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Forum: Platinen DeepPCB: KI-basierter Autorouter


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Christoph B. (birki2k)


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InstaDeep wirbt mit dem ersten rein auf künstlicher Intelligenz basierenden Autorouter. In dieser Woche wurde dazu eine Beta-Version freigeschaltet, mit der sich Platinen mit bis zu 150 Netzen routen lassen, wobei der Autorouter kompatibel zu KiCAD ist.

Zum Testen kann eine *.dsn Datei erstellt und hochgeladen werden, wobei die Bauteile zuvor von Hand platziert werden müssen. Innerhalb von 24 Stunden steht dann das fertige Layout zum Download bereit. Derzeit stehen zwei Lagen zur Verfügung, wobei ein DRC-konformes Ergebnis versprochen wird. Aktuell ist das kostenlose Angebot je Nutzer auf drei Layouts pro Woche beschränkt, kommerzielle Angebote mit weniger Limitierungen sind für nächstes Jahr geplant.

Der Informationsgehalt auf der Website ist derzeit noch relativ gering, jedoch existiert auf Youtube ein Video zur Produkteinführung. Hier wird auch ein Layoutbeispiel gezeigt und die Nutzung der Seite demonstriert. Insgesamt handelt es sich bei DeepPCB um ein interessantes Projekt im Anfangsstadium, bei dem vor allem die Frage spannend bleibt, wie auf komplexe Probleme wie etwa die für nächstes Jahr geplante Bauteilplatzierung eingegangen wird.


von Gerd E. (robberknight)


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Warum braucht das 24 Stunden? Wenn das wirklich Software ist, sollte das 
viel fixer gehen.

Ich tippe daher eher auf Mechanical Turk...

von Timmo H. (masterfx)


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In 2-3 Jahren sollte eigentlich jedes PCB-CAD Software einen 
KI-basierten Autorouter haben, ansonsten sind die weg vom Markt.

: Bearbeitet durch User
von Christoph B. (birki2k)


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Gerd E. schrieb:
> Warum braucht das 24 Stunden?

Hier kann man natürlich böses unterstellen, aber dann könnten sie auch 
gleich mit höherem Funktionsumfang werben ;-)

Ich vermute, dass sie einen bestimmten Zeitslot nutzen, in dem geroutet 
wird. Eventuell lässt sich die Hardware so günstiger anmieten oder 
zwischen mehreren Projekten aufteilen.

: Bearbeitet durch NewsPoster
von Wühlhase (Gast)


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Timmo H. schrieb:
> In 2-3 Jahren sollte eigentlich jedes PCB-CAD Software einen
> KI-basierten Autorouter haben, ansonsten sind die weg vom Markt.

Das hingegen halte ich für ein Gerücht. Hingegen würde es mich nicht 
überraschen, wenn es eine Ewigkeit dauert bis sich diese Autorouter 
durchgesetzt haben. Wobei ich von brauchbaren Autoroutern ausgehe, die 
gute Ergebnisse erzielen und eher die Haltung vieler Entwickler als 
Hindernis sehe. Wobei ich es dennoch für fraglich halte, daß überhaupt 
eine Firma in zwei bis drei Jahren einen tauglichen KI-Autorouter 
hinbekommt der deutlich besser ist als bestehende Lösungen.

Allzumal das Teil cloudbasiert ist, d.h. mit den meisten Programmen gibt 
man auch gleich seinen ganzen Schaltplan mit raus. In einigen Firmen 
wird es sich rasch durchsetzen bzw. wird die Kröte geschluckt, wenn auch 
allenfalls widerwillig. In anderen Firmen wird dies von vornherein ein 
Ausschlußgrund sein.

Was ich mir hingegen auch gut vorstellen kann, ist, daß sich viele 
EDA-Hersteller unnötig unter Zugzwang setzen und Zeit und Geld in eine 
unausgegorene Lösung investieren, wobei Zeit und Geld anderswo besser 
genutzt wären.

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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Im Video bei 22:30 sieht man das Ergebnis.

Ähm ja ... Good luck damit lmao

von Wühlhase (Gast)


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Fertig ist er jedenfalls nicht geworden. Da fehlen noch drei Netze.

von Lopaloma (Gast)


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Da route ich lieber selber.
Da wurden nicht mal Vias verwendet. Wie lang wird das Ding nur brauchen, 
wenn da Micro-Vias oder burried vias noch mit dabei sind? Oder wenn noch 
Sperrflächen dazukommen?

Warum muss man den Leuten immmer versuchen irgendeinen Schmarrn 
anzubieten?
Wenn man selbst routet, dann macht micht sich auch Gedanken über 
mögliche Störungen, welche man eben durch Umwege beim Routen von 
gewissen ICs fernhalten möchte. Dieser Autorouter Quatsch sagt sich nur 
"komm. Lass fertig würfeln den Mist. Hauptsache alles wird schön kurz." 
Ich denke für faule Säcke ist das genau das richtige.

Gruß

von Hugo24 (Gast)


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Ein künstliches neuronales Netz kann nur dass tun was es lernt. Soll ein 
solcher Autorouter mögliche Störungen beachten dann muss es mit realen 
Layouts trainiert werden, wo auch die zu verbauenden Komponenten mit 
angegeben werden.

Wenn in den realen Layouts von Menschen im Bezug auf bestimmte 
Komponenten oder Kombination von Komponenten bestimmte Muster 
auftauchen, dann ist ein KNN in der Lage diese Muster zu adaptieren.
Es verhält sich dann bei den entsprechenden Komponenten oder 
Kombinationen ähnlich.

Das ist ja die eigentlich Revolution an der heutigen KI Technik. Sie 
kann komplexe logische Muster immer besser erlernen. Es sind keine oder 
nicht ausschließlich manuell programmierten "wenn dann" Systeme.

Wenn so ein Autorouter die manuelle Arbeit mindestens um die Hälfte 
reduziert und wenige Anpassungen notwendig macht ist es bereits ein 
Erfolg.

Perfekte Ergebnisse sind sowieso nicht zu erwarten. Auch nicht von 
Menschen die auch ständig Fehler machen und auf Testläufe angewiesen 
sind um übersehene oder unverstandene Fehler zu erkennen.

von Naja (Gast)


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Dann sollte erst mal eine standardisierte Bezeichnug der 
Netzfunktionalitaet vorhanden sein. Ich habe zB Netze mit :
- erhoehter Spannung : Isolationsabstaende
- schnelle Signale : Kopplung und allenfalls Impedanz beachten
- Analogik : Einkopplungen beachten
- Schaltwandler : minimale aufgespannte flaechen

.. usw. die werden alle mit unterschiedlichen Gesichtspunkten geroutet.

von Theor (Gast)


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Meiner Vermutung nach, ein Mietenthusiast.

von jemand (Gast)


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Mampf F. schrieb:
> Im Video bei 22:30 sieht man das Ergebnis.
>
> Ähm ja ... Good luck damit lmao

Sieht nicht gut aus...

Naja, für die üblichen Bastler wirds schon reichen. Ist ja auch eine 
recht simple Platine, so mit 2 Lagen.

Vielleicht sollt man mal ein 10-lagiges Kuchenblech hochladen (mit ein 
paar Speziealitäten wie DDR-3, HDMI, SATA-2, LVDS und so weiter).
Würde mich mal interessieren, wie das läuft.

Allein die Definition der ganzen Design Guides dürfte fast genaus viel 
Aufwand sein, wie das Routen an Sich.

Das Problem ist ja, dass "KI" nicht mitdenkt. Aber genau das Mitdenken 
(also den  Zweck der Sache zu kennen und zu verstehen) ist eine 
Grundvoraussetzung für komplexe Layouts.

Ich bin sehr skeptisch.

von Nabil Chouba (Gast)


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Hi everyone, Nabil the DeepPCB team lead here, first thank you for the 
interest and comments we did not expect we would appear in Hackaday so 
quickly :) We’ve reviewed carefully the different points made. First the 
good news, we’ve just released more capacity so you can subscribe to the 
system now! If you register you get 4 free runs per week. If you are 
curious about how DeepPCB works here are more comments:

“ Mechanical Turk ...”: No our system is fully automated (which is why 
it’s a first) so bear with us as we are in beta :) Automation is 
possible because we use Reinforcement Learning (RL), an AI technology 
which is very useful for decision-making problems like PCB Routing. At 
InstaDeep, we deploy RL systems in the real world and work closely with 
hardware partners such as Nvidia (we’ve recently been upgraded to 
preferred partner) and Intel (we’re part of the AI Builder Program). In 
our opinion, having no-human in the loop is critical to accelerate PCB 
development cycles, and that’s a key feature of DeepPCB. The reason why 
we need 24 hours is because of our machine learning system that learns 
to solve boards progressively. To further highlight it, we are actually 
going to upgrade DeepPCB to show intermediate boards (as it’s being 
processed)  to showcase how our AI progressively improves the solutions 
it finds.


To tell you more about our company, InstaDeep has built credibility in 
AI circles by innovating Machine Learning and Reinforcement Learning 
(RL) to find good solutions to NP-Hard problems. For example, you can 
check our R2 paper about AI for Bin Packing which was accepted at the 
NeurIPS 2018 in the Deep RL workshop. More recently we’ve just published 
a joint AI-research with Google DeepMind that earned a top 2% global 
ranking at NeurIPS 2019. We also have specific domain expertise in 
Hardware: some of our team members (me included) have worked for more 
than 15 years in this field in companies such as STM, NXP, Dialog, etc. 
We believe it’s an exciting time to be working on PCB Routing, an 
NP-Hard problem.

On a final note, keep in mind we’re in early beta and our goal is to 
hear from you to iterate and improve the product better. Things might 
break from time to time and we’ll certainly make mistakes but what 
matters to us to keep working hard and make progress on this exciting 
problem. We believe it’s the combination of Hardware domain expertise 
and advanced AI know-how that ultimately will yield strong results. If 
you agree, don’t hesitate to reach out at support@deeppcb.ai we’d love 
to hear from you!

von Nikolaus S. (Firma: Golden Delicious Computers) (hns)


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Der Knackpunkt ist dass bei keinem EDA alle (also 100%) relevanten 
Design-Rules formal spezifiziert werden können.

Der menschliche Layouter verwendet über die definierten Design-Rules 
weitere Regeln (Erfahrung). Die kann die KI zwar versuchen zu imitieren, 
aber dafür müßte sie auch den Schaltplan, mechanische Bedingungen und 
auch Fertigungsüberlegungen kennen. Bis hin zu was beim letzten Projekt 
schief gegangen war.

Was wird also passieren? Der KI-Router liefert als Black-Box 99% der 
Verbindungen oder sogar 100%. Aber die ungeschriebenen Regeln wurden 
nicht berücksichtigt.

Also wird sich jemand dransetzen und versuchen das zu verbessern. Da er 
aber nicht weiß was sich die KI dabei gedacht hat, reduziert das den 
Nutzen des AR.

Wobei: "KI" braucht man auch dafür noch nicht. Ich verwende immer wieder 
den (topologischen) AR von EAGLE 7.7. Der ist überraschend gut, vor 
allem für digitale Steuerleitungen (z.B. irgendwelche Chips an GPIOs 
anklemmen).

Allerdings muß man
a) sauber und wohlüberlegt vorplazieren
b) kritische Leitungen (Strom, HF etc.) von Hand vorverlegen
c) dann die AR-Black-Box laufen lassen
d) evtl. Leitungen Bereiche löschen und nochmal verbinden lassen
e) alles nachbearbeiten

Ob so eine Box dann eine neuronale "KI" drin hat oder einfach einen 
"Graphen-Suchalgorithmus" oder gar einen topologischer Router ist 
eigentlich egal.

Entscheidend sind die Schritte a, b, d und e...

PS: über "NP-Hard problem solving" mit KI-Methoden habe ich vor 30 
Jahren geforscht - einschließlich Reinforcement Learning... Schon damals 
wurde auch PCB-Layout versucht (müßte wahrscheinlich irgendwo in den 
IEEE Transactions of Neural Networks zu finden sein).

: Bearbeitet durch User
von Theor (Gast)


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Nabil Chouba schrieb:
> Hi everyone, Nabil the DeepPCB team lead here, first thank you for the
> interest and comments we did not expect we would appear in Hackaday so
> quickly :) [...]

It's not Hackaday here. So to mention.

> [...] we use Reinforcement Learning (RL) [...]

So how is learning controlled concretely in regard to the subject of 
designing PCBs? What criteria are considered in detail?

> [...] check our R2 paper about AI for Bin Packing [...]
> [...] a joint AI-research with Google DeepMind [...]

Please provide links to the papers.

von Bastian N. (kurzschlussblog)


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Ich habe ein Projekt gefunden, das klein genug ist um in den aktuellen 
Rahmenbedingeungen zu laufen. Das Routing hat ziemlich lange gedauert.

Zum Vergleich, ich konnte google öffnen, einen kostenlosen autorouter 
suchen, freeroute installieren, das Design in freeroute routen und war 
dann immer noch schneller als die Cloud.

Jetzt, wo das Design fertig ist, bleibt eigentlich nicht viel übrig zu 
tun, bis auf alles neu zu routen. Da ich keine Constraints eingebeben 
habe, ist alles mit 0.25mm Traces geroutet und selbst Signale wie GND 
sind nicht über eine Plane geführt.

Leider kann ich auf der Webseite keine speziellen Probleme anmerken, 
sondern lediglich Sternchen verteilen. Aber das Konzept ist trotzdem 
interessant. Vor allem wenn es dann in der Lage ist die 0815 Signale auf 
den großen Boards zu routen, wenn der ganze kritische Kram erledigt ist.

von Nabil Chouba (Gast)


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Hi Bastian,

I’m Nabil Chouba the DeepPCB team lead, thank you for your comments! 
We’ve checked the .dsn file you sent and there are no specifications of 
the plane. In addition we used the width specified on the dsn file.

If you can tell us where you want to put the plane and also the width 
you wish for the wires and clearance we
will edit the .dsn file for you and launch a new run.

Thank you again for your interest we are a young startup and the KiCad 
community feedback matters a lot to us!

Best,
Nabil Chouba
DeepPCB Team Lead
www.deeppcb.ai

von drm (Gast)


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Nabil Chouba wrote:
>work closely with hardware partners such as Nvidia
routing Nvidia graphics cards or using their hardware to run the AI ?
Just kidding, I know the answer.

>If you can tell us where you want to put the plane and also the width
>you wish for the wires and clearance we will edit the .dsn file for
>you and launch a new run
if you teach your KI with designs from morons, you will get an AI with 
optimised failures.

A well configured autorouter today works very well, but configuring all 
constraints/rules takes a lot of time and skill that the autorouter 
constraints are only used to do the DRC correctly.

Hardware design experts will not work with you to teach the AI to make 
themselves obsolete.

Just use github to teach your AI how to programm in C. Later, make your 
AI open source because the design patterns you trained your AI with were 
open source, too.

For PCBs, go to a PCB manufacturer and teach your AI with gerber data 
from PCBs produced in high volume. There you get high quality designs 
where you can copy good design patterns.

Just my 2 cents.

von drm (Gast)


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on https://www.deeppcb.ai/ a pick and place machine video for an 
autorouting AI.
I love your humour.

von R. H. (lymo)


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Hier haben wohl einige Angst um ihren Job, daher der negative Grundton. 
Klar, die Ergebnisse sind noch nicht überzeugend, aber warten wir noch 
ein paar Jahre und wir werden hoffentlich große Fortschritte sehen. Bis 
dahin und auch später kann ja jeder weiterhin von Hand routen wenn er 
das unbedingt will. Aus meiner Sicht: genau für solche lästigen Aufgaben 
sollte KI/Deeplearning gedacht und gemacht werden.

Für den Softwarehersteller wäre es wohl sinnvoll demnächst daran zu 
denken, dass die Leiterplatten auch hergestellt werden müssen. Dabei hat 
jeder Hersteller seine Eigenheiten und Besonderheiten. Um das zu 
berücksichtigen muss die KI mehr als nur das Routen lernen, oder man 
beschränkt sich zunächst auf einen Hersteller um die Komplexität niedrig 
zu halten.

: Bearbeitet durch User
von Bastian N. (kurzschlussblog)


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R. H. schrieb:
> Klar, die Ergebnisse sind noch nicht überzeugend, aber warten wir noch
> ein paar Jahre und wir werden hoffentlich große Fortschritte sehen.

So ist es häufig, wenn neue Technologien zum einsatz kommen. Aber wie 
oben schon erwähnt, es gehört mehr dazu als nur viele Designs 
anzuschauen um PCB LAyout gut zu beherrschen, es kommt immer auf die 
Bauelemente, deren Konfiguration und Einsatzzweck an.

Ich finde das Projekt durchaus interessant. Vor allem wenn sich das 
ganze mal mit komplexeren Dingen füttern lässt. Mit den aktuellen 
Constraints ist es noch nutzlos.

von Harald A. (embedded)


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R. H. schrieb:
> Hier haben wohl einige Angst um ihren Job, daher der negative Grundton.

Wohl kaum, fähige Köpfe werden durch einen zusätzlichen 
Automatisierungsschritt in ihrem Umfeld nicht arbeitslos. Ganz im 
Gegenteil, die Abnahme von stupiden Arbeiten schafft Raum für 
sinnvollere Kreativität.

Warum der negative Grundton? Es ist halt nur ein banales Beispiel 
präsentiert worden, dass mit dem KI-Router noch grottiger aussieht als 
ein Ergebnis von einem x-beliebigen Standardautorouter Stand 2000 oder 
sogar noch früher. KI soll Prozesse verbessern und nicht im Pleistozän 
der Elektronikwelt neu ansetzen.

> Klar, die Ergebnisse sind noch nicht überzeugend, aber warten wir noch
> ein paar Jahre und wir werden hoffentlich große Fortschritte sehen.

Die KI müsste das Wissen von ganz vielen Entwicklern und 
Nutzungsszenarien intus haben, da sind wir noch sehr lange nicht, auch 
nicht in ein paar Jahren. Mal überlegt, wie das neuronale Netz für eine 
solche Mammutaufgabe aussehen könnte? Google KI macht sich derzeit mit 
gigantischen Aufwand an wesentlich kleinere Aufgaben ran, selbst 
autonomes Fahren ist meiner Einschätzung nach sehr viel einfacher als 
die Entwicklung von komplexen Platinen (für einfache Sachen braucht man 
es nicht). Den Stand der Dinge in Sachen KI in Bezug auf autonomes 
Fahren kann man hier mal schön nachlesen: 
https://www.heise.de/autos/artikel/Klartext-Der-Frosch-der-Auto-faehrt-3974580.html

> Bis
> dahin und auch später kann ja jeder weiterhin von Hand routen wenn er
> das unbedingt will.

Also dann muss auch das Placing (oder gar das Produktdesign) von der KI 
kommen. Sonst würde der Mensch ja nur in den Prozess „reinpfuschen“ und 
die KI könnte kein Optimum mehr erzielen. Schließlich routet man nicht 
manuell, weil es im Sinne der Unabkömmlichkeit so geil ist, sondern weil 
man manchen Aspekt außerhalb der reinen Funktion berücksichtigen will 
bzw. muss (EMV, Performance, Mechanik, etc. etc.).

> Aus meiner Sicht: genau für solche lästigen Aufgaben
> sollte KI/Deeplearning gedacht und gemacht werden.

Für sinnvolle Teilaufgaben in einem Projekt gibt es bereits heute sehr 
leistungsfähige Autorouter, da wird KI ganz bestimmt für noch bessere 
Ergebnisse sorgen aber so schnell keine Revolution auslösen.

So etwas wird von den etablierten Firmen mit Sicherheit mit in die 
aktuellen Prozesse eingewoben! Als unabhängiges Projekt gebe ich dem 
Vorhaben keine große Chance, denn irgendwie müsste die Mammutaufgabe mit 
entsprechenden Ressourcen belegt werden. Wie soll das funktionieren?

: Bearbeitet durch User
von Meher Bnouni (Gast)


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It sure seems like a long way to go from routing PCBs to picking and 
placing components automatically. However, with the rapid expansion of 
AI, this could happen within the next couple of years, or even months. 
The important thing is that the first step is made, laying the 
groundwork for an entire new research area. This novelty will allow us 
to look at PCB routing differently and bring new insights, 
revolutionizing the entire PCB industry.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Harald A. schrieb:
> Es ist halt nur ein banales Beispiel
> präsentiert worden, dass mit dem KI-Router noch grottiger aussieht als
> ein Ergebnis von einem x-beliebigen Standardautorouter Stand 2000 oder
> sogar noch früher. KI soll Prozesse verbessern und nicht im Pleistozän
> der Elektronikwelt neu ansetzen.

So sieht es aus.

>> Klar, die Ergebnisse sind noch nicht überzeugend, aber warten wir noch
>> ein paar Jahre und wir werden hoffentlich große Fortschritte sehen.

Das hört man immer wieder: man schmeisst einfach KI in eine Anwendung 
und "irgendwie" wird die das schon verbessern. Dabei ist man da 
algorithmisch noch ziemlich planlos. Für komplexere Systeme untaugliche 
Uraltkonzepte werden mit gigantischer Rechenleistung aufgebohrt, um 
überhaupt eine sinnvolle Reaktion zu erzielen,

> Die KI müsste das Wissen von ganz vielen Entwicklern und
> Nutzungsszenarien intus haben, da sind wir noch sehr lange nicht, auch
> nicht in ein paar Jahren. Mal überlegt, wie das neuronale Netz für eine
> solche Mammutaufgabe aussehen könnte? Google KI macht sich derzeit mit
> gigantischen Aufwand an wesentlich kleinere Aufgaben ran, selbst
> autonomes Fahren ist meiner Einschätzung nach sehr viel einfacher als
> die Entwicklung von komplexen Platinen (für einfache Sachen braucht man
> es nicht).

Letzteres glaube ich nicht - das ist nochmal deutlich komplexer, eben 
weil es noch viel, viel mehr verschiedene Szenarien gibt. Deswegen 
passiert da nach den anfänglichen Jubelarien auch nicht mehr viel.

Aber auch eine einfache Leiterplatte benötigt außerhalb von Gerberdatei 
und Stückliste so viele für das Routen entscheidende Informationen, dass 
alleine die Spezifizierung dieser Informationen die Zeit auffrisst, die 
man durch die KI spart.

> Für sinnvolle Teilaufgaben in einem Projekt gibt es bereits heute sehr
> leistungsfähige Autorouter, da wird KI ganz bestimmt für noch bessere
> Ergebnisse sorgen aber so schnell keine Revolution auslösen.

Ja, so sehe ich das auch. Aber für Teilaufgaben gibt es eben auch so 
schon sehr gute Router, u.a. den angesprochenen von Bartels (der auch 
schon seit über 20 Jahren mit neuronalen Netzen arbeitet). Entsprechend 
gering ist der "revolutionäre" Schritt, den KI noch bringen kann.

Es wird eine Platine, die der menschliche Router bereits entsprechend 
seiner vorhandenen Infos vorbereitet hat, dann vielleicht etwas 
schneller geroutet, vielleicht mit einer Lage weniger, vielleicht etwas 
kleiner.
Das war es dann aber auch.

Also insgesamt: ja, ist ganz nett, wenn es denn mal funktioniert (und 
man vor allem nicht immense Zeit in die Vorgaben stecken muss), aber 
revolutionär ist das alles nicht.

von Dieter R. (drei)


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Gibt es denn irgendwo ein Beispiel eines anspruchsvolleren Layouts, das 
mit diesem KI-Tool erstellt wurde? Ich habe nichts gefunden, vielleicht 
habe ich auch nicht intensiv genug danach gesucht. Für einen Link wäre 
ich jedenfalls dankbar.

Und was nützt mir das, wenn ich alles vorher von Hand platzieren muss? 
Meine Erfahrung mit dichten Layouts ist, dass (Fein-) Platzieren und 
Routen ein interaktiv abwechselnder Prozess ist, bis man zu einem 
(subjektiven) Optimum gelangt ist.

von Lopaloma (Gast)


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Das Ding ist einfach total nutzlos. Hier wird was auf den Markt geworfen 
und dessen angeblichen Vorteile präsentiert. Ein erfahrener Entwickler 
braucht das Teil nicht. Ich überlege mir doch vorher wie ich Bauteile zu 
platzieren habe und wie ich bestimmte Bereich auf der Platine behandeln 
möchte. Das alles da reinzuhacken wäre ja ein Graus.
Warum heißt das Teil überhaupt "Deep"PCB?
Was ist das so Deep? Die Unfähigkeit eine 2-Lagen PCB in 10 Minuten 
vernünftig zu routen?

von Manuel X. (vophatec)


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Harald A. schrieb:
> Den Stand der Dinge in Sachen KI in Bezug auf autonomes Fahren kann man
> hier mal schön nachlesen:
> 
https://www.heise.de/autos/artikel/Klartext-Der-Frosch-der-Auto-faehrt-3974580.html

Selten so viele Fehler in einem Text gelesen. Das beste war aber das HTC 
OnePlus 3...

Naja. Sorry aber der Text geht vollkommen an der Realität vorbei.

Braucht man KI unbedingt? Naja für manche Dinge kann es durchaus 
sinnvoll sein. Um ein PCB zu Routen aber wohl eventuell eher nicht.

Die Datenmenge welche die KI lernen müsste um hier auf den 
sprichwörtlichen grünen Zweig zu kommen dürfte durchaus als gigantisch 
zu bezeichnen sein.

von Maschinenstürmer (Gast)


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Vielleicht könnte LP KI nur eine weitere Kanonenkugel sein mit der wir 
unsere Existenzen zuelstrebig im Namen des totalen Kapitalismus 
unterminieren. Man braucht nur die Veränderungen der letzten dreissig 
Jahre studieren um zu erkennen wie systematisch Vieles wegautomatisiert 
wurde und viele der damaligen Arbeitsmöglichkeiten systematisch 
eliminiert wurden. Und man macht nur noch verbissener und fanatisch 
weiter. Aber darum geht es nicht wirklich hier.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß KI unterstütze Entwicklung in 
gewissen Situationens sehr nützlich sein könnte sobald solche Tools 
ausreichend flexibel und kompetent genug sind und die vorgegebenen 
Ziele, hilft, mitzuunterstützen. D.h. KI ist nicht Ersatz von 
Arbeitskräften sondern lediglich ein weiteres Werkzeug im Arsenal des 
Ingenieurs um Resultate zu validieren und zu ermöglichen.

Wie so oft im Leben kommt es auf das Warum an. Warum geht man diesen 
Weg. Wenn fortgeschrittene Technologien nur als Ersatz von menschlichen 
Arbeitskräften beabsichtigt sind um Profite derjeniger zu fördern die 
davon profitieren, dann kann man nicht wirklich viel Gutes erwarten. 
Andrerseits könnte das Potenzial solcher Werkzeuge , weise eingesetzt, 
der Menschheit in vieler Manier nützlich sein.

Was LP Design betrifft, kommen oft Überfunktionale Aspekte hinzu. Viele 
LP Designs erfahrener Designer sind nicht nur funktionell erfolgreich 
sondern auch ästhetische Vorzeige Stücke. Ob KI produzierte LP in dieser 
Hinsicht beeindruckend sein werden muß sich erst herausstellen. Die 
Routing Ästhetik konventioneller Auto Router bedarf oft noch vieler 
Nacharbeit.

Es ist übrigens fraglich ob normale LP KI jemals on der Lage sein wird 
komplexe Spezial Anwendungen wie z.B. Mikrowellen Layouts zu schaffen 
weil da ja auch das ganze HF Wissen des HF Design Ingenieurs und der 
Einsatz von ECAD Analysis und Synthesis Werkzeuge notwendig ist und die 
eng tolerierten geometrischen Kupfergeometrien die eigentlichen 
Komponenten sind. Es dürfte sehr schwierig sein der KI dieses Fachwissen 
und Praxis Erfahrung jahrelanger Arbeit zu vermitteln. Gerade in der 
Mikrowellen Technik versteckt sich viel... Aber wer weiß, vielleicht 
schaffen die Entwickler solcher KI Werkzeuge eventuell auch das. Vorerst 
braucht sich aber keiner über seinen Job große Sorgen zu machen.

Wie immer in der Geschichte der Menschheit kommt es auf die ultimativen 
Ziele an. Gegen Menschen eingesetzt kann technischer Fortschritt ein 
Fluch für die Menschheit sein, im anderen Extrem ein Segen. Leider 
gehören die korporativen Ziele leider meist der ersten Kategorie an um 
der Machtdominanz und dem Profit zu frönen.

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