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Forum: Haus & Smart Home ESP-Basierte Zeitschaltuhren? Mit Kopplung?


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von Jens M. (schuchkleisser)


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Hallo,
ich hab da mal ein Problem.
Ich kenn jemanden, der Zeitschaltuhren liebt.
Ehrlich. Der hat ganz viele. Alle verschiedene. Wohl 50 Stück. Jede 
Lampe, Deko, Pumpen an der Heizung, Fernseher, Ladegeräte, überall. 
"Spart Standby"...
Elektronische, Mechanische, Einfache, Komplizierte, Junge, Alte, denk 
dir was aus, der hats. Alles verschiedene, da immer mal nach Bedarf 
nachgekauft über die jahre.
Nun werden langsam die Augen schlecht, die Finger zitterig, die Motoren 
verschlissen, die Akkus schlapp.
Und ich werde alle paar Monate gebeten, mal wieder eine Zeit neu zu 
stellen, oder SoWi-Umschaltung zu machen.
Jetzt zu Weihnachten kommen noch ein paar temporäre Uhren dazu (Baum, 
diverse Ketten in Büschen draußen, Deko hier, Deko dort)..

Der Witz ist, das viele Uhren identische Programme haben.
Nun war meine Überlegung, den Kram durch ESP-basierte Steckdosen zu 
ersetzen, Tuya hat da ja passendes am Start.
Tasmota kann ja an sich eine Zeitschaltuhr simulieren, damit wäre ich ja 
schon mal auf dem richtigen Weg, aber evtl. gibt's noch was besseres...

Kennt jemand von euch eine Möglichkeit, mehrere Tasmotas zu koppeln, 
also quasi eins zur Schaltuhr machen, das (oder die) andere(n) macht/en 
via WLAN die gleichen Schaltungen, ohne Cloudservice oder Homeserver? 
Quasi einstecken und geht?
Gern auch mit anderer Firmware, muss nicht Tasmota sein.
Und: lässt sich der Taster als Zeitfunktion nutzen? Also "normales 
Zeitprogramm, aber Tastendruck macht 'eilige 30 Minuten ein'"?
Wäre nützlich für z.B. Wasserpumpen, die zu ungewohnten Zeiten mal kurz 
gebraucht werden. Dazu hat er extra mechanische Uhren verwendet, die 
haben meist einen netten Schieber an der Seite. Leider verpennt er den 
manchmal und ärgert sich dann wenn mitten in der Nacht das Wasserwerk 
nachlädt...

Oder alternativ ein z.B. Arduino/ESP-basierter MQTT-Broker, der ganz 
einfache Zeitschaltfunktionen autonom abwickelt.
Am besten so, das eine der "Uhren" diesen Job nebenbei machen kann, aber 
ich meine das sich nur 8 Clients zum ESP8266 verbinden können.
Ich brauch eher 80... ;)
Der Router ist eine Fritzbox, das wäre m.E. ideal, und sie könnte das 
auch, aber es gibt nix, oder?

Mein Ziel wäre, an möglichst wenigen Stellen die Zeit(en) vorzugeben, 
also nicht wie jetzt viiiiele Geräte mit oftmals gleichen Werten 
versorgen und das alles zu vereinheitlichen.
Der Kostenrahmen ist ja relativ überschaubar, und man kann das ja 
sukzessive angehen...

Kennt da einer was?

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

ich reite jetzt mal mein Lieblingspferd: RasPi 3 als Server mit FHEM und 
Mosquitto als MQTT Broker drauf.
Tuya-Abkömmlinge als WLAN-Steckdosen mit Tasmota habe ich hier auch im 
Einsatz, das lann MQTT nutzen.
Den FHEM-Kram dann relativ bequem an einem PC im Webbrowser 
eingerichten.
Wenn Du auf die Sicherheitseinstellungen usw. achtest, kannst Du FHEM 
auch komplett fernwarten.
Mein RasPi (inzwischen ein RasPi 4, aber mehr aus Interesse) läuft hier 
komplett ohne Monitor/Tastatur, nur per Putty vom PC aus eingerichtet.

Ist nur eine Möglichkeit von vielen...

PS: "Spart Standby" ist gut, als ob die Schaltuhren keinen Strom 
verbrauchen.

Gruß aus Berlin
Michael

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (phetty)


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Irgendwas mit Tasmota, Kommandos dann per MQTT an die tasmota-Dinger 
senden.
Per Pulsetime kann man die maximale Einschaltdauer begrenzen. Ich würde 
so viel wie möglich erstmal lokal im Shelly/Tuya/Sonoff/etc per Rules 
usw. abfrühstücken. Wenn mal kein WLAN da ist läuft es trotzdem weiter.

Ausserdem können die sich (mqtt-broker vorausgesetzt) sogar 
untereinander Befehle senden.
Reicht das noch nicht kann man HomeAssistant nehmen und die Geräte 
discovern lassen und dann damit dran rumspielen.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Michael U. schrieb:
> "Spart Standby" ist gut, als ob die Schaltuhren keinen Strom
> verbrauchen.

Die meisten Uhren verbrauchen sehr wenig, aber die Tuyas natürlich mehr.
Den Komfort bin ich aber bereit zu bezahlen. ;)
Ich erzähl's nicht wenn du's nicht tust!

Nein, im Ernst, es geht da auch um z.B. Wasserpumpe/Hauswasserwerk, das 
muss nicht laufen, wenn keiner da ist, und das sind schon ein paar 
hundert Watt, die allerdings die meiste Zeit schlafen.
Aber das Diskutieren mit dem "Kunden" hab ich drangetan, das nutzt nix.

Ein Rpi ist mir natürlich bekannt, aber ehrlich gesagt finde ich das zu 
groß. Das kann sooo viel, und der Rpi hat ja auch hundertvierundzwanzig 
andere Dienste, das wollen wir ja gar nicht.
Und am Ende kommt er noch drauf, das "der Kasten da" immer leuchtet, da 
muss auch ne Uhr vor!
Und "mit dem Internetdings da" hat er es auch nicht. Das Internet ist 
zum telefonieren und damit die Enkel ab und an am Tablet mal ne Mail 
schicken und Skypen.
Eine FHEM-Oberfläche oder so brauchen wir bzw. er nicht, denn meine 
Intention ist einfach: hinfahren, "wat hasse denn Egon", Zettelchen mit 
den gewünschten Schaltzeiten bekommen, Handy raus, (möglichst wenig) IPs 
aufrufen, Zeit eintragen, noch kurz plaudern und wieder raus.

Ein öffentlicher Broker muss auch nicht sein, der kostet vermutlich auch 
Geld oder ist unzuverlässig, und so oder so kann der die einfache 
Zeitschaltfunktion nicht, sondern nur den Nachrichtenaustausch.

So eine Lösung ist sicherlich machbar, aber m.E. zu groß. Kanonen und 
Spatzen und so.
Ich hatte sogar schon mal überlegt, ob ich nicht was bastel, was via 
email geht, so wie ein SMS-gesteuerter GPS-Tracker.
Ich schicke eine email mit einem Kommando und bekomme eine Antwort 
zurück.
Da müsste dann jede Steckdose eine email haben, aber das ist dank GMX ja 
kein Problem.
Wäre m.E. hack-sicher, würde auch aus der Ferne funktionieren und ich 
hätte auch eine Statusmeldung zurück wenn was schiefläuft.
Quasi eine email aufsetzen die im Betreff ein Passwort hat (alle mails 
ohne PW werden kommentarlos gelöscht) und im Body steht "Mo-Fr 6-8 
19-23" und die Uhr antwortet mit einer Programmliste, das kann ich 
kontrollieren und gut.
Einmal pro Tag Mails abfragen reicht auch, geändert wird das ja nur alle 
paar Wochen mal.
Und dank NTP und nichtflüchtigem Speicher können die Dinger jederzeit 
sofort den Sollzustand herstellen, auch nach Stromausfall.

Leider reichen meine Programmierkenntnisse nicht aus, einen emailclient 
in Arduino zu packen... :(

von Chr. M. (snowfly)


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Du hast ja schon alles beieinander was du brauchst.

ESP-Easy könntest du dir noch ansehen.
Beide können auch Slaves steuern.
(mindestens eines davon auch per http bzw. UDP, von Uhr zu Uhr)

Und die grundsätzliche Entscheidung treffen ob
ein RasPi als Steuerserver läuft oder die Uhren autark
arbeiten.

Vielleicht noch eine Alexa dazu dann können die Schlappen Nachts
stehenbleiben.

Geht alles mit und ohne RasPi.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Chr. M. schrieb:
> Vielleicht noch eine Alexa dazu dann können die Schlappen Nachts
> stehenbleiben

Das fehlt noch.

Chr. M. schrieb:
> Und die grundsätzliche Entscheidung treffen ob
> ein RasPi als Steuerserver läuft oder die Uhren autark
> arbeiten

"Nein" und "ja" wäre am besten.

Chr. M. schrieb:
> Geht alles mit und ohne RasPi.

Wie ohne? Dann eben mit "jede Uhr läuft autrk mit Tasmota & 
Uhrenscript"?

Chr. M. schrieb:
> Beide können auch Slaves steuern.

Oder meinst du "Eine Tasmota als Master nimmt x Tasmota-Slaves mit"?
Das wäre ideal. Wie geht das?
Die Doku von Tasmota ist irgendwie durcheinander, wie bei einem sehr 
lange sehr stark gewachsenen Projekt.
Kannst du mir da eine Hilfe zu Hilfe geben?
Weil, das wäre ideal und genau das was ich suche.

Chr. M. schrieb:
> ESP-Easy könntest du dir noch ansehen.

Das scheint sehr flexibel, aber ist irgendwie noch derbe Beta, oder?
Die Versionen sind irgendwie alle steinalt oder Prerelease.

von Chr. M. (snowfly)


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> Das fehlt noch.
dann nicht, selbst schuld.


Ist schon ein paar Tage her dass ich mich da durchgebastelt habe..

Bei ESP-easy gibt es eine Scriptprache
https://www.letscontrolit.com/wiki/index.php
Für Tasmota gibt es hier Hilfe
https://github.com/arendst/Tasmota/wiki/Rules
https://github.com/arendst/Tasmota/wiki/Scripting-Language

> Oder meinst du "Eine Tasmota als Master nimmt x Tasmota-Slaves mit"?
> Das wäre ideal. Wie geht das?
Es läuft ein Script auf einer Uhr und bei Sensor X oder Uhrzeit Y
wird eine Aktion ausgeführt.
Aktion ist dann einfach:
Relais an
http einschalt Befehl an Uhr A
http einschalt Befehl an Uhr B
....
LED 3x blinken lassen
fertig

> Die Versionen sind irgendwie alle steinalt oder Prerelease.
Bei mir funktioniert es.:)

von Andreas K. (andreas_k209)


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Hallo,
ich hab meine WLAN-Steckdosen zu 7-Tage-Zeitschaltuhren umprogrammiert:
https://github.com/polygontwist/ESP_sonoff_Schaltuhr
sie holen sich die Zeit aus dem Web (NTP). Das könnte man sich aber auch 
anders bauen.

Habe hier auch mehrere laufen und nutze sie um z.B. morgens das Radio 
oder Licht an zu machen. Ich wollte das sie auch unabhängig von einem 
Server funktionieren, sie können aber auch mit Befehlen über http 
angesteuert werden.

salü

: Bearbeitet durch User
von Jens M. (schuchkleisser)


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Danke, sehr interessant.
Werde ich mir auf jeden Fall auch noch ansehen!

von Wolfgang (Gast)


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Jens M. schrieb:
> Kennt jemand von euch eine Möglichkeit, mehrere Tasmotas zu koppeln,
> also quasi eins zur Schaltuhr machen, das (oder die) andere(n) macht/en
> via WLAN die gleichen Schaltungen, ohne Cloudservice oder Homeserver?

Welchen Sinn macht es, jede einzelne Schaltuhr mit derartigen 
Fähigkeiten auszustatten, wenn ein Homeserve (z.B. RaspPi mit openHAB, 
ioBroker o.ä.) die Dinge zentral über MQTT steuern kann und mit ein paar 
Regeln an zentraler Stelle die Verknüpfungen festgelegt werden können. 
Remote-Zugang zum RaspPi spart die Rennerei oder das Rumkriechen in 
irgendwelchen Ecken, um die Dinger zu Konfigurieren.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Wolfgang schrieb:
> Welchen Sinn macht es, jede einzelne Schaltuhr mit derartigen
> Fähigkeiten auszustatten, wenn ein Homeserve (z.B. RaspPi mit openHAB,
> ioBroker o.ä.) die Dinge zentral über MQTT steuern kann und mit ein paar
> Regeln an zentraler Stelle die Verknüpfungen festgelegt werden können.
> Remote-Zugang zum RaspPi spart die Rennerei oder das Rumkriechen in
> irgendwelchen Ecken, um die Dinger zu Konfigurieren.

hatte ich am Anfang auch vorgeschlagen, wurde aber abgelehnz.

Gruß aus Berlin
Michael

von Jens M. (schuchkleisser)


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Weil man dann einen Steuerrechner braucht, duh?

Warum muss die Lösung teurer, aufwändiger und größer sein als nötig?

von Wolfgang (Gast)


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Michael U. schrieb:
> hatte ich am Anfang auch vorgeschlagen, wurde aber abgelehnz.

Das Geschwindigkeitspotential von Dampfwagen wurden früher auch als zu 
gefährlich abgelehnt und nach Red Flag Act von 1865 musste ein Fußgänger 
mit roter Warnflagge (red flag) voraus gehen. ;-)
https://de.wikipedia.org/wiki/Red_Flag_Act

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