Hallo Liebe Gemeinde,
in einem Monat ist Weihnachten. Hier eine kleine Spendenaktion.
Auf den Fotos sind ein paar IC's (Stangenware) die ich nicht mehr
brauche.
Kostenlos abzugeben, auch einzelne Stangen sind möglich.
Nach Möglichkeit dafür etwas Gutes Tun
Z.b. jemandem der auf der Straße lebt eine warme Suppe bringen
Oder eurer alten Nachbarin ein Essen bringen.
Oder ein paar Meisenringe raushängen
oder oder oder
Wer einen Fotonachweis reinstellt braucht kein Porto zahlen (nur seine
Adresse per boardmail an mich).
Wer nur schreiben möchte was er getan hat schickt mir bitte eine
DHL (o. ä) Paketmarke/Warensendung etc mit der Lieferadresse.
Jetzt zieht das doch nicht so ins lächerliche.
Ich finde das ist eine gute Idee. Auch um mal Leute zum nachdenken zu
bringen, nicht immer nur egoistisch zu sein.
Oft kann man doch Leuten durch eine kleine liebe Geste eine große Freude
machen, ohne gleich wie Greta die Welt retten zu müssen.
Gebt einfach mal dem Obdachlosen 10 € auch wenn er sich vielleicht
Schnaps dafür kauft. Oder gebt dem Kellner im Restaurant 10 € extra
Trinkgeld. etc.
... schrieb:> Oft kann man doch Leuten durch eine kleine liebe Geste eine große Freude> machen, ohne gleich wie Greta die Welt retten zu müssen.
Stimmt. Beruflich bin ich oft bei privater Kundschaft. Dabei treffe ich
auch viele ältere und alleinstehende Menschen an. Man glaubt gar nicht,
wie dankbar diese Leute sind, wenn man nur ein paar Minuten mit ihnen
spricht. Teilweise sehr traurig, was man da so erlebt und wie
Eltern/Großeltern von Kindern oder der Verwandtschaft alleine gelassen
werden...
Ich finde es traurig, das mittlerweile in unserer Gesellschaft viele
einen moralischen Ablasshandel betreiben, indem sie z.B. die Grünen
wählen, damit diese die Welt für sie retten und dabei das Elend zu ihren
Füßen vollkommen übersehen oder ignorieren.
Ich habe gestern in der Nachbarschft:
-ein E-bike
-eine Heckenschere
-einen Rasenmäher
repariert
Hat sich so ergeben, weil einer mal vorige Woche die gesamte
Nachbarschft zum Kaffee mit Kuchen eingeladen hat, sozusagen mein
privates repair-Cafe. Mir macht sowas Spass, wenn es sich mit kleinem
Aufwand erledigen lässt statt immer alles wegzuschmeissen und neu zu
kaufen.
Und nein, ich will die ICs nicht :-)
Sind auch alles ältere Leute, mit denen wir rel. wenig Kontakt haben,
obwohl wir nun fast 20 Jahre hier wohnen.
Schlimm fand ich, dass die sich zwar sehr drüber gefreut haben, aber
allesamt unbedingt dafür bezahlen wollten, um ja nicht in irgendeiner
"Schuld" zu stehen und sich sichtlich unwohl fühlten das nicht
"begleichen" zu dürfen.
Find ich nicht gut, dass immer alles irgendwie mit Geld aufgewogen
werden muss. Da sind wir auf keinem guten Weg, dass alles immer seinen
Preis haben muss.
Ok, heute kamen 2 Flaschen Wein und noch ein Kuchen, das ist dann auch
in Ordnung.
> Ich habe heute eine alte Oma über die Straße gebracht
Solange Du sie nicht auch noch um die Ecke gebracht hast alles gut.
Spaß beiseite, finde die Aktion gut. Schöne Idee, aber es ist leider
nichts dabei, womit ich was anfangen könnte.
Jens M. schrieb:> Nach Möglichkeit dafür etwas Gutes Tun> Z.b. jemandem der auf der Straße lebt eine warme Suppe bringen
Das ist weltfremd! Berber freuen sich über eine Flasche Wodka.
(z.B. LIDL, 0,7l, 37,5 Vol-%, 4,79€). Keinen Alkohol, wohl aber
eine warme Mahlzeit bekommen sie bei der Tafel oder einer der
vielen karitativen Organisationen.
H.Joachim S. schrieb:> Schlimm fand ich, dass die sich zwar sehr drüber gefreut haben, aber> allesamt unbedingt dafür bezahlen wollten, um ja nicht in irgendeiner> "Schuld" zu stehen und sich sichtlich unwohl fühlten das nicht> "begleichen" zu dürfen.>> Find ich nicht gut, dass immer alles irgendwie mit Geld aufgewogen> werden muss. Da sind wir auf keinem guten Weg, dass alles immer seinen> Preis haben muss.
Seh ich auch so, der Kapitalismus nagt sich leider in jede hinterletzte
Ecke der Gesellschaft.
Weihnachtsmann schrieb:> Jens M. schrieb:>> Nach Möglichkeit dafür etwas Gutes Tun>> Z.b. jemandem der auf der Straße lebt eine warme Suppe bringen>> Das ist weltfremd! Berber freuen sich über eine Flasche Wodka.> (z.B. LIDL, 0,7l, 37,5 Vol-%, 4,79€). Keinen Alkohol, wohl aber> eine warme Mahlzeit bekommen sie bei der Tafel oder einer der> vielen karitativen Organisationen.
Ich habe eine Tante, die obdachlos, aber keineswegs Alkoholikerin oder
sonst irgendwie drogensüchtig ist.
Vielleicht ist sie damit wirklich eher die Ausnahme als die Regel (ich
weiss es schlicht nicht - sie ist die einzige Obdachlose, die ich kenne,
ich habe also weiss Gott kein repräsentatives Bild von allen
Obdachlosen).
Aber schon diese eine Ausnahme genügt mir, um zu wissen, dass eben
keineswegs alle Obdachlosen Alkoholiker sind.
Zumindest in ihrem Fall ist es aber tatsächlich so, dass Hunger eher
keines ihrer Haupt-Probleme ist. Warme Mahlzeiten sind jetzt zwar eher
die Ausnahme, aber sie bekommt regelmässig nachts bei irgendeinem
Bäcker/Shop eine Tüte mit unverkauften Backwaren des Vortags geschenkt,
weit mehr als sie essen kann. Mglw. haben andere Obdachlose aber nicht
ganz so viel Glück - in gewisser Hinsicht hat sie einen leichten
"Vorteil" gegenüber anderen Obdachlosen, weil sie einerseits Frau und
andererseits schon über 75 Jahre alt ist, damit erzeugt sie mehr Mitleid
als Andere.
Ihre grössten Problem sind meinem Eindruck nach eher:
1) eine warme Schlafgelegenheit für die Nacht zu finden. Es gibt zwar
durchaus Angebote, wo Obdachlose über Nacht bleiben können. Teilweise
hat sie die auch schon genutzt, aber in aller Regel vermeidet sie so
etwas mittlerweile. Die Zustände dort scheinen üblicherweise wohl so
übel zu sein, dass sie den harten Boden irgendeines Bahnsteigs oder
einer Toilette gegenüber solchen Örtlichkeiten vorzieht. (Ein grosses
Problem ist wohl, dass man in Obdachlosenunterkünften in aller Regel
kein eigenes Zimmer hat und dort extrem viel geklaut wird)
Und wenn sie denn mal ein halbwegs warmes Plätzchen findet, wo sie sich
zum Schlafen hinlegt, dann wird sie dort nur allzu oft auch schnell
wieder vom lokalen Ordnungsdienst vertrieben. Häufig schütten auch
Jugendliche ihre Getränke über sie aus o.Ä....
Alle paar Wochen gönnt sie sich mal, in irgendeiner billigen Absteige
eine Nacht zu bleiben und in einem echten Bett zu schlafen. Aber das
geht natürlich schon finanziell nur ganz selten. Ganz davon abgesehen,
dass die meisten Hotels sie gar nicht erst aufnehmen würden.
2) Dass sie ihr gesamtes Hab und Gut immer mit sich herumschleppen muss.
Alles hängt in zig Tüten verpackt an ihrem kleinen Klappfahrrad.
Unglaublich, wie schwer dieses Fahrrad ist! Damit kommt sie unmöglich
irgendeine Treppe hoch, und in irgendein Gebäude (z.B. einen Supermarkt,
ein Geschäft, eine Behörde o.Ä.) zu gehen ist eine
Riesen-Herausforderung. Denn sie traut sich nicht, all ihr weniges Hab
und Gut unbeaufsichtigt draussen stehen zu lassen - andererseits ist man
in den allerwenigsten Lokalitäten erfreut, wenn da jemand mit einem
vollgepackten Fahrrad durch die Räume streift.
In der Praxis muss sie daher ständig ihre Sachen für ein paar Stunden
oder Tage in einem Bahnhofs-Schliessfach einschliessen, was extrem in's
Geld geht.
3) Kaum Möglichkeiten, sich mal zu duschen oder die Klamotten zu
waschen.
Fazit: Einem Obdachlosen wirklich zu helfen, ist meinem Eindruck nach
leider echt schwer. Ihnen mal was zu essen zu geben ist zwar sehr
löblich und immer besser als nichts zu tun, aber Hunger dürfte wirklich
eher eines der kleineren Probleme der meisten Obdachlosen hierzulande
sein. Aber wer will schon einen Obdachlosen über Nacht bei sich
aufnehmen, sie bei sich duschen oder die eigene Waschmaschine nutzen
lassen? Fast niemand, was ich auch gut verstehen kann...
Ich glaube, womit man vielen Obdachlosen eher helfen kann als mit etwas
zu essen oder Almosen, ganz für umme, und ohne ihn gleich bei sich
aufzunehmen o.Ä.:
Indem man sich einfach mal ein paar Minuten Zeit nimmt und mit ihnen
redet. Sich erkundigt, wie es ihnen so gut, was ihre grössten
Probleme/Sorgen sind, wie sie zu diesem Schicksal gekommen sind usw.
Ihnen einfach mal zuhört und ihnen so das Gefühl gibt, Menschen mit
einem gewissen Wert zu sein. Und nicht nur Abschaum, auf den man nur
herabschaut.
p.s.: Eine echt tolle Idee von Dir, Jens-Martin!
Joachim S. schrieb:> Indem man sich einfach mal ein paar Minuten Zeit nimmt und mit ihnen> redet.
In einer Doku wurde mal berichtet, dass sich die meisten solcher
Menschen weder Essen, Alkohol oder Zigaretten wünschen, sondern einfach
nur etwas sozialen Kontakt.
Danke erstmal für die vielen positiven Rückmeldungen.
Es ist eine Idee, wir können das gerne ausbauen. Wer etwas anzubieten
kann schickt mir eine boardmail oder stellt es selbst hier rein.
Sicher ist es keine Lösung mal jemandem einen Kaffee zu kaufen, aber es
ist eine Geste. Oft hilfreich, wenn auch nicht materiell.
Hilft es denn eine heiße Suppe zu kaufen? Nach meiner Erfahrung ja. Auch
wenn es irgendwo in der Gegend eine Tafel oder soziale Einrichtung gibt.
Es ist nicht so einfach sich da in die Schlange zu stellen. Probiert es
mal selbst, mit einem alten Mantel.
Meine Familie hat früher die alten Leute im Haus (5 stöckiges Mietshaus)
mitbekocht. Teilweise noch in der Umgebung. Das war einfach
selbstverständlich und wir Kinder haben das dann verteilt (und das
"Trinkgeld" heimlich eingesackt). Viele könne sich nicht vorstellen wie
sehr das den Alten geholfen hat ein eigenständiges Leben zu führen.
Zum Thema Menschen die auf der Strasse leben:
Es gibt einfach Unterschiede. Hobos die es nicht anders wollen.
Verwirrte die keine eigene Wohnung halten können, süchtige, vom
Schicksal geschlagene und und und.
Niemand muss sich da verantwortlich fühlen oder jemanden aufnehmen. Es
gibt keine allgemeingültige Regel. Aber warum nicht der grassierenden
Gleichgültigkeit ein klein wenig Wärme entgegen halten?
Jens M. schrieb:> Nach Möglichkeit dafür etwas Gutes Tun> Z.b. jemandem der auf der Straße lebt eine warme Suppe bringen> Oder eurer alten Nachbarin ein Essen bringen.> Oder ein paar Meisenringe raushängen
Löblich - aber
"Z.b. jemandem der auf der Straße lebt eine warme Suppe bringen"
Da gibt es viele Teestuben etc., die sich darum kümmern.
Ich bin da vielleicht etwas radikal - aber wer auf der Straße leben
möchte (in DE muss das niemand), der muss auch alleine klar kommen.
"Oder eurer alten Nachbarin ein Essen bringen."
Prima Idee, meine Erfahrung sagt mir aber es ist sinnvoller beim Einkauf
oder ggf. der Wohnungsreinigung etc. etwas zu unterstützen. Ältere
Menschen brauchen auch etwas Beschäftigung (z. B. Kochen) und fühlen
sich gerne weitgehend selbständig. Ich unterstütze eine Nachbarin bei
ihren "Behörden-Aktivitäten" - das nimmt sie gerne an. Sie weist aber
immer wieder auf ihre Selbständigkeit hin.
"Oder ein paar Meisenringe raushängen"
Mache ich - aber nur wenn Schnee liegt und es krachend kalt ist.
Ansonsten ist das "kontra-produktiv".
Ich gebe (selten - zugegeben) manchen Menschen (ich "hatte" da eine Zeit
lang einen sehr zurückhaltenden alten Mann) die nicht betteln (ich mag
keine "Berufs-Bettler"), gerne mal 20 oder 50 € in die Hand - wenn ich
meine, dass die es gut gebrauchen können. Um Peinlichkeiten zu vermeiden
drücke ich denen das einfach in die Hand und gehe weiter - ich möchte
nicht, dass jemand sich bedanken muss.
Beides (die Unterstützung der Nachbarin und vermutlich bedürftiger
Personen) gibt mir ein gutes Gefühl. Ich brauche keine Bauteile - nur
mal so, als Anregung.
Hallo
wenn du mal in einer Großstadt und noch schlimmer einer touristisch
interessanten Großstadt unterwegs warst sind dir sicher die leider
überall vorhandenen und immer gleichen "Profibettler" aufgefallen.
Auch wenn du den ÖPNV unterhalb der IC bzw. ICE Klasse nutzt sind werden
dir so einige sehr suspekte Zeitgenossen zu Augen gekommen sein bei den
man es geradezu "riechen" kann das es sich um Betrüger und Schmarotzer
handelt.
Und wenn man mit diesen Zeitgenossen mehr oder weniger regelmäßig
zusammen trifft ist es nur verständlich das man eine gewisse Vorsicht
bis zum stillen Zorn entwickelt.
Das kann natürlich nicht der verstehen der immer mit seinen eignen Auto
im "ländlichen" Umland unterwegs ist, dessen Arbeitsplatz sich in
irgendwelchen "Lummerland" Städtchen oder Gewerbegebieten befindet,
seine Einkäufer bei Discounter in der "sauberen" Heimatgemeinde tätigt
und den Rest online erledigt bzw. Urlaub und Reisen entsprechen
einrichtet.
Und wenn es jetzt auch ein wenig wie Kindergarten klingt:
Wer gibt denn den Arbeiter in der Produktion, Instandhaltung oder
Angestellten im Büroumfeld ein Trinkgeld? Niemand bzw. kommt gleich der
dumme Verdacht der Bestechlichkeit auf.
Aber auch der Ingenieur, Dr. in Irgendwas, Entwickler,LKW Fahrer im
Fernverkehr usw. bekommt "nie" ein Trinkgeld oder ein wirklich ehrlich
gemeintes Dankeschön.
"Nebenbei" haben wir auch ein Sozialsystem das niemand im Stich lässt
der sich an minimale soziale Spielregeln hält und natürlich sich hier
natürlich legal aufhält (ist aber auch nicht anders in den
Beneluxländern, Frankreich, Italien, Polen, Großbritannien ....) -
natürlich kann man dort nicht erwarten das man die gleichen
Möglichkeiten hat wie jemand der selbst sein Einkommen erwirtschaftet -
aber Obacht, Wärme und Nahrung sind auch jeden Fall gesichert.
Man muss sich halt nur an minimales soziale Regeln halten und natürlich
auf seine Rechte bestehen und darum Kämpfen.
Die Sozialämter bzw. deren Mitarbeiter kommen natürlich nicht vorbei und
suchen nach Bedürftigen.
Und das man unter diesen Bedingungen schon mal etwas kritischer ist und
damit eventuell einigen Mitmenschen unrecht antut ist halt so.
Aber ist das nicht überall so?
Und das gerade zur Weihnachtszeit auf die Tränendrüse gedrückt und
emotional besetzt an den "Brieftaschen" gezupft wird trägt bei denkenden
Menschen der Klassen welche den Karren "Staat und Sozialsystem" am
laufen halten auch nicht unbedingt zur bedingungslosen empathie bei.
Paule
Ich (m. 47) habe vor wenigen Tagen zum 2ten Mal an meiner damals (vor 23
J.) überbezahlten Faserpelzinnenjacke den Reißverschluss ersetzt und
selber eingenäht.
Direkt hat die Gesellschaft nichts davon; im Gegenteil habe ich
Reparaturnäharbeit verhindert, Textilabfallsortierarbeit verhindert,
Neuverkaufarbeit inkl. vorangehender Handelsarbeit verhindert (zumindest
für ein Kleidungsstück, nicht für den neuen Reißverschluss) und was man
sonst noch dazu aufbilanzieren will.
Ich habe gut 4h daran gesessen: auftrennen und v. Hand einnähen.
Nein, ich nähe seltener als 1x alle 2 Jahre und habe das Nähhandwerk
nicht beigebracht bekommen.
Trotzdem bin ich der Meinung dass dies eine Gute Tat meinerseits war.
Ich benötige trotzdem keines der angebotenen ICs und finde J-Ms Aktion
toll!
Hallo,
ich muss das Thema obdachlos nochmal aufgreifen weil es angesprochen
wurde.
Wodurch wird man in D obdachlos? Das ist in unserem Sozialsystem
eigentlich nicht möglich. Ich kann es mir aktuell nicht erklären,
deswegen die Frage. Man geht auf das Amt und beantragt Harz IV und der
Rest ergibt sich dann.
Veit D. schrieb:> Wodurch wird man in D obdachlos? Das ist in unserem Sozialsystem> eigentlich nicht möglich.
Wegen Leuten, die so denken, wie du, IST das leider sehr wohl möglich!
Gerade im TV gesehen: Eine Frau wird vom Mann geschlagen, flüchtet ins
Frauenhaus. Dort muss sie Logie aber selber bezahlen und da sie kein
Geld hat, muss sie raus. Nun wohnt sie im Obdachlosenaysl, kriegt keinen
Job, weil sie keine Wohnung hat und keine Wohnung, weil sie keinen Job
hat. Sie wird auf der Strasse landen.
Vor einigen Wochen kam ein Film über einen ehemaligen IBM Ingenieur aus
München, der seit 4 Jahren obdachlos ist, weil ihm gekündigt wurde und
er mit damals Ü50 keinen Job mehr bekam. Der war erst in Sozialhilfe,
dann Harz4 ohne Geld, bis sein Haus weg war. Er kriegt keine Wohnung,
weil er keinen festen Job hat. Mittlerweile kriegt er H4 kann davon aber
nichs bezahlen und Sozialwohnungen sind belegt.
Joachim S. schrieb:> Ich habe eine Tante, die obdachlos, aber keineswegs Alkoholikerin oder> sonst irgendwie drogensüchtig ist.
Sie bekommt (auf Antrag) kein H4? Ihr wird keine (kleine) Sozial-Wohnung
bezahlt?
"Hartz IV Leistungen sehen neben dem Regelsatz auch einen Anspruch auf
Übernahme der Kosten für Unterkunft und Heizkosten (KdU) nach § 22 SGB
II vor. Hierfür muss beim Arbeitslosengeld II Antrag zusätzlich die
„Anlage KdU“ ausgefüllt werden."
Du kannst ihr da nicht helfen? Das verstehe ich, ehrlich gesagt, nicht.
Joachim S. schrieb:> Aber wer will schon einen Obdachlosen über Nacht bei sich> aufnehmen, sie bei sich duschen oder die eigene Waschmaschine nutzen> lassen? Fast niemand, was ich auch gut verstehen kann...
Du - für Deine Tante - ja wohl auch nicht. Schäm Dich.
Joachim S. schrieb:> Indem man sich einfach mal ein paar Minuten Zeit nimmt und mit ihnen> redet. Sich erkundigt, wie es ihnen so gut, was ihre grössten> Probleme/Sorgen sind, wie sie zu diesem Schicksal gekommen sind usw.> Ihnen einfach mal zuhört und ihnen so das Gefühl gibt, Menschen mit> einem gewissen Wert zu sein. Und nicht nur Abschaum, auf den man nur> herabschaut.
Ohne Worte.
Veit D. schrieb:> Wodurch wird man in D obdachlos? Das ist in unserem Sozialsystem> eigentlich nicht möglich.
Natürlich ist das möglich. Suche mal in irgendeiner Großstadt nach einer
bezahlbaren Wohnung für eine 4 Köpfige Familie.
Letztes Wochenende hatte ich mal aus Neugier geguckt, was der Markt so
anbietet. Unter 1000€ Kaltmiete war in Düsseldorf nichts zu finden. Wer
kann das bezahlen?
> Man geht auf das Amt und beantragt Harz IV und der> Rest ergibt sich dann.
Ist leider nicht so einfach.
In unserem Haus wohnt ein Harz4 Empfänger. 10 Jahre lang gab es keine
Miterhöhung, dann nach Besitzer-Wechsel eine kaum überraschende um satte
15%. Er wurde vom Amt aufgefordert, sich umgehend ein günstigere
Appartment zu suchen, weil das Amt nicht mehr bereit sei, die kosten zu
tragen. Der traurige Witz dabei dar, dass die Wohnung trotz Erhöhung
immer noch viel billiger war, als alle Angebote. Letztendlich hat sein
Anwalt durchsetzen können, dass er doch bleiben darf.
Es ist schon traurig, dass man gegen manchmal den Statt klagen muss, um
nicht draußen schlafen zu müssen.
H.Joachim S. schrieb:> Schlimm fand ich, dass die sich zwar sehr drüber gefreut haben, aber> allesamt unbedingt dafür bezahlen wollten, um ja nicht in irgendeiner> "Schuld" zu stehen und sich sichtlich unwohl fühlten das nicht> "begleichen" zu dürfen.>> Find ich nicht gut, dass immer alles irgendwie mit Geld aufgewogen> werden muss. Da sind wir auf keinem guten Weg, dass alles immer seinen> Preis haben muss.> Ok, heute kamen 2 Flaschen Wein und noch ein Kuchen, das ist dann auch> in Ordnung.
Hier muss ich dir Recht geben. Es ist fast schon unmöglich jemanden
einfach so zu helfen.
Ansonsten kann ich jeden nur raten erstmal seinen eigenen Eltern mehr zu
helfen. Leider bemerkt man das meistens erst wenn es zu spät ist. Denn
während sie noch leben denkt man ja "machen wir nächsten Monat" oder so
ähnlich. Sie sind ja sowieso immer da. Im Nachhinein denkt man anders
darüber. Man hat immer das Gefühl man hat/hätte zu wenig für sie
gemacht.
Geschockter schrieb:> Veit D. schrieb:>> Wodurch wird man in D obdachlos? Das ist in unserem Sozialsystem>> eigentlich nicht möglich.>> Wegen Leuten, die so denken, wie du, IST das leider sehr wohl möglich!>> Gerade im TV gesehen: Eine Frau wird vom Mann geschlagen, flüchtet ins> Frauenhaus. Dort muss sie Logie aber selber bezahlen und da sie kein> Geld hat, muss sie raus. Nun wohnt sie im Obdachlosenaysl, kriegt keinen> Job, weil sie keine Wohnung hat und keine Wohnung, weil sie keinen Job> hat. Sie wird auf der Strasse landen.
Mit irgendwelchen RTL TV Beiträgen brauch mir keiner kommen.
Ich meinte meine Frage so. Wie kann man von Hartz IV auf der Straße
landen? Das ist eigentlich nicht möglich.
Wenn man den Job verliert, sein Vermögen aufgebraucht hat bekommt man
erstmal Hartz IV. Und wenn die Wohnfläche des eigenen Hauses oder
Wohnung nicht größer ca. 120m^2 ist muss man selbst da nicht raus. Spart
dem Amt auch Koten. Ist schlimm genug aber man landet nicht auf der
Straße.
Stefan F. schrieb:> In unserem Haus wohnt ein Harz4 Empfänger. 10 Jahre lang gab es keine> Miterhöhung, dann nach Besitzer-Wechsel eine kaum überraschende um satte> 15%. Er wurde vom Amt aufgefordert, sich umgehend ein günstigere> Appartment zu suchen, weil das Amt nicht mehr bereit sei, die kosten zu> tragen. Der traurige Witz dabei dar, dass die Wohnung trotz Erhöhung> immer noch viel billiger war, als alle Angebote. Letztendlich hat sein> Anwalt durchsetzen können, dass er doch bleiben darf.>> Es ist schon traurig, dass man gegen manchmal den Statt klagen muss, um> nicht draußen schlafen zu müssen.
Ich dachte immer die Sozialwohnungen werden vom Amt gestellt bzw.
zugewiesen. Ist dem nicht so? Das erst der Anwalt eingreifen muss ist
dagegen schon blöd. Das hätten die Mitarbeiter vom Amt auch selbst
prüfen können. Laut meiner Meinung auch müssen. Laut meines Wissens kann
das Amt niemanden rauswerfen ohne Ersatz anzubieten. Oder?
Veit D. schrieb:> Und wenn die Wohnfläche des eigenen Hauses oder> Wohnung nicht größer ca. 120m^2 ist muss man selbst da nicht raus.
Träume ruhig weiter von der heilen Welt!
Veit D. schrieb:> Ich dachte immer die Sozialwohnungen werden vom Amt gestellt bzw.> zugewiesen. Ist dem nicht so?
Offenbar nicht. Das Recht nützt nichts, wenn zu wenig Wohnungen da sind.
Zudem kann sich nicht jeder Wohnungslose einen Rechtsstreit gegen den
Statt leisten.
Kleinkinder haben auch ein Recht auf einen Kita Platz. Bedürftige
Senioren haben ein Recht auf ein Pflegeheim. Auch da herrscht Mangel.
Der Mangel führt dazu, dass betroffene ihr Recht nicht ausüben können.
> Laut meines Wissens kann das Amt niemanden rauswerfen ohne> Ersatz anzubieten.
Sie können aber die Miete kürzen und dann darf der Vermieter die Wohnung
räumen. Komm da mal gegen an, ohne Geld. Was willst du denn dagegen
machen? Ins Bürgerbüro gehen und eine Messerstecherei veranstalten? Das
hatten wir neulich Düsseldorf (es war nicht unser Hausbewohner).
Vor einigen Monaten wurden in irgendeiner Stadt (habe ich vergessen) zig
Obdachlose gewaltsam aus dem Rathaus hinaus befördert, nachdem sie
tagelang die Flure belagert hatten.
Recht haben und Recht bekommen sind in diesem Zweierlei. Recht bekommen
tun die, die ihre Interessen mir mehr Geld und Macht durchsetzen. Als
Harz4 Empfänger hast du beides nicht. Du hast Recht aber bekommst einen
Scheiß, wenn du Pech hast.
> Mit irgendwelchen RTL TV Beiträgen brauch mir keiner kommen.
Dann guck mal ARD (-Mediathek). Da wird die Wohnungsnot auch beinahe
wöchentlich thematisiert.
Hallo,
wegen der Wohnungsgröße habe ich schon anderes gehört, mehr aber auch
nicht. Ich muss aber nochmals betonen das es hier um den Fall geht das
ein Haus oder Wohnung vor Harz 4 Bezug eigenes Eigentum und selbst
bewohnt ist. Nicht das es missverstanden wird. Die Fälle sind schwierig.
Anonsten ist das natürlich alles blöd. Ich wünsche es niemanden.
Stefan F. schrieb:> Suche mal in irgendeiner Großstadt nach einer> bezahlbaren Wohnung für eine 4 Köpfige Familie.
Wozu muss ich in ner Großstadt wohnen?
In den kleineren Städten stehen massenhaft Wohnblocks leer, über Jahre.
Nochmal zum mitschreiben.
Niemand bekommt Hartz IV.
So hieß die Reform.
Man hat je nach dem Anspruch auf.
Arbeitslosengeld
Sozialhilfe
Grundsicherung
nach SGB
Man bekommt nichts in den Hals geschoben.
Die Sachbearbeiter kommen ihrer Informationspflicht in keiner Weise
nach.
Denen scheint egal zu sein ob man auf der Straße landet.(oder bleibt)
Psychisch angeschlagene können sich da auch nicht wehren.
Stefan F. schrieb:> Offenbar nicht. Das Recht nützt nichts, wenn zu wenig Wohnungen da sind.> Zudem kann sich nicht jeder Wohnungslose einen Rechtsstreit gegen den> Statt leisten.>> Kleinkinder haben auch ein Recht auf einen Kita Platz. Bedürftige> Senioren haben ein Recht auf ein Pflegeheim. Auch da herrscht Mangel.> Der Mangel führt dazu, dass betroffene ihr Recht nicht ausüben können.>>> Laut meines Wissens kann das Amt niemanden rauswerfen ohne>> Ersatz anzubieten.> Sie können aber die Miete kürzen und dann darf der Vermieter die Wohnung> räumen. Komm da mal gegen an, ohne Geld. Was willst du denn dagegen> machen?
Ein Kita-Platz ist ja auch voll vergleichbar mit einem Dach über dem
Kopf...
Der Vermieter kann die Wohnung eben nicht räumen. Es kann natürlich
sein, dass sich der Mieter einschüchtern lässt, mit dem Amt sowieso
schon Streit hat und sich dann nicht zu helfen weiß. Aber es ist
definitiv so, dass in D niemand auf der Straße leben muss.
> Ins Bürgerbüro gehen und eine Messerstecherei veranstalten?
WTF??
> Vor einigen Monaten wurden in irgendeiner Stadt (habe ich vergessen) zig> Obdachlose gewaltsam aus dem Rathaus hinaus befördert, nachdem sie> tagelang die Flure belagert hatten.
Ist auch richtig so. Das Sozialsystem funktioniert. Wenn einige wegen
eigenen Unzulängligkeiten durchs Raster fallen, weil sie zu eitel, zu
besoffen oder was auch immer sind, ist das sehr traurig. Aber man kann
deshalb nicht noch andere mit reinziehen, die Verwaltung blockieren etc.
Auch in unserer Gesellschaft gibt es einen Rest Selbstverantwortung. Das
Angebot ist da, nicht nur für HIV, auch für Entzug (ggf.),
Sozialarbeiter etc.
> Dann guck mal ARD (-Mediathek). Da wird die Wohnungsnot auch beinahe> wöchentlich thematisiert.
Ja, Wohnungsnot und Obdachlosigkeit ist natürlich das gleiche...
H.Joachim S. schrieb:> Schlimm fand ich, dass die sich zwar sehr drüber gefreut haben, aber> allesamt unbedingt dafür bezahlen wollten, um ja nicht in irgendeiner> "Schuld" zu stehen und sich sichtlich unwohl fühlten das nicht> "begleichen" zu dürfen.
Das kenne ich auch zur genüge.
Alles andere was du dazu geschrieben hast ebenso.
Gut gemacht.
MfG
Einer
Wohnungsnot ist da, keine Frage. Nicht überall, aber dennoch
grossflächig. Gemäss den Grundfesten unserer gegenwärtigen
Gesellschaftsordnung führt das ganz logisch zu steigenden Preisen.
Was mich an der ganzen Misere masslos aufregt, ist das scheinheilige
Geschwätz der Politiker. Ein Vermieter ist kein Teil des Sozialsystems,
die meisten versuchen einfach nur ihr Geld gewinnbringend oder
wenigstens werterhaltend anzulegen, das ist ja wohl legitim.
Ein Grossteil der Ursache explodierender Mieten liegt beim Staat selber.
-Geldentwertung durch Inflation bei Null oder inzwischen Minuszinsen
-ständig steigende Grund- und Grunderwerbssteuern
-z.T. irrwitzig überzogene Bauvorschriften (Dämmung, Brandschutz,
Freikauf nicht möglicher Parkflächen, barrierefreies Wohnen, Spielplätze
etc)
Und die Vögel stellen sich dann hin und verkünden vollmundig
arschkriecherisch Mietpreisbremsen und Nichtumlegbarkeit von zwangsweise
erhobenen Kosten? Klar, Vermieter sind ja alles reiche Leute, da muss
man mal ran ans Geld...
Klingt gut, bringt aber nichts
Ich kenne einige: nie wieder vermieten. Verkauf den Kram und habe deine
Ruhe.
H.Joachim S. schrieb:> Ich habe gestern in der Nachbarschft:> -ein E-bike> -eine Heckenschere> -einen Rasenmäher> Schlimm fand ich, dass die sich zwar sehr drüber gefreut haben, aber> allesamt unbedingt dafür bezahlen wollten, um ja nicht in irgendeiner> "Schuld" zu stehen und sich sichtlich unwohl fühlten das nicht> "begleichen" zu dürfen.
Naja, Deine Reparaturleistung entspricht in Neupreis mehreren
Monatsgehältern, das ist schon was anderes als mal den Müll runtertragen
und dafür due Blumen gegossen bekommen.
Daß viele hier wesentlich leichter die drei Sachen reparieren könnten
als einen Kuchen zu backen muß ja keiner von den Nachbarn wissen. ;)
F. F. schrieb:> Jens M. schrieb:>> Oder ein paar Meisenringe raushängen>> Das bitte nicht. Erst nach 14 Tagen Schnee.
Es wird schon immer empfohlen, deutlich vor dem ersten Schnee mit dem
Füttern anzufangen, damit sich die Vögel an die Standorte gewöhnen. Und
nicht erst hungrig im hüfthohen Schnee durch die Gegend stapfen müssen.
Meinen Nistkasten belegen sie auch schon seit Oktober fürs nächste Jahr.
Ich vermute, die haben einen Instinkt, wie man Siebenschläfer vertreibt.
Mit dem Insektensterben kann man auch ganzjährig füttern, wenn man
überhaupt noch irgendwelche Vögel außer Stadttauben sehen will.
Ohne die Bauteile zu wollen:
Ich halte einmal im Quartal in einem Altenwohnheim einen Zeichen- und
Malkurs. Die alten Bewohner freuen sich wie Bolle auf mich!
Vor Weihnachten im Dezember spende ich seit Jahren den Betrag, den ich -
da aus der Kirche ausgetreten - an Kirchensteuer spare, einem
Kinderhospitz.
Zählt das als gute Tat?
Jens M. schrieb:> Hilft es denn eine heiße Suppe zu kaufen? Nach meiner Erfahrung ja. Auch> wenn es irgendwo in der Gegend eine Tafel oder soziale Einrichtung gibt.> Es ist nicht so einfach sich da in die Schlange zu stellen. Probiert es> mal selbst, mit einem alten Mantel.
Also ich finde es ja toll, dass Du so sozial denkst und hier auch andere
dazu aufrufen möchtest. Aber sich in "einem alten Mantel" an der Tafel
anzustellen um zu erleben wie das ist - das halte ich für Geschwurbel.
Hat dein Belohnungssystem ob der guten Resonanz in diesem Thread leicht
übergeschäumt?
Ralph S. schrieb:> Ohne die Bauteile zu wollen:>> Ich halte einmal im Quartal in einem Altenwohnheim einen Zeichen- und> Malkurs. Die alten Bewohner freuen sich wie Bolle auf mich!>> Vor Weihnachten im Dezember spende ich seit Jahren den Betrag, den ich -> da aus der Kirche ausgetreten - an Kirchensteuer spare, einem> Kinderhospitz.>> Zählt das als gute Tat?
Ja :-)
Das Wichtigste, das ich bei der Tafel und den Geschichten, die mir dort
erzählt werden, bisher gelernt habe: Wir müssen viel mehr aufeinander
achten.
Es kann doch nicht sein, dass der wesentliche soziale Kontakt der Woche
die Essensausgabe der Tafel ist.
Also ich bin ja dafür das Jens die Bauteile behält. Denn dieser Thread
ist in sich schon die größte Gute Tat!
Durch die tollen Themen wie soziale Ungerechtigleit und jetzt auch noch
die besten Vogelfütter Tips werden eine Menge Forenrentner tagelang
beschäftigt sein. Dazu noch die unzählige Mitleser die durch die
Diskussionen und Wortwechsel unterhalten werden.
Wenn jetzt noch jemand ein technischen Thema mit potential wie: "Kicad
vs Eagle" oder "Wieso ist Linux so kompliziert" anspricht, könnte der
Thread weit über das Wochenende hinaus unterhalten.
> Wenn jetzt noch jemand ein technischen Thema mit potential wie: "Kicad> vs Eagle" oder "Wieso ist Linux so kompliziert" anspricht, könnte der> Thread weit über das Wochenende hinaus unterhalten.
Windows ist wie Politik: asozial und ohne echte Freunde, höchstens
(Zwangs-)Followers.
Linux mag wenige Freunde haben, jedoch handverlesene von höchster Güte!
:-P
Wollvieh W. schrieb:> Es wird schon immer empfohlen, deutlich vor dem ersten Schnee mit dem> Füttern anzufangen, damit
Woher hast du dein profundes Wissen?
Du scheinst dich ja richtig auszukennen.
Karl K. schrieb:> Wozu muss ich in ner Großstadt wohnen?
Zum Beispiel, um nahe bei der Arbeit und pflegebedürftigen Angehörigen
zu wohnen.
Angesichts der gesparten Fahrkosten und Zeit nehme ich kleinere Räume zu
höheren Kosten gerne in Kauf. Aber alles hat Grenzen des Machbaren.
Edson schrieb:> Hat dein Belohnungssystem ob der guten Resonanz in diesem Thread leicht> übergeschäumt?
Was hab ich denn groß gemacht? Eine Idee, schnell umgesetzt, mehr nicht.
Die schönen Berichte haben andere beigetragen, hier in dieser kleinen
Ecke in einem kleinen Thread.
Vielen Dank dafür, auch für die vielen positiven Berichte.
Ich glaube auch das Matthäus 6.1
"Habt aber acht, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht übt vor den Leuten,
um von ihnen gesehen zu werden"
durch die Anonymität des Internets nicht berührt wird
In diesem Sinne euch allen eine schöne Adventszeit.
Ich habe soeben meinen Teller mit Gemüse brav aufgegessen.
Die Bauteile will ich trotzdem nicht haben, mir reicht es, wenn morgen
schönes Wetter sein wird.
Leute,
viele der genannten gesellschaftlichen Probleme sind darauf
zurückzuführen, dass wir viel zu viel Technik haben. Vor allem ein
Missbrauch von Technik.
Allem voran die modernen Pixeldrogen.
Und wir retten die Welt nicht durch noch mehr Technik.
Dumm ist nur, dass bei dem aktuellen Wirtschaftssystem das Geld dorthin
fliesst, wo es sich am schnellsten vermehrt. Und in dieser übersättigten
Gesellschaft hoffen viele in der Technik auf letzte Wachstums-Ressorts.
Ich selbst als Anhänger einer Suffizienzgesellschaft freue mich, dass
ich am Wochenende die 24-Monate Verlängerung meines DSL-Vertrags
erledigt habe, und dabei von 30 EUR/Monat auf 22,50 EUR runtergekommen
bin - bei gleicher Geschwindigkeit. 50 MBit reicht mir, auch wenn es
mittlerweile 250MBit an meinem Wohnsitz gibt. Das gesparte Geld gebe ich
lieber im Bio-Bistro für Öko-Kaffee aus als es einem großen Konzern in
den Rachen zu werfen.
Ich habe mein Leben entschleunigt, indem ich mir eine 24-Stunden Woche
verordnet habe. So bleibt auch viel Zeit für anderes. Und ich freue
mich, dass es mir so gut geht, seitdem ich aus der Entwicklung draussen
bin - als Technologie-Berater verdient sich das Geld eh viel
stressfreier.
Findet euren Frieden mit der Welt - aber bitte nicht nur in der
Weihnachtszeit.
Ich bin auch seit einiger Zeit in einem Repaircafé aktiv.
Ich muss dabei aber sagen, dass es hier in der Gegend hauptsächlich
nur die Klientel anspricht, die zerschossene Küchenmixer oder
Bügeleisen für 19,95EUR Neupreis repariert haben möchte.
Geräte, die beim blossen Aufschrauben (wenn man es denn überhaupt kann)
immer noch weiter zerbröseln.
Und wer einem Obdachlosen was gutes tun will:
Nicht unbedingt irgendwas kaufen,
sondern solche Leute einfach nur sehen und wahrnehmen.
Die "Unsichtbarkeit" ist das,
was den Leuten am meisten an die Nieren geht.
Jens M. schrieb:> Edson schrieb:>> Hat dein Belohnungssystem ob der guten Resonanz in diesem Thread leicht>> übergeschäumt?>> Was hab ich denn groß gemacht? Eine Idee, schnell umgesetzt, mehr nicht.
Nix Schlimmes, keine Angst. Ich meinte Deinen Vorschlag man solle sich
"im alten Mantel" an der Tafel anstellen um mal zu sehen wie das ist.
Den Vorschlag finde ich einfach total übertrieben und respektlos
gegenüber den Menschen, die dort hingehen müssen.
Um zu helfen muss man sich nicht verkleiden.
> Die schönen Berichte haben andere beigetragen, hier in dieser kleinen> Ecke in einem kleinen Thread.> Vielen Dank dafür, auch für die vielen positiven Berichte.>>> Ich glaube auch das Matthäus 6.1> "Habt aber acht, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht übt vor den Leuten,> um von ihnen gesehen zu werden">> durch die Anonymität des Internets nicht berührt wird
... (ich atme einfach nur durch - Ommmmmm)
>> In diesem Sinne euch allen eine schöne Adventszeit.
Jaja, wünsche ich doch auch ;)
F. F. schrieb:> Wollvieh W. schrieb:>> Es wird schon immer empfohlen, deutlich vor dem ersten Schnee mit dem>> Füttern anzufangen, damit>> Woher hast du dein profundes Wissen?> Du scheinst dich ja richtig auszukennen.
Es gibt viele verschiedenen Meinungen dazu.
Aber mittlerweile wird von vielen auch Durchfütterung empfohlen. Bedingt
durch das Insektensterben finden viele Arten nicht mehr genug Insekten,
um ihre Jungen (diese erhalten ausschließlich Insekten) zu füttern und
sich selbst zu versorgen. Während der Brutzeit können sich die adulten
Tiere so von Körnern etc. ernähren und die Insekten komplett verfüttern.
Chris D. schrieb:> F. F. schrieb:>> Wollvieh W. schrieb:>>> Es wird schon immer empfohlen, deutlich vor dem ersten Schnee mit dem>>> Füttern anzufangen, damit>>>> Woher hast du dein profundes Wissen?>> Du scheinst dich ja richtig auszukennen.>> Es gibt viele verschiedenen Meinungen dazu.>> Aber mittlerweile wird von vielen auch Durchfütterung empfohlen.
Vielleicht könnte der Uhu mal etwas dazu sagen? Als Fachmann
sozusagen.
Stefan F. schrieb:> Zum Beispiel, um nahe bei der Arbeit und pflegebedürftigen Angehörigen> zu wohnen.
Es ging um Hartz-4 Empfänger die sich keine Wohnung in der Großstadt
leisten können.
Chris D. schrieb:> Während der Brutzeit können sich die a---> Tiere so von Körnern etc. ernähren und die Insekten komplett verfüttern.
Nur machen die das nicht, und die Jungen werden dann krank.
Die Spatzen fressen hier schon im Sommer regelmäßig die Sonnenblumen und
den Zuckermais leer, da muss ich die nicht noch durchfüttern. Und die
Meisen sind im Sommer im Wald, die kommen nur im Winter zum Futter.
Wenn ihr den Vögeln im Sommer was Gutes tun wollt, pflanzt Blühpflanzen
für Insekten, schmeisst an jede Ecke wo geht Phacelia, Borretsch,
Luzerne, rodet die Thujahecken und pflanzt ordentliche Sträucher.
Muhaha. "Der Beitrag scheint Spam zu enthalten: "a---"" Ernsthaft?
Wollvieh W. schrieb:> Mit dem Insektensterben kann man auch ganzjährig füttern, wenn man> überhaupt noch irgendwelche Vögel außer Stadttauben sehen will.
Letztes Jahr im Sommer, da stand ich mal spät in der Nacht draußen auf
der Straße und habe nichts gehört.
Nicht dass ich taub wäre, nein ... die Leute hier auf dem Dorf gehen
erst mal früh schlafen und außerdem hat man weder Insekten noch irgend
welche Vögel gehört. Es war zu dem Zeitpunkt auch absolut windstill.
Eigentlich höre ich sogar Flöhe husten, aber zu dem Zeitpunkt habe ich
mich gefühlt als stände ich im Vakuum des Raums.
Als ich in dem Zeitraum mal einen Igel retten wollte hatte ich ja auch
die ganze Gegend nach Würmern, Käfern oder irgend welchen Insekten
durchsucht und Löcher in die Erde (an einigen Stellen in der Gegend
hier) gebuddelt ... und nichts gefunden. Rein gar nichts.
Unter meinem Kompost befand sich aber ein Hort an Insekten und Würmern,
weil ich auch genügend Wasser mit hoch schütte damit er nie austrocknet.