Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik EEZ Bench Box 3: Programmierbares Netzteil nicht nur für Maker


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von Christoph B. (birki2k)


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Bei der Bench Box 3 handelt es sich um ein modulares Netzteil, welches bis zu 6 Ausgänge bereitstellt. Darüber hinaus sorgt der Open-Source-Gedanke im Zusammenspiel mit einer passenden Entwicklungsumgebung für diverse Anpassungsmöglichkeiten.

Auch ohne eigenen Gestaltungsdrang hat das Netzteil einiges zu bieten. Je nach Modulbestückung stehen pro Ausgang Spannungen mit bis zu 40 V zur Verfügung, als Strom lassen sich bis zu 5 A einstellen. Per Menü lassen sich diverse interne Kopplungen, wie Parallel- oder Serienschaltung, oder eine gemeinsame Masseverbindung zuschalten. Schutzschaltungen, etwa in Form der Stromlimitierung, lassen sich ebenfalls per Menüführung justieren. So kann hier beispielsweise die Ansprechzeit vorgegeben werden.

Die einzelnen Kanäle sind dabei aus je zwei Regelstufen aufgebaut. Eine Vorregelung per Schaltregler sorgt für einen annehmbaren Wirkungsgrad und ermöglicht so auch die kompaktere Bauweise, da große Kühlkörper entfallen. Um dennoch eine möglichst rauschfreie Gleichspannung bereitzustellen zu können, findet eine lineare Regelung am Ende der Kette statt. Dieses Konzept ermöglicht es so, die Vorteile von Schalt- und Linearreglern zu vereinen.

Zusätzlich lässt sich die Bench Box 3 per USB oder Ethernet fernbedienen und überwachen. Auf dem Touchdisplay lassen sich neben den Werten in Zahlenform auch Bargraphen oder Strom- bzw. Spannungskurven über die Zeit darstellen. Wem dies nicht reicht, kann selbst Hand anlegen und die Anzeige nach eigenen Wünschen frei gestalten. Zur Erprobung eigener Anpassungen an der Firmware steht hier ein passender Firmware Simulator bereit.

Für die Zukunft sind bereits zusätzliche Module geplant, die den Funktionsumfang weiter erhöhen sollen, wie etwa ein Funktionsgenerator, Power Analyzer oder ein Motorcontroller. Für den Nachbau des Projektes ist derzeit der Bezug über eine Crowdfunding-Kampagne möglich. Hier stehen neben einem Selbstbaukit für 145 $, bestehend aus dem Gehäuse und unbestückten Platinen, auch diverse fertig aufgebaute Lösungen ab 319 $ zur Auswahl. Für ein komplettes Netzteil sind in der aufgebauten Variante mindestens 554 $ fällig.


von C. A. Rotwang (Gast)


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Christoph B. schrieb:
> Darüber hinaus sorgt der Open-Source-Gedanke im Zusammenspiel mit einer
> passenden Entwicklungsumgebung für diverse Anpassungsmöglichkeiten.

Verspricht viel

> kann selbst Hand anlegen und die Anzeige nach eigenen Wünschen frei gestalten.
> Zur Erprobung eigener
> Anpassungen an der Firmware steht hier ein passender Firmware Simulator
> bereit.

hält wenig!

Anzeigendesign ist für ne Stromversorgung IMHO eine ziemlich sinnfreie 
Spielerei. Das mag einen Softwerker begeistern, aber für einen Anwender 
für den die Energieversorgung des angeschlossenen Gerätes, i.d.R ein 
Prototyp, im Vordergrund steht, ist das nahezu zweckfrei. Eine 
sinnvoller Erweiterung wären:
-einfach umschaltbare Setups für verschiedenen Testobjekte
-PowerOn Rampings zur Qualifikation Einschaltverhalten
-Emulation von Spannungsschwangungen und Einkoppeln von Störungen wie in 
den CE-tests (kurzzeitige Über- und Unterspannungen)
-schneller überstromschutz mit Protokollierung Stromstöße
...
-Modus zur Elkoformierung oder Röhren-Auffrischung
-automatische Ermittlung Durchbruchspannung Dioden

und mit wenig Xtra schaltungsaufwand sollte es möglich sein die 
Stromversorgung auch als elektronische Last zu nutzen.

Zumindest im Artikel des TO wird Vorteil durch OpenSource einseitig auf 
SoftwareAspekte dargestellt. Nötig ist IMHO aber aufzuzeigen, ob 
OpenSource-Hardware also lizenfreie Hardware-Entwicklungsunterlagen wie 
Schematic, BOM, (SPICE-) Simulations-umgebung hier nen Mehrwert für den 
HW-Entwickler/-bastler mitbringt.

von Horst (Gast)


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Christoph B. schrieb:
> nicht nur für Maker

Für 99% der Maker reicht ne Powerbank, mit den restlichen Funktionen 
können die mangels Grundwissen eh nicht umgehen.
Maker stecken fertige Module aufs Breadboard, kleben das in einen 
Pappkarton und freuen sich eine Woche daß es funktioniert. Danach wird 
was anderes zusammen gesteckt. Eine Art Lego für große.
Prima Hobby, aber ein programmierbares Netzteil ist das überflüssig.

von M. K. (mkn)


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Für mich ist das einfach nur viel geschwurbelte Werbung die sich nicht 
die Mühe macht sich als Fachbeitrag zu tarnen.
554$ für ein Netzteil mit sehr überschaubaren Leistungsdaten.
Kann nichts wirklich und die Programmierbarkeit betrifft eher 
Spielereien.

Netzteile mit Menüführung sind im Alltag die Pest am Hals.
Ich will zwei Potis für Strom und Spannung und fertich.
Verschalten tue ich die per Laborkabel.
Da brauche ich auch nicht befürchten das beim nächsten Einschalten 
irgendeine ominöse Relaisumschaltung verstellt ist, die auf seriell 
gehen statt parallel und ich mit einer wunderschön aber leider völlig 
nutzlos parametrisierten Strombegrenzung meinen Kram grille.

Aber dafür wird irgendwann mal, vielleicht, mit Glück, am sankt 
Nimmerleinstag ein tolles Stück Hardware erhältlich sein, das in einem 
Netzteil überhaupt nix zu suchen hat und dafür auch netzteil Slots 
belegt, mit denen ich eben keine Netzteilfunktion mehr abbbilden kann.

Für 145 Flocken bekomme ich ein rudel blanker PCBs ohne Bauteile und ein 
wenig Hardware.
Super, für 50€ bekomme ich ein 40V/5A Netzteil überall im Netz 
nachgeworfen.
Da ich in Armeslänge davon entfernt sitze beim Entwickeln, brauche ich 
weder Lan noch USB.
Fernsteuerung eines autarken Netzteiles ist schick.
Als 19' Einschub, der auch überhaupt keine manuelle kontrolle braucht.
Gern genommen in Industriellen Anwendungen.

Das Bench Dingens ist irgendwie eine sehr teure und vulominöse Spielerei 
mit den üblichen Crowd Zukunftsversprechen, die nicht mehr zählen wenn 
der Schnitt gemacht wurde.

von Global (Gast)


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Der gewöhnliche Netzschalter passt irgendwie nicht zum futuristischen 
Design.

von Prost (Gast)


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Die LAN-Buchse gehört in die Rückseite des Gehäuses.

von frankman (Gast)


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Strom und Spannung per Poti einstellbar, ODER per Software,
das wäre mal innovativ.

Kein Touch!
Keine Encoder!

Ich weiss von was ich spreche, mein Fehlkauf "axio met" hat sich ganz 
alleine von 5V auf 30V verstellt. Schönen dank an dieser Stelle noch 
einmal dafür. Tolle Software  ....

von Markus M. (adrock)


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...das Frontplattendesign muss ich leider auch kritisieren:

- Erdungsbuchse auf der gegenüberliegenden Seite zu den Ausgängen?
- USB-Anschluss viel zu nahe an dem Drehrad (es sei denn die Optik 
täuscht)
- Der Powerschalter gehört nach unten links

Sieht irgendwie merkwürdig aus...

von C. A. Rotwang (Gast)


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Markus M. schrieb:
> ...das Frontplattendesign muss ich leider auch kritisieren:

> - USB-Anschluss viel zu nahe an dem Drehrad (es sei denn die Optik
> täuscht)

Die SD-Card so nah am Falz ist IMHO auch nicht die beste Position ..
<Ironie-Start> ... aber bei Open Hardware kann man ja leicht die 
Mechanikdaten anzupassen und sich selbst was schnuckeliges biegen zu 
lassen <Ironie-Ende>

von C. A. Rotwang (Gast)


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> ...das Frontplattendesign muss ich leider auch kritisieren:
> (es sei denn die Optik täuscht)
> Sieht irgendwie merkwürdig aus...

Anbei die Maßzeichnung und der Aufdruck aus dem git-File-Konvolut für 
die Front. Daran lässt sich IMHO die Bedienfreundlichkeit besser 
abschätzen als aus einer Schrägperspektive.

von Markus M. (adrock)


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C. A. Rotwang schrieb:
> Maßzeichnung und der Aufdruck aus dem git-File-Konvolut für
> die Front. Daran lässt sich IMHO die Bedienfreundlichkeit besser
> abschätzen als aus einer Schrägperspektive.

Ja, ich will ja auch nicht zwanghaft meckern, ABER wenn man sowas schon 
quasi neu designt und es kein 50 EUR Gerät ist, wieso sind die Sachen 
dann so merkwürdig angeordnet? Hängt das mit dem internen Aufbau 
zusammen?

Ich hätte es so gemacht:

Erdungsbuchse gleich links neben den Einschüben, so kann man direkt eine 
Brücke zwischen Erde und Vcc oder GND machen, je nachdem wie gewünscht, 
ohne das Kabel vorne im Weg zu haben.

Bedienrad mittig unter das Display.

Links unten den Netzschalter und die Standby-LED.

Den BOOT0 Jumper und den SD-Card Leser auf der linken Seite über dem 
Netzschalter verteilen.

Den restlichen Platz sinnvoll für die USB, Netzwerk und UART Buchsen 
nutzen.

von Andreas M. (amesser)


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Nach den Schaltplänen braucht jede Leistungsstufe zusätzlich noch ein 
separates 240V Netzteil zur Stromversorgung der Stufe. Ist die mit in 
dem Preis oben enthalten?

Ich finde die Art der Spannungseinstellung an den Schaltreglern sehr 
kreativ. Ich glaube nicht, dass das stabil funktioniert.

Laut Datenblatt ist die Mindests-Ausgangsspannung des LT3763 1.5V. Das 
passt nicht zu den Angaben des DCM220 Moduls. Außerdem beträgt die 
Genauigkeit des LT3763 laut Datenblatt im CV Modus nur 1.5%, da macht es 
wenig Sinn die Spannung mit einem 12 Bit Wandler einstellen zu können. 
Der LT3763 ist eigentlich ausschließlich für den CC Modus vorgesehen. 
Die Strompfade für die Schaltregler sind auch unnötig lang. Das lässt 
sich besser anordnen.

Das Basis-Board mit dem Cortex-M7 und dem SDRAM ist wohl auch ein 
bischen übertrieben.

von C. A. Rotwang (Gast)


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Markus M. schrieb:
> C. A. Rotwang schrieb:
>> Maßzeichnung und der Aufdruck aus dem git-File-Konvolut für
>> die Front. Daran lässt sich IMHO die Bedienfreundlichkeit besser
>> abschätzen als aus einer Schrägperspektive.
>
> Ja, ich will ja auch nicht zwanghaft meckern, ABER wenn man sowas schon
> quasi neu designt und es kein 50 EUR Gerät ist, wieso sind die Sachen
> dann so merkwürdig angeordnet? Hängt das mit dem internen Aufbau
> zusammen?

Dann muss man den internen Aufbau so machen das die ergonomische 
Frontplatte drauf passt, nicht umgekehrt. Gescheit designte Geräte haben 
deshalb auch ein extra Front-PCB, auf dem die Bedienelemente passend 
platziert sind. Oder Kabel von den Bedienelementen zu dem Mainboard, 
auch wenn das extra Kabelkonfektion verlangt.

> Erdungsbuchse gleich links neben den Einschüben, so kann man direkt eine
> Brücke zwischen Erde und Vcc oder GND machen, je nachdem wie gewünscht,
> ohne das Kabel vorne im Weg zu haben.

Hm, ist das nicht lt. bapperl eine Schutzerde an die man gefälligst kein 
Messequipment anschliesst? https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzerdung
Fals ja, dann fehlt dem Gerät noch ne dedizierte Mess-Masse.

> Den restlichen Platz sinnvoll für die USB, Netzwerk und UART Buchsen
> nutzen.

Seh ich etwas anders: Ethernet nach hinten, weil das wird nur einmal ans 
Labornetz angestopselt. An USB wird immer mal wieder etwas gestöpselt 
(was? USB-Stick- Wozu?) also vorn mit viel Platz drumherum für 
"Wurstfinger". Die "Klemmleiste" für den UART dagegen passt IMHO.
Netzschalter IMHO auch hinten, vorn dagegen ein LowPower 
Standby/Einschalter wie beim PC. Einfach wechselbare SD-Card ist IMHO 
Unsinn da nicht wirklich täglich wechselbar. Wenn wechselmedium dann 
USB-Stick, eine SD-Card wird als Massenspeicher einmal in das 
Miniaturgerät gesteckt und verbleibt dort jahrelang.

>Das Basis-Board mit dem Cortex-M7 und dem SDRAM ist wohl auch ein
>bischen übertrieben.

Muss wohl sein wegen dem dollen Graphic-(!?Touch?!)Display. Das ist 
allerdings IMHO die überflüssigste Komponente von allen und wegen der 
durchbrochenen Schirmung auch noch hinderlich für das Bestehen der
EMV-Prüfung. Aber gerade das Display scheinen ja die Softwerker unter 
den potentiellen Kunden zu brauchen, um ihr Ego aufzupolieren.

> Nach den Schaltplänen
Das ist (ungewollt) der große Vorteil von OpenSource - man kann aus den 
Fehlern anderer lernen um eigene Entwürfe zu verbessern. Dazu muss man 
allerdings das halbdurchdachte Gerät nicht erwerben. Und der TO wäre 
angehalten seinen Artikel nicht als Werbe-Lobeshymmne zu verfassen, 
sondern kritisch und mit geschulten Auge über den Aufbau und die 
leistungsdaten zu gehen und nicht einen "Nebeneffekt" wie das 
programmierbare KlickiBuntiDisplay als GameChanger-Feature anzupreissen.

von Arno H. (arno_h)


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@ C. A. Rotwang:
Was erwartest du von Hobbyisten, wenn bei jeder Druckerwerbung die 
überaus wichtige Displaygröße spätestens in der zweiten Zeile erscheint?

Arno

von C. A. Rotwang (Gast)


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Arno H. schrieb:
> @ C. A. Rotwang:
> Was erwartest du von Hobbyisten, wenn bei jeder Druckerwerbung die
> überaus wichtige Displaygröße spätestens in der zweiten Zeile erscheint?

Auch der Hobbyist kann sich vorher überlegen was er mit der 
Stromversorgung anfangen will und auf welche Eigenschaften er zu achten 
hat. Das Grundlagenwissen dazu wird schon in der Schule vermittelt 
(Leistung, Strom, Spannung), und in diversen 
Hobbybüchern,-foren,-treffen,-FAQ's kann man nachfragen oder -lesen, 
worauf es ankommt. Bspw. 
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1

Es ist wohl eher eine Charaktersache, das manche sich weigern klar zu 
formulieren was sie eigentlich wollen und sich stattdessen von bunten 
Werbeflyern einlullen lassen.

Und hinsichtlich der Anzeige an Netztteil tut man heute wie vor 50 
Jahren immer noch gut dran diese erstmal zu ignorieren und mit einem 
Gescheiten Messgerät am Eingang der Bastelschaltung nachzumessen. So wie 
man es im Werk-/ Physik-Elektro-unterricht gelernt hat.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Klingt für mich wie die Odyssee beim ESP8266. Man wirft ein halbfertiges 
Produkt auf den Markt, dass der Anwender fertig programmieren soll.

Wie viele Jahre dauerte es doch gleich, bis der ESP8266 alles konnte, 
was anfangs versprochen wurde?..... Ach der ist immer noch nicht fertig? 
Was für eine Überraschung!

Stattdessen hat der Hersteller sich einem Nachfolgeprodukt zugewandt und 
den ESP8266 regelrecht eingefroren. Alles, was immer noch nicht fertig 
ist, wurde aus dem Datenblatt entfernt.

Ich habe schon zu viele Produkte gesehen, wo es so gelaufen ist. Den 
ESP8266 habe ich hier nur als sehr aktuelles Beispiel genannt.

Beitrag #6064979 wurde von einem Moderator gelöscht.
von M. K. (mkn)


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Detlef schrieb im Beitrag #6064979:
> Dieses degenerierte makertum

Ruhig Brauner ....
Niki Lauda lacht auch nur drüber wenn sich Vladimir in seinem 3er BMW 
für den besten Rennfahrer hält.

Ist erstmal gut das die Leute sich für Technik interessieren.
Wer 1300€ für ein Apfelphone abdrückt wo ich <200€ ausgebe und auch nix 
vermisse, der soll sich eben so ein Bench Dingens holen.
Ist halt diese lifestyle crowdfunding Kac..e, die für den Hersteller 
völlig uninteressant wird sobald er seinen Schnitt gemacht hat.
Wirklich entwickelt wird doch erst wenns schon finanziert ist.
Wer das braucht, bitteschön.

Ist die Zahl der erfolgreich finanzierten crowdgeschichten, die immer 
noch als Produkt gepflegt werden eigentlich schon im einstelligen 
Prozentbereich angekommen oder ist da noch die Null vorm Komma?

Was für eine Idiotie, heute bezahlen um vielleicht in 1-3 Jahren was zu 
bekommen, wenn die Kohle nicht weg ist.
Wenn ich das brauche, dann brauche ich das jetzt und kaufe mir auch 
jetzt was.

von Jochen H. (jhammer)


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War ja klar:
- Projekt ist Mist
- Design taugt nichts
- Alle die da mitmachen sind doof und haben keine Ahnung
- Crowdfunding ist sowieso der letzte Mist
- "Ich könnte das VIEL besser designen, entwickeln und bauen!"

Hmm...dann zeigt doch mal bitte, was IHR auf dem Kasten habt!

Ich sehe hier ein Open Source Projekt mit viel Potential.
Die Dokumentation ist klasse! Wer schon einmal ein reales Produkt 
entwickelt hat und nicht nur motzend am PC seinen Senf zu allem los 
geschossen hat, wird wissen und anerkennen, wieviel Arbeit da drin 
steckt.
Alleine die Stücklisten mit Bestellnummern für Mouser, Digikey, Farnell, 
TME usw... sind schon bemerkenswert. Auch gegen die Schaltpläne, das 
Layout und die anderen Konstruktionsdaten ist erstmal nichts zu sagen.
Alles in allem eine tolle Basis für eigene Initiative...aber halt, dass 
würde ja Arbeit bedeuten. Da macht ihr dann mal lieber nichts und motzt 
bei anderen Projekten weiter.

Bei Crowdfunding geht es NICHT um den Kauf eines Produktes, dass 
vielleicht mal geliefert wird. Es geht um den Gedanken eine Idee 
anzuerkennen und zu fördern! Ja, über Crowdfunding wird auch wirklich 
viel Mist finanziert bzw. viel Geld in den Wind geschossen. Aber das ist 
es ja gerade. Einige Ideen (Linux, Arduino,...) entwickeln sich und 
führen zu erfolgreichen Produkten, andere gehen klanglos unter.

Ist vermutlich ein deutsches Problem...in anderen Foren (z.B. EEVBlog) 
wird über dieses Projekt wesentlich konstruktiver diskutiert.


Jochen

von C. A. Rotwang (Gast)


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Jochen H. schrieb:

> Hmm...dann zeigt doch mal bitte, was IHR auf dem Kasten habt!
Naja um ein perfektes von einem minderwertigen Hühnerei unterscheiden zu 
können, muß man nicht selbst in Lage sein ein Hühnerei zu legen.


> Ist vermutlich ein deutsches Problem...in anderen Foren (z.B. EEVBlog)
> wird über dieses Projekt wesentlich konstruktiver diskutiert.

Du hast offensichtlich eine sehr eigene Definition von "konstruktiver 
Diskussion". Deine klingt irgendwie wie damals in der DDR: "Nur nichts 
negatives sagen, weil das ganze ja ohne Profitabsicht gebastelt wurde."

Aber gerade die Benennung von Fehlern,  ist gerade konstruktiv im besten 
Sinne, weil es zeigt wo das Verbesserungspotential steckt. Und klar 
wird, wo das Produkt am Kunden vorbei gedacht wurde. Und die Dokumente 
insbesonders Front-Masszeichnung wurden auch in dieser Diskussion 
referenziert. Also spar dir das substanzlose Gemotze.

von Weihnachtsmann (Gast)


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Was ist den das für ein Gehäuse?

von tkr (Gast)


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Danke! Genau das hatte ich auch beim Lesen dieses Threads gedacht.
Ich finde, dieses Projekt ist eindeutig eines der besseren Open Source 
HW Projekte.
Wer sich etwas mehr damit beschäftigt hat, wird auch festgestellt haben, 
dass der Entwickler durchaus Ahnung auf seinem Gebiet hat.
Detailierte Statusupdates und Testprotokolle werden regelmäßig auf 
anderen Foren (EEEvblog or diyAudio) veröffentlicht.
Ich bezweifle, dass sich die (eher destruktiven) Kritiker hier mit solch 
einer Hingabe zum Detail ihren Projekten widmen.

von MaWin (Gast)


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Jochen H. schrieb:
> Hmm...dann zeigt doch mal bitte, was IHR auf dem Kasten habt

Wie du siehst: Nichts, ausser Meckern.

Aber der Aufbau eines stabil regelnden Labornetzteils ist schwierig, 
Grzndlagen der Regelungstechnik sollte man beherrschen.

Die Idee, ein PC steuerbares Mehrkanalnetzteil zu bauen, ist gut, aber 
die Leistungskanäle sollten nicht die angeschlossene Elektronik himmeln.

(Wie gerade mein PS2403, dessen Poti Aussetzer hat, so blöd eingebaut 
ist dass dabei die Spannung hochschnellt, und schon ist der Arduino 
hin..)

Ich könnte also ein gut funktionierendes Netzteil gebrauchen, 20V/2A 
reichen, es muss nicht 30V/5A können.

Als Stromversorgung, Akkulader, Heizungsregler, Galvanikquelle und die 
in
Beitrag "Re: EEZ Bench Box 3: Programmierbares Netzteil nicht nur für Maker" aufgeführten 
Features.

von Jochen H. (jhammer)


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C. A. Rotwang schrieb:
> Eine sinnvoller Erweiterung wären:
> -einfach umschaltbare Setups für verschiedenen Testobjekte
> -PowerOn Rampings zur Qualifikation Einschaltverhalten
> -Emulation von Spannungsschwangungen und Einkoppeln von Störungen wie in
> den CE-tests (kurzzeitige Über- und Unterspannungen)
> -schneller überstromschutz mit Protokollierung Stromstöße

Dann schau mal hier, was die beiden Power Module alles können:
Youtube-Video "DCP405 power module advanced features"

Über die Funktion "Remote Programming" kann die Ausgangsspannung 
gesteuert werden, wie im Video sehr schön mit folgenden Signalen gezeigt 
wird:
- Sinus mit 400Hz
- Rechteck 150Hz
- Rampe 10%-90%
- Pulse

Also besitzt die Box neben dem 2*20V/4A Modul DCM220 zwei flexibel 
steuerbare Quellen DCP405. Ein regelbares AC-Netzteil mit 2 * 0-40V/5A 
ist ja soo schlecht nicht. Ich überlege gerade, was alternativ notwendig 
ist, um eine Quelle mit z.B. 24V AC, 3A und 50Hz, 60Hz oder 400Hz zu 
realisieren.
Der aktivierbare Down-Programmer und der frei einstellbare 
Überspannungsschutz mit einer Reaktionszeit <15usec ist in diesem 
Zusammenhang auch nicht übel...

Zudem wird MicroPhyton (https://micropython.org/) integriert. Dann 
können über USB oder SD-Karte Testskripte mit Konfig- und 
Logging-Funktion geladen und standalone ausgeführt werden.
(=> Youtube-Video "EEZ BB3 data logging")
In der Summe kann man damit schon was Sinnvolles anfangen.


Und? Immer noch so "am Kunden vorbei entwickelt"? ;-)


Jochen

: Bearbeitet durch User
von Jochen H. (jhammer)


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MicroPhyton und MQTT wird jetzt voll unterstützt.
https://www.crowdsupply.com/envox/eez-bb3/updates/micropython-arrives-on-bb3

Ein Phyton-Script "diode-tester.py" 
https://github.com/eez-open/modular-psu/blob/master/MicroPython/diode-tester.py
zeigt sehr schön wie einfach Scripte erstellt und dann auf das Gerät 
gespielt und angewendet werden können.

Die Möglichkeit quasi unbegrenzt Scripte auf das Gerät zu laden und 
diese ohne PC-Verbindung ausführen zu können sind schon herausragend, 
finde ich.

Jochen

von C. A. Rotwang (Gast)


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Jochen H. schrieb:
> der frei einstellbare
> Überspannungsschutz mit einer Reaktionszeit <15usec ist in diesem
> Zusammenhang auch nicht übel...

Doch sowas kann übel enden, ein Schutz sollte so einfach möglich 
realisiert werden denn nur so ist Zuverlässigkeit garantiert. Also 
simple Schmelzisichrung o.ä. statt Software.

Und frei programmierbar kann eben auch unfreiwillig deaktivierbar 
bedeuten. So versehentlich auf den nicht arretierten und nicht mit einer 
Skala beschrifteteten Drehregler gelangt und schwub geht an den FPGA-Pin 
in der Testschaltung 7V statt 3V3 ....

Aber schön das man aus den Fehlern und Unterlassungen anderer lernen 
kann...

Und wer zu jung ist, um noch zu wissen, wie ein Drehregler mit Skala und 
Arretierung ausschaut, da ein link: 
https://www.distrelec.de/de/zubehoer-fuer-potentiometer-vishay-11a11b10/p/13821247

von Jochen H. (jhammer)


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War ja (wieder) nicht anders zu erwarten.
Da die Box den Großteil der hier aufgeführten fehlenden Features doch 
besitzt, wird jetzt an deren Umsetzung herum gemeckert.
Komm mir jetzt nicht mit "konstruktiver Kritik"...
Das ist nur ein Troll-Verhalten wie's im Buche steht.

Na ja, dann bin ich ja froh, dass die Entwickler die gleichen "Fehler" 
wie die "großen Jungs" bei Ihren HighEnd-Netzteilen machen:
Rhode & Schwarz (war früher besser...weiß ich)
https://www.rohde-schwarz.com/de/produkt/ngm200-produkt-startseite_63493-652229.html
oder
Keithley (war früher auch besser...weiß ich)
https://www.tek.com/keithley-source-measure-units/keithley-smu-2400-series-sourcemeter

Diese >3000.- Euro Kisten haben alle einen Touchscreen und einen 
Drehregler.
Aber weil diese Firmen und deren Entwickler ja auch nichts können und 
hier nicht gefragt haben, wie man es besser macht, werden diese auch 
nicht verkauft.
Schade, dass diese Firmen aufgrund Ihrer unbrauchbaren Produkte den Bach 
runter gehen und niemand mit den "RICHTIGEN" Entwicklungen auf den Markt 
kommt.

>Und wer zu jung ist, um noch zu wissen, wie ein Drehregler....
Bin 50, Dipl.-Ing.Univ. E-Technik und seit gut 25J. Hardwareentwickler 
in der Automobilentwicklung.
Es war ja früher ALLES SOVIEL BESSER!
 Ein "gutes" Meßgerät kann auch nur so aussehen, alles andere, spez. 
Touch und PC-Steuerung ist Mist:
https://www.alte-messtechnik.de/hub/analog/ampere/bis1950/hitzdraht-ameter.htm


Ich kann nicht glauben, auf welchem hohen Ross hier herum geritten wird.
Meine Herren....

von Peter M. (r2d3)


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von Jochen H. (jhammer)


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Hallo Peter,

das C't Lab mit all seinen Modulen ist schon ein tolles und vorallem 
flexibel konfigurierbares Projekt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob 
dieses aus Sicht eines (programmierbaren) Netzteils mit der BB3 Box 
mithalten kann.
Es wären mindestens 4 DCG-Module sowie das PM-8 Panel notwendig, um die 
4 Ausgangsspannungen und die Trackingmöglichkeit des BB3 zu erhalten. 
Bei Segor kostet ein DCG-8 Kit gute 100.- Euro in der 12-Bit und ca. 
140.- Euro in der 16-Bit Version, das PM-8 dann knapp 40.- Euro. Hinzu 
kommt dann noch das 19-Zoll Gehäuse und Trafo(s) bzw. Schaltnetzteile 
und anderen "Kleinkram". Da kommen dann ruck-zuck auch gute 600.- Euro 
Materialkosten zusammen. Also liegen die Projekte preislich schon mal 
sehr eng zusammen.

Und auch wenn es da SEHR kontroverse Meinungen über GUIs und 
Bedienelemente gibt, dann sehe ich bei einem Netzteil mit einer großen 
Anzahl an Features und Konfigurationsmöglichkeiten schon einen Vorteil, 
wenn dieses über einen Touchscreen & Encoder bedient werden kann bzw. 
über das Display aktuelle Spannungs-/Stromverläufe beobachtet werden 
können.

Was ich spontan am DCG-8 vermisse, ist ein Button, um die eingestellte 
Spannung/Strom Ein- bzw. Ausschalten zu können. So wie ich das lese, 
schaltet der Drehgeber zwischen Grob- und Feineinstellung von U bzw. I 
um. Aber ein Ein/Aus für den individuellen Kanal fehlt?

Wie auch immer, für 600.- Euro + bekommt man natürlich auch Fertiggeräte 
von Rigol, Siglent & Co.
Mir gefällt aber der Selbstbau, der Open Source Gedanke und die 
Modularität des BB3, da hier weitere Module angekündigt sind:
https://twitter.com/envox/status/1206489122581417985

von Jochen H. (jhammer)


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Jetzt ist eine erste Demo der MQTT Fähigkeiten der EEZ Box 3 verfügbar.

Youtube-Video "MQTT first demo"

Die Box arbeitet als MQTT Node und kann als IoT Device über beliebige 
Clients gesteuert und ausgewertet werden.

Ein "Netzteil" mit solch einem Feature kenne ich bislang nicht....

von Joggel E. (jetztnicht)


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Ich hab mir das Projekt angeschaut. Es ist leider zu "flimsy". Einfach 
ein paar Platinen senkrecht in ein Gehause geht so nicht. Das Konzept 
ist so leider falsch. Resp Hardwaremaessig zu schwach, auch wenn die 
Software besser dreinschaut.

Ich wuerd die verschiedenen Kanaele als getrennt betrachten, also kein 
Kabelbundel ziehen. Ferner muessen die Leiterplatten mit einem Ground- 
und Schirmkonzept und festgeschraube werden, auch moeglich als Kassette. 
Oder einer Backplane.

Und wo moeglich mit Steckern arbeiten. Denn irgendwann muss man's 
auseinander nehmen, uns sollte es nicht falsch zusammenstecken koennen.

Kuehlkoerper im Gehaeuse ohne Konzept wie man die Waerme auch aus dem 
Gehaeuse wegbringt.

von Jochen H. (jhammer)


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Mich erinnert der Aufbau an einen PC.
Da gibt's ein Motherboard mit einer direkt angeschlossenen "Backplane" 
in welche die max. 3 Module gesteckt werden. Mit dem Gehäuse verschraubt 
wird das Modul dann über die Frontplatte. Jedes Modul hat einen 
verpolungssicheren Power-Connector, über welchen die 48V DC vom 
jeweiligen DC-Modul angeschlossen wird. Ist halt die Stromversorgung, 
wie bei einer PC-Karte. Außer dem Power-Connector haben die Module keine 
weiteren Stecker, da alle weiteren Verbindungen über die Backplane 
hergestellt werden.

Klar, von der Stromversorgungsplatine gehen Kabel-Verbindungen zu den 
drei DC-Modulen (geschaltete Netzspannung) sowie ein Kabel zum Lüfter.
Weitere Kabel, speziell zu den Modulen, sehe ich in den aktuellen 
Schaltplänen nicht?

Sicher könnte man sich ein Konzept überlegen, das ein Modul zusammen mit 
dem Schalt-Netzteil in ein geschirmtes Gehäuse kapselt und dieses dann 
in eine Backplane steckt, die dann auch die geschaltete Netzspannung 
führt. Das würde m.M. nach aber schon wesentlich aufwändiger und 
teuerer.
Die Meßwerte scheinen auch unter Vollast zu passen:
https://www.envox.hr/eez/eez-bench-box-3/eez-bb3-measurements/dcp405-power-module.html

Joggel E. schrieb:
> Kuehlkoerper im Gehaeuse ohne Konzept wie man die Waerme auch aus dem
> Gehaeuse wegbringt.

Das Gehäuse hat Lüftungsöffnungen und einen geregelten Lüfter. 
Untersucht wurde das thermische Verhalten auch schon:
https://www.envox.hr/eez/eez-bench-box-3/eez-bb3-measurements/dcp405-power-module.html#dcp405_thermals
Was fehlt denn da?

von C. A. Rotwang (Gast)


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Jochen H. schrieb:
> War ja (wieder) nicht anders zu erwarten.
> Da die Box den Großteil der hier aufgeführten fehlenden Features doch
> besitzt, wird jetzt an deren Umsetzung herum gemeckert.
> Komm mir jetzt nicht mit "konstruktiver Kritik"...
> Das ist nur ein Troll-Verhalten wie's im Buche steht.


Zeig mir das Buch in dem Troll als "langgedienter Ingenieur der weiss 
war er will und was technisch geht und direkt heraus sagt was man ohne 
größeren Aufwand besser machen könnte" definiert ist.
Wenn man schon den Sagenschatz und Fabelwesen heranzieht, dann wäre dir 
wohl ein "Des Kaisers neue Kleider" lieb, wo es nur unschuldigen 
Kinderseelen gestattet ist, die unverblümte Wahrheit auszusprechen?!

Abgesehen davon, das sich die Kritik im wesentlichen gegen 
hingeschissenen Bezahl-Artikel der diesen Thread einleitet, richtet: 
Null-Darstellung der Features, einzig die "programmierbare Anzeige" wird 
als Killer-Eigenschaft über den grünen Klee gelobt.

Und nach meiner Erfahrung ist reines Touch-Display und unbeschriftete 
Skalenknöpfen ein in der Laborpraxis wenig taugliches Konzept. Der 
Materialaufwand für ein paar richtige Knöpfe, wie beispielsweise der 
Kanal an/aus-Schalter würden nur cents kosten. Aber dann wäre das halt 
nicht so smartphone-hype-conform-knopf-frei ...

von C. A. Rotwang (Gast)


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Jochen H. schrieb:

> Die Box arbeitet als MQTT Node und kann als IoT Device über beliebige
> Clients gesteuert und ausgewertet werden.
>
> Ein "Netzteil" mit solch einem Feature kenne ich bislang nicht....


Hat vielleicht seine guten Gründe, so wie es seine guten Gründe hat, 
warum man keine Herz-Lungen-Maschinen als IoT-Device will...


http://www.ottigers.com/content/humor/grafik/bluetooth.jpg

von A. K. (Gast)


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C. A. Rotwang schrieb:
> Herz-Lungen-Maschinen als IoT-Device will...

die meisten Medizingeräte haben heutzutage auch Netzwerkfähigkeit, das 
heißt aber nicht, dass Sie im gleichen Netz mit dem Gäste-Wlan hängen 
müssen.

LG

von Jochen H. (jhammer)


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C. A. Rotwang schrieb:
> Und nach meiner Erfahrung ist reines Touch-Display und unbeschriftete
> Skalenknöpfen ein in der Laborpraxis wenig taugliches Konzept.

Wie ich schon geschrieben habe, hat Rhode & Schwarz, Keithley u.a. mit 
Ihren High-End Netzteilen den großen Fehler begangen nicht bei einem 
"langgedienter Ingenieur der weiss war er will und was technisch geht 
und direkt heraus sagt was man ohne größeren Aufwand besser machen 
könnte" nachzufragen. Das haben die echt versemmelt und müssen jetzt 
hoffen, dass Sie Ihre Geräte dennoch verkaufen.
Ich stell mir gerade das Labor von C.A.Rotwang vor:
https://dustedoff.files.wordpress.com/2011/07/pic31.png

;-)

von C. A. Rotwang (Gast)


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Arno K. schrieb:
> C. A. Rotwang schrieb:
>> Herz-Lungen-Maschinen als IoT-Device will...
>
> die meisten Medizingeräte haben heutzutage auch Netzwerkfähigkeit,

Nein, die wenigsten.
Bei meinem Hausarzt steht kein einziges IoT-Gerät im 
Behandlungszimmer.Und ich lese IoT als "Internet of Things", aber nicht 
als "lokal gekapselte" Netzwerkschnittstelle.

>das
>heißt aber nicht, dass Sie im gleichen Netz mit dem Gäste-Wlan hängen
>müssen.

Naja, es heisst ja nicht, das der "Unsinn" seinen Ursprung nur im 
Gäste-Wlan hat, kann ja auch der Anästesist sein, der versehentlich 
statt der Narkosemittelpumpe die Blutpumpe nach getaner Arbeit 
abschaltet.
Merke: Murphy's Law: "Was schiefen kann, wird schief gehen"

https://de.wikipedia.org/wiki/Murphys_Gesetz

von A. K. (Gast)


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C. A. Rotwang schrieb:
> Bei meinem Hausarzt

wow, das ist ja jetzt absolut aussagekräftig!

C. A. Rotwang schrieb:
> statt der Narkosemittelpumpe die Blutpumpe nach getaner Arbeit
> abschaltet.

ja genau, das kann mit normalen Geräten aber genauso passieren, nur weil 
etwas übers Netz geht heißt das noch lange nicht, dass dort plötzlich 
Knöpfe verwechselt werden.

LG

von C. A. Rotwang (Gast)


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Jochen H. schrieb:

> Ich stell mir gerade das Labor von C.A.Rotwang vor:
> https://dustedoff.files.wordpress.com/2011/07/pic31.png
>
> ;-)

Richtiger Film, falsche Szene - das ist Rotwangs Labor:
http://tiefkultur.de/wp-content/uploads/2011/05/Metropolis.jpg

Bei Rohde kommt mir eher deren RTO in den Sinn, was zwar auch einen 
Touchscreen hat, aber auch über Knöpfe bedienbar bleibt. Und einen extra 
Schalter zu deaktivieren des Touch hat:
https://cdn.rohde-schwarz.com/pws/product/r_1/rto/rto1000/RTO1014-Oscilloscope_3_w640_hX.jpg

Was mich stört ist das "Entweder oder wo ein simples "Beides" den 
Anwenderkreis glatt verdoppeln würde.

von Jochen H. (jhammer)


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C. A. Rotwang schrieb:
> Was mich stört ist das "Entweder oder wo ein simples "Beides" den
> Anwenderkreis glatt verdoppeln würde.

Dem stimme ich uneingeschränkt zu.

von C. A. Rotwang (Gast)


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Arno K. schrieb:

> C. A. Rotwang schrieb:
>> statt der Narkosemittelpumpe die Blutpumpe nach getaner Arbeit
>> abschaltet.
>
> ja genau, das kann mit normalen Geräten aber genauso passieren, nur weil
> etwas übers Netz geht heißt das noch lange nicht, dass dort plötzlich
> Knöpfe verwechselt werden.

Es wird aber möglich und Murphy sagt "Was an Katastrophen möglich wird, 
wird auch eintreten" . Deshalb möglichst nur eine und deutlich 
markierten Stelle zum Auslösen kritischer Aktionen und nicht die 
potentielle Kontrolle über eine IoT-Schnittstelle dem ganzen Globus 
übergeben. Ist halt wie bei globalen Variablen:

https://geekandpoke.typepad.com/.a/6a00d8341d3df553ef0168ea7df646970c-800wi

von Jochen H. (jhammer)


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C. A. Rotwang schrieb:
> "Was an Katastrophen möglich wird,
> wird auch eintreten

Stimme ich auch zu. Wir sollten aber mal die Kirche im Dorf lassen. Die 
Box regelt jetzt nicht die Steuerstäbe in einem AKW oder den LHC in 
Genf.

Wir haben hier ein Labornetzteil mit umfangreichen Schnittstellen. 
Praktisch alle (Meß-)Geräte in einem Labor sind über irgendwelche 
Interfaces steuer- und bedienbar. Ich stelle mir gerade unsere EOL-Tests 
vor, wenn es GPIB, IEEE1394, LAN & Co. nicht geben würde.
Wenn ein neues Gerät auf den Markt kommt, dann wird jeder seine SEHR 
INDIVIDUELLE Feature-Liste virtuell abhaken. Ich persönlich würde MQTT 
nicht brauchen, finde dessen Möglichkeiten toll und sehe einen Haufen 
Anwendungsfälle, die bis dato nur mit erheblichem Aufwand oder gar nicht 
umsetzbar waren.

Wer bereit ist >600.- Euro für ein Netzteil auszugeben, sollte auch 
wissen wie er dieses (sicher) zu bedienen hat. Und da hat der eine halt 
eine Armada von (beschrifteten) Drehgebern und Schaltern im Fokus, 
während dies einem Test-Automatisierer nicht die Bohne interessiert.

Somit wäre der eine oder andere Geber und Schalter an dieser Box schon 
nicht schlecht, um die (Betriebs-)Sicherheit und 
Anwendungsfreundlichkeit zu erhöhen. Dafür bietet die über Touch & 
Interface steuerbare Software Möglichkeiten, die bis dato für diesen 
Kaufpreis nicht zu realisieren waren.

Und da sind wir wieder beim Open Source Gedanken. Alleine über die 
bereits vorhandenen Systembusse (I2C, SPI) ist es ein leichtes, den 
einen oder anderen beschrifteten Geber oder Schalter nachzurüsten und 
die Software entsprechend zu erweitern. Ich sehe das Projekt hier als 
Ausgangsbasis für die eigene Individualisierung....

von Peter M. (r2d3)


Angehängte Dateien:

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Hallo Jochen H.,

Jochen H. schrieb:
> So wie ich das lese,
> schaltet der Drehgeber zwischen Grob- und Feineinstellung von U bzw. I
> um. Aber ein Ein/Aus für den individuellen Kanal fehlt?

Ja, so ist es!
Auf dem Bedienpanel fehlt der Platz dafür.

Man könnte so einen Schalter noch zwischen und unter den 
Anschlussbuchsen unterbringen, aber da ist der Schalter nur umständlich 
zu erreichen.

Ich habe das einfache DCG, also ohne Leistungsendstufe DCP, das ja 
standardmäßig nur für ein 24V-Schaltnetzteil vorgesehen war, anders 
gespeist.
Ich habe einen Ringkerntrafo mit zwei Sekundärwicklungen verwendet und 
noch eine Umschaltung eingefügt. Diese Umschaltung und einen 
Ein/Ausschalter für den Ausgang findest Du auf dem zusätzlichen schmalen 
Panelblech.
Das "vollwertige" DCG mit Leistungsendstufe DCP hinter dem nackten Panel 
regelt die Wicklungsumschaltung ganz autonom und auch die 
Temperaturüberwachung des Kühlers.

Unter dem Aspekt des Spannungsabfalls auf der verlängerten 
Ausgangsleitung (zum Schalter) ist zu sagen, dass das DCG mit Hilfe der 
Sense-Anschlüsse (bei mir an den Buchsen) diesen kompensiert.

Wenn man's schön macht, sollte man natürlich auch die Sense-Anschlüssel 
herausführen.

Auf dem Bild angeschlossen, aber nicht sichtbar, ist eine LTZ1000.

Beitrag #6092395 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jochen H. (jhammer)


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Die Crowdfunding Kampagne hat den avisierten Betrag erreicht und das 
Projekt wird demzufolge realisiert. Aktuell unterstützen 166 Geldgeber 
das Projekt.
Die Kampagne läuft noch 4 Tage. Wer also noch teilnehmen möchte....

Vielleicht wird ja noch das "Stretch Goal" in Höhe von $100.000 
erreicht.
Dann wandert die LAN- und die USB-Buchse auf die Rückseite des Gehäuses.

Ein neues Video zeigt die umfangreichen Schutzmechanismen der Box:
- Ausfall des Lüfters
- Kontrolle der Ausgänge beim Ein-/Ausschalten
- Power-Modul Fehler
- Überspannungs- und Überstrom-Schutz
- Verpolungsschutz
- Display Lock
und einige mehr:

Youtube-Video "EEZ BB3 protection mechanisms"

Have fun!

von Mein Senf (Gast)


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Ein Spielzeug um seiner selbst willen.
Wieviel nutzloser Müll wird im MediaMarkt angeboten - und gekauft?
Da ist sicher auch Platz für ein völlig sinnbefreites 
Spieltrieb-Netzteil.
Es gibt Schlimmeres!

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