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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wechsel von IGM in Mittelstand


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von Testing (Gast)


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Hier wird ja häufig über die Vorteile von IG-Metall diskutiert. Was sind 
denn die Vorteile wirklich wert?

Ab welchem Gehaltsbonus, bzw. Karriereschritt würdet ihr eine ein 
kleineres Unternehmen außerhalb der IGM wechseln?

von A. S. (achs)


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IGM bietet (guten) Ingenieuren nach einiger Zeit tarifende (100k@35h) 
und Beamtenmentalität. Zudem meist mit 55-60 Jahren irgendwelche Modelle 
um in die Rente zu gleiten.

Ein freiwilliger Wechsel in die Privatwirtschaft ist nur dann zu 
empfehlen, wenn Du etwas bewegen willst oder Aussicht auf Anteile hast. 
Oder der Job passt einfach super (Entfernung, Kollegen, Branche, 
Reputation) und Geld ist Dir nicht so wichtig oder nicht mehr so sicher.

von Rudi Radlos (Gast)


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Wenn Du schon mal bei kleinem Privaten gearbeitet hast, würdest Du die 
Sicherheit einer größeren IGM-Firma mit Tarifvertrag mehr zu schätzen 
wissen.

von Autor (Gast)


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A. S. schrieb:
> Beamtenmentalität

Leute mit Beamtenmentalität kommen nie (bzw. fast nie) auf die 100k, und 
wenn doch, sind es genau diese Leute die den Laden so lahmlegen, dass 
nach ein paar Jahren die ganze Business Unit verkauft werden muss.

Dann gehts wieder los: Mimimimimi, ich bin 50 Jahre alt und mich will 
keiner mehr, aber fortgebildet und mir den Arsch aufgerissen habe ich 
mich die letzten 20 Jahre auch nicht.

von Manfred (Gast)


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Autor schrieb:
> Leute mit Beamtenmentalität kommen nie (bzw. fast nie) auf die 100k, und
> wenn doch, sind es genau diese Leute die den Laden so lahmlegen, dass
> nach ein paar Jahren die ganze Business Unit verkauft werden muss.

Quatschkopp! Es sind eher die Jungingenieuere, denen ihre Brut wichtiger 
als Qualitätsarbeit ist, die den Laden umbringen.

Die paar Alten, die noch gewissenhaft arbeiten, werfen dann aus Frust 
hin und gehen vorzeitig in Rente.

von Autor (Gast)


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Manfred schrieb:
> Die paar Alten, die noch gewissenhaft arbeiten, werfen dann aus Frust
> hin und gehen vorzeitig in Rente.

Genau diese Art von Leuten zähle ich nicht zu Leuten mit 
Beamtenmentalität. Es gibt genug Leute die wie du sagst ausgezeichnete 
Arbeit leisten, deswegen auch das verdiente Gehalt. Gleichermaßen gibt 
es aber auch Leute die es sich auf dem Sessel bequemt gemacht haben und 
weniger Leistung bringen. Genau diese Zielgruppe beschrieb ich mit 
meinem obigen Beitrag.
Die von dir beschriebenen Mitarbeiter haben keine Probleme einen neuen 
Job zu finden (Höchstens mit etwas Abstrichen beim Gehalt).

von Wende 2.0 (Gast)


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Autor schrieb:
> Dann gehts wieder los: Mimimimimi, ich bin 50 Jahre alt und mich will
> keiner mehr, aber fortgebildet und mir den Arsch aufgerissen habe ich
> mich die letzten 20 Jahre auch nicht.

Die alten Säcke muss man schnellstens los werden.

von A. S. (achs)


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Autor schrieb:
> A. S. schrieb:
>> Beamtenmentalität
>
> Leute mit Beamtenmentalität kommen nie (bzw. fast nie) auf die 100k,

Komplett zitieren:

A. S. schrieb:
> IGM bietet (guten) Ingenieuren nach einiger Zeit

von Qwertz (Gast)


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Testing schrieb:
> Hier wird ja häufig über die Vorteile von IG-Metall diskutiert.
> Was sind
> denn die Vorteile wirklich wert?

Das musst du selbst wissen, was sie dir wert sind. Mir sind sie 
jedenfalls sehr viel wert. Das Gesamtpaket ist einfach spitze, nicht nur 
das Gehalt.

> Ab welchem Gehaltsbonus, bzw. Karriereschritt würdet ihr eine ein
> kleineres Unternehmen außerhalb der IGM wechseln?

Niemals würde ich das freiwillig tun, da wäre ich auch schön blöd. Ich 
ramme mir ja auch kein Messer ins Bein oder fahre in Gegenrichtung auf 
die Autobahn.

von IGMNö (Gast)


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Das ist stark von der Person abhänig, aber große Konzerne sind eben 
tendenziell langsam, bürokratisch und jetzt nicht gerade dafür bekannt, 
dass man zu viel schuften muss. Ich kann das auch aus eigener Erfahrung 
unterschreiben, mir ist das zu starr und ich fühle mich in solch einem 
Umfeld unwohl. Das liegt daran das ich vom Typ auch sehr unangepasst 
bin, ich brauche die Herausforderung und Sicherheit ist mir nicht so 
wichtig. Dafür verzichte ich dann auch auf die 10k Gehalt und habe dafür 
Gestaltungsspielraum und nicht diese Beamtenmentalität um mich herum. 
Weniger Bullshit, Meetings und mehr "Machen".

von Qwertz (Gast)


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IGMNö schrieb:
> ich brauche die Herausforderung und Sicherheit ist mir nicht so wichtig.

Das ändert sich meist mit den Jahren im Beruf. Dann sucht man nicht mehr 
so die Herausforderung und Sicherheit wird immer wichtiger.

von 0xCAFE (Gast)


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IGMNö schrieb:
> Das ist stark von der Person abhänig, aber große Konzerne sind eben
> tendenziell langsam, bürokratisch und jetzt nicht gerade dafür bekannt,
> dass man zu viel schuften muss. Ich kann das auch aus eigener Erfahrung
> unterschreiben, mir ist das zu starr und ich fühle mich in solch einem
> Umfeld unwohl. Das liegt daran das ich vom Typ auch sehr unangepasst
> bin, ich brauche die Herausforderung und Sicherheit ist mir nicht so
> wichtig. Dafür verzichte ich dann auch auf die 10k Gehalt und habe dafür
> Gestaltungsspielraum und nicht diese Beamtenmentalität um mich herum.
> Weniger Bullshit, Meetings und mehr "Machen".

Als jemand der sowohl beim Zulieferer mit unter 10k MA als auch beim 
Konzern mit über 100k MA sowohl im Inland als auch Ausland gearbeitet 
hat, kann ich bestätigen, dass es nicht wenig Leute wie dich gibt.

Wer braucht die Sicherheit denn schon? Doch nur Leute, die ewig im 
gleichen Ort bleiben wollen oder nur durchschnittlich begabt sind. 
Hochbegabte, die örtlich flexibel sind, lassen sich selbst in KMU oft 
ein Spitzengehalt wie 110k bezahlen, haben Spaß an der Arbeit und 
erzählen vom Gehalt nur keinem, während 90% der Konzern-Stellen mehrere 
Wochen und teilweise Monate Meetings über eine Änderung im Code 
philosopieren, die einen Entwickler nur einen halben Tag Arbeit kosten 
würde.

ABER: Es gibt auch im Konzern Stellen, wo noch selbst programmiert wird. 
Also selbst das lässt sich nicht pauschalisieren. Nicht viele Stelle, 
aber die Anzahl hat in den letzten Jahren wieder zugenommen.

Qwertz schrieb:
> Das ändert sich meist mit den Jahren im Beruf. Dann sucht man nicht mehr
> so die Herausforderung und Sicherheit wird immer wichtiger.

Nicht bei jedem. Wer mit hohen Sparraten und guten Investments bereits 
frühzeitig in "Rente" gehen könnte, sucht gerade dann das Risiko im Job. 
Führungspositionen sind in der Regel auch auf einige Jahre begrenzt und 
werden je nach Wirtschaftslage oder Performance vielleicht nicht 
verlägert. Aber falls man dann über das Vitamin B nichts neues findet, 
legt man sich halt an einen schönen Strand.

von Qwertz (Gast)


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0xCAFE schrieb:
> Wer mit hohen Sparraten und guten Investments bereits frühzeitig in
> "Rente" gehen könnte, sucht gerade dann das Risiko im Job.

Das ist so nicht richtig. Auf mich trifft ersteres zu, aber ich suche 
auf gar keinen Fall das Risiko im Job.

von Goofy (Gast)


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Manfred schrieb:
> Quatschkopp! Es sind eher die Jungingenieuere, denen ihre Brut wichtiger
> als Qualitätsarbeit ist, die den Laden umbringen.

Ja genau. Scheiß Brut immer. Hat bei Dir wohl nicht geklappt, wa? 
Evolutionär versagt. Armer Manfred.

von 0xCAFE (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Das ist so nicht richtig. Auf mich trifft ersteres zu, aber ich suche
> auf gar keinen Fall das Risiko im Job.

Was ist denn die Motivation hinter deiner Arbeit, wenn du es finanziell 
nicht nötig hast und laut eigener Aussage keine Wunder vollbringst? Ob 
da 9 oder doch nur 8 Leute in den Meetings sitzen ist dann auch Wurscht.

Nimmst du aber das Risiko in Kauf mit gestiegener Verantwortung 50% mehr 
zu verdienen, dann kannst du richtig etwas bewegen. Klappt es nicht, 
auch egal, es kommt ja auch so genug rein. Das wäre eine Art besserer 
bzw. noch früherer Abgang, denn spätestens mit 50 genieße ich die 
gewonnene Freizeit ohnehin.

von F. B. (finanzberater)


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Qwertz schrieb:
> Das ändert sich meist mit den Jahren im Beruf. Dann sucht man nicht mehr
> so die Herausforderung und Sicherheit wird immer wichtiger.

Wer für seine finanzielle Sicherheit auf einen Job angewiesen ist, der 
ist eigentlich ein armer Wurm.

von F. B. (finanzberater)


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0xCAFE schrieb:
> Qwertz schrieb:
>> Das ist so nicht richtig. Auf mich trifft ersteres zu, aber ich suche
>> auf gar keinen Fall das Risiko im Job.
>
> Was ist denn die Motivation hinter deiner Arbeit, wenn du es finanziell
> nicht nötig hast und laut eigener Aussage keine Wunder vollbringst?

Gute Frage. Er könnte angeblich schon in Rente gehen, schiebt aber 
trotzdem eine 40-Stundenwoche und Überstunden, um noch mehr Geld zu 
verdienen. Da kann doch nur ein psychisches Problem dahinter stecken.

von Udo S. (urschmitt)


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Autor schrieb:
> nd mir den Arsch aufgerissen habe ich
> mich die letzten 20 Jahre auch nicht.

Steht in deinem Arbeitsvertrag du sollst dir den Arsch aufreissen?
In meinem nicht, ich bin kein Sklave sondern Angestellter. Mein AG 
kriegt gute Arbeit solange er gut dafür bezahlt. Nicht mehr und nicht 
weniger.

Mach mal ein Bild von deinem aufgerissenen A... wie sieht sowas aus?

von Pralle Paula (Gast)


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Die Beamtenmentalität in Konzernen stimmt mehr oder weniger schon, aber 
dass es langweilig ist und man selber nicht entwickelt stimmt so nicht.
Es kommt darauf an, wo du arbeitest.
Lastenheftverwalter beim OEM kann langweilig sein, Softwareentwickler 
bei Nvidia ist mit das spannendste in der Branche.

von Qwertz (Gast)


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F. B. schrieb:
> Gute Frage. Er könnte angeblich schon in Rente gehen, schiebt aber
> trotzdem eine 40-Stundenwoche und Überstunden, um noch mehr Geld zu
> verdienen. Da kann doch nur ein psychisches Problem dahinter stecken.

Ja, ein sehr "schwerwiegendes" psychisches Problem: mir macht mein Job 
Spaß, es ist wie eine Art Hobby, das auch noch sehr gut bezahlt wird.

F. B. schrieb:
> Wer für seine finanzielle Sicherheit auf einen Job angewiesen ist, der
> ist eigentlich ein armer Wurm.

Also sind über 95% aller Erwachsenen unterhalb der Rentenaltersgrenze 
arme Würmer? Die wenigsten Menschen können ausschließlich von Vermögen 
leben.

von Bürovorsteher (Gast)


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Ein interessanter Disput:
(Eine spitze Klammer: das ist Qwertz)

> > Hier wird ja häufig über die Vorteile von IG-Metall diskutiert.
> > Was sind
> > denn die Vorteile wirklich wert?

> Das musst du selbst wissen, was sie dir wert sind. Mir sind sie
> jedenfalls sehr viel wert. Das Gesamtpaket ist einfach spitze, nicht nur
> das Gehalt.

> > Ab welchem Gehaltsbonus, bzw. Karriereschritt würdet ihr eine ein
> > kleineres Unternehmen außerhalb der IGM wechseln?

> Niemals würde ich das freiwillig tun, da wäre ich auch schön blöd. Ich
> ramme mir ja auch kein Messer ins Bein oder fahre in Gegenrichtung auf
> die Autobahn.

Und jetzt die große Gewissensfrage an Qwertz:
Bist du gewerkschaftlich organisiert und stellst dich beim Streik mit 
der roten Trillerpfeife vor das Werktor? Oder bist du ein 
Trittbrettfahrer, der die Prolls und Werker für dein gutes Gehalt und 
entsprechende Arbeitbedingungen rotieren lässt und sich zurücklehnt und 
die Ergebnisse der nächsten Tarifrunde abwartet?
Nur so aus Interesse, da ich einem meiner früheren Leben mal 
Vertrauensmann war.

von Qwertz (Gast)


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Bürovorsteher schrieb:
> Und jetzt die große Gewissensfrage an Qwertz:
> Bist du gewerkschaftlich organisiert

Nein. Ich bin, wie du es so schön formulierst, Trittbrettfahrer. Ich 
wäre durchaus bereit, etwas Geld einzubringen, aber ganz ehrlich sind 
mir 1% vom Bruttoeinkommen zu teuer. Streiken würde ich durchaus, nur 
ist der kurzfristige Effekt bei einem Ingenieursarbeitsplatz sehr 
überschaubar, nicht zu vergleichen mit beispielsweise stillstehenden 
Montagebändern.

von Bürovorsteher (Gast)


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Danke für die ehrliche Antwort, die ich, ausgehend von meinen 
Vorurteilen, auch nicht anders erwartet hätte.

von Kunz (Gast)


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Goofy schrieb:
> Ja genau. Scheiß Brut immer. Hat bei Dir wohl nicht geklappt, wa?
> Evolutionär versagt. Armer Manfred.

Vor allem scheiß Weiber! Denen sollte man kein Geld geben. Da Zahl ich 
mit Freuden lieber mehr Steuern.
Sehr gute Einstellung, Manfred!

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