Antennenform Bezeichnung (Bild)

Gast #6052426
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Kurt schrieb:
> Wie geht denn da die Umsetzung auf 50 Ohm?
> (ich sehe keine Transformationsschleife)

Wozu eine Transformationsschleife?
Ein mittengespeister Lambda Halbe Dipol hat eine Fußpunktimpedanz von 
annähernd 36 Ohm. In der Praxis ist die Fehlanpassung gegenüber 50 Ohm 
also vernachlässigbar. Man kann ein 50Ohm Koaxkabel über ein 
Symmetrierglied direkt anschließen.

Im Gegensatz zum Faltdipol, der hat 240 Ohm. Da nimmt man oft eine 
Lambda/2 Umwegleitung als Transformationsschleife al 1:4 Transformator.
Gast #6052440
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> Ein mittengespeister Lambda Halbe Dipol hat eine Fußpunktimpedanz von
annähernd 36 Ohm.

Fast richtig. Ein Monopol gegen Massefläche hat 36 Ohm, ein Dipol hat 72 
Ohm. Außerdem gibts dann noch die Triple-Leg und verwandte die direkt 50 
Ohm haben.

> In der Praxis ist die Fehlanpassung gegenüber 50 Ohm
also vernachlässigbar. Man kann ein 50Ohm Koaxkabel über ein
Symmetrierglied direkt anschließen.

Das ist richtig.

Aber jetzt zum Knackpunkt:

In einer Yagi ist der Dipol nicht alleine, die passiven Glieder koppeln 
an und verändern die Impedanz. Meistens sinkt diese sehr weit auf 10 bis 
15 Ohm ab.
#6052497
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Für den normalen Dipol wird ein kurzgeschlossenes Lambda/4 Kabel 
parallel zum Anschlusskabel empfohlen, Innenleiter und Außenleiter 
umgekehrt gegenüber dem Speisekabel. So habe ich es an meiner 
Vierelement Tonna-Yagi gemacht. Allerdings damals ohne 
Messmöglichkeiten.

Der Gamma-Match wurde erst in den letzten zwei Jahrzehnten auch mit 
Computersimulationen überprüft, während praktische Bauanleitungen schon 
aus den 50ern stammen. Hier zwei seriös aussehende Links zum Thema, die 
ich nach kurzem Suchen gefunden habe:
https://www.nonstopsystems.com/radio/pdf-ant/article-antenna-magloop-gamma-6MW.pdf
http://rockingdlabs.dunmire.org/exercises-experiments/2m-yagi-antenna-analysis/part-1-setting-up-the-model/diversion-on-the-gamma-match
u.a. Simulationen mit EZNEC und NEC2
Gast #6052672
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Der Fußpunktwiderstand am aktiven Element einer Yagi-Antenne hängt stark 
vom mechanischen Design der Gesamtantenne ab, das sich wiederum 
sinnvollerweise danach ausrichtet, welche hochfrequenten Eigenschaften 
(Gewinn, Bandbreite, Ausformung des Richtdiagramms) die Antenne haben 
soll.

Beispielsweise hat M.Steyer DK7ZB in den zurückliegenden Jahren zahllose 
Beiträge über kurze und lange Yagi-Antennen für diverse Frequenzen 
veröffentlicht. Bei den angestrebten HF-Eigenschaften ist er regelmäßig 
auf einen Fußpunktwiderstand von 28 Ohm gekommen. Dafür schlägt er eine 
einfache Anpassung vor: https://www.qsl.net/dk7zb/start1.htm . Andere 
Antennendesigns können durchaus andere Fußpunktwiderstände aufweisen.

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