Blaue Kristalle an SMD-Bauelement

Gast #6064140
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Eigentlich ist das Modul dicht verschlossen bzw Spritzwasser geschütz.
Lediglich ein ins Gehäuse eingespritztes Druckausgleichselemt ist 
vorhanden.
Dieses ist am betroffenen Modul aber unauffällig und scheint intakt.

Könnten fehlerhafte Reinigungsprozesse bei der Herstellung der 
Leiterplatten hier eine Rolle spielen?

Die Rückstände befinden sich auf allen Bauelementen mit gebogenen oder 
geschnittenen Beinchen.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6064168
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Andreas B. schrieb:
> Frag mich aber nicht, wo die bei Dir herkommt.
nicht passivierte Flußmittelreste + Feuchtigkeit

Oder es ist einfach mal Wasser reingelaufen, solange Strom drauf war.

"NoClean"-Flußmittel heißt laut unseren Fertigern übrigens nicht so, 
weil weil man die Rückstände nicht mehr entfernen muss, sondern, weil 
man es nicht mehr kann... ;-)
Gast #6064496
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Scheint, als ob das Bauteil geklebt wurde, aber der Kleber den Löt- oder 
Reinigungsprozess nicht ganz überstanden hat.
Für irgendwas mit Säuredämpfen ist das restliche Metall viel zu sauber.
Gast #6064708
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Wenn, dann sieht es weniger nach den Knicken selbst aus, sondern eher 
immer an der leichten Beschädigung, die die Biegewerkzeuge längs der 
Pins verursacht haben.
So eine saubere, selektive Korrosion hab ich aber noch nie gesehen. Die 
Säure möchte ich mal haben, die Kupfer derart ausblüht, aber Zinn 
mustergültig glänzend lässt. Das schafft man nicht mal, wenn man die 
Platine eine Woche lang nur in Wasser liegen lässt...

Scheint fast so, als wäre beim Hersteller des Bauteils was schief 
gelaufen, und Elektrolyt zwischen den Galvanik-Schichten 
übriggeblieben...als die Gullwings gesickt wurden, brach die Zinnschicht 
an den Rändern auf, nur hier trat dann das Kupfersulfat aus. So in etwa 
sieht das hier aus.

Fehlerhafte galvanische Arbeiten habe ich schon erleben dürfen...du 
lötest einen (z.B.) To220, und das Zinn schießt wunderbar auf dem 
Pin...doch dann löst sich auf einmal die ganze Chose wieder, und zum 
Vorschein kommt eine hässliche, selbst mit derben Flussmitteln und 450° 
kaum noch verzinnbare Oberfläche...
#6067269
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...ah, ein Anlassstrombegrenzer - ob das was mit den "Herausforderungen" 
bei Start/Stop zu tun hat? :)

"Es ist leider nicht nur dieses eine BE das betroffen ist.
Der Rest der BE`s auf der Platine sehen alle so aus.
Es sind immer die gleichen Stellen wie auf dem Bild des Beispiels zu
sehen."

Dann betrifft es halt alle Bauteile, alle schlecht galvanisiert oder 
sonstwas! Mit Säuredämpfen kann es aber auf gar keinen Fall was zu tun 
haben, da ist sich der Bademeister doch sicher!

Klaus.
Gast #6067498
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Klaus R. schrieb:
> da ist sich der Bademeister doch sicher!

Wenn der TO sagt "Leute, ich habe da einen unlesbaren Widerstand, durch 
den an 10V 2A fließen", dann sage ich "Der Widerstand hat 5 Ohm". 
Eröffnet der TO später, daß es doch 7A an 3V waren, dann brauchst du 
nicht kommen, und meine Aussage zu kritisieren. Zumal in dieser mehr als 
genug Worte wie "wahrscheinlich, vermutlich" usw. stehen.
Ich verstehe allerdings schon, daß du mein Geschriebenes als eiserne 
Tatsachen ansiehst, gar nicht mehr als diskutabel. Damit hast du in 99% 
der Fälle schon recht. Und das lässt natürlich auch mal schlechte Laune 
aufkommen, wenn man selbst öfter daneben liegt.

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