Forum: Platinen Bohrdurchmesser Piher PT-10


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von Michael (Gast)


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Hallo zusammen,
ich setze häufiger diese Trimmpotis in stehender Bauform ein. Nun 
beschwert sich mein Bestücker, daß die Potis in der Welle kippen und 
dann schräg stehen.
Piher gibt im Datenblatt für die Beinchen einen Bohrdurchmesser von 
1,3mm an und daran habe ich mich auch gehalten. Der am Bauteil gemessene 
Durchmesser beträgt etwas über einen mm, vielleicht 1,05mm. Krasse 
Diskrepanz, haben die so große Toleranzen in der Produktion?
Die Platinenoberfläche ist HAL.

Was verwendet ihr für einen Bohrdurchmesser?

Danke und Grüße

von Udo (Gast)


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Die 1,3mm sind der empfohlene Bohrdurchmesser, die Maße der Beinchen 
sind jedoch auch angegeben mit 1mm mit +0,1 Toleranz.

von MaWin (Gast)


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Michael schrieb:
> und dann schräg stehen.

Kauf dir halt andere Trimmpotis.

Das einzig nützliche bei Piher sind die Steckwellen, die Potis find ich 
eher mies.

Beinchen aus flachem Blech neigen halt zum kippeln.

von Michael (Gast)


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Udo schrieb:
> Die 1,3mm sind der empfohlene Bohrdurchmesser, die Maße der
> Beinchen
> sind jedoch auch angegeben mit 1mm mit +0,1 Toleranz.

So weit hatte ich das auch gemessen.
Hat niemand einen Erfahrungswert dazu?

von Manfred (Gast)


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MaWin schrieb:
> Kauf dir halt andere Trimmpotis.

Was soll er denn kaufen?

> Das einzig nützliche bei Piher sind die Steckwellen,
> die Potis find ich eher mies.

Piher habe ich seit Jahrzehnten gemieden und hätte die Hoffnung, dass 
sie inzwischen gelernt haben?

> Beinchen aus flachem Blech neigen halt zum kippeln.

Alle stehenden Potis in meinem Bastelbestand haben flache Beinchen. Ich 
gehe gerade den Katalog *) von Bourns durch, 3309 oder 3319 haben noch 
immer flache Beinchen.

Ein Ausweg könnte sein, dass es Typen mit geformten Beinchen als SnapIn 
gibt.

*) 
https://www.bourns.com/docs/technical-documents/technical-library/trimmers/publications/bourns_trimpot_catalog.pdf?Status=Master&sfvrsn=a828b77_0

von Michael (Gast)


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Manfred schrieb:
> Alle stehenden Potis in meinem Bastelbestand haben flache Beinchen. Ich
> gehe gerade den Katalog *) von Bourns durch, 3309 oder 3319 haben noch
> immer flache Beinchen.

Die genannten Bourns-Dinger haben den Nachteil, daß die sehr spezielle 
Kundschaft da mit einem dicken Kreuzschlitz reingeht und über den 
Endanschlag dreht. Ist wirklich passiert und mehr als einmal. Piher hat 
da eher eine abschreckende Wirkung.

Die Frage nach einem anderen Typ stellt sich auch gar nicht. Bei 10.000 
Platinen pro Jahr ist das eine Preisfrage und die 0,17€ sind schwer zu 
toppen.

Von ACP habe ich Abstand genommen, weil die zu nichtlinear sind.

Ich will ja auch nur wissen, ob eine 1,1mm Bohrung, durchkontaktiert, 
HAL, in Serie zuverlässig bestückbar ist. Da würde dann nix mehr 
kippeln.

von René F. (Gast)


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Ich würde nicht sofort auf 1,1mm Durchmesser runtergehen, sondern erst 
auf 1,2mm. Hört sich zwar nach sehr wenig an, die Wirkung könnte 
allerdings schon reichen. Ich sehe sonst die Gefahr, das die 
Durchkontaktierung nicht ausreichend mit Zinn gefüllt wird.

Was wäre denn die Empfehlung deines Bestückers?

von Michael (Gast)


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Den Bestücker erreiche ich gerade nicht.
Danke für den Tip!

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Einer der Bestücker, mit dem meine Kunden und ich zusammenarbeiten, 
lässt in solchen Fällen eine Vorrichtung anfertigen, die das Bauteil 
beim Löten ordentlich ausrichtet. In diesem Fall könnte das eine Art 
Kappe sein, die auf das Potentiometer gesteckt wird.

von Georg (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> Einer der Bestücker, mit dem meine Kunden und ich zusammenarbeiten,
> lässt in solchen Fällen eine Vorrichtung anfertigen

Wenn eine senkrechte Ausrichtung gefordert ist, ist das eine sinnvolle 
Möglichkeit. Ev. reicht auch Schaumstoff wie bei Handbestückungsrahmen.

Ist der Bohrdurchmesser auch nur geringfügig grösser als der 
Pindurchmesser ist ein Kippen unvermeidlich, wenn keine SnapIn-Form der 
Pins verwendet wird. Und macht man ihn kleiner, muss man die Potis in 
die Platine rammen, was in der Serie auch nicht funktioniert.

Georg

von ### (Gast)


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Michael schrieb:


> Kundschaft da mit einem dicken Kreuzschlitz reingeht und über den
> Endanschlag dreht. Ist wirklich passiert und mehr als einmal. Piher hat
> da eher eine abschreckende Wirkung.


eg. PT10LH02   H02 = H2.5P crimped (H01 glatt)

https://dilp.netcomponents.com/cgi-bin/piher.asp?Region=E&mode=1&partnumber1=PT10LH02&partnumber2=&partnumber3=&pq=Search


digikey 5,000   0.22131   $1,106.57  ~ EUR 0.197

>
> Die Frage nach einem anderen Typ stellt sich auch gar nicht. Bei 10.000
> Platinen pro Jahr ist das eine Preisfrage und die 0,17€ sind schwer zu
> toppen.

>> beschwert sich mein Bestücker, daß die Potis in der Welle kippen

von ### (Gast)


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Da hat es ein Bild

https://www.digikey.com/product-detail/en/PT10LH02-103A2020-S/1993-1114-ND

PT10LH02-103A2020-S  als Bsp.    ~ EUR 0.197


---

von Michael (Gast)


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Wie konnte ich das übersehen...
Danke!

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Für selbstgeätzte und -gebohrte Platinen habe ich den Trimmpotis 
Langlöcher verpasst, einfach das Handbohrmaschinchen nach rechts und 
links gekippt. Geht natürlich nicht mit Hartmetallbohrern, nur HSS. Dann 
bleibt vom Pad noch etwas stehen, auch ohne Durchkontaktierung. Aber 
hier geht es ja um professionelle Bestückung, da sind Langlöcher 
vermutlich zu teuer.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Im neuen "Make"-Magazin steht der Tip, eine 3mm-LED als Drehknopf in das 
Trimmpoti zu stecken. Allerdings sei laut Datenblatt der Verschleiß 
recht groß, wenn man es so oft benutzt wie ein richtiges Drehpoti. Man 
kann die LED sogar leuchten lassen, sieht sicher lustig aus.

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