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Forum: Platinen Portable Lösung für Weller Lötstation


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von Nico K. (nexxos1412)


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Hallo,

ich bräuchte wieder etwas Hilfe bei der Umsetzung eines Projektes und da 
ihr mir letztes mal so grandios geholfen habt :) dachte ich mir ich 
versuche es mal wieder im Forum :)

Also wie der Titel schon sagt spiele ich mit dem Gedanken mir eine 
portable Lötstation zu bauen.

Zu bauen deshalb, da ich zwar bereit bin den Preis für die Akkustation 
von Weller zu bezahlen, jedoch kein Fan des fest verbauten Akkus bin und 
ich schon genug Akkus habe welche oft nur rumliegen und vor sich hin 
altern.


Speziell geht es hier um die Bosch Professional Akkus 18V 5AH - 7AH

Für die Werkstatt (Labor) Zuhause habe ich eine Weller WDD181V Löt / 
Entlötstation mit kleinem Airbrush Kompressor für die Venturi Düse. Mir 
liegt der WSP 80 Kolben allgemein sehr gut und ich habe zig Lötspitzen 
für Ihn.

Letztens musste ich bei einem Bekannten ein älteres Spiralkabel an einer 
Platine anlöten (von einer Hebebühne) was so grausig mit meinem sich 
ständig verzundernden Dremel Gaslötkolben ging, dass ich auf folgende 
Idee kam.

Ich habe mir jetzt eine gebrauchte Weller WS81 besorgt mit WSP80 Kolben 
und dachte mir ich kann ja wunderbar mit einem defekten Bosch Pro Gerät, 
meinem 3D Drucker und den 18V Akkus sowie einem DC-DC Stepup eine 
Portable Version daraus bauen. Leider wurde mir jetzt von Weller 
mitgeteilt, dass die Stationen 24V AC benutzen.

Meine Gedanken die ich mir gemacht habe für die Umsetzung:

Version 1:

- 24V -> 230V rein Sinus Wechselrichter
- DC -> DC Boost vorgeschaltet von 18V auf 26V oder so
- Alles schön in Alu Schaltschrank gebaut mit Schutzorganen, 
Spannungsmonitor usw.
- Akku von Außen anklickbar wie bei einem Werkzeug üblich.

Pro:
- universal 230V Steckdose überall dabei
- Vielseitig anwendbar
- kein zerlegen der Lötstation
- Wenig umbau bzw Verdahtungsarbeit
- Kostengünstig
- Kann ich selbst einfach realisieren, da mich Schaltschränke 
Verdahtungsmaterial usw nichts Kosten (altbestand Firma)

contra:
- Groß
- ineffizient wegen 2 "Schaltstufen"
- Schwer
- sehr hoher Leerlaufverbrauch von über 10W


Version 2:

- beim Stöbern in der Firma habe ich einen Temperaturregler entdeckt, 
der mit 24-240 V AC/DC Läuft und bis 500°C arbeitet, jedoch kommt dieser 
nur mit einem PT100 zurecht und nicht mit dem von Weller verbauten PT20. 
Eventuell lässt dieser sich ja modifizieren (leider kann dieser Regler 
nur An und Aus über ein Relais, also ist dem Temp Regelung nicht 
sonderlich genau)




Version 3:
- Ich baue mit eure Hilfe meine eigene "Lötstation"

Pro:
- kompakt
- effizient
- Wie bei allen Varianten kann ich mir meine tollen WSP80 Kolben mit 
meiner Laborstation teilen

Contra:
- vermutlich längere Bauzeit


Wie würdet ihr dieses "Problem" lösen?
Ich meine natürlich ist eine Akkulötstation nicht unbedingt nötig. Meine 
4 Bosch Akkus würden auch vemutlich Freude daran haben öfter mal benutzt 
zu werden und seit dem Umbau nichtmehr rumzuliegen.


Vielleicht hat jemand ja was ähnliches gebaut oder hat auch sowas in der 
Art vor und kann mir bei dem Projekt helfen, es kann auch von mir aus 
mit Arduino oder sowas sein. Ein Programm bekomme ich da schon 
raufgeflasht.

Natürlich muss eure Hilfe nicht "umsonst" sein.

Achso als Schlusswort vllt noch:
Das Budget für das Projekt beträgt max 150€. Da mich ja alle anderen 
Teile nichts kosten, ein großen DC -> DC Step up habe ich auch noch hier 
liegen.

Vielen lieben Dank für eure Hilfe
Mit freundlichen Grüßen,
Nico

: Verschoben durch Moderator
von Romanleser (Gast)


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Nico K. schrieb:
> Wie würdet ihr dieses "Problem" lösen?

Mit zwei Li-Io Verbrennungsmotor-Starthilfen à 12V. Kostenpunkt ca. 
100€.

von Nico (Gast)


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Romanleser schrieb:
> Nico K. schrieb:
> Wie würdet ihr dieses "Problem" lösen?
>
> Mit zwei Li-Io Verbrennungsmotor-Starthilfen à 12V. Kostenpunkt ca.
> 100€.


Das funktioniert nicht, da DC. Außerdem habe ich ja Akkus und das soll 
so funktionieren mit den Akkus, die ich habe.


Mit freundlichen Grüßen
Nico

von Stefan F. (stefanus)


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: Bearbeitet durch User
von Nico K. (nexxos1412)


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Stefan F. schrieb:
> Es gibt Powerbanken mit 230V Ausgang. So etwas würde ich
> versuchen.
> https://www.amazon.de/Powerbank-24000mAh-220V-230V-Ausgang-Grau/dp/B077NCXQ2R
> 
https://www.amazon.de/BEAUDENS-Generator-Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie-Anschl%C3%BCsse-Emergency/dp/B07TBBZDPK
> 
https://www.amazon.de/reVolt-Powerstation-Solar-Konverter-Powerbank-Solar-Generator-Schwarz-Rot/dp/B07KPH2W22
>
> Die liegen in deinem Budget-Rahmen und deine Akkus hast du dann sogar
> noch für andere tolle Ideen übrig.

Hallo,
sieht nicht schlecht aus. Ist aber wenn nur eine Not Lösung für mich, 
ich will unbedingt die Bosch Akkus verwenden und mir nicht noch mehr 
Akkus ins Haus holen, man hat schon genug davon zuhause. Hab ja auch so 
ein Jumpstarter fürs Auto, 18650 Li-ion Zellen on mass usw.


Ich bin also weiter für Vorschläge offen.

Vielen Dank für eure Antworten
Mit freundlichen Grüßen
Nico

von Rainer S. (enevile)


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Würde dieses Teil Remixen.
https://www.thingiverse.com/thing:2319939
Einen umschlossenes(Lüftungsschlitze offen lassen) Teil zeichnen damit 
es stabil bleibt und dazu die Akkus oder Powerbank mit einbeziehen.

von Harald (Gast)


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Nico K. schrieb:
> Wie würdet ihr dieses "Problem" lösen?

Aliexpress TS100 Lötkolben, harmoniert wunderbar mit dem Bosch Akku. Ist 
jetzt nicht der Weller, trotzdem würde ich den TS100 nicht als 
schlechten Kompromiss ansehen. Spitzen gibt es zahlreich, günstig und 
mit guter Qualität.

Alles in Allem eine sehr kompakte Lösung, kein Riesentrümmer nötig, der 
nur die Spannungen wandelt.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Nico K. schrieb:
> Letztens musste ich bei einem Bekannten ein älteres Spiralkabel an einer
> Platine anlöten (von einer Hebebühne) was so grausig mit meinem sich
> ständig verzundernden Dremel Gaslötkolben ging, dass ich auf folgende
> Idee kam (...)

warum scheidet an solche einem Ort eine netzbetriebene Lötstation aus?

von Olaf (Gast)


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Ich denke auch das es am einfachsten ist wenn du dir einen TS100 kaufst.

Wenn du unbedingt Weller willst dann kauf dir einen gebrauchten WTCP-S 
Kolben. Die haben auch die komplette Temperaturregelung in der Spitze.

Auch die sind in der Regel fuer 24V ausgelegt. Sie funktionieren aber 
auch an 12V. Haben dann natuerlich nur 1/4 der Leistung, aber um im Auto 
mal ein Kabel zu loeten reicht das. Hab ich immer so gemacht. Allerdings 
verschleisst der Schalter bei DC etwas mehr als bei AC. Bei 
gelegentlicher Anwendung natuerlich egal.

Olaf

von Oliver S. (oliverso)


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Wenn ich solche Probleme hätte, würde ich doch mal Google befragen.

Das spuckt dann z.B. das hier aus:
https://www.heise.de/select/make/2016/5/1476695937422186

Eine Anpassung an deine Akkus sollte kein Hexenwerk sein.

Allerdings heb ich für die paar seltenen Einsätze „im Feld“, die halt ab 
an mal auftreten, eine Akkulötkolben vom Discounter mit vier Buchstaben 
(welcher, ist egal), und der reicht völlig aus.

Oliver

von Carsten W. (eagle38106)


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Hi,

mein Brute-Force Ansatz wäre, vom Weller alles bis auf den Netztrafo zu 
verwenden. Einzig das Problem mit dem Wechselstrom mit 50Hz muß man dann 
kreativ lösen, da die Weller mit Phasenanschnitt- bzw. 
Schwingungspaketsteuerung arbeiten. Und die funktioniert mit DC nicht.
Aber die 50Hz kann man mit einem NE555 erzeugen und statt Triac muß halt 
ein MOSFET her. (So der Zündimpuls durchgehend kommt.)

Gruß
Carsten

von Alter Sack (Gast)


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Ich empfand früher den kleinen NiCd Wahl ISO-TEMP Lötkolben als sehr 
angenehm. Hatte genug Heizleistung auch für größere Lötstellen (20W+). 
Gibt es immer noch in den USA.

Dann gab es noch den orangen Portasol mit Butangas. Sehr dünn war der 
auch und lag gut in der Hand. Das war für mich der beste Butanlötkolben 
den ich jemals hatte. Leider gab es dann bald keine Tips mehr, bzw. der 
Hersteller verwendete ein neues Gewinde für die Spitzen, so daß der alte 
mit der Zeit nutzlos wurde. Man wundert sich wie man auf solche Gedanken 
kommt. Sonst identisch mit den alten Spitzen. Die mußten wohl ihre 
Kunden hassen.

Der Weller Butanlötkolben störte durch die seitliche Abgasöffnung oft 
sehr oder man verbrannte sich an der heißen Luft leicht die Finger wenn 
man mit der Abgasöffnung nicht aufpaßte. (Der Portasol hatte das Problem 
nicht in dem Masse). Aber er funktioniert sonst ausreichend gut.

von Nico K. (nexxos1412)


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Hallo Leute,

vielen Dank für eure Zahlreichen Antworten. Ich habe mir das alles 
reichlich Überlegt und bin zu folgender wie ich finde Super Lösung 
gekommen.

Also getan habe ich jetzt ertsmal folgendes:

- Weller WS81 mit WSP 80 gekauft
- defekte Bosch blau Maschine gekauft
- Wechselrichter der Firma Effekta mit rein Sinus gekauft (700W) 
https://www.effekta.com/produkt/wrs-serie/


Ihr habt Recht, ich brauche die Akkulösung sogut wie nie, also nehme ich 
die WS81 einfach als "Baustellen" Lötmaschine. An der zerlge ich einfach 
nichts und betreibe sie solange sie läuft. Wenn sie verreckt, habe ich 
immernoch einen gescheiten Ersatzkolben für meine WDD181V.

Sollte ich tatsächlich mal eine Lötstation oder ein Baustrahler oder was 
auch immer portabel für einen kurzen Zeitraum brauchen werde ich mir aus 
dem Wechselrichter, meinem 1,5KW DC -> DC Wandler und dem Akkuhalter 
samt meinen Bosch Blau Akkus ein schönes mobiles 230V "power Pack" in 
ein V2A Schaltschrank packen mit Griff dran und sämtlichen 
Sicherungsorganen und Spannungs / Stromanzeigen. So ein Ding wollte ich 
eigentlich schon vor Jahren mal bauen:D

Dann habe ich eine gescheite Lösung für Unterwegs, die auch ausreichend 
Robust ist. Bei Bedarf kann ich sogar extern über KFZ einspeisen und sei 
es nur um einen Akku zu laden.

Habe alle Komponenten gebraucht für einen fairen Preis erstanden, bin 
noch unter meiner Budgetgrenze und muss an der Weller nix rumbasteln.

Der Wechselrichter war echt ein schnapper, der kostet normal über 300€ 
neu.


Ich war da etwas skeptisch wegen des Leerlaufverbrauchs der beiden 
"Schaltregler" aber ich habe heute mal etwas gemessen und Informationen 
eingeholt. Also der Wechselrichter hat ein Leerlafverbrauch von 3-7W und 
mein DC -> DC Converter hat gemessene 20mA als Leerlauffstrom. Beides 
addiert ist für mich noch vertretbar und macht die Geschichte für 
Noteinsätze schon brauchbar.



Vielen dank für eure Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen
Nico

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Ich hatte mit einem Wechselrichter und einer Weller WESD51 Station vor 
einiger Zeit weniger gutes Glück. Ich habe da ein 12V Power Pack. Hat 
Kabel zum KFZ Boosten und starten und einen 300W 120V/60Hz 
Wechselrichter. Wollte draussen im Garten was machen. Damit funktioniert 
die Weller WESD51 nicht richtig und die Lötspitze wurde nicht richtig 
warm. Vielleicht lauwarm.

Ich vermute, das liegt daher, daß die WESD51 die Netzspannungs 
Nulldurchgänge nicht mehr richtig mit dem uC erfaßt und dadurch der 
TRIAC nicht mehr richtig angesteuert wird. Ich habe mich aber damals 
nicht weiter darum gekümmert und mir auch nicht die Wechselrichter 
Ausgangsspannung mit dem Oszi angesehen. Jedenfalls funktioniert die 
WESD51 mit sinusförmiger Versorgung natürlich einwandfrei.

Sollte der Wechselrichter nur einen Stufenförmigen Ausgang haben, dann 
ist der Duty Cycle im Vergleich zum normalen Sinus wesentlich verkürzt. 
Wie gesagt ich müßte das bei Gelegenheit näher untersuchen.

Also, aufpassen und vorher zu Hause testen bevor Du möglicherweise in 
der Feldumgebung Deine Erfahrungen machst. Wenn es also bei Dir 
erwiesenermaßen funktioniert freut mich das. Ich hatte da also weniger 
guten Erfolg.

Ich versorgte mal im Auto das Schaltnetzteil eines LT mit einem 150W 
Wechselrichter. Es funktionierte zwar. Nur wurde das NT beträchtlich 
wärmer als bei normalen Netzbetrieb.

Es scheint also: Wechselrichter Spannungsqualität != Netzspannung. Da 
sind oft große Unterschiede in der Qualität der sogenannten Netzspannung 
vom WR.

von Nico. K (Gast)


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Hallo,
meine Komponenten sind eingetroffen.:) Der Wechselrichter funktioniert 
tadellos und macht ein brauchnaren Sinus. Ich habe die Lötstation, ein 
Laptop Netzteil und sogar mein Computer dran gehabt und bis ca 450w 
belastet. Keine Probleme auch bei einer Impulsiven Last wie einem Gaming 
Pc im 3D Betrieb.

Werde euch mal auf dem laufenden halten, wenn alles verbaut ist.

Bin echt begeistert von dem Wechselrichter, wenn man ein paar Euro mehr 
ausgibt scheint man da auch was brauchbares zu bekommen.


Mit freundlichen Grüßen
Nico

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