.
Entweder Relaisumschaltung oder zwei Leitungen und diese umstöpseln.

 Kurt

von Kilo S. (kilo_s)


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Du solltest vielleicht erst mal schauen was du wo empfängst?!


https://www.amazon.de/Discone-Antenne/s?ie=UTF8&page=1&rh=i%3Aaps%2Ck%3ADiscone-Antenne

von Wolfgang (Gast)


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Finn schrieb:
> Ich habe eine Vorzugsrichtung, in die dann die Yagi Antennen fest
> ausgerichtet werden sollen. (Richtung Süden, ca 120 Grad freie Sicht)

Eine gute Yagi für Weitverbindungen im Amateuerfunk hat gerne mal einen 
Öffnungswinkel von nur 35° (z.B. 2m F9FT 17 El.). Da bist du schnell bei 
einem Antennenrotor, wenn es um Satelliten geht auch mit zwei Achsen.

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