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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Restwert von Spritzgusswerkzeugen


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von Bernd (Gast)


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Hallo,

ich habe 3 recht neue Spritzgusswerkzeuge, die nicht mehr benötigt 
werden. zusammen wiegen sie etwa 1000 kg. Mein Spritzgießer würde mir 
nun den reinen Materialwert abzüglich Abwicklungskosten berechnen. Das 
Wären ca. 120€ - 75€ = 45€

Ich hatte gehofft, dass Teile der Werkzeuge wiederverwendet werden 
können und deshalb mehr wert sind, als der reine Materialwert. Meine 
Frage ist nun, ob das so üblich ist, dass nur der Materialwert angesetzt 
wird?

von Dirk L. (garagenwirt)


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Was erwartest du denn?
Die Zeitung von gestern ist heute auch nur noch Altpapier.
Deine Spritzwerkzeuge sind mit hoher Wahrscheinlichkeit so speziell, da 
wird kein anderer mehr Verwendung für haben--->Schrottkiste!
Sollte natürlich mit den Spritzwerkzeugen mal die Käse-Ecke von Beuys 
hergestellt worden sein.... Na dann Glückwunsch, du hast deine Million

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Soweit mir bekannt hängt das stark von den Werkzeugen selbst ab. Es gibt 
welche mit Wechselnestern usw. Und wenn Platten wenig bearbeitet sind, 
dann kann man die durchaus für weitere Werkzeuge verwenden. Ist ja alles 
genormt.

€45 für 1000kg finde ich aber frech - da kriege ich ja hier vom Schrotti 
für 08/15-Baustahl das Fünffache.

Und der Werkzeugstahl ist üblicherweise deutlich hochwertiger. Gerade 
wenn Du das Werkzeug sauber zerlegst und sortenrein ablieferst, steigt 
der Preis meist nochmal deutlich.

Am besten: Bilder :-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Sebastian S. (amateur)


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Vielleicht bekommst Du direkt beim Schrotty mehr.

An so einer Form ist praktisch alles für den gewünschten Artikel, bzw 
die verwendete Maschine, gemacht.

Das ausgießen des "Lochs" ist auch nicht praktikabel.

Also bleibt nur noch das Material übrig.

von Bernd (Gast)


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Danke für eure Einschätzung. Hatte mir schon gedacht, dass ich nicht 
mehr tausende Euro bekommen werde, aber ein paar hundert wären ja nett 
gewesen...

von MaWin (Gast)


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Bernd schrieb:
> Ich hatte gehofft, dass Teile der Werkzeuge wiederverwendet werden
> können

Werkzeug aus Normalien kann zur Rückgewinnung dieser Normteile wertvoll 
sein, bei deiner geringen Nutzung dürften die Teile fast Neuwert haben.

Ist alles proprietär bearbeitet, also kein einziges Teil mehr 
weiterverwendbar für eine andere Form, hat es nur noch Schrottwert.

Gerade diese spezifisch bearbeiteten Formteile (auch der Rest nach Abbau 
der Normteile) schmeisst man aber nicht weg, sondern lagert sie, denn 
irgendwann kommt ihr Tag...

von Lona (Gast)


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Wenn das "Hartmetall" ist, so sehe ich da gerade 7500 Euro pro Tonne O_o

von Nick M. (muellernick)


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Google einfach nach "Schrottpreis".
Du bekommst nicht viel mehr als 100 € / Tonne bei Stahl. Und wenn du zum 
Schrotti fährst, eher nur 60 €.
Und wegen einer Tonne holt dir das keiner ab. Du musst also selber 
losfahren. Insofern sind die 120 € gut, die Abwicklungskosten aber eher 
nicht. :-)

Sammle Kupfer, Messing und Alu, das lohnt sich.

von MaWin (Gast)


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Lona schrieb:
> Wenn das "Hartmetall" ist, so sehe ich da gerade 7500 Euro pro
> Tonne O_o

Hartmetall als Spritzgusswerkzeug, klar doch.

Youtube-Video "Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten"

von Georg (Gast)


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Unbedingt aufbewahren für das Firmenmuseum. Wir haben hier ein Museum 
der Wandel & Goltermann Geschichte, die mussten vieles mühsam 
zusammensuchen.

Georg

von Alex (Gast)


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Moin,

Würde die noch brauchbaren Normteile auch für's nächste Werkzeug 
aufheben und den Rest zum Schrotthändler bringen. Dass der 
Werkzeugmacher lieber ein neues Werkzeug verkauft und am Schrott nochmal 
Gewinn macht wird heute auch keinen mehr wundern...

schönen Gruß,
Alex

von Werner M. (werner-m)


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Versuchs bei Ebay. Ich habe mir vor Ewigkeiten eine alte Spritzguss 
Maschine gekauft und war froh das ich eine Form für wenig Geld zum 
testen dazu kaufen konnte.
Zum testen der Maschine und für erste erfolge absolut zu empfehlen.

von Tek (Gast)


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Alex schrieb:
> Würde die noch brauchbaren Normteile auch für's nächste Werkzeug
> aufheben und den Rest zum Schrotthändler bringen.

Das Problem beim Werkzeugbauer ist halt: Was soll er mit den gebrauchten 
Teilen denn machen. Der nächste Kunde wird sich freuen wenn er eine neu 
Form mit gebrauchten Teilen bekommt.

Und selbst wenn man die selber als Ersatzteile behält, ich würde nicht 
riskieren bei einem XXk€ teuren Werkzeug wegen ein paar hundert Euro 
gebrauchte Teile einzubauen und dann einen Fertigungsausfall zu 
riskieren weil eins vielleicht doch nicht mehr ganz so frisch war.

von Sascha S. (dec)


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MaWin schrieb:
> Lona schrieb:
>> Wenn das "Hartmetall" ist, so sehe ich da gerade 7500 Euro pro
>> Tonne O_o
>
> Hartmetall als Spritzgusswerkzeug, klar doch.
>
> Youtube-Video "Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten"

Hallo,

unsere Werkzeuge für die Serienproduktion haben Einsätze aus Hartmetall 
um dem Verschleiß bei abrasiven (gefüllten) Werkstoffen zu vermindern. 
Das gibt es also durchaus. Das eigentliche Werkzeug ist natürlich aus 
normalem Werkzeugstahl.
Ich gehe zwar nicht davon aus, dass in den Werkzeugen des TOs Hartmetall 
zum Vorschein kommt, aber ganz von der Hand zu weisen ist das natürlich 
nicht. Vielleicht kommen da auch andere "Schmankerl" wie ein 
Heißkanalverteiler oder ähnliches zum Vorschein.

Viele Grüße
Sascha

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