Ich habe mich jetzt nochmal hingesetzt und die Lösung erarbeitet.
Wir haben einen Tiefpass mit der Grenzfrequenz fg. Um die
Phasenverschiebung bei einer beliebigen Frequenz f zwischen 0.1*fg und
10*fg zu erhalten, folgende Formel:
phi = -45° * (log(f/fg) + 1)
(log ist der logarithmus zur Basis 10)
Beispiel:
f = 0.1*fg -> phi = 0°
f = fg -> phi = -45°
f = 10*fg -> phi = -90°
f = 2.7*fg -> phi = -64,4°
Natürlich ist die Annahme ein TP würde 0° Phasenverschiebung bei 0.1*fg
und -90° bei 10*fg verursachen nur eine grobe Näherung und diese Formel
kann nicht genauer sein als diese.
Auch muss einem bewusst sein, dass diese Formel nur innerhalb eben
dieses Bereiches [0.1*fg, 10*fg] gilt.
Es ist aber doch präziser als den Schnittpunkt von zwei fetten
Bleistiftlinien auf einem A4 großen Bodediagramm abzulesen.