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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Kleine krumme Welle richten


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von Kaputt (Gast)


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Hallo, ich habe eine da 8 cm lange Welle mit einem Durchmesser von 4 mm.

Die ist leider krumm. Welches Werkzeug für eine Kleindrehbank bracht man 
dazu?

Also wie heißt es und wo kann man das kaufen?

Vielen Dank für die Recherchen..

von Udo S. (urschmitt)


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Eine 500mm lange 4mm Durchmesser Welle aus Silberstahl kostet dich 2,50
https://www.voelkner.de/products/115232/Reely-Silberstahl-Welle-x-L-4mm-x-500mm.html

Lohnt sich da wirklich ein Richtversuch? Der ist soweit ich weiß nicht 
so trivial.

von Kaputt (Gast)


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Ich weiß das es geht und benötige nur das Werkzeug dazu.

Die Welle ist nämlich nicht nackt, da ist das richten die schnellste und 
beste Lösung.

von Blockaufdreher (Gast)


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Als Profibastler ;) mit Drehbank würde ich:
- erstens die Welle möglichst satt einspannen, d.h. 8mm Spannzange 
(nicht Dreibackenfutter)
- dann Fingerspitzengefühl ggfs. mit Beihilfe des MS- oder Pb-Hammers,
Und zur Kontrolle:
- Fühlhebelmessuhr, zur Kontrolle des Rundlaufs.

Add Magic... YMMV.

Sollte ein Knick in der Welle zwischen z.b. Zahnräder oder sonst 
aufgeschrumpften "Knubbels" sein, sodass nicht bis zum Knick eingespannt 
werden kann, ist vllt. eine Lünette hilfreich.

Ich hoffe dass deine Welle tatsächlich aus einem duktilen/biegbaren 
Werkstoff ist...

von MaWin (Gast)


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Kaputt schrieb:
> Welches Werkzeug für eine Kleindrehbank bracht man dazu?

Du HAST eine Drehbank ?

Dann im wesentlichen ein Puppitast Fühlerhebemessgerät mit Stativ

Damit kannst du messen wo sie in welche Richtung krumm ist und wie weit 
sie noch gerade ist also eingespannt wird.

Aber letztlich reicht auch eine ebene Platte, da sieht man am Buckel der 
Welle das Licht durchscheinen.

Zum AUSWUCHTEN brauchst du aber nur 2 absolut waagerechte Auflagen als 
Lager.

von Henrik V. (henrik_v)


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Schau Dir mal eine Pfeilrichtgerät an. Benutzen Bogenschützen mit 
Alupfeilen, wenn sie sich nicht neue Pfeile kaufen wollen.
Zwei Lagerblöcke mit jeweils zwei Kugellagern, auf denen die Welle 
liegt.
Dazwischen ein Hebel, mit dem man die Welle 'nach unten' biegen kann.
Auf dem Hebel, über der Welle dann eine Messuhr (wenn einem der 
Hebelausschlag nicht reicht).
Welche Toleranzen werden denn angestrebt?

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Man braucht zum Richten einer Welle nicht zwingend eine Drehbank, aber 
eine absolut plane Oberfläche und viel Geduld. Allerdings wird es sehr 
viel schwerer, wenn die Welle nicht "nackt" ist. was hindert dich daran, 
die Welle auszutauschen? Sind dort irgendwelche Anbauteile 
aufgeschrumpft?

von Dirk L. (garagenwirt)


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Auch mit aufgeschrumpften Elementen ist es leichter diese umzuschrumpfen 
als das man eine krumme Welle wieder richtet

von Matthias K. (kannichauch)


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Ohne Drehbank! Wie soll das denn gehen?
Je nachdem, wie genau der Richtvorgang werden soll, sucht man sich einen 
Hammer und Auflagen heraus, um punktförmig umzuformen. Soll der Hammer 
nicht stark "picken", macht man sich ein Zwischenstück, z.B. einen 
Halbring, wo man draufhaut. Umbiegen funktioniert nicht so gut, weil der 
Stahl an der verbogenen Stelle fester geworden ist, und just dort 
weniger gebogen wird..
Mit aufgeschrumpften Zahnrädern ist das ganze noch mal schwieriger.
Am wichtigsten ist es, sehen zu können, was passiert. Also braucht man 
ein Haarlineal oder eine glatte Fläche zum Auflegen. Ein Filzschreiber 
zum markieren der vorstehenden Stelle ist auch gut.
Manche Stähle muss man mindestens anwärmen, damit man Chancen hat.

Eine Drehbank mit Lünette ist das was man braucht, um sich eine neue 
Welle/Stange zu drehen.

MfG
Matthias

von Christian B. (luckyfu)


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Matthias K. schrieb:
> Ohne Drehbank! Wie soll das denn gehen?

Die Antwort gibst du dir ja gleich 2 Sätze später selbst:

Matthias K. schrieb:
> Also braucht man
> ein Haarlineal oder eine glatte Fläche zum Auflegen. Ein Filzschreiber
> zum markieren der vorstehenden Stelle ist auch gut.

was sich übrigens gut mit meinem Vorschlag deckt:

Christian B. schrieb:
> ...aber
> eine absolut plane Oberfläche und viel Geduld.

Auch sehe ich die Stellenweise Verhärtung einer etwas schlagenden Welle 
eher als akademisches Problem an. Solange da kein 5° und mehr Knick drin 
ist dürfte das keine Rolle spielen.

: Bearbeitet durch User
von Lukas (Gast)


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Man braucht nicht unbedingt eine Drehbank. Habe früher meine 
Rotorwellsen so ausgerichtet.

Welle über eine Glasplatte (Ceranfeld) Rollen höchste Stelle am Buckel 
markieren.

Verlängerungen auf die Welle stecken und die Markierung vorsichtig über 
einen Holzklotz biegen und immer wieder kontrollieren.
Hat immer gut geklappt.

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